2,2 Kilo leichter: Neue Schutzweste für NRW-Bereitschaftspolizei

Düsseldorf - Die nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizisten werden künftig mit einer 2,2 Kilogramm leichteren Schutzweste in den Einsatz geschickt.

Die neue Schutzweste der nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizei ist wirksam gegen Schlage, Stiche sowie Schüsse - und dazu auch noch feuerfest.
Die neue Schutzweste der nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizei ist wirksam gegen Schlage, Stiche sowie Schüsse - und dazu auch noch feuerfest.  © Federico Gambarini/dpa

Nach den Vorgaben der Polizei wurde die neue Schutzweste entwickelt, die Schläge, Stiche und Schüsse abhält - und dazu auch noch feuerfest ist. Weil "die Neue" eine Kombination aus zwei Westen ersetzt, erspart sie den Beamten die 2,2 Kilo Gewicht.

Fast 2000 Euro kostet eine Weste. 7,2 Millionen Euro sollen für 3725 Exemplare ausgegeben werden. Insgesamt wiegt die Ausrüstung eines Bereitschaftspolizisten rund 20 Kilogramm. Die neue Schutzweste löst die Kombination ab, die nach den Polizistenmorden eines Dortmunder Neonazis vor gut 20 Jahren eingeführt worden war.

Bei einem 20-tägigen Trageversuch wurde die neue Weste aus Verbundmaterialien auf Herz und Nieren geprüft. "Weniger ist in diesem Fall mehr", sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (69, CDU) am Dienstag.

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"Stehen Sie mal zehn, zwölf Stunden in der Sonne. Jedes Gramm weniger ist da Gold wert. Bei über 9000 Angriffen auf Polizisten im Jahr muss der Arbeitgeber für Sicherheit sorgen", sagte Reul.

Insgesamt sollen rund 2600 Beamtinnen und Beamte nach und nach mit den neuen Westen ausgerüstet werden.

Titelfoto: Federico Gambarini/dpa

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