"Leinemasch bleibt"-Umweltaktivisten protestieren gegen Ausbau von Südschnellweg

Hannover - Umweltaktivisten haben ihre Proteste gegen den Ausbau des Südschnellwegs in Hannover verstärkt.

Ein Lkw fährt über den Südschnellweg. In Kürze sollen bei Rodungsarbeiten zahlreiche Bäume gefällt werden.
Ein Lkw fährt über den Südschnellweg. In Kürze sollen bei Rodungsarbeiten zahlreiche Bäume gefällt werden.  © Julian Stratenschulte/dpa

Seit dem Wochenende läuft eine Mahnwache, für diesen Dienstag ist eine Demonstration angemeldet.

Die Naturschützer fordern einen Stopp der Ausbau-Pläne, bis alle Klimaziele konkret und verbindlich in die Vorgaben eingearbeitet seien. Zumindest müsse die Planung ausgesetzt werden, bis eine neue Landesregierung arbeitsfähig sei und Verantwortung übernehme, erklärte die Initiative "Leinemasch bleibt" am Dienstag.

Der Südschnellweg (B3) ist der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zufolge von großer Bedeutung für den Verkehr im Großraum Hannover. Die Straße soll langfristig ausgebaut werden, weil vier Brücken ohnehin erneuert werden müssen.

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"Wir stellen uns nicht gegen die reine Sanierung oder die Tunnellösung an der Hildesheimer Straße. Wir stellen uns gegen den Ausbau der Strecke auf Autobahnniveau", argumentiert die Initiative "Leinemasch bleibt".

Von diesem Mittwoch an seien "massive Rodungen in der Leinemasch auf insgesamt etwa 16 Fußballfeldern Größe" zu erwarten. Die Leinemasch ist ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Badeseen. Der Straßenbehörde zufolge sind von den 13 Hektar Grünflächen, die gerodet werden müssten, weniger als die Hälfte Bäume und Sträucher.

Zuletzt hatte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (52, FDP) im Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" bekräftigt, dass der Bund hinter diesem Projekt stehe. Die Verkehrsbelastung sei hoch, und es gebe einen Planfeststellungsbeschluss für den "dringend erforderlichen Neubau".

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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