Bund und Land NRW öffnen die Brieftasche: 90,4 Millionen Euro für Luftfilter

Düsseldorf - Das Land NRW und der Bund stellen für ein zweites Lüftungsprogramm in Schulen und Kitas 90,4 Millionen Euro bereit. Das teilte Ina Scharrenbach (44, CDU), Ministerin für Heimat, Kommunales und Bau, in Düsseldorf mit.

Bereits 5500 Klassenräume an NRW-Schulen sind mit Lüftern zum Schutz vor dem Coronavirus ausgestattet worden.
Bereits 5500 Klassenräume an NRW-Schulen sind mit Lüftern zum Schutz vor dem Coronavirus ausgestattet worden.  © Sven Hoppe/dpa

Damit sollen zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus finanziert werden. Aus dem NRW-Rettungsschirm stellt das Land 48,2 Millionen bereit, der Bund gibt 42,2 Millionen Euro. Die Schul- und Kitaträger können damit Lüfter für Räume der Kategorie 2 anschaffen.

Damit sind Räume gemeint, in denen die Lüftung eingeschränkt möglich ist, weil die Fenster nur kippbar oder Lüftungsklappen zu klein sind. Nach Angaben des Ministeriums liegt der Anteil dieser Räume zwischen 15 und 25 Prozent.

"Durch die zur Verfügung zu stellenden Finanzmittel des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes wird für die Kommunen eine Finanzierung zu 100 Prozent gesichert. Für die weitere Umsetzung komme ich in der nächsten Woche auf die Städte und Gemeinden zu", sagte Scharrenbach.

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Ursprünglich wollte sich die Ministerin bereits in dieser Woche mit den Kommunen absprechen. Wegen der Hochwasserkatastrophe musste der Zeitplan geändert werden.

Scharrenbach betonte, dass mit dem Bund auch eine rückwirkende Beantragung vereinbart worden sei. Das bedeutet, dass die Schulen und Kitas die Lüfter bereits jetzt kaufen können, damit die Geräte zum neuen Schuljahr stehen.

Mithilfe eines ersten Programms waren in Nordrhein-Westfalen bereits 5500 Räume mit Lüftern zum Schutz vor dem Coronavirus ausgestattet worden.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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