Vorsicht vor der "Microsoft-Masche": So wollen Betrüger an Euer Geld!

Kempten - Es ist eine fiese Masche, die immer häufiger genutzt wird - und das leider mit Erfolg: Erneut haben sich Telefonbetrüger als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben und eine 65 Jahre alte Frau um Geld betrogen.

Vorsicht vor Betrügern: Die Polizei warnt nun ausdrücklich vor der sogenannten "Microsoft-Masche". (Symbolbild)
Vorsicht vor Betrügern: Die Polizei warnt nun ausdrücklich vor der sogenannten "Microsoft-Masche". (Symbolbild)  © 123rf/strelok

Mit "geschickter Gesprächsführung" überzeugte der Anrufer die arglose Seniorin am Montag, ihm ihre Kontodaten zu geben, wie die zuständige Polizei in Kempten am Dienstag mitteilte.

Zuvor habe er der Frau im Landkreis Ostallgäu erzählt, dass ihre Konten gehackt worden seien.

Anschließend habe der Betrüger dann 36.000 Euro von einem der Konten erlangt. Bayernweit warnen Dienststellen vor dem Vorgehen der Betrüger. Auch im Rest des Landes kommt die Masche zum Einsatz.

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Meist behaupten die jeweiligen Täter demnach in oftmals gebrochenem Englisch, der Computer des Angerufenen sei von einer Schadsoftware befallen.

Um diese zu entfernen, benötige der angebliche Microsoft-Mitarbeiter Zugriff auf den Rechner.

Die Täter erschleichen sich laut den Beamten so einen direkten Zugang zu allem, was auf dem Computer gespeichert ist, wie zum Beispiel zu persönlichen Daten, Bank- sowie Kreditkartendaten oder gar Zugangsdaten zum Online-Banking.

Nach Polizeierkenntnissen sitzen die Täter meist in ausländischen Call-Centern.

Allein im Aufgabengebiet des Präsidiums Schwaben Süd/West hätten Betrüger mit der "Microsoft-Masche" in diesem Jahr in zehn Fällen bereits mehr als 45.000 Euro ergaunert. Es gilt: Misstrauisch sein und die Polizei benachrichtigen!

Titelfoto: 123rf/strelok

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