Rentner stirbt bei Raub: Führten Schläge und Tritte des Angeklagten zum Tod?

Bayreuth - Im neu aufgerollten Prozess um den Tod eines Rentners infolge eines Raubüberfalls steht am Landgericht Bayreuth eine Entscheidung an. 

Das Urteil wird am Freitag ab 9 Uhr in Bayreuth erwartet. (Symbolbild)
Das Urteil wird am Freitag ab 9 Uhr in Bayreuth erwartet. (Symbolbild)  © Daniel Karmann/dpa

Das Urteil wird am heutigen Freitag ab 9 Uhr erwartet. Die Staatsanwaltschaft habe in ihrem Schlussvortrag am Donnerstag aber erneut Beweisanträge gestellt.

Kurz vor Ostern 2017 sollen sich zwei Männer aus dem Raum Augsburg unter einem Vorwand Zutritt zum Haus des Rentners verschafft haben, um dort nach Wertgegenständen zu suchen. Dabei sei der Rentner attackiert worden. Er wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er wenige Tage später starb.

Das Landgericht Bayreuth hatte den Angeklagten im Juli 2018 zu einer lebenslangen Haftstrafe wegen Mordes verurteilt. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf. Es müsse genauer geklärt werden, ob die Schläge und Tritte des heute 38-Jährigen gegen den Rentner tatsächlich die Ursache für den Tod des Opfers gewesen seien. Das Urteil gegen den Mittäter aus dem ersten Verfahren hat weiter Bestand.

Der Verteidiger beantragte am Donnerstag eine Verurteilung wegen gewerbsmäßigen Diebstahls, unterlassener Hilfeleistung und unerlaubten Waffenbesitzes. Unter Einbeziehung weiterer Freiheitsstrafen aus anderen Urteilen habe er fünf Jahre und acht Monate Haft gefordert, erklärte der Justizsprecher. Außerdem habe er die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt beantragt.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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