Bisher 41 Badetote in Niedersachsen: Nord- und Ostsee relativ sicher

Bad Nenndorf - In Niedersachsen sind in den ersten acht Monaten des Jahres 41 Menschen ertrunken. Damit gehört es zu den Bundesländern mit den bislang meisten Todesfällen durch Ertrinken in diesem Jahr, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag mitteilte.

Mitglieder der DLRG (Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft) stehen am Strand.
Mitglieder der DLRG (Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft) stehen am Strand.  © Sina Schuldt/dpa

Die Zahl entspreche der des Vorjahres. Nur in Bayern (68) kamen mehr Badende ums Leben, in Nordrhein-Westfalen waren es ebenfalls 41.

Bundesweit sind die Zahlen weiter rückläufig: In den ersten acht Monaten starben in deutschen Gewässern nach DLRG-Angaben mindestens 329 Menschen - 20 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. 

Allerdings ertranken im Monat August mit 117 so viele Menschen wie seit vielen Jahren nicht, im Vorjahresmonat waren es 45 gewesen. Zuletzt lag die Zahl der Ertrunkenen im Sommermonat August 2003 höher - damals waren es 129. 

Ohne Abstand tanzen und feiern: Modellprojekt gestartet
Niedersachsen Ohne Abstand tanzen und feiern: Modellprojekt gestartet

DLRG-Präsident Achim Haag warnte: "Die Ursachen sind wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern".

Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse, dort kam es zu etwa 85 Prozent der Todesfälle. 

Nord- und Ostsee vergleichsweise sicher

Dagegen sind die Küsten von Nord- und Ostsee weiter vergleichsweise sicher, dort wachten Rettungsschwimmer an fast 90 Stationen zwischen Borkum und Usedom von Mitte Mai bis Mitte September über die Sicherheit, urteilte die DLRG.

Trotz vieler Besucher an den Küstengewässern sank die Zahl der Ertrunkenen im Vergleich zu den Vorjahren: Im Meer ertranken bis Ende August 18 Menschen - in der Nordsee waren es 4, in der Ostsee 14.

Damit waren es insgesamt 4 weniger als im Vorjahr.

Titelfoto: Sina Schuldt/dpa

Mehr zum Thema Niedersachsen: