Irre! Bürger rufen Feuerwehr, weil private Pools Wasser brauchen

Nordhorn - Eigentlich kommt die Feuerwehr nur im Notfall, doch in einer Stadt in Niedersachsen rufen Bürger sie auch zum privaten Vergnügen herbei. 

Kinder planschen bei Sommerwetter in einem privaten Pool im Garten. (Symbolbild)
Kinder planschen bei Sommerwetter in einem privaten Pool im Garten. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Daher hat die Stadt Nordhorn ihre Bürger nun darauf hingewiesen, dass die Retter nicht zum Auffüllen von Pools da ist.

In jüngster Zeit hätten sich entsprechende Anfragen gehäuft, sagte Stadtsprecher Henrik Eickelkamp am Freitag: "Daraufhin hat uns die Feuerwehr gebeten, das einmal klarzustellen." 

Auch Anfragen, Brunnenanlagen zu spülen oder Insektennester zu entfernen, führten bei der Feuerwehr der Kreisstadt nicht zum Ziel.

Hintergrund der Anfragen ist offenbar, dass das Befüllen eines Pools mit dem Wasserschlauch deutlich länger dauert als mit einem Feuerwehrschlauch. 

Trotzdem müsse dafür die Hauswasserversorgung genutzt werden, sagte Eickelkamp. 

Später dürfe das Poolwasser auch nicht einfach in den Garten abgelassen werden, sondern müsse in die Schmutzwasserkanalisation fließen, weil sich in dem Wasser Chlor, Sonnenmilch und andere Schmutzstoffe befänden. 

Für Brunnenspülungen verweisen die Nordhorner Wehrleute an den Feuerwehr-Museumsverein "De aule Füürweähr", für das Entfernen von Bienenschwärmen und Wespennestern an die Kreisverwaltung. 

"Ich habe den Eindruck, dass viele Leute gar nicht wissen, dass wir eine Freiwillige Feuerwehr haben, und dass die Mitglieder eigentlich ganz froh sind, wenn sie mal nicht gerufen werden", sagte Eickelkamp.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

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