Kochsalzlösung statt Biontech: Betroffene erhalten Entschädigung

Jever - Nach möglichen Impfungen mit Kochsalzlösungen bieten das Land Niedersachsen und der Landkreis Friesland den über 10.000 Betroffenen eine Entschädigung an.

In dem Impfzentrum wurde teilweise Kochsalz anstatt Corona-Impfstoff gespritzt.
In dem Impfzentrum wurde teilweise Kochsalz anstatt Corona-Impfstoff gespritzt.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Eine Aufwandsentschädigung von 35 Euro erhielten diejenigen, die eine Impfung wiederholen müssen. 50 Euro erhalte, wer zweimal nachgeimpft werden müsse, gab der Landkreis Friesland online bekannt.

Dafür müsse ein Antrag gestellt werden, das Antragsformular stehe auf der Homepage des Landkreises zum Herunterladen bereit.

Das Formular müsse ausgefüllt, ausgedruckt und unterschrieben werden und könne per E-Mail oder Post beim Landkreis eingereicht werden.

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Alternativ könne der Vordruck auch bei den Städten und Gemeinden abgeholt werden, teilte der Landkreis weiter mit. Derzeit werde an einem Online-Formular gearbeitet, das von Ende kommender Woche an zur Verfügung stehen solle.

Der Nachweis über die Nachholimpfung müsse dem Antrag beigefügt werden. Die Kosten übernehme das Land, die Auszahlung erfolge über den Landkreis.

"Ich möchte ausdrücklich dem Land Niedersachsen danken, dass wir gemeinsam diese unbürokratische Lösung anbieten können", sagt Landrat Sven Ambrosy.

Krankenschwester spritzte Kochsalzlösungen statt Corona-Schutzimpfungen

Eine Krankenschwester hatte zugegeben, am Kreisimpfzentrum sechs Spritzen für Corona-Schutzimpfungen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Frau weitere Spritzen mit Kochsalzlösung aufgezogen haben könnte.

Um die möglichen fehlenden Impfungen nachzuholen, sollten daher rund 10.000 Betroffene als Vorsichtsmaßnahme nachgeimpft werden.

Titelfoto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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