Mehrere Glatteisunfälle in Bayern, aber Verkehrschaos bleibt aus

München - Die Straßen waren glatt, doch ein Verkehrschaos gab es in der Nacht zum Mittwoch nicht. Die Polizei meldete am Morgen vereinzelte Glatteisunfälle, meist nur mit Sachschaden.

Im Landkreis Kelheim krachte es zwischen mehreren Autos und Lkw. Zum Glück ohne schlimmere Verletzungen.
Im Landkreis Kelheim krachte es zwischen mehreren Autos und Lkw. Zum Glück ohne schlimmere Verletzungen.  © vifogra / Schuh

"Es waren ein paar Rutscherl", hieß es etwa im Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Etwas mehr los war in Schwaben und Niederbayern.

Dort waren am Abend und in der Nacht Lastwagen bei Glätte von der Fahrbahn abgekommen.

Auf der Autobahn A8 Richtung Stuttgart rutschte zwischen Dasing und Adelzhausen ein Tanklaster in die Leitplanken.

Dabei sei auch ein Teil der 600 Liter Diesel ausgelaufen, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Zudem stand der 40-Tonner quer und blockierte bis zum frühen Morgen zwei Fahrbahnspuren.

Auf der A8 kurz vor Baden-Württemberg brannte laut Polizei zudem ein Winterdienstfahrzeug aus. Die Ursache sei noch unklar, teilte das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten mit.

In Niederbayern kamen innerhalb weniger Stunden zwei Lkw auf der B388 bei Eggenfelden von der Fahrbahn ab - ebenfalls wegen Glätte.

Bei Pfarrkirchen rutschte ein Transporter von der Fahrbahn, ein paar Stunden später geriet wenige hundert Meter weiter ein Lastwagen ins Schleudern.

Allein in Niederbayern 110 Wetter-Unfälle

Die Winterdienste hatten in Bayern alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)
Die Winterdienste hatten in Bayern alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

In Oberbayern registrierte das Polizeipräsidium in Rosenheim von 20 Uhr bis zum frühen Mittwochmorgen drei Unfälle mit Personenschaden und sechs mit Sachschaden.

Auch im Allgäu gab es nach mehreren Unfällen ein paar Leichtverletzte sowie Blechschäden. Ein ähnliches Bild bot sich den Polizisten in Unterfranken.

Am Dienstagnachmittag hatte es noch anders ausgesehen. Bei teilweise starkem Schneefall hatten sich viele Unfälle ereignet. Allein in Niederbayern gab es laut Polizei "rund 110 witterungsbedingte Einsätze", meistens mit Blechschäden.

Fahrzeuge seien von der Fahrbahn abgekommen oder hätten es nicht den Berg hinauf geschafft. Bei einem der Unfälle sei ein Mensch schwer verletzt worden.

Für den Mittwoch sagte der Deutsche Wetterdienst kaum Niederschläge voraus. Erst in der Nacht zum Donnerstag könnte es vor allem im Südwesten wieder schneien, vom Oberallgäu bis ins Werdenfelser Land.

Vor allem in Lagen oberhalb von 800 Metern könnten 15 bis 30 Zentimeter Neuschnee fallen, hieß es beim DWD.

Titelfoto: vifogra / Schuh

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0