Unternehmen sehen Standortqualität in Bayern kritischer

München - Die bayerischen Unternehmen bewerten die Qualität ihres Standortes kritischer.

Bertram Brossardt (61), Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. (Archiv)
Bertram Brossardt (61), Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

In einer jährlichen Befragung von IW Consult im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) sank der Wert in diesem Jahr das zweite Mal in Folge und liegt nun bei 74,8 von 100 möglichen Punkten. 2019 hatte die Bewertung mit 76,2 einen Höhepunkt erreicht, 2020 lag er bei 75,5.

"Die Zustimmungswerte sind hoch, in vielen Bereichen allerdings nicht mehr so hoch wie im vergangenen Jahr", sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt (61).

"Ob das der Corona-Pandemie geschuldet ist oder ob es sich um eine Trendwende handelt, muss jetzt sorgfältig beobachtet werden." Zudem verwies er darauf, dass die Qualität in den Jahren vor Corona "kontinuierlich gestiegen" sei.

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Im Vergleich zum Vorjahr verschlechterte sich insbesondere die Bewertung im Bereich Energie und Rohstoffe. Die besten Noten wurden für Innovationsumfeld und allgemeine Infrastruktur vergeben, am kritischsten sehen die Unternehmen dagegen die Verwaltung.

Dennoch würden sich 92 Prozent der Unternehmen wieder für Bayern als Standort entscheiden. Das sind allerdings drei Punkte weniger als vor einem Jahr.

Die höchste Loyalität zum eigenen Regierungsbezirk gibt es dabei mit 96,2 Prozent in Mittelfranken vor Oberpfalz und Niederbayern mit 94,9 und 94,8 Prozent. Dahinter folgen Oberbayern mit 93,0, Unterfranken mit 92,0 und Schwaben mit 88,5 Prozent. Schlusslicht ist Oberfranken mit 84,6 Prozent.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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