Verwirrte Frau dringt in Klinik ein, zieht sich Arztkittel über und nimmt Kind mit

Schwandorf - Eine Frau ist in der Oberpfalz in ein Krankenhaus eingedrungen und hat sich als Ärztin und Hebamme ausgegeben.

Die Frau schnappte sich einen Artzkittel und gab sich als Hebammenschülerin aus. (Symbolbild)
Die Frau schnappte sich einen Artzkittel und gab sich als Hebammenschülerin aus. (Symbolbild)  © Marijan Murat/dpa

Dabei gelang es der 29-Jährigen, ein Neugeborenes aus der Säuglingsstation zu holen, wie das Krankenhaus Schwandorf am Donnerstag mitteilte. Mitarbeiter hätten die Polizei alarmiert.

Auf der Wöchnerinnenstation hatte sich die Frau als Hebammenschülerin ausgegeben. Als eine Pflegefachkraft, die gerade ein Baby wickelte, zu einer Patientin gerufen wurde, blieb die Frau allein im Zimmer.

Sie habe ein mobiles Bettchen mit einem Kind mitgenommen und sich damit einige Minuten im Krankenhaus umherbewegt, teilte die Klinik weiter mit. Mitarbeiter stellten sie zur Rede, dabei habe die Frau verwirrt gewirkt.

Das Kind blieb unversehrt. Die Frau habe nicht den Eindruck gemacht, als habe sie die Klinik mit dem Kind verlassen wollen.

Die Polizei ermittelt nun nach eigenen Angaben unter anderem wegen Entziehung Minderjähriger gegen die Frau. Den Erkenntnissen nach war sie am Dienstag durch einen kurzzeitig geöffneten Nebeneingang in den Wäschebereich der Klinik gekommen, wo sie sich einen Arztkittel überzog.

Sie ging zunächst auf verschiedene Stationen und bot ihre Hilfe an, etwa beim Abräumen des Geschirrs.

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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