Autofahrer soll Mädchen (4) überfahren haben und abgehauen sein

Essen - Ein 86 Jahre alter Autofahrer aus Essen in Nordrhein-Westfalen steht unter Verdacht, Anfang April ein vierjähriges Mädchen überfahren zu haben und anschließend geflüchtet zu sein.

Die Polizei fand den Wagen des Mannes in der Werkstatt. Teile davon befanden sich bereits auf der Hebebühne (Symbolbild).
Die Polizei fand den Wagen des Mannes in der Werkstatt. Teile davon befanden sich bereits auf der Hebebühne (Symbolbild).  © 123RF / animaflorapicsstock

Bei dem Unfall am 6. April war ein abbiegender Opel Omega gegen 13.20 Uhr ungebremst mit dem Mädchen und seinem Zwillingsbruder zusammengestoßen, die gerade im Beisein ihrer Mutter eine Straße überqueren wollten.

Der Junge wurde an der Seite gestreift, das Mädchen geriet unter das Fahrzeug und wurde überrollt. Beide kamen in ein Krankenhaus.

Aufnahmen von Sicherheitskameras in der Nähe sowie Zeugenaussagen führten die Ermittler schließlich auf die Spur des Mannes.

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Der gab an, dass sein Wagen gerade in der Werkstatt sei. Sofort fuhren die Beamten dorthin.

Das mutmaßliche Unfallfahrzeug befand sich bereits auf der Hebebühne, Teile waren schon abmontiert. Der Wagen wurde sichergestellt.

Ein Experte fand am vermuteten Kollisionspunkt blondes Haar - es stammte von dem Mädchen. Gegen den 86-Jährigen wird nun wegen Verkehrsunfallflucht ermittelt.

Aussagen des Mannes zu dem Sachverhalt teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Rucksack und Winterjacke des Mädchens wirkten beim Zusammenstoß wie ein Airbag

"Den Kindern geht es den Umständen entsprechend gut", erklärte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Vermutlich sei es einem Rucksack und einer dickeren Winterjacke zu verdanken, dass das Mädchen nicht noch schwerer verletzt wurde. "Beide Gegenstände wirkten bei dem Zusammenstoß wie ein Airbag."

Titelfoto: 123RF / animaflorapicsstock

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