Nach fast sechs Jahren und 135 Millionen Euro: Die "Gorch Fock" ist endlich seetauglich!

Wilhelmshaven – Das wurde auch Zeit! Das Segelschulschiff "Gorch Fock" hat seine zweite Probefahrt gut zu Ende gebracht.

Die "Gorch Fock" fährt aus dem Hafen. Vor der Rückgabe an die Marine hat das Segelschulschiff eine zweite Probefahrt absolviert.
Die "Gorch Fock" fährt aus dem Hafen. Vor der Rückgabe an die Marine hat das Segelschulschiff eine zweite Probefahrt absolviert.  © Sina Schuldt/dpa

Das Schiff habe die Erprobung erfolgreich abgeschlossen, sagte der Geschäftsführer der Bremer Lürssen-Werft, Tim Wagner, nach der Ankunft des Schiffes am Mittwoch in Wilhelmshaven.

"Alle geprüften Schiffskomponenten haben ihren Praxistest bestanden", erklärte Wagner. In den kommenden Tagen werde die Werft weiter mit Hochdruck an der Endausrüstung des Segelschiffes arbeiten.

Es soll am 30. September an die Bundesmarine übergeben werden. Die Rückkehr in den Heimathafen Kiel ist für 4. Oktober geplant.

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Die "Gorch Fock" war am Dienstag zu der Testfahrt aufgebrochen. Bei einer ersten Probefahrt Anfang September hatte ein fehlerhaftes Ventil im Kühlsystem des Dieselantriebs für einen Motorschaden gesorgt. Das Schiff musste geschleppt werden.

Fast sechs Jahre lang war der Traditionssegler saniert worden - viel länger, als ursprünglich geplant.

Auch die Kosten stiegen um mehr als das Zehnfache und kletterten von den zunächst veranschlagten 10 Millionen Euro auf nun 135 Millionen Euro. Die Marine bildet auf dem Segler ihren Offiziersnachwuchs in seemännischem Handwerk aus.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

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