Coronavirus in NRW: Köln verschärft die Regeln

Köln – Die NRW-Politik hat mit einer lokalen Corona-Bremse auf Hotspots reagiert. Im Herbst sind aufgrund steigender Infektionszahlen neue Maßnahmen möglich. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Auch in Köln gab es zuletzt viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
Auch in Köln gab es zuletzt viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus.  © Oliver Berg/dpa

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben.

Die wichtigsten Änderungen in der neuen Corona-Schutzverordnung vom 1. Oktober findet ihr hier.

Alle aktuellen Infos im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Alle Ticker-Meldungen bis zum 23. Mai findest Du hier, alle Corona-Meldungen bis zum 9. Juli 2020 hier.

Update, 9. Oktober, 18.17 Uhr: Laumann empfiehlt Kommunen mehr Kontrollen von Veranstaltungen

Angesichts der stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Kommunen verstärkte Kontrollen der Corona-Schutzmaßnahmen auch bei privaten Veranstaltungen empfohlen.

Laumann habe sich am Freitag in einer Schalte mit den Krisenstäben des Landes über den Umgang der Kommunen mit den steigenden Infektionszahlen vor Ort informieren lassen, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Laumann habe dabei die Wichtigkeit der Einhaltung der Coronaschutzverordnung betont. Dies müsse so gut und so oft es gehe kontrolliert werden – gerade bei privaten Veranstaltungen. Den Menschen müsse klar sein, dass Verstöße Konsequenzen nach sich ziehen.

Update, 9. Oktober, 16.30 Uhr: Köln verschärft Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Köln von Samstag an die Corona-Einschränkungen für die Bevölkerung.

Künftig sollen sich höchstens fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen - bisher waren es zehn, wie Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Freitag sagte.

Im öffentlichen Raum soll zudem abends ab 22.00 Uhr der Konsum von Alkohol verboten sein, an den Wochenenden darf an Hotspots kein Alkohol mehr verkauft werden.

Eine Sperrstunde werde zunächst aber nicht eingeführt, sagte Reker. In Fußgängerzonen gebe es nun eine Maskenpflicht.


Update, 9. Oktober, 14.40 Uhr: Bonner Weihnachtsmarkt abgesagt

Der Bonner Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das hat die Stadt am Freitag bei einem Gespräch mit Bonner Schaustellern bekannt gegeben. Grund dafür sind die steigenden Corona-Infektionszahlen.

Demnach habe die Verwaltung unterschiedliche Optionen geprüft, kam jedoch zu dem Fazit, dass die Einhaltung von Hygieneregeln nicht realistisch ist.

Der Weihnachtsmarkt in der Bonner Innenstadt gilt bei Bürgern aber auch bei Touristen von außerhalb jedes Jahr als beliebtes Ziel.

Update, 9. Oktober, 8.09 Uhr: Kölner Inzidenzzahl am Freitag bei 49,8

Mit Köln und Essen liegen zwei NRW-Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Symbolbild).
Mit Köln und Essen liegen zwei NRW-Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Symbolbild).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Mit Köln und Essen liegen zwei nordrhein-westfälische Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Corona-Wert für Köln am Freitag mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag), für Essen mit 48,4 (plus 5,0). 

Dafür gab es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet.

Landesweit steckten sich 28,6 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus an, ein Plus von 1,6 im Vergleich zum Vortag. Nordrhein-Westfalen hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass Kreise und kreisfreie Städte mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zwingend Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen müssen. 

So bestimmt die Landesregierung unter anderem, dass Feiern außer Haus dann nur noch aus besonderem Anlass und mit höchsten 25 Teilnehmern erlaubt sind.

Update, 9. Oktober, 7.08 Uhr: Videoschalte mit Merkel und NRW-Oberbürgermeistern

Die Corona-Pandemie wird zunehmend zu einem Problem der Großstädte und Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen. 

Vier Oberbürgermeister aus NRW nehmen deshalb am Freitag (12.30 Uhr) an einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Corona-Lage teil. 

Merkel hat dazu die Rathauschefs der elf größten deutschen Städte eingeladen. Aus NRW sind die Oberbürgermeister von Düsseldorf, Dortmund, Köln und Essen dabei.

