Wodkaflasche ruft Spezialeinheit auf den Plan

Nürnberg - Es begann mit einem Routineeinsatz - es wurde ein Fall für die Spezialkräfte der mittelfränkischen Polizei.

Eine Wodkaflasche, die wie ein Sturmgewehr aussah, sorgte für einen Einsatz von Spezialkräften. (Symbolbild)
Eine Wodkaflasche, die wie ein Sturmgewehr aussah, sorgte für einen Einsatz von Spezialkräften. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Tatort: Die Nürnberger Brunnengasse. Gegen 2.30 Uhr waren die Beamten der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte dorthin gerufen worden.

"Vor Ort meldete sich eine Zeugin und gab an, dass sie zwei Männer in einer Wohnung gesehen hatte, von denen einer aus einem Fenster gesehen und dabei mit einer Langwaffe hantiert haben soll", heißt es in einer Polizeimeldung.

Tatsächlich konnte die Frau auch den Polizisten entsprechendes Bildmaterial zeigen. Die Beamten sperrten daraufhin den Bereich um die betreffende Wohnung weiträumig ab und riefen unter anderem auch die Spezialkräfte der mittelfränkischen Polizei. Diese verschafften sich schließlich auch Zugang in die Wohnung.

Dort trafen sie auf zwei sichtlich beeindruckte Männer - und ihre Waffe. Auf den ersten Blick erinnerte diese an ein sowjetisches Sturmgewehr. "Bei näherer Betrachtung stellten die Polizeibeamten jedoch fest, dass es sich bei dem Gegenstand nicht um eine echte Schusswaffe, sondern lediglich um eine Wodkaflasche handelte, die dem Äußeren nach einer sog. Kalaschnikow zum Verwechseln ähnlich sah."

Die beiden Männer wurden von den Beamten "eindringlich hinsichtlich ihres Verhaltens" mit der hochprozentigen "Schusswaffe" belehrt. Bislang sind der Polizei keine Personen bekannt, die sich durch das Handeln der beiden Männer bedroht fühlten.

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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