FDP-Fraktion fordert Corona-"Freedom Day" in Niedersachsen

Hannover - Die FDP-Fraktion fordert die niedersächsische Regierung dazu auf, einen Corona-"Freedom Day" (Freiheitstag) zeitnah auszurufen.

Als Begründung für den "Freedom Day" führte die FDP die Impfquote an.
Als Begründung für den "Freedom Day" führte die FDP die Impfquote an.  © Alberto Pezzali/AP/dpa

Damit meinen die Freien Demokraten laut einer Mitteilung den Tag, an dem die Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben werden und die Rechtssetzung mittels Verordnungen enden müsse.

Als Begründung führte die FDP die Impfquote an. "Wir haben nun schon seit Wochen eine unkritische und äußerst stabile Corona-Lage", sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Birkner am Freitag in Hannover.

Derzeit läge in Niedersachsen die Erstimpfquote der Erwachsenen bei 87 Prozent. Die Fraktion bezieht sich dabei auf Zahlen, die das niedersächsische Gesundheitsministerium am Freitag der "Hannoverschen Allgemeinen" genannt hatte.

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Grundlage der Zahlen ist eine neue Umfrage des Robert-Koch-Instituts (RKI), laut der die Impfquote höher liegt als derzeit angegeben. Demnach könne in knapp sechs Wochen die Quote der vollständig geimpften Erwachsenen bei mindestens 85 Prozent liegen, teilte die FDP-Fraktion mit.

Diese Zahl habe Gesundheitsministerin Daniela Behrens (53, SPD) Anfang September im Sozialausschuss als Zielwert genannt auf die Frage, ab wann Corona-Verordnungen nicht mehr nötig sein würden. Behrens habe in den Ausführungen Dänemark als Vorbild genannt.

Nach den offiziellen Berechnungen des RKI liegt die Impfquote der Erstgeimpften bei 71,7 Prozent und bei den Erwachsenen bei 81,9 Prozent.

Titelfoto: Alberto Pezzali/AP/dpa

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