Trotz Corona-Auflagen: Alpenregionen hoffen nach Ausfall auf gute Skisaison

Garmisch-Partenkirchen - Gut eineinhalb Monate vor dem Auftakt an der Zugspitze blickt die Tourismusbranche in den bayerischen Alpen zuversichtlich auf die kommende Wintersaison.

In diesem Jahr soll Skifahren in Bayern wieder möglich sein.
In diesem Jahr soll Skifahren in Bayern wieder möglich sein.  © Angelika Warmuth/dpa

Es gingen schon jetzt zahlreiche Anfragen für Saisontickets ein, sagte eine Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen.

"Wir müssen mit dem Verkauf aber noch abwarten." Bislang könne man keine verbindlichen Informationen geben, unter welchen Bedingungen die Skisaison stattfinden wird.

Mit der Buchung ihres Skiurlaubs seien die Menschen deshalb bisher zurückhaltend, sagte die Sprecherin der Allgäu GmbH in Kempten, Simone Zehnpfennig. "Bei einigen Menschen schwingt eine gewisse Unsicherheit mit und dies verstärkt den Trend der kurzfristigen Buchungen."

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Grundsätzlich sei die Stimmung in den Allgäuer Tourismusbetrieben aber dennoch positiv. "Die Menschen suchen die Bewegung draußen in der Natur", sagte Zehnpfennig. "Auch Skifahren mit Gipfelgenuss gehört im Winter für viele einfach dazu."

Nach Angaben des Verbands Deutscher Seilbahnen (VDS) soll Skifahren in Bayern im Winter wieder möglich sein - unter Einhaltung der 3G-Regel. Wer geimpft, genesen oder negativ getestet ist, dürfte somit in Seilbahnen und Liften unterwegs sein.

Winter-Tourismuswirtschaft würde erneuten Corona-Lockdown "nicht überleben"

Liftbügel eines Schlepplifts hängen im geschlossenen Skigebiet auf der Zugspitze im vergangenen Winter während des Lockdowns in der Luft.
Liftbügel eines Schlepplifts hängen im geschlossenen Skigebiet auf der Zugspitze im vergangenen Winter während des Lockdowns in der Luft.  © Angelika Warmuth/dpa

Saison-Karteninhaber im Allgäu sollten sich aber darauf einstellen, dass der Kartenverkauf auf Geimpfte und Genesene ausgelegt sei, sagte Zehnpfennig.

"Das hat den entscheidenden Vorteil, sich frei an den Kassen und beim Eintritt ins Drehkreuz bewegen zu können – ganz ohne Wartezeiten, während andere vor Ort an der Kasse den Nachweis erst erbringen müssen."

Wegen der Corona-Auflagen sei fraglich, ob die Gästezahlen in diesem Winter an den Andrang vor der Pandemie heranreichen können, sagte Zehnpfennig.

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Vor allem hoffe die Branche aber "sehr darauf, dass wir nicht in einen erneuten Lockdown geschickt werden", dies würde die Tourismuswirtschaft "nicht überleben".

Auch wegen des Komplettausfalls der alpinen Skisaison 2020/21 hatte die Allgäuer Tourismusbranche nach Angaben der Allgäu GmbH Verluste von 2,73 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Der Verband Deutscher Seilbahnen schätzte die Verluste seiner Mitglieder auf 99 Millionen Euro.

Die Zugspitze soll am 19. November als erstes Skigebiet in Deutschland in die Wintersaison starten - abhängig von der Schneelage und den Temperaturen. Viele andere Skigebiete in den bayerischen Alpen wollen im Laufe des Dezembers folgen.

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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