Schafe gerissen: Gentest fördert Ungeahntes ans Licht

Traunstein - Erstmals ist in Deutschland ein Wolf aus der Population Südosteuropas nachgewiesen worden. 

Erstmals ist in Deutschland ein Wolf aus der Population Südosteuropas nachgewiesen worden. (Symbolbild)
Erstmals ist in Deutschland ein Wolf aus der Population Südosteuropas nachgewiesen worden. (Symbolbild)  © Sabine Maurer/dpa

Das ergab der Gentest aus Material, das nach Rissen von Schafen im Landkreis Traunstein genommen worden war, wie eine Sprecherin des Bayerischen Landesamtes für Umwelt sagte.

Der Wolf aus der sogenannten Dinarischen Population, die unter anderem in Slowenien und Kroatien beheimatet ist, hatte auch in nahen österreichischen Gemeinden Tiere gerissen. 

Es handele sich um das männliche Tier mit der offiziellen Kennung GW1706m. Bisher seien in Deutschland nur Wölfe der Alpenpopulation oder der zentraleuropäischen Population aufgetaucht.

Binnen mehrere Wochen waren im Grenzgebiet zwischen Oberbayern und Österreich zehn Schafe tot gefunden worden. Die zuständigen Behörden hatten bereits vermutet, dass sie vom selben Tier gerissen worden waren. Insgesamt sieben tote Schafe waren bei Traunstein, drei weitere auf österreichischer Seite gefunden worden.

Um weitere Angriffe auf Schafe zu verhindern, war damals die sogenannte "Förderkulisse zum Herdenschutz in Bayern" ausgeweitet worden. 

Nutztierhalter, deren Weiden innerhalb der Kulisse liegen, können Förderungen zu Herdenschutzmaßnahmen wie etwa Elektrozäune bekommen. Die Bauern erhielten die Schäden durch die Risse aus einem Ausgleichsfonds ersetzt.

Titelfoto: Sabine Maurer/dpa

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