Regensburgs Ex-OB Wolbergs wegen Bestechlichkeit verurteilt

Regensburg - Der frühere Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs ist vor dem Landgericht Regensburg in einem Fall der Bestechlichkeit zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Der 49-jährige Politiker wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. (Archiv)
Der 49-jährige Politiker wurde zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. (Archiv)  © Armin Weigel/dpa

Von den weiteren Vorwürfen wurde er am Mittwoch freigesprochen.

Vergangene Woche nutzte er noch sein letztes Wort vor Gericht, um die Ermittlungen und Verfahren gegen ihn ausführlich zu kritisieren (TAG24 berichtete).

Die Staatsanwaltschaft warf dem 49-jährigen Politiker vor, sich im Kommunalwahlkampf 2014 von Bauunternehmern bestechen lassen zu haben, und fordert eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. 

Wolbergs wies die Anschuldigungen zurück, sein Verteidiger plädierte auf Freispruch beziehungsweise Verfahrenseinstellung.

In dem Prozess ging es um drei Bauprojekte, bei denen Bauunternehmer den Kandidaten Wolbergs im Wahlkampf - und teilweise auch danach - mit Parteispenden an dessen damaligen SPD-Ortsverein unterstützten, um sich dessen Wohlwollen bei der Auftragsvergabe zu sichern - so sahen es zumindest die Ankläger.

Nach dem neunmonatigen zweiten Verfahren hat nun der Vorsitzende Richter Georg Kimmerl sein Urteil verkündet. 

Update, 11.57 Uhr: Wolbergs-Verteidiger will in Revision gehen

Nach dem Urteil gegen den Regensburger Ex-Oberbügermeister Joachim Wolbergs hat dessen Verteidiger Peter Witting angekündigt, in Revision gehen zu wollen. Wolbergs ist am Mittwoch vor dem Landgericht zu einem Jahr Haft auf Bewährung wegen Bestechlichkeit verurteilt worden. 

"Ich kann das Urteil so nicht akzeptieren", sagte Witting in einer kurzen Pause und bezeichnete Urteil und Urteilsbegründung als "niederschmetternd". Wolbergs verließ den Saal wortlos.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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