Kitesurfen im Wattenmeer: Gibt es bald neue Regeln für Wassersportler?

Hannover/Kiel - Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (53, SPD) will zum Kitesurfen im Wattenmeer eine Regelungslücke schließen und sucht dazu nun das Gespräch mit Wassersportlern.

In Schleswig-Holstein gibt es bereits einen Kompromiss. Daher ist das Kitesurfen in St. Peter Ording erlaubt.
In Schleswig-Holstein gibt es bereits einen Kompromiss. Daher ist das Kitesurfen in St. Peter Ording erlaubt.  © Georg Wendt/dpa

Denn nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg ist die bisherige Landesregelung, die Kitesurfen nur in bestimmten Zonen des geschützten Nationalparks erlaubte, ungültig.

Möglich ist demnach nur eine Regelung des Bundes, die steht aber noch aus. "Wir brauchen deshalb einen verträglichen Kompromiss für beide Seiten bis der Bund seiner Verpflichtung nachkommt und die Befahrensverordnung für Bundeswasserstraßen ändert", sagte Lies der Deutschen Presse-Agentur.

Bei einem Gespräch mit Kitesurfern und Vertretern von Wassersportverbänden an diesem Donnerstag solle daher nach einem solchen Kompromiss gesucht werden.

"Ein kluger, freiwilliger Interessenausgleich, bei dem man Zonen mit Augenmaß festlegt, in denen das Kiten möglich ist, ohne die Schutzziele des Nationalparks Wattenmeer zu gefährden", sagte Lies.

Es gehe nicht darum, Kitesurfen pauschal zugunsten des Naturschutzes zu verbieten.

In Schleswig-Holstein haben Land, Gemeinden, Naturschützer, Touristiker und Wassersportler 2017 einen ähnlichen Kompromiss bereits ausgehandelt. Dort wurden 22 Gebiete im Wattenmeer gefunden, in denen das Kitesurfen erlaubt sein soll.

Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg hatten dem Bundesverkehrsministerium dazu 2017 einen Vorschlag vorgelegt.

Titelfoto: Georg Wendt/dpa

Mehr zum Thema Niedersachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0