Bonns Beethoven-Denkmal steht wieder auf dem Sockel: Restaurator machte einige Entdeckungen

Bonn - Ein halbes Jahr war das 3,4 Tonnen schwere Beethoven-Denkmal in der Werkstatt, nun kommt der monumentale Ludwig wieder an seinen angestammten Platz auf dem Münsterplatz in Bonn.

Das Denkmal des Komponisten Ludwig van Beethoven wurde im Januar 2022 zur Restaurierung von seinem Sockel am Münsterplatz gehoben. (Archivfoto)
Das Denkmal des Komponisten Ludwig van Beethoven wurde im Januar 2022 zur Restaurierung von seinem Sockel am Münsterplatz gehoben. (Archivfoto)  © Oliver Berg/dpa

Die Stadt Bonn hat ihren Ludwig van Beethoven wieder. Das historische Denkmal des in Bonn geborenen Komponisten (1770-1827) wurde am Dienstag wieder auf den Sockel gehievt.

Durch Umwelteinflüsse entstandene Korrosionsschäden wurden entfernt, die Oberfläche mit schützendem Wachs versiegelt. 1845 war die von dem Dresdner Professor Ernst Julius Hähnel geschaffene Skulptur eingeweiht worden.

Am Dienstag wurde zuerst der ebenfalls restaurierte Sockel auf dem Münsterplatz aufgestellt. Darauf kam die 3,40 Meter hohe Beethoven-Statue.

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Sie zeigt den Komponisten der 9. Sinfonie in langem Mantel, mit wallendem Haar und mit vergeistigtem Blick in die Ferne. Nachdem die meistfotografierte Sehenswürdigkeit von Bonn wieder aufgestellt ist, muss das Umfeld noch gerichtet werden: Die Beleuchtung und das Blumenbeet am Fuß des Denkmals fehlen noch.

Enthüllung vor 177 Jahren wird gefeiert

Von der Sonne angestrahlt steht die tonnenschwere Bronze-Plastik wieder auf ihrem angestammten Platz.
Von der Sonne angestrahlt steht die tonnenschwere Bronze-Plastik wieder auf ihrem angestammten Platz.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Am 14. August soll in Bonn der 177. Jahrestag der feierlichen Einweihung des Denkmals begangen werden. Die Einweihung von 1845 soll mit historischen Kostümen nachgestellt werden. Seinerzeit hatten Bürger für das Denkmal gesammelt.

Auch der Komponist und Pianist Franz Liszt hatte viel Geld gespendet. Zur Einweihung waren auch die britische Königin Victoria und ihr Gemahl Prinz Albert, König Friedrich Wilhelm IV., Erzherzog Friedrich von Österreich und der Forscher Alexander von Humboldt angereist.

Während der Sanierung der monumentalen Skulptur gab es einige Überraschungen. In den Falten des Mantels steckten zwei Geschoßteile. Restaurator Dirk Sturmfels entdeckte einige Löcher im Guss. Offenbar waren auch schon Menschen auf dem Monument herumgeklettert, und Sprayer hatten Farbe versprüht.

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Eine Frauenfigur vom Denkmalsockel hatte eine rote Nase, die im Zuge der Sanierungsarbeiten entfernt wurde.

Aktualisiert: 5. Juli 2022, 12.03 Uhr

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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