Arbeitsmarkt in NRW erholt sich: Viele Jobs noch zu haben, Quote für Kurzarbeit sinkt!

Düsseldorf - Obwohl die Corona-Pandemie noch nicht überstanden ist, setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen fort.

Die Arbeitslosenquote lag im August bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im Vorjahr hatte sie mit 8,2 Prozent noch deutlich höher gelegen.
Die Arbeitslosenquote lag im August bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im Vorjahr hatte sie mit 8,2 Prozent noch deutlich höher gelegen.  © Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Rund 718.400 Menschen waren im August arbeitslos gemeldet und damit 10,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte.

Die Arbeitslosenquote lag bei 7,3 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als im Juli. Im August 2020 hatte sie mit 8,2 Prozent noch deutlich höher gelegen. "Die Signale am Arbeitsmarkt stehen weiterhin auf Erholung", erklärte der NRW-Regionalchef der Behörde, Torsten Withake (54).

Er wertete es besonders positiv, dass die Zahl der Arbeitslosen auch im Vergleich zum Vormonat Juli gesunken ist, und zwar um 1,2 Prozent.

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Der Stichtag für die August-Daten lag in den Sommerferien. Üblicherweise steige die Arbeitslosigkeit während der Ferien, weil Firmen Betriebsferien machen oder Einstellungen auf später schieben.

Dass die Arbeitslosenzahl im August stattdessen gesunken sei, unterstreiche die schrittweise Erholung am Arbeitsmarkt, die man schon in den vergangenen Monaten beobachtet habe.

Gastgewerbe sucht händeringend nach Personal

Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Im Mai arbeiteten rund 460.000 Beschäftigte in NRW verkürzt, das waren 44.000 weniger als im April.
Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit sinkt ebenfalls. Im Mai arbeiteten rund 460.000 Beschäftigte in NRW verkürzt, das waren 44.000 weniger als im April.  © picture alliance / dpa

Unterdessen suchen noch viele Firmen nach geeigneten Beschäftigten: Die Zahl der offenen Arbeitsplätze, die im August gemeldet waren, lag bei rund 157.000 - das waren 28 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Grund für den starken Anstieg: Im vergangenen Jahr hatten viele Unternehmen wegen der Corona-Krise auf Neueinstellungen verzichtet und erst gar keine offenen Stellen gemeldet. Das hat sich inzwischen geändert, vor allem im Gastgewerbe wird nun händeringend nach Personal gesucht.

In Corona-Zeiten griffen viele Firmen auf das Mittel der Kurzarbeit zurück: Um Personalkosten zu sparen, fuhren sie die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten runter, und der Staat übernahm einen Teil der Einkommenseinbußen.

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Auch hier gibt es eine positive Entwicklung: Die Zahl der Menschen in Kurzarbeit sinkt. Wie eine Hochrechnung der Behörde ergab, arbeiteten im Mai rund 460.000 Beschäftigte in NRW verkürzt, das waren 44.000 weniger als im April. Neuere Zahlen lagen nicht vor.

Die Kurzarbeiter-Quote - also der Anteil der Kurzarbeiter an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten - sank von April bis Mai um 0,6 Prozentpunkte auf 6,5 Prozent.

Titelfoto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

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