Wetter sorgt in Bayern für Chaos: Feststeckende Lkw und viele Unfälle

München - Feststeckende Laster und viele Unfälle: Schneefall hat in vielen Teilen Bayerns zu Beginn des Wochenendes für äußerst schwierige Verkehrsverhältnisse gesorgt. Wintersportfans freuten sich dagegen über die weiße Pracht.

Mit vereinten Kräften ging es langsam voran: Die Skigebiete in Bayern waren gut besucht, die An- und Abreise gestaltete sich am Samstag mitunter jedoch schwierig.
Mit vereinten Kräften ging es langsam voran: Die Skigebiete in Bayern waren gut besucht, die An- und Abreise gestaltete sich am Samstag mitunter jedoch schwierig.  © Armin Weigel/dpa

Kurz vor dem Ende der Weihnachtsferien waren am Samstag die Skigebiete im Freistaat gut besucht - und entsprechend viele Autofahrer unterwegs. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für den Norden Bayerns teils kräftige Schneeschauer vorhergesagt.

Am Samstagmorgen kam es im Freistaat vor allem in Franken zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen.

Die Schneedecke auf den Autobahnen sei zu hoch gewesen, vor allem Lastwagen hätten zeitweise schlichtweg nicht mehr anfahren können und seien an Steigungen aufgrund dessen hängengeblieben, sagte eine Polizeisprecherin in Unterfranken.

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Auf der A7 standen in beide Richtungen zwischen der Grenzwaldbrücke und der Anschlussstelle Hammelburg insgesamt sieben Laster quer. Aufgrund des geringen Verkehrs am Morgen bildeten sich laut der Polizei aber nur kurze Staus.

Auch in Mittelfranken kämpften Lastwagen mit Schnee und Glätte: Auf der A9 in Richtung Leipzig blockierte ein Lastwagen den rechten Fahrstreifen. Der Lkw war kurz nach der Anschlussstelle Trockau in die Leitplanke gerutscht.

Auf der A6 kam ein Lastwagen zwischen Nürnberg-Langwasser und Nürnberg-Ost von der Straße ab und fuhr in eine Böschung. Der rechte Fahrstreifen war deshalb blockiert. Verletzt wurde bei diesen Unfällen zum Glück niemand.

Mix aus Schnee und Regen am Sonntag: Überschwemmungen in Bayern möglich

Laut dem Deutschen Wetterdienst soll es am Sonntag in Bayern einen Mix aus Schnee und Regen geben. (Symbolbild)
Laut dem Deutschen Wetterdienst soll es am Sonntag in Bayern einen Mix aus Schnee und Regen geben. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Auf der A93 sowie der B85 in der Oberpfalz blieben ebenfalls Laster hängen. Das Polizeipräsidium zählte bis zum Nachmittag 18 witterungsbedingte Unfälle mit zwei Leichtverletzten.

Im schwäbischen Eggenthal im Landkreis Ostallgäu wurde ein 25-Jähriger bei einem Glätteunfall schwer verletzt. Laut Polizei prallte auf sein Auto frontal der Wagen einer 54 Jahre alten Frau, die aufgrund der rutschigen Fahrbahn in den Gegenverkehr geraten war. Der junge Mann kam in ein Krankenhaus. Die 54-Jährige wurde mit leichten Verletzungen vom Rettungsdienst vorsorglich in eine Klinik gebracht.

Bereits am Freitagabend kam in Oberfranken ein Mann bei Schneeglätte mit seinem Auto von der Straße ab und verletzt sich schwer am Bein.

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Das Auto des 22-Jährigen überschlug sich. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht. Laut Polizei war der 22-Jährige mit nicht angepasster Geschwindigkeit bei Schneeglätte in Walsdorf im Landkreis Bamberg unterwegs gewesen. Seine 19 Jahre alte Beifahrerin blieb unverletzt.

Die Skigebiete im Freistaat waren der Polizei zufolge am Samstag gut besucht. Der Neuschnee habe zum Ende der Ferien vor allem viele Wintersportfans angezogen. Größere Verkehrsprobleme in den Wintersportgebieten waren den Einsatzzentralen zunächst nicht bekannt. Am Samstagnachmittag ließen die Schneeschauer immer mehr nach.

Am Sonntag soll es in Bayern einen Mix aus Schnee und Regen geben, wie der DWD mitteilte. Vor allem in den Mittelgebirgen und an den Alpen soll es regnen. Die Schneefallgrenze liege dann zwischen 600 und 400 Metern. Im Tagesverlauf könne jene dann auch weiter absinken, hieß es. Der Hochwassernachrichtendienst (HND) rechnet am Sonntag mit steigenden Pegelständen der bayerischen Flüsse und örtlich kleineren Überschwemmungen.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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