Die Gefahr steigt wieder an: Waldbrände und Hitze bedrohen Bayern

München/Offenbach - Die Böden trocken, am Himmel kaum ein Wölkchen in Sicht: In den kommenden Tagen ist die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns hoch.

In vielen Wäldern in Bayern könnten am Donnerstag schon die zweithöchste von fünf Waldbrand-Gefahrenstufen erreicht werden. (Symbolbild)
In vielen Wäldern in Bayern könnten am Donnerstag schon die zweithöchste von fünf Waldbrand-Gefahrenstufen erreicht werden. (Symbolbild)  © 123RF/Akhararat Wathanasing

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Donnerstag bei etwa der Hälfte seiner Stationen im Bundesland mit der zweithöchsten von fünf Waldbrand-Gefahrenstufen.

Beim unterfränkischen Arnstein-Müdesheim herrscht laut der DWD-Vorhersage vom Mittwoch sogar die höchste Stufe, in den restlichen Regionen Bayerns Stufe drei, also "mittlere" Waldbrandgefahr.

Mit Feuchtigkeit von oben ist demnach erstmal nicht zu rechnen: Der DWD erwartet in den kommenden Tagen meist trockenes Wetter, reichlich Sonne und am Donnerstag Temperaturen bis zu 36 Grad.

Gericht kippt Corona-Verbot von Bars und Kneipen: Doch Söder plant schon neue Auflagen
Bayern Gericht kippt Corona-Verbot von Bars und Kneipen: Doch Söder plant schon neue Auflagen

Die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) appellierte an die Bevölkerung, im Wald nicht zu rauchen und auch in der Nähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten.

Entscheidend für die Waldbrandgefahr ist laut DWD, wie trocken der Waldboden ist und wie schnell der Wind einen möglichen Brand größer werden lassen würde.

Luftbeobachter kontrollieren Wälder von oben

Kleine Urlache, große Wirkung: Bei anhaltender Trockenheit steigt die persönliche Verantwortung beim Wandern in der Natur.
Kleine Urlache, große Wirkung: Bei anhaltender Trockenheit steigt die persönliche Verantwortung beim Wandern in der Natur.  © Patrick Pleul dpa/lbn

Wichtige Faktoren seien Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit, Niederschläge, Temperatur und Sonneneinstrahlung, sagte Christopher Böttcher, Waldbrandexperte beim DWD.

Zur Sicherheit steigen in Niederbayern und der Oberpfalz Luftbeobachter der Feuerwehr oder der Verwaltung in Flugzeugen auf, um von oben zu kontrollieren, ob es brennt. Das teilten die Regierungsbezirke am Mittwoch mit.

Solche Flüge seien aber keine Seltenheit, auch im vergangenen Jahr seien die Luftbeobachter einige Male unterwegs gewesen, sagte eine Sprecherin der Regierung von Niederbayern.

Besondere Signalwirkung: Staatsministerin setzt große Hoffnung in Bayreuther Festspiele
Bayern Besondere Signalwirkung: Staatsministerin setzt große Hoffnung in Bayreuther Festspiele

Am Donnerstag rechnen die Meteorologen des DWD mit überwiegend trockenem Wetter. Es werde verbreitet heiß: bis zu 29 Grad in den Alpentälern und bis zu 36 Grad in Mainfranken.

Auch am Freitag bleibt es demnach in weiten Teilen Bayerns meist sonnig bei 30 bis 35 Grad. Die Waldbrandgefahr bleibt auch am Freitag und am Wochenende in vielen Regionen hoch.

Titelfoto: 123RF/Akhararat Wathanasing

Mehr zum Thema Bayern: