Tirol sieht eigene Blockabfertigung durch Bayerns Drohung bestätigt

Innsbruck - Die von Bayern geforderten Beschränkungen für Lastwagen im Grenzverkehr zu Österreich bestätigen nach Ansicht von Tirols Landeshauptmann Günther Platter (68) die Tiroler Blockabfertigung.

Tirol wehrt sich gegen die Auswirkungen der "verfehlten europäischen Verkehrspolitik" mit Blockabfertigung der Lkws. (Archiv)
Tirol wehrt sich gegen die Auswirkungen der "verfehlten europäischen Verkehrspolitik" mit Blockabfertigung der Lkws. (Archiv)  © Peter Kneffel/dpa

"Der Transitverkehr entlang des Brennerkorridors entsteht nicht in Tirol oder Bayern. Vielmehr sind wir Opfer einer verfehlten europäischen Verkehrspolitik, die den Transport auf der Straße stark begünstigt und in den vergangenen Jahren eine Transitlawine ausgelöst hat", sagte Platter am Mittwoch in Innsbruck.

Tirol bekomme die Auswirkungen bereits seit vielen Jahren zu spüren, "deshalb wehren wir uns mit Notmaßnahmen, wie der Blockabfertigung, um eine Überlastung auf der Straßeninfrastruktur zu vermeiden, Natur und Mensch zu schützen, aber auch die Verkehrssicherheit aufrecht zu erhalten", sagte Platter.

Von der Transitbelastung sei aber auch die Bevölkerung entlang der bayrischen Autobahnabschnitte betroffen.

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Der Aufruf von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU), den LKW-Transitverkehr zu sperren, erinnere ihn daher an den Tiroler Kampf gegen die Verkehrsbelastung, so Platter.

Er betonte, am Ende brauche es eine Gesamtlösung auf europäischer Ebene. "Solange es diese nicht gibt und die Belastung in diesem Ausmaß vorhanden ist, wird Tirol an den Notmaßnahmen festhalten und Blockabfertigungen oder Fahrverbote keinesfalls lockern."

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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