40.000 Fake-Kippen über die Grenze geschmuggelt: Täter hat skurrile Erklärung

Nettetal/Krefeld – Einen großen Fund haben Krefelder Zöllner bei einer Kontrolle an der deutsch-niederländischen Grenze gemacht: Ein Autofahrer (30) hatte mehr als 40.000 geschmuggelte Zigaretten im Gepäck.

Die Zollbeamten machten im Kofferraum eines Reisenden eine Entdeckung: Darin befanden sich mehr als 40.000 unversteuerte Zigaretten.
Die Zollbeamten machten im Kofferraum eines Reisenden eine Entdeckung: Darin befanden sich mehr als 40.000 unversteuerte Zigaretten.  © Hauptzollamt Krefeld

Die Beamten hatten den 30-Jährigen bereits Ende April auf der B61 kurz hinter der Abzweigung Nettetal West (Kreis Viersen) angehalten, wie ein Sprecher am Freitag mitteilte.

Nach seinem Reisegrund gefragt, habe der Mann angegeben, dass er sowohl die niederländische als auch die deutsche Staatsbürgerschaft besäße.

Er habe in Venlo seinen niederländischen Pass verlängern lassen wollen.

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Die Zöllner blieben jedoch aufgrund seiner "verschmierten Kleidung" stutzig. Bei einer Kontrolle des Kofferraums stellte sich heraus, dass sie mit ihrer Einschätzung richtig lagen: Darin fanden sie die 40.000 unversteuerten Zigaretten.

Der vermeintliche Schmuggler versuchte es laut dem Sprecher daraufhin mit einer weiteren Erklärung: Er habe die Kippen "auf dem Schwarzmarkt bei den Chinesen" gekauft.

"Ich dachte, die seien steuerfrei. Da steht doch 'DUTY FREE' drauf", wird der 30-Jährige, der aus der Voreifel stammt, zitiert. Dabei habe er geflissentlich verschwiegen, dass es sich bei den Zigaretten um Totalfälschungen handelte.

Die Beamten beschlagnahmten die Schmuggelware. Gegen den Verdächtigen wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet.

Titelfoto: Hauptzollamt Krefeld

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