Corona-Öffnungen in NRW: Das müsst ihr beachten, wenn ihr ab heute in Geschäfte geht

Düsseldorf – Die Menschen in Nordrhein-Westfalen können von Montag an unter strengen Auflagen wieder in Geschäften einkaufen, Zoos besuchen und Ausstellungen besichtigen. Nach wochenlangen Corona-Schließungen öffnen etwa die Einzelhändler ihre Läden - herein kommen die Kunden aber nur mit Termin und für eine begrenzte Zeit.

In Köln gilt weiterhin die Mund-Nasen-Schutzpflicht. NRW-weit dürfen ab Montag aber die meisten Geschäfte wieder öffnen und mit Termin betreten werden.
In Köln gilt weiterhin die Mund-Nasen-Schutzpflicht. NRW-weit dürfen ab Montag aber die meisten Geschäfte wieder öffnen und mit Termin betreten werden.  © Oliver Berg/dpa

Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen, Blumenläden und Gartenmärkte dürfen auch ohne Termin Kunden hereinlassen - wie in allen Läden müssen diese aber eine medizinische Maske tragen.

Auch die Zoos dürfen wieder Besucher auf ihr Gelände lassen. So wollen der Allwetterzoo Münster sowie die Tierparks in Wuppertal und Krefeld bereits am Montag öffnen.

Besucher müssen vorher einen Termin ausmachen und an gekennzeichneten Orten eine medizinische Maske tragen. Snacks gibt es nur zum Mitnehmen.

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Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind in NRW ab Montag ebenfalls grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist ein negatives Corona-Testergebnis notwendig.

Etwas Zeit mit der Öffnung lassen sich noch einige große Museen in NRW. Auch hier müssen Besucher vorab einen Termin buchen. Im Düsseldorfer Museum Kunstpalast gibt es ab Montag Karten für eine Heinz-Mack-Ausstellung; geöffnet wird zwei Tage später.

Lockerungen der Corona-Maßnahmen nur bei Inzidenz unter 100

Bereits am Dienstag öffnet das Kölner Museum Ludwig. Für eine große Andy-Warhol-Ausstellung sind bis zum 14. März bereits alle Tickets vergriffen. Am Wochenende hatte der Ansturm auf die Karten zeitweise die Server zusammenbrechen lassen.

Voraussetzung für die gelockerten Maßnahmen ist, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen unter der Marke 100 liegt. Der wichtige Wochenwert stieg nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt wieder leicht an und lag am Wochenende um die 65.

Update, 12.20 Uhr: "Das fühlt sich echt an wie eine Neueröffnung"

Der Einzelhandel läuft nach monatelangen Schließungen in NRW langsam wieder an. (Archivfoto)
Der Einzelhandel läuft nach monatelangen Schließungen in NRW langsam wieder an. (Archivfoto)  © Oliver Berg/dpa

Aufatmen im Einzelhandel: Nach fast drei Monaten Corona-bedingter Schließung haben am Montagvormittag viele Geschäfte wieder ihre Türen geöffnet. "Das fühlt sich echt an wie eine Neueröffnung", sagte etwa Lydia Ostwald (49), Filialleiterin der Modekette Sinn in Essen.

Schon zehn Minuten vor Öffnung des vierstöckigen Bekleidungsgeschäfts kam die erste Kundin vorbei, "ganz zufällig nach einem Arztbesuch", sagte Ella Schauries (59) aus Essen. Sie freue sich sehr, "am Weltfrauentag ein Teilchen" kaufen zu können.

Bevor es losgeht, müssen die Kundinnen und Kunden Name und Adresse auf ein Kärtchen schreiben. Eine Mitarbeiterin notiert die Uhrzeit auf dem Kärtchen und vergibt eine Zählmarke, beides wieder abzugeben beim Verlassen des Geschäfts nach höchstens einer Stunde.

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Das Ganze läuft reibungslos. 15 Minuten später sind schon 15 Kundinnen und Kunden im Geschäft. Eine telefonische Voranmeldung mit fester Einkaufszeit ist bei diesem Händler ebenfalls möglich.

Vor dem Lockdown durften 114 Kunden gleichzeitig in den Laden, jetzt sind es nur noch 57, sagt Ostwald. "Aber 57 ist besser als gar keiner." Auch, wenn die Möglichkeit, Kleidung per "Call & Collect" zu kaufen, in der Zwischenzeit gut genutzt worden sei. Die präsentierte Ware sei zu etwa 85 Prozent Frühjahrs- und Sommermode. Der Rest seien Herbst- und Winterschnäppchen. Eine Rabattaktion soll den Verkauf der übrig gebliebenen Waren ankurbeln.

Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Die seien zwar noch in Kurzarbeit, entlassen worden sei aber niemand, betont Ostwald. Ihre Hoffnung sei nun, dass ganz schnell ganz viele Menschen geimpft würden, sagt sie. "Und wir ganz schnell in die Normalität zurückkommen."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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