Jugendliche machen gefährlichen Fund bei Wattwanderung

Wangerland - In Schillig (Landkreis Friesland) hat es Wochenende gleich zwei gefährliche Munitionsfunde am Strand gegeben.

Bei einer gemeinsamen Wattwanderung fand die Gruppe etwas im Sand. (Symbolbild)
Bei einer gemeinsamen Wattwanderung fand die Gruppe etwas im Sand. (Symbolbild)  © Christian Charisius/dpa/dpa-tmn

Wie die Polizei mitteilte, habe zunächst ein Junge am Freitagabend im Watt einen metallischen Gegenstand entdeckt, bei dem es sich um einen Sprengkopf einer Artilleriegranate handelte. 

Nur wenige Stunden später fand eine Gruppe Jugendlicher während einer Wattwanderung weitere Munition im Sand. 

Das durch die Jugendlichen gefertigte Handyfoto wurde an den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KPD) übermittelt, die dort getroffene erste Bewertung deutete auf eine scharfe Granate hin. 

Der Fundort im Watt musste in einem Radius von 200 Metern abgesichert werden.

Während der Bergung wurde in unmittelbarer Nähe noch ein zweiter identischer Gegenstand aufgefunden. Nach Angaben des KBD handelt es sich bei beiden Gegenständen um deutsche 5 cm Artilleriegranaten.

Die Experten waren sich einig, dass von beiden Granaten wohl eine große Gefahr ausgegangen war.

Bei unsachgemäßer Handhabung der sichtbaren Sprengladung hätten die Granaten explodieren können.

Die Jugendlichen hatten die Artilleriegranate im Watt entdeckt.
Die Jugendlichen hatten die Artilleriegranate im Watt entdeckt.  © Polizei

Erste vor einer Woche hatte die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland noch ausdrücklich davor gewarnt, aufgefundene Munition bzw. Munitionsreste selber zu bergen oder anzufassen.

Die Gegenstände sollten unbedingt an Ort und Stelle verbleiben und, wenn es geht, bis zum Eintreffen der Polizei nicht unbeaufsichtigt bleiben.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa/dpa-tmn

Mehr zum Thema Niedersachsen:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0