Wolf "Asslan" als letzter Vertreter seiner Art in deutschem Zoo gestorben

München - Der letzte Europäische Wolf - das Tier "Asslan" - im Münchner Tierpark Hellabrunn ist tot.

"Asslan" ist im Tierpark Hellabrunn als letzter "Europäischer Wolf" eines Zoos gestorben. (Archiv)
"Asslan" ist im Tierpark Hellabrunn als letzter "Europäischer Wolf" eines Zoos gestorben. (Archiv)  © Marc Müller/Tierpark Hellabrunn

Er wurde 15 Jahre alt. Das teilte der Tierpark am Donnerstag mit. Gestorben war der Wolf bereits im Januar.

"Zwar ging es Asslan in den letzten Monaten seinem Alter entsprechend noch recht gut, doch in den Wochen vor seinem Tod wurde er zunehmend schwächer und lustloser, sodass er kaum noch gefressen hat", hat es in einer Mitteilung.

Eine daraufhin vorgenommene intensive tiermedizinische Behandlung brachte keinerlei Besserung. Schließlich entschied man sich dazu, Asslan von seinen Strapazen zu erlösen.

Permanenter Einbruch: Immer weniger Sozialwohnungen in Bayern
Bayern Permanenter Einbruch: Immer weniger Sozialwohnungen in Bayern

"Wir gehen davon aus, dass es einfach ein altersbedingter Vorgang war. Er war bereits in einem hohen Alter", erklärte Lisa Reininger, Pressesprecherin der Tierpark Hellabrunn AG, am Donnerstag im Gespräch mit TAG24.

"In freier Wildbahn werden diese Tiere auch etwa 12 bis 17 Jahre alt", ergänzt sie.

Pathologische Untersuchung soll Todesursache klären

Im Tierpark Hellabrunn wird nach Asslans Tod das Wolfsgehege modernisiert. (Archiv)
Im Tierpark Hellabrunn wird nach Asslans Tod das Wolfsgehege modernisiert. (Archiv)  © Tierpark Hellabrunn

Asslan war der letzte von drei Geschwistern, die seit 2006 in München lebten. Seit dem Tod seines letzten Verwandten 2018 lebte der Wolf allein in seiner Anlage. "Grund dafür war, dass es bei Wölfen nicht möglich ist, ein älteres Tier in ein neues Rudel zu integrieren", teilte der Tierpark mit.

Die tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München wird Asslan nun pathologisch untersuchen.

Auch wenn man aufgrund des Alters von einem schwachen Allgemeinzustand ausgehe, soll - wie bei allen Tieren, die in Hellabrunn sterben - die genaue Todesursache untersucht werden.

Weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen in Bayern!
Bayern Weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen in Bayern!

Im Laufe dieses Jahres wird Asslans Wolfsanlage umgebaut und modernisiert, damit auch in den kommenden Jahren Wölfe im Tierpark leben können.

"Der Wolf ist eine beliebte und gleichzeitig sehr faszinierende Tierart und seit Jahrhunderten ein Begleiter des Menschen: nicht nur als Mythos und in unzähligen Märchen, sondern auch als Waldbewohner. Daher freut es mich, dass uns diese Tierart hier in Hellabrunn noch eine Weile erhalten bleibt", teilte Tierpark-Direktor Rasem Baban in einem Presse-Statement mit.

Titelfoto: Marc Müller/Tierpark Hellabrunn

Mehr zum Thema Bayern: