20-Jähriger klettert auf Waggon und bekommt Stromschlag

Paderborn - Ein 20-Jähriger ist auf einen abgestellten Güterwaggon im Hauptbahnhof Paderborn geklettert und erlitt dabei einen schweren Stromschlag.

Oberleitungen führen bis zu 15.000 Volt Spannung.
Oberleitungen führen bis zu 15.000 Volt Spannung.  © Roland Weihrauch/dpa

Wie die Polizei mitteilt, war der 20-Jährige am Sonntagabend mit einem 19-jährigen Begleiter unterwegs. Die beiden tollten auf einem abgestellten Güterwagen für Schüttgut herum.

Beim Klettern berührte der Ältere dann die Oberleitung, durch die 15.000 Volt elektrische Spannung führte, und fiel aus etwa vier Metern Höhe in das Schotterbett.

Mit lebensgefährlichen Verletzungen schleppte er sich in der Nacht zu Sonntag mithilfe seines 19-jährigen Begleiters von den Abstellgleisen zu einem Haus in Paderborner Innenstadt um Hilfe zu ordern.

Der Anwohner rief daraufhin den Rettungsnotdienst, der den schwerverletzten Mann ins Krankenhaus brachte. Durch großflächige Verbrennungen schwebte der Gepeinigte kurzzeitig in akuter Lebensgefahr. Der 19-jährige Begleiter des Verletzten erlitt einen Schock.

Polizei warnt vor dem Betreten von Bahnanlagen

Dass der junge Mann den Stromschlag überlebt habe, sei großes Glück, "denn überwiegend verlaufen derartige Unfälle unmittelbar tödlich", so die Polizei.

Des Weiteren warnen die Beamten in diesem Zusammenhang eindringlich vor dem Betreten von Bahnanlagen und Gleisen. Die Gefahren werden oft unterschätzt - insbesondere Oberleitungen bergen die Gefahr eines Stromschlages. Dazu müssen diese nicht einmal berührt werden.

Schon einer geringer Abstand von ein bis zwei Metern reicht aus, um einen tödlichen Stromschlag durch einen Spannungsüberschlag zu erleiden, so die Polizei weiter.

Titelfoto: Roland Weihrauch/dpa

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