Hättet Ihr es erkannt? Passanten entdecken hilfloses Tier am Ufer

Bremerhaven - Passanten haben am Dienstag einen kleinen Seehund am Ufer der Straße Am Seedeich in Bremerhaven entdeckt.

Passanten hatten einen kleinen Seehund am Ufer entdeckt.
Passanten hatten einen kleinen Seehund am Ufer entdeckt.  © Polizei Bremerhaven

Das Jungtier war wohl erst auf den zweiten Blick zwischen den grauen Steinen zu erkennen.

Die Entdecker informierten gegen 17 Uhr die Leitstelle. "Auch wenn diese Tiere in unserer Region durchaus nicht ungewöhnlich sind, haben die Einsatzkräfte der Polizei Kontakt zur Seehundstation in Norddeich aufgenommen", hieß es in einer Mitteilung der Beamten weiter.

Das Jungtier sei offenbar erschöpft und hilflos gewesen. Es wurde von den Polizisten in Sicherheit gebracht und den Mitarbeitern der Seehundstation übergeben.

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An dem felsigen Einsatzort erhielt der Seehund zudem spontan den Namen "Piet", als Abkürzung für den griechischen Namen Petros mit dem Ursprung "Fels" oder "Stein".

Wie die Polizei weiter mitteilte, hat es in den vergangenen Tagen vermehrt Anrufe besorgter Bürger gegeben, die "gestrandete" Seehunde gemeldet hatten.

Ein Grund dafür könnten Experten zufolge die stürmischen Wetterbedingungen der vergangenen Tage sein. Diese hätten auch den Tieren an der Küste so einiges abverlangt. Meist sei aber seitens der Seehundstation keine Rettung nötig gewesen. Vor allem die Jungtiere, die nun nicht mehr vom Muttertier abhängig sind, bräuchten nun in erster Linie Ruhe.

Nach einer kleinen Erholung in der Seehundstation wird dann hoffentlich auch der kleine "Piet" wieder zu Kräften kommen, sodass er in die freie Wildbahn zurückkehren kann.

Die Beamten tauften das Tier auf den Namen "Piet".
Die Beamten tauften das Tier auf den Namen "Piet".  © Polizei Bremerhaven

Sturmtief "Hendrik" sorgte für Chaos

Der erste Herbststurm des Jahres "Hendrik" hatte in den vergangenen Tagen in weiten Teilen Deutschlands gewütet. Vielerorts hatte der starke Wind Bäume umgeweht, es kam zu Verkehrsbehinderungen, Stromleitungen wurden beschädigt. In mehreren Bundesländern wurden Menschen verletzt.

An der Nordsee wurden deutlich erhöhte Wasserstände gemessen. Die Sturmflutmarke von 1,5 Metern wurde aber nicht überschritten.

Auch in Hamburg wurde der Fischmarkt überschwemmt. Hier lag der Wasserstand zwischenzeitlich bei 1,70 Meter über dem mittleren Hochwasser

Titelfoto: Polizei Bremerhaven

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