Update, 8. Oktober, 19.24 Uhr: Viele Corona-Infektionen: Siegburg schließt seine Schulen

Die Stadt Siegburg bei Bonn hat wegen hoher Corona-Infektionszahlen alle Schüler vorzeitig in die Ferien geschickt. Die Schulen blieben an diesem Freitag geschlossen, schrieb die Verwaltung am Donnerstag auf ihrer Homepage. Für die Schülerinnen und Schüler beginnen die Herbstferien damit einen Tag früher. 

Auch für die Kita-Betreuung gelten Einschränkungen. Zudem empfahl die Verwaltung den Bürgern, im gesamten Stadtgebiet auch draußen eine Maske zu tragen.

In Siegburg hatten sich in den vergangen sieben Tagen 69 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt. 

Die Warnschwelle liegt bei 50. Der Kreis führt den Anstieg unter anderem auf einen Ausbruch in einer christlichen Gemeinde zurück - für 350 Mitglieder der Gemeinde sei Quarantäne angeordnet worden.

Update, 8. Oktober, 19.22 Uhr: Künftig weniger kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Erzieher

Mitarbeitern von Schulen und Kitas stehen nach den Herbstferien weitere kostenlose Corona-Testmöglichkeiten zur Verfügung - allerdings seltener als bisher. 

Bis zu den Weihnachtsferien können sich Beschäftigte in Schulen und der Kindertagesbetreuung bis zu dreimal auf das Virus testen lassen, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit. 

Der Zeitpunkt sei frei wählbar. Bislang hatten Lehrer und Erzieherinnen im neuen Schuljahr alle 14 Tage einen Abstrich machen können.

Insgesamt hätten 241.326 Beschäftigte freiwillig das Angebot wahrgenommen - 153.771 davon an Schulen. Die Positivrate sei mit 0,2 äußert niedrig, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Update, 8. Oktober, 17.27 Uhr: WDR mit Extrasendung wegen steigender Corona-Zahlen

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen sendet der WDR ein "WDR extra" um 20.15 Uhr. Die Moderation übernehmen Catherine Vogel und Martin von Mauschwitz.

Update, 8. Oktober, 17.03 Uhr: Kölner Gesundheitsamt will neue Maßnahmen vorschlagen

Angesichts steigender Corona-Zahlen setzt sich das Gesundheitsamt in Köln mit weiteren Einschränkungen für das öffentliche Leben auseinander.

Die Behörde werde dem Krisenstab der Stadt am Freitag weitere Maßnahmen vorschlagen, erklärte die Kommune am Donnerstag – das gelte vor allem dann, wenn die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten werde.

Dazu gehörten "unter Umständen" weitere Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit, mögliche Einschränkungen beim Verkauf von Alkohol oder die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske auf Straßen und Plätzen. Ebenfalls sei denkbar, dass die erlaubte Zahl von Gästen bei Veranstaltungen – ob privat oder nicht – weiter zurückgefahren werde.

Update, 8. Oktober, 16.41 Uhr: Essen plant bei Inzidenz über 50 verschärfte Anzeigepflicht

Essen plant für den Fall einer Corona-Inzidenzzahl von mehr als 50 eine verschärfte Anzeigepflicht für Feiern im öffentlichen Raum: Die Feiern sollten bereits ab elf Teilnehmern angemeldet werden, teilte die Stadt mit.

Andere Kommunen mit einer Corona-Inzidenz jenseits von 50 hatten eine Meldepflicht ab 25 Teilnehmern verhängt. Teilnehmen dürfen an angemeldeten Feiern nach der geplanten Essener Allgemeinverfügung höchstes 25 Menschen.

Ausnahmen würden nicht genehmigt. Bei den Kontrollen solle die Polizei den Ordnungsamtsmitarbeitern Amtshilfe leisten. Abstimmungen dazu habe es bereits gegeben, teilte die Stadt am Donnerstag auf Anfrage mit.

