Filmreife Verfolgung: Elf Polizeiautos und ein Hubschrauber jagen 19-Jährigen

Deggendorf - Ein 19-Jähriger, der ohne Führerschein als Autofahrer unterwegs war, wollte sich offenbar einer Polizeikontrolle entziehen - und in Niederbayern kam zu einer filmreifen Verfolgungsjagd.

Insgesamt waren elf Streifenwagen und ein Hubschrauber bei der Verfolgung involviert. (Symbolbild)
Insgesamt waren elf Streifenwagen und ein Hubschrauber bei der Verfolgung involviert. (Symbolbild)  © Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Die Beamten versuchten zunächst, den jungen VW-Polo-Fahrer, der mit mehreren Begleitern im Fahrzeug unterwegs war, gegen 2.15 Uhr in der Deggendorfer Innenstadt zu kontrollieren.

Jedoch ignorierte dieser die Anhaltsignale und gab Gas. Er floh aus der Innenstadt hinaus auf die B11 über Grafling, Ruhmannsfelden und bog dann auf die B85 Richtung Regen.

"Nach Regen bei Kasberg verließ er die B85 und fuhr weiter in Richtung Kirchberg, von dort weiter über Zell bis zur Rusel und nach Deggendorf zurück. In der Schauflinger Straße gelang es einem Polizeifahrzeug, den flüchtenden Pkw zu überholen", heißt es von Polizeiseite.

Als das Streifenfahrzeug mit dem flüchtigen Teenie auf gleicher Höhe war, versuchte dieser, die Beamten nach links von der Straße zu drängen. Als es zum Zusammenstoß der Fahrzeuge kam, verlor der Polo-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, fiel über eine Böschung und krachte auf zwei geparkte Fahrzeuge.

"Die vier Insassen wurden bei dem Unfall leicht verletzt, flüchteten aber zunächst zu Fuß von der Unfallstelle. Sie konnten im Rahmen der Fahndung durch die Einsatzkräfte festgenommen werden."

In dieser Verfolgungsjagd waren zwischenzeitlich "bis zu elf Streifenwagen mehrerer Dienststellen und ein Polizeihubschrauber eingebunden". Der Gesamtschaden wird auf etwa 15.000 Euro geschätzt.

"Der Fahrer des Pkw muss sich nun u.a. wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, unerlaubten Entfernens vom Unfallort und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte verantworten", heißt es.

Während der Verfolgungsfahrt kam es zu mehreren Situationen, in denen weitere bisher unbekannte Fahrzeugführer offenbar gefährdet wurden. Diese werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 09421/868-0 mit der Dienststelle PI Straubing in Verbindung zu setzen.

Titelfoto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0