Keine Maske im Bahnhof auf: 27-Jähriger spuckt auf Polizisten!

Hannover - Im Hauptbahnhof Hannover eskalierte am Samstagabend eine Kontrolle der Bundespolizei. Die Beamten wollten einen 27-jährigen Afghanen ohne Mund-Nasen-Schutz kontrollieren, dieser zeigte sich jedoch Polizeiangaben zufolge unkooperativ und wurde handgreiflich.

Ein 27-jähriger Maskenverweigerer musste mit auf die Dienstwache der Bundespolizei. Dort eskalierte es. (Symbolfoto)
Ein 27-jähriger Maskenverweigerer musste mit auf die Dienstwache der Bundespolizei. Dort eskalierte es. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

Nach Angaben eines Polizeisprechers kam es zu dem Vorfall gegen 22 Uhr. Der Afghane war auf dem Hauptbahnhof ohne Mundschutz unterwegs und wollte diesen partout auch nicht aufsetzen.

"Von Beginn an zeigte sich der Mann bei der Identitätsfeststellung unkooperativ, zerriss seine Jackenbänder, ballte seine Hände zur Faust und folgte in keiner Weise den Aufforderungen der Streife", erklärt der Sprecher der Bundespolizei. Letztlich wurde er mit Handschellen zur Dienststelle mitgenommen.

Dort sperrte sich der 27-Jährige weiter aktiv gegen die Maßnahmen. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zudem eine griffbereite Rasierklinge.

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Nach Erfassung aller Daten konnte er die Dienststelle zunächst verlassen, so der Polizeisprecher.

Nur 12 Stunden später wurde der Afghane durch Beamten erneut ohne Mund-Nasenschutz im Hauptbahnhof angetroffen und angesprochen.

Da er keine Ausweispapiere mit sich führte, begleitete er die Streife zunächst bereitwillig mit zur Wache. "Dort drehte er denn aber richtig auf", so die Polizei weiter.

27-Jähriger verletzt sich selbst und kommt in Psychiatrie

Die Bundespolizei kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen und im Bahnhof. (Symbolfoto)
Die Bundespolizei kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in Zügen und im Bahnhof. (Symbolfoto)  © Oliver Berg/dpa

"Aggressiv sperrte er sich erneut gegen die Identitätsfeststellung und Durchsuchung, sodass er gefesselt werden musste", erklärt der Polizeisprecher.

Aber auch das beruhigte den 27-Jährigen augenscheinlich nicht, und er versuchte, die Beamten mittels Kopfstößen zu verletzen. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme an, da der Verdacht auf Drogenkonsum bestand.

Währenddessen spuckte der aggressive Mann fortlaufend in Richtung der Bundespolizisten und schlug seinen Kopf gegen die Wand, um sich selbst zu verletzen.

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Ihm wurde nach Polizeiangaben eine Spuckhaube aufgesetzt, und er wurde durch Beamte fixiert, damit er sich nicht selber verletzt.

Der Arzt entschied schließlich, dass der Mann zu seinem eigenen Schutz zeitweilig in eine psychiatrische Einrichtung untergebracht wird. Gegen den Mann wird nun wegen zweifachen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Zudem erwarten ihn zwei Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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