Zugbegleiter von Mann attackiert: Mutiger Passant verhindert mit Eingreifen wohl Schlimmeres

Nürnberg - Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn ist in einem Regionalexpress von einem Reisenden attackiert und verletzt worden. Zuvor hatte er den Angreifer wegen dessen unpassendem Verhalten von der Fahrt ausgeschlossen.

Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn ist in einem Regionalexpress von einem Reisenden attackiert und verletzt worden. (Symbolbild)
Ein Zugbegleiter der Deutschen Bahn ist in einem Regionalexpress von einem Reisenden attackiert und verletzt worden. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/ZB/dpa

Wie die Bundespolizei am Mittwoch mitteilte, war es am späten Dienstagnachmittag zu dem Vorfall gekommen, als sich verängstigte Reisende an den Lokführer des RE 57046 gewandt hatten, nachdem im hinteren Teil des Zuges eine schreiende Person für erhebliches Aufsehen gesorgt hatte.

Der Lokführer, der von den Reisenden über die  Sprechanlage über den Zwischenfall informiert worden war, verständigte seinen Zugbegleiter, der beim nächsten Halt in das betroffene Abteil wechselte. Dort befand sich noch immer ein grölender Mann, der sich inzwischen allerdings bereits in die Zugtoilette zurückgezogen hatte.

Als der Schaffner an die Tür klopfe, öffnete der Unbekannte diese und beschimpfte den DB-Mitarbeiter, sprach zudem Drohungen aus.

Da es dem Zugbegleiter in der Folge trotz aller Bemühungen nicht gelang, den aufgebrachten Mann zu beruhigen, schloss er ihn von der weiteren Fahrt mit dem Regionalexpress unter anderem zum Schutz der anderen Fahrgäste kurzerhand aus.

An der Haltestelle Mering-St. Afra warf der ausgeschlossene Reisende seinen Rucksack aus dem Zug. Er griff zudem dem Schaffner mit beiden Händen von hinten an den Hals und versuchte im Anschluss, diesen aus dem Wagon zu ziehen. Einem Unbekannten gelang es, den Angreifer von seinem Opfer zu trennen. Der Zugbegleiter zog sich Blutergüsse am Hals zu.

Die Bundespolizei hat aufgrund des Vorfalls ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung eingeleitet. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 0821343560 zu melden.

Titelfoto: Patrick Pleul/ZB/dpa

Mehr zum Thema Bayern:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0