Zugbegleiterinnnen zeigten Herz und bekamen dafür jetzt einen Preis

Berlin/Norddeich - Gleich zwei Zugbegleiterinnen aus Niedersachsen sind beim bundesweiten Wettbewerb "Eisenbahner mit Herz" mit je einer Goldmedaille ausgezeichnet worden.

Die Zugbegleiterin Manuela Burkhardt aus Niedersachsen steht am Bahnhof Norddeich Mole (Kreis Aurich).
Die Zugbegleiterin Manuela Burkhardt aus Niedersachsen steht am Bahnhof Norddeich Mole (Kreis Aurich).  © Focke Strangmann/Allianz pro Schiene/dpa

Den ersten Platz teilen sich die Metronom-Zugbegleiterin Claudia Menges aus Isenbüttel (Kreis Gifhorn) und die DB-Zugbegleiterin Manuela Burkhardt aus Dornum (Kreis Aurich), wie der Verband Allianz pro Schiene bei der Preisverleihung am Mittwoch in Berlin mitteilte.

Bei dem Wettbewerb werden besonders kundenfreundliche Beschäftigte aus dem Schienenverkehr ausgezeichnet.

Die Jury ehrte Burkhardt dafür, dass sie einer jungen Frau im Mai 2020 auf deren ersten Bahnfahrt überhaupt den Start einer Mutter-Kind-Kur rettete. Da der Zug bei der Anreise zur Kur auf Langeoog Verspätung hatte, drohte die Mutter aus München mit ihren beiden Kindern die Fähre zu verpassen. In der Not brachte die engagierte Zugbegleiterin die drei kurzerhand nach Schichtende mit dem eigenen Auto selbst noch rechtzeitig vom Bahnhof Norddeich zum rund 30 Kilometer entfernten Fähranleger nach Bensersiel.

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Die Metronom-Zugbegleiterin Menges wurde für ihren Einsatz für zwei Fahrgäste ausgezeichnet, die sie nach Mitternacht mit ihrem Auto vom Wolfsburger Hauptbahnhof nach Hause brachte. "Beide Eisenbahnerinnen haben so viel Herz für ihre Kunden gezeigt, dass sie den ersten Platz gleichermaßen verdient haben", sagte der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege.

Nach Angaben des Verbandes ist es das erste Mal in der elfjährigen Geschichte des Wettbewerbs, dass zwei erste Plätze vergeben wurden.

Titelfoto: Focke Strangmann/Allianz pro Schiene/dpa

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