Zehntausende Tote: Gedenken an Befreiung von Bergen-Belsen auf Kriegsgefangenenfriedhof geplant

Lohheide - Zur Befreiung des Konzentrationslagers Bergen-Belsen vor 76 Jahren ist am Sonntag (13 Uhr) eine Gedenkveranstaltung auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof geplant.

"Wir gedenken" steht unter anderem auf der Tafel auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide.
"Wir gedenken" steht unter anderem auf der Tafel auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide.  © Philipp Schulze/dpa

Organisatoren sind die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund Region Nordost-Niedersachsen.

In Bergen-Belsen wurden rund 52.000 KZ-Häftlinge und etwa 20.000 Kriegsgefangene in den Tod getrieben.

Es war zunächst ein Kriegsgefangenenlager mit vielen sowjetischen Häftlingen.

Am 15. April 1945 befreiten britische Truppen das von der SS betriebene Lager in der Lüneburger Heide.

Sie fanden Tausende unbestattete Tote und Zehntausende todkranke Menschen auf dem Gelände. Die Schreckensbilder der Verbrechen der Nationalsozialisten gingen um die Welt.

Zum Jahrestag der Befreiung am Donnerstag gab es coronabedingt nur eine kleine Gedenkfeier, die im Internet übertragen wurde. Auf einer Gedenkseite im Internet berichten unter anderem Jugendliche von ihren Treffen mit Überlebenden.

Ursprünglich wollten sich schon 2020 zum 75. Jahrestag rund 100 ehemalige Inhaftierte aus der ganzen Welt zu einer Gedenkveranstaltung in Bergen-Belsen treffen. Sie fiel coronabedingt aus.

Titelfoto: Philipp Schulze/dpa

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