Lüneburger Heide bekommt neues Zentrum für Raumfahrt-Industrie

Trauen - Mit einem Millionenprogramm soll in Trauen bei Munster in der Lüneburger Heide die Entwicklung moderner Antriebssysteme für die Raumfahrt vorangebracht werden.

Alte Versuchsanlagen für Raketenantriebe stehen auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Trauen. (Archivbild)
Alte Versuchsanlagen für Raketenantriebe stehen auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Trauen. (Archivbild)  © picture alliance / dpa

Dazu soll nach dpa-Informationen auf einem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein Technologiepark entstehen. 

Zu dem Programm gehören ein Kompetenzzentrum für den Bau und den Transport von Kleinsatelliten sowie die Untersuchung und Entwicklung von Ionenantrieben, die Satelliten bewegen können.

Das geplante Zentrum liegt in direkter Nähe zum Fliegerhorst Faßberg, dessen Start- und Landebahnen nach Angaben des DLR in der Vergangenheit schon mitbenutzt werden konnten. 

Das Verteidigungsministerium unterstützt das Projekt. 

In den 1960er Jahren fanden in Trauen erste Brennversuche für die in Deutschland entwickelte Oberstufe der ersten europäischen Trägerrakete "Europa" statt. 

Das Gelände wird bereits seit 1935 für Forschungsversuche genutzt.

Update, 10.48 Uhr: Bis zu 60 Mitarbeiter am Standort eingeplant

Initiatoren des Projekts sind unter anderem das DLR und die Landesregierung. Diese teilten am Freitag mit, dass in den nächsten Jahren demnach bis zu 60 Mitarbeiter am DLR Standort in Trauen arbeiten und forschen sollen. 

Das Projekt soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch mit erheblichen Finanzmitteln aus dem Etat des Verteidigungsministeriums unterstützt werden.

"Es ist ein riesiger Erfolg, dass Trauen jetzt diese Renaissance erlebt", erklärte der verteidigungspolitische Sprecher der Union im Bundestag, Henning Otte, am Freitag. Er gehört zu den Initiatoren des Projekts. 

"Die Forschung, die hier durch das DLR aufgebaut und perspektivisch auch für Raumfahrt-Startups nutzbar sein wird, ist wichtig für Deutschlands unabhängigen Zugang zum Weltraum - und ein Wachstumsimpuls für die ganze Region Celle."

Titelfoto: picture alliance / dpa

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