Erhöhte Waldbrandgefahr in Bayern: Behörden appellieren an Bevölkerung

München/Offenbach - Keine Kippen achtlos wegwerfen, kein offenes Feuer in der Nähe von Bäumen - solche Vorsichtsmaßnahmen sind in den kommenden Tagen aufgrund der hohen Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns geboten.

Bei erhöhter Sonneneinstrahlung, wie hier in München, trocknet der Boden extrem aus.
Bei erhöhter Sonneneinstrahlung, wie hier in München, trocknet der Boden extrem aus.  © Peter Kneffel/dpa

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Freitag bei mehr als der Hälfte seiner Stationen im Freistaat mit der zweithöchsten von fünf Waldbrand-Gefahrenstufen.

Beim unterfränkischen Arnstein-Müdesheim und bei Schwandorf in der Oberpfalz herrscht laut der DWD-Vorhersage vom Donnerstag sogar die höchste Stufe. In den restlichen Regionen Bayerns gilt Stufe drei, also "mittlere" Waldbrandgefahr.

Die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber (43, CSU) appellierte am Mittwoch an die Bevölkerung, im Wald nicht zu rauchen und auch in der Nähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten.

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Entscheidend für die Waldbrandgefahr ist laut DWD, wie trocken der Waldboden ist und wie schnell der Wind einen möglichen Brand größer werden lassen würde. Wichtige Faktoren seien Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung, sagte Christopher Böttcher, Waldbrandexperte beim DWD.

Zur Sicherheit stiegen in Niederbayern und der Oberpfalz Luftbeobachter der Feuerwehr oder der Verwaltung in Flugzeugen auf, um von oben zu kontrollieren, ob es brennt. Das teilten die Regierungsbezirke am Mittwoch mit.

Solche Flüge seien aber keine Seltenheit, auch im vergangenen Jahr seien die Luftbeobachter einige Male unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin der Regierung von Niederbayern.

Die extreme Trockenheit setzt der Vegetation zu

In Teilen Bayerns gilt akute Waldbrandgefahr.
In Teilen Bayerns gilt akute Waldbrandgefahr.  © Julian Stratenschulte/dpa

Mit viel Feuchtigkeit von oben ist laut DWD erstmal nicht zu rechnen: Die Meteorologen erwarten in den kommenden Tagen vielerorts trockenes Wetter.

Am Freitag wird es demnach meist sonnig und heiß: In Unterfranken kann es bis zu 36 Grad geben. Am Samstag scheint zunächst die Sonne, im Tagesverlauf kann es Schauer und einzelne Gewitter geben.

Es bleibt bei 28 Grad im Oberpfälzer Wald und 35 Grad in Mainfranken aber heiß. Erst am Sonntagnachmittag und -abend kommt vielerorts wieder Regen runter, es kann dann laut DWD bei weiterhin hohen Temperaturen schauern und gewittern. Nur in Ostbayern bleibt es wohl noch trocken.

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Folgerichtig bleibt auch in den kommenden Tagen das Waldbrandrisiko hoch. Am Sonntag gilt - Stand Donnerstag - bei 83 der 101 DWD-Stationen im Freistaat die zweithöchste der fünf Gefahrenstufen.

In Möhrendorf-Kleinseebach (Mittelfranken) und Aldersbach-Kriestorf (Niederbayern) gilt sogar die höchste Warnstufe.

Titelfoto: Bildmontage: Peter Kneffel/dpa, Julian Stratenschulte/dpa

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