Blutbad angerichtet: Zweiter Wolfsangriff in Oberfranken bestätigt

Betzenstein - Auch hinter dem zweiten Angriff auf ein Wildtiergehege im Landkreis Bayreuth steckt mindestens ein Wolf.

Der Wolf breitet sich offenbar in Bayern weiter aus. (Symbolbild)
Der Wolf breitet sich offenbar in Bayern weiter aus. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Dort wurden binnen weniger Tage drei Rothirsche, vier Wildschafe und 18 Damhirsche gerissen, wie eine Sprecherin des Landesamts für Umwelt (LfU) am Mittwoch bestätigte.

Experten wollen die vor Ort genommenen Proben noch genauer untersuchen, um die Anzahl der Wölfe, ihr Geschlecht und ihre Herkunft herauszufinden.

Ein Wildtierhalter hatte Ende Februar drei Rothirsche und vier Wildschafe tot in ihrem Gehege in Betzenstein gefunden.

Einige Tiere konnten bei dem Angriff fliehen. Nur wenige Tage später wurden im Nachbargehege 18 Stück Damwild gerissen, darunter 13 trächtige Tiere. Die Angriffe entfachten eine Debatte um die Ansiedlung des Wolfes im Freistaat.

In Bayern gibt es in acht Regionen standorttreue Wölfe beziehungsweise Wolfsrudel. Zudem werden fast wöchentlich auch anderenorts einzelne Wölfe nachgewiesen.

Laut LfU sind das zumeist durchwandernde Tiere, die ihre elterlichen Rudel verlassen haben und auf der Suche nach einem eigenen Gebiet sind.

Titelfoto: Boris Roessler/dpa

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