Keine Fahrkarte: Bahn-Reisender wirft Zugbegleiterin Glasflasche an den Kopf

Freising - Am Samstagabend griff ein 24-Jähriger, der ohne gültiges Ticket in einem Regionalzug unterwegs war, eine Zugbegleiterin und einen Zeugen an.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen. (Symbolbild)
Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen. (Symbolbild)  © Matthias Balk/dpa

Das Gerangel begann gegen 20.40 Uhr, als der Zug auf der Strecke Landshut - Freising an der Bahnstation Marzling (Landkreis Freising) hielt.

Der 24-Jährige sollte dort von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden. "Der in Freising lebende Asylbewerber wehrte sich gegen den Fahrtausschluss, als ihn die 21-jährige Zugbegleiterin aus dem Zug drängte", teilte die Polizei am Sonntag mit. 

Dagegen wehrte sich der Mann, so dass schließlich ein weiterer Fahrgast - ein 24-jähriger Deutscher aus Freising - der jungen Zugbegleiterin zu Hilfe kam: "Aufgrund eines heftigen Stoßes und der Enge im Zug zog dieser sich Hämatome und Kratzer an der Schulter zu. Zudem ergriff ihn der Somalier am T-Shirt, das dabei zerriss."

Gemeinsam konnten sie den der Polizei bereits bekannten Afrikaner aus dem Zug drängen. Dort griff dieser unvermittelt eine Glasflasche und warf sie der 21-jährigen DB-Mitarbeiterin an den Kopf. Diese zog sich dabei eine etwa 5 cm lange und stark blutende Platzwunde zu. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Eine Streife der Landespolizei konnte am Tatort den alkoholisierten mutmaßlichen Täter vorläufig festnehmen. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,0 Promille.

Zahlreiche Passagiere der Bahn stellten sich als Zeugen zur Verfügung. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen übernommen. Der Zug konnte mit etwa 100 Minuten Verspätung seine Fahrt fortsetzen.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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