Wende im Terror-Prozess: Jennifer W. will sich äußern

München - Wende im Terror-Prozess: Die wegen Mordes und Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) Angeklagte Jennifer W. will ihr Schweigen brechen.

Die Angeklagte Jennifer W. sitzt neben ihrem Anwalt Ali Aydin im Gerichtssaal.
Die Angeklagte Jennifer W. sitzt neben ihrem Anwalt Ali Aydin im Gerichtssaal.  © Peter Kneffel/dpa

Sie werde sich anderthalb Jahre nach dem Beginn ihres Prozesses vor dem Oberlandesgericht (OLG) München "sowohl zu ihren persönlichen Verhältnissen als auch zur Sache" äußern, bestätigte ihre Anwältin Seda Basay-Yildiz.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, hatte die Verteidigung am Vortag vor Gericht begonnen, eine Erklärung ihrer Mandantin zu verlesen, die sich zunächst auf ihre persönlichen Verhältnisse bezog. 

Ende des Monats soll es weitergehen, wie Basay-Yildiz sagte. Der nächste Verhandlungstag ist für den 26. Oktober angesetzt.

Die junge Frau aus Lohne in Niedersachsen ist wegen Mordes an einem fünfjährigen, jesidischen Mädchen angeklagt, das als Sklavin gehalten worden sein soll. 

Die Angeklagte soll sich im Irak dem IS angeschlossen und tatenlos dabei zugesehen haben, wie das Kind verdurstete. Der Prozess hatte im April 2019 begonnen.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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