Nach Horror-Tat in Psychiatrie: So geht es für den Tatverdächtigen (21) weiter

Lüneburg - Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Menschen in der psychiatrischen Klinik Lüneburg hat die Staatsanwaltschaft ein Sicherungsverfahren gegen den mutmaßlichen Täter beantragt.

Der Zufahrtsbereich der psychiatrischen Klinik in Lüneburg.
Der Zufahrtsbereich der psychiatrischen Klinik in Lüneburg.  © Philipp Schulze/dpa

Ziel ist die Unterbringung des 21-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.

Demnach wird ein solcher Antrag gestellt, wenn klar ist, dass der Verdächtige schuldunfähig oder erheblich vermindert schuldunfähig ist - etwa wegen einer krankhaften seelischen Störung.

Der Mann mit syrischer Staatsangehörigkeit war im Februar freiwillig als Patient in die Klinik gegangen. In der darauffolgenden Nacht soll er dort zwei Patienten im Alter von 54 und 56 Jahren tödlich verletzt haben.

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Laut Staatsanwaltschaft wird er zudem verdächtigt, drei Klinikmitarbeiter genötigt und eine davon verletzt zu haben. In Richtung der herbeigerufenen Polizeibeamten soll er Gegenstände geworfen haben.

Gegen den Mann erging zunächst ein Haftbefehl, später wurde er auf Beschluss des Amtsgerichts in den Maßregelvollzug gebracht.

Über die Eröffnung des Sicherungsverfahrens entscheidet das Landgericht Lüneburg.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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