Update, 8. Oktober, 15.46 Uhr: Ansturm auf Corona-Testzentren bleibt vorerst aus

Vor Beginn der Herbstferien ist ein Ansturm auf die Corona-Testzentren und Praxen in Nordrhein-Westfalen bislang ausgeblieben.

Vereinzelt gab es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen in Orten mit hohen Infektionszahlen Wartezeiten. So sei eine Corona-Test-Station in Remscheid am Donnerstag von vielen Menschen besucht worden, berichtete ein dpa-Reporter.

In der ersten Tageshälfte standen durchgängig zwischen 30 bis 40 Menschen für einen Abstrich in der Schlange und nahmen Wartezeiten von mehr als einer Stunde in Kauf.

Allerdings sei eine seriöse Prognose für die nächsten Tage nicht möglich, sagte Christopher Schneider von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Ähnlich äußerte sich die KV Westfalen-Lippen, die Testzentren an den Flughäfen in Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn betreibt. Es bleibe vorerst bei den derzeitigen Kapazitäten, teilte eine Sprecherin mit.

Update, 8. Oktober, 14.50 Uhr: Merkel will mit Oberhäuptern von großen NRW-Städten über Corona beraten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Video-Konferenz mit Oberbürgermeistern aus NRW teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Video-Konferenz mit Oberbürgermeistern aus NRW teil.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch mit Oberbürgermeistern aus Nordrhein-Westfalen über die Lage beraten.

Merkel werde an diesem Freitag an einer Videokonferenz mit Oberbürgermeistern und Bürgermeistern von elf Städten in Deutschland teilnehmen, die derzeit hohe 7-Tage-Inzidenzen von Corona-Neuinfektionen meldeten, teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Berlin mit.

Die Kanzlerin werde sich über die Corona-Lage und die vor Ort eingeleiteten Maßnahmen informieren.

Nach Spiegel-Informationen nehmen aus NRW die Rathauschefs von Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen teil, aus anderen Bundesländern sind Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Leipzig und Stuttgart vertreten. Auch der Sprecher des Hamburger Senats bestätigte die geplante Schaltkonferenz.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Eindämmung der Infektionen vor allem in den Städten als Schlüssel im Kampf gegen Corona. "Die Pandemie wird in den Metropolen entschieden", sagte der studierte Mediziner am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.

Update, 8. Oktober, 14.45 Uhr: Keine Corona-Meldepflicht bei Kurztrips nach Venlo oder Roermond

Besucher von grenznahen Einkaufszielen wie Roermond oder Venlo müssen bei der Rückfahrt nach Deutschland keinen negativen Corona-Test vorweisen oder in Quarantäne. Das geht aus der seit dem 7. Oktober 2020 gültigen Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor.

Das Auswärtige Amt hatte am Mittwoch auch die Region Limburg in der Nachbarschaft zu Nordrhein-Westfalen zum Corona-Risikogebiet erklärt. In dem Gebiet liegen die Städte Roermond mit einem beliebten Outlet-Center sowie Venlo, wo viele Deutsche in Supermärkten einkaufen.

Laut der in NRW gültigen Einreiseverordnung sind Personen, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufhalten von der Meldepflicht wegen möglicher Corona-Infektionen ausgenommen.

In den Niederlanden wird der für ein Risikogebiet entscheidende Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nur mit Ausnahme von Zeeland in allen Provinzen erreicht. Aber auch in Zeeland sei ein erhöhtes Infektionsgeschehen zu beobachten, vermeldet das Auswärtige Amt.

Update, 8. Oktober, 14.29 Uhr: Deutlich mehr Patienten mit Covid-19 in NRW-Krankenhäusern

Die stark steigenden Coronavirus-Infektionen machen sich in NRW-Krankenhäusern bemerkbar. (Symboldbild)
Die stark steigenden Coronavirus-Infektionen machen sich in NRW-Krankenhäusern bemerkbar. (Symboldbild)  © Jonas Güttler/dpa

Die stark steigenden Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus machen sich auch auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen bemerkbar. Die Kliniken sind allerdings noch weit entfernt von ihrer Kapazitätsgrenze.

