170 Darsteller erwecken historische Göhrdeschlacht zum Leben

Nahrendorf - Die Geschichte wurde wiederbelebt! Rund 170 Darsteller sind am Samstag zur Darstellung der Göhrdeschlacht von 1813 zum Originalschauplatz bei Lüben in Niedersachsen zusammengekommen.

Als Soldaten verkleidete Darsteller feuern auf dem nachgestellten Schlachtfeld mit ihren Waffen.
Als Soldaten verkleidete Darsteller feuern auf dem nachgestellten Schlachtfeld mit ihren Waffen.  © Philipp Schulze/dpa

"Auf dem Feld haben etwa 120 Soldaten gekämpft", sagte Thorsten Morgendahl von der Napoleonischen Gesellschaft. Da pünktlich zum Gefecht der Regen endete, verfolgten ihm zufolge rund 1000 Zuschauer das Freiluft-Spektakel in der Gemeinde Nahrendorf östlich von Lüneburg.

Für die diesjährige Nachstellung der Göhrdeschlacht unter Pandemiebedingungen setzten die Organisatoren auf das historische Thema "Impfung".

"Wir wollen den krassen Bezug zur aktuellen Lage verdeutlichen und die Göhrde 2021 zu einem besonderen historischen Ereignis machen, an das man sich noch lange erinnert", begründete Morgendahl das Hoffen auf eine erneut historische "Impfkampagne".

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Auch damals habe es eine emotional geführte Debatte um die neuartige Impfung mit Kuhpocken gegeben. 200 Jahre später gelten die Pocken als ausgerottet.

Die Darsteller feuern eine Kanone ab.
Die Darsteller feuern eine Kanone ab.  © Philipp Schulze/dpa

Schlacht wird alle zwei Jahre am Originalschauplatz nachgespielt

Die Darsteller kamen in diesem Jahr erneut aus vielen Teilen Deutschlands sowie aus Dänemark und Frankreich in die Göhrde.

Das Gefecht aus der Zeit der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft wird alle zwei Jahre am Originalschauplatz als sogenanntes Reenactment gezeigt, also eine möglichst detailgetreue Darstellung des Geschehenen.

"Daher endete die Schlacht auch leider wieder mit einer Niederlage der Franzosen", sagte Morgendahl. Die Franzosen verloren damals an den Steinker Höhen eine wichtige Nachschubverbindung, in der Völkerschlacht bei Leipzig erlitten sie nur einen Monat später die entscheidende Niederlage.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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