Asiatischer Marienkäfer: Naturschutzbund bittet Bürger um Zähl-Hilfe

Hilpoltstein - Etwa 70 Marienkäfer-Arten gibt es in Deutschland. Wie stark sich der Asiatische Marienkäfer inzwischen hierzulande verbreitet hat, wollen Naturschützer mit einer bundesweiten Zählaktion herausfinden.

Schwarz-orange Koalition: In Bayern werden Bürger gebeten, Asiatische Marienkäfer (Foto) und einheimische Insekten zu zählen. (Archiv)
Schwarz-orange Koalition: In Bayern werden Bürger gebeten, Asiatische Marienkäfer (Foto) und einheimische Insekten zu zählen. (Archiv)  © Rainer Jensen/dpa

Vom 4. Juni bis 13. Juni und von 6. August bis 15. August können alle Naturinteressierten wieder eine Stunde lang die Insekten im Garten, auf der Wiese, im Wald oder am Fluss zählen.

Bereits zum vierten Mal veranstaltet der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) im bayerischen Hilpoltstein die Mitmachaktion "Insektensommer", die Erkenntnisse über den Insektenschwund in Deutschland bringen soll. Im vergangenen Jahr beteiligten sich deutschlandweit fast 16.000 Menschen.

Wie im Vorjahr sollen die Bürgerinnen und Bürger dabei besonders darauf achten, wie oft sie den heimischen Siebenpunktmarienkäfer und den invasiven Asiatischen Marienkäfer entdecken können.

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Diese Art sei ursprünglich nach Europa eingeführt worden, um in Treibhäusern auf Blattlausjagd zu gehen, erläuterte LBV-Biologin Angelika Nelson.

Das Beobachtungsgebiet darf auch diesmal nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde jedes Insekt in dem Gebiet.

Am besten eigne sich dafür ein warmer, trockener und windstiller Tag, sagte Nelson. Häufig vorkommende Arten seien im Frühsommer Steinhummel, Florfliege, Hainschwebfliege, Tagpfauenauge, Lederwanze, Blutzikade und Admiral.

Titelfoto: Rainer Jensen/dpa

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