Warnstreiks im ÖPNV in Bayern: Erhebliche Einschränkungen in München

Nürnberg/München - Schüler und Berufspendler müssen am Freitag in Bayern erneut mit erheblichen Ausfällen bei Bussen und Bahnen rechnen. 

Am Freitag muss mit einigen Ausfällen bei Bussen und Bahnen gerechnet werden. (Symbolbild)
Am Freitag muss mit einigen Ausfällen bei Bussen und Bahnen gerechnet werden. (Symbolbild)  © Uli Deck/dpa

Die Gewerkschaft Verdi hat Busfahrer in mehreren Städten, darunter die drei größten bayerischen Städte München, Nürnberg und Augsburg, zu einem halbtägigen Ausstand aufgerufen. 

In Nürnberg sollen auch U-Bahnen und Straßenbahnen betroffen sein. Die Verkehrsverbünde wollen so gut wie möglich den Notbetrieb sicherstellen.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro. 

Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Zudem fordert ver.di für die Busfahrer privater Unternehmen eine deutliche Lohnsteigerung von 3,50 Euro pro Stunde.

Nicht bestreikt werden soll am Freitag der öffentliche Nahverkehr in den Städten Coburg, Aschaffenburg und Würzburg.

In Coburg und Aschaffenburg war es bereits in der Vergangenheit zu tageweisen Ausständen kommen, in Würzburg gelten gesonderte Tarifbedingungen.

Update, 7.17 Uhr: Erhebliche Einschränkungen bei der MVG

Wegen Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr kommt es in Bayern seit den Morgenstunden zu erheblichen Einschränkungen.

In Nürnberg fahren keine U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen, sagte eine Sprecherin der Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) Nürnberg am Freitagmorgen. "Wir haben diesmal kein Notnetz", Pendler müssten auf die S-Bahnen umsteigen oder mit dem Fahrrad fahren. Der Warnstreik soll nach Angaben der VAG bis 14 Uhr dauern.

In München kommt es seit Betriebsbeginn um 03.30 Uhr zu Ausfällen einiger Buslinien. Laut eines Sprechers der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) fahren auf den Linien 52, 100, 151, 196 und 199 keine Busse. "Vor allem Schüler müssen ausweichen", so der MVG-Sprecher. U-Bahnen, Trams und S-Bahnen fahren normal. 

Laut MVG kommt es dort zu einem erhöhten Fahrgastaufkommen. Zur Mittagszeit soll auch hier der Streik beendet werden.

Titelfoto: Uli Deck/dpa

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