Verschärfter Azubimangel trotz weniger Lehrstellen!

München - Der Lehrlingsmangel in vielen bayerischen Unternehmen hat sich im zu Ende gehenden Jahr trotz der Coronavirus-Krise verschärft. Pandemiebedingt ist zwar die Zahl der angebotenen Lehrstellen zurückgegangen.

Der Lehrlingsmangel in vielen Unternehmen hat sich im zu Ende gehenden Jahr trotz der Corona-Krise verschärft. (Symbolbild)
Der Lehrlingsmangel in vielen Unternehmen hat sich im zu Ende gehenden Jahr trotz der Corona-Krise verschärft. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das berichten Industrie- und Handelskammern sowie der Bayerische Handwerkstag übereinstimmend. Doch da die Zahl der Bewerber noch stärker geschrumpft ist, macht sich der Nachwuchsmangel in vielen Berufen sogar noch mehr bemerkbar als im Vorjahr.

Die Industrie- und Handelskammern stellen ihre eigene detaillierte Azubi-Statistik erst im neuen Jahr auf. Ende November war die Zahl der Ausbildungsplätze im IHK-Bereich um 12,5 Prozent niedriger als entsprechend im Vorjahr.

Für das Handwerk liegen bereits genauere Zahlen vor, Stand Ende November: Demnach wurden 27.206 neue Lehrverträge geschlossen, 7,1 Prozent weniger als 2019.

Trotz dieses kräftigen Rückgangs gestaltete sich die Lehrlingssuche für die ausbildenden Betriebe schwieriger. "Wir schätzen, dass in diesem Jahr rund 21 Prozent der angebotenen Lehrstellen nicht besetzt werden konnten", sagt ein Sprecher des Handwerkstags. "Das ist etwa ein Prozentpunkt mehr als 2019."

Die Arbeitsagentur hatte bereits im Herbst gemeldet, dass in Bayern Ende September unter dem Strich mehr Ausbildungsplätze frei geblieben waren als im Vorjahr.

In diesem Jahr gab es coronabedingt viele Nachzügler, da die Abschlussprüfungen verspätet stattfanden.

Das hat aber an der Situation offensichtlich nichts Grundlegendes geändert.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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