Bundespräsident in Erftstadt: "Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz"

Erftstadt/NRW - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) hat zu anhaltender Hilfe für die Opfer der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands aufgerufen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, 2. v.r.) und Armin Laschet (60,r, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bei einem Besuch in Erftstadt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, 2. v.r.) und Armin Laschet (60,r, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, bei einem Besuch in Erftstadt.  © Marius Becker/dpa-Pool/dpa

"Die Unterstützungsbereitschaft, sie muss anhalten, im Großen wie im Kleinen", sagte er am Samstag bei einem Besuch im nordrhein-westfälischen Katastrophengebiet an der Erft.

Vielen Menschen in den Hochwassergebieten sei "nichts geblieben, außer ihrer Hoffnung. Und diese Hoffnung dürfen wir nicht enttäuschen", sagte Steinmeier in Erftstadt.

Der Bundespräsident hatte sich zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) über die Lage in Erftstadt informiert, wo in den vergangenen Tagen zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren.

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Armin Laschet hat bei seinem Besuch in Erftstadt das Hochwasser als "Jahrhundertkatastrophe" bezeichnet.

Es sei eine "nationale Aufgabe", der betroffenen Region zu helfen. Land und Kommunen könnten dies nicht allein stemmen.

Update, 16.31 Uhr: Armin Laschet nimmt sich Zeit für Opfer der Katastrophe

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat am Samstag in Erftstadt ein Unterkunft für durch das Hochwasser wohnungslos gewordene Menschen besucht.

In der zum Aufenthaltsraum umfunktionierten Kantine eines Gymnasiums traf der CDU-Chef und Unions-Kanzlerkandidat mit etwa 20 Bewohnern zusammen, wie ein Fotograf der Deutschen Presse-Agentur vor Ort berichtete.

Dort waren Frauen mit Kindern, Paare und Alleinstehende versammelt. Nach Auskunft der Bürgermeisterin von Erftstadt sind mehrere hundert Menschen in Unterkünften. Anschließend sah sich der Ministerpräsident Kleiderspenden für die Menschen an, die ihr Obdach verloren haben.

Zuvor hatte er zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Hochwasser-Retter von Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen getroffen.

Update, 15.03 Uhr: Steinmeier: "Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz"

Der Bundespräsident sprach mit Anwohnern in Erftstadt.
Der Bundespräsident sprach mit Anwohnern in Erftstadt.  © Staatskanzlei NRW/Land NRW/dpa

Viele hätten "alles verloren, was sie sich ein Leben lang aufgebaut haben", sagte Steinmeier.

"Wir sehen Gemeinden, die von Verwüstung, von Zerstörung gezeichnet sind."

Den größten Verlust hätten aber die zu tragen, die Familienangehörige, Freunde, Bekannte verloren haben. "Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz", sagte Steinmeier.

Erftstadt schwer von Starkregen getroffen

Unions-Kanzlerkandidat Laschet war zu einem gemeinsamen Besuch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nach Erftstadt westlich von Köln gekommen.

Die Stadt war besonders schwer von Sturzflut und Hochwasser getroffen worden. Alle Infos zur Katastrophe in Rheinland-Pfalz und NRW findest Du hier im >>> Liveticker für Deutschland. Alle Infos zur >>> Lage in NRW findest Du hier.

Titelfoto: Staatskanzlei NRW/Land NRW/dpa

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