Nach Angaben der NRW-Landesregierung wurden am Donnerstag 535 Covid-19-Patienten in Kliniken behandelt – vor einem Monat waren es nur 190. 136 Patienten lagen auf der Intensivstation, 75 von ihnen mussten beatmet werden.

Die Kliniken sind nach Angaben der Landesregierung allerdings gerüstet, um im Notfall noch deutlich mehr Patienten zu behandeln. Aktuell gebe es 5721 Intensivbetten, in denen die Patienten auch beatmet werden könnten, 1395 davon seien im Moment nicht belegt.

Beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie Mitte April waren in den NRW-Krankenhäusern zeitweise mehr als 2000 Corona-Patienten gleichzeitig behandelt worden, knapp 600 mussten in der Spitze beatmet werden.

Die landesweite Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen war in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag auf 27,0 geklettert – das ist der höchste Wert aller deutschen Flächenländer. In mehreren Kreisen und kreisfreien Städten lag dieser Wert sogar über der wichtigen Grenze von 50, ab der eine Region als Corona-Risikogebiet gilt.

Update, 8. Oktober, 14.20 Uhr: Kölner Krisenstab tagt am Freitag

In Berlin gilt wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen ab Samstag eine nächtliche Sperrstunde – im ebenfalls partyerprobten Köln wird sich am Freitag der Krisenstab mit derartigen Fragestellungen beschäftigen.

"All das fließt morgen in die Sitzung des Krisenstabes ein", sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag. Wenn es an den bestehenden Maßnahmen Änderungsbedarf geben sollte, würden diese dort entschieden.

In Köln ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche zuletzt immer weiter angestiegen. Am Donnerstag lag sie nach Angaben der Stadt mit 45,4 nicht mehr weit entfernt von der kritischen Marke 50.

Ab dieser müssen Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Köln hatte zuletzt bereits erste Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurden Veranstaltungen mit "vornehmlich geselligem Charakter" – etwa Hochzeiten, Taufen und Geburtstage – auf 50 Personen begrenzt.

Update, 8. Oktober, 13 Uhr: Corona-Infektionskennziffer auch in Aachen über 50

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche ist auch in Aachen über die entscheidende Schwelle von 50 gestiegen. 

In der rund 257.000 Einwohner zählenden Großstadt liege die Kennziffer aktuell bei 50,2. 138 aktive Fälle seien zu verzeichnen, teilte der gemeinsame Krisenstab von Stadt und Städteregion Aachen am Donnerstagvormittag mit. 

Damit träten zahlreiche Maßnahmen in Kraft: Feiern mit mehr als 25 Teilnehmern sind genehmigungspflichtig. Die Gästezahl darf 50 nicht überschreiten. Zuvor hatte bereits Hagen und Wuppertal die kritische Grenze überschritten. 

Für die gesamte Städteregion Aachen einschließlich umliegender Städte wie Eschweiler, Monschau, Stolberg und Würselen beträgt die Sieben-Tage-Kennzahl 38,1.

Update, 8. Oktober, 11.40 Uhr: Corona-Passagierflaute setzt Nordrhein-Westfalens Flughäfen weiter zu

Wegen der Corona-Krise verzeichnen Nordrhein-Westfalens Flughäfen weiterhin viel weniger Passagiere als früher. 

Im August flogen rund 600.000 Passagiere von den sechs größten NRW-Airports ab, wie das Landesstatistikamt in Düsseldorf am Donnerstag mitteilte. 

Das waren rund 72 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, als es noch 2,1 Millionen waren. Es ging um die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Paderborn/Lippstadt. Die wichtigsten Reiseziele blieben Spanien und die Türkei. 

Die Zahl der Passagiere in Fliegern, die in NRW starteten und Länder außerhalb Europas ansteuerten, brach der Statistik zufolge sogar um rund 96 Prozent ein.

Update, 8. Oktober, 8.45 Uhr: Infektionskennziffer auch in Hagen und Wuppertal über 50

Auch in Hagen und Wuppertal ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche über die entscheidende Schwelle von 50 gestiegen. 

Nach der jüngsten Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) betrug am Donnerstag der Wert im etwa 190 000 Einwohner zählenden Hagen 56,2. 

Die über 360.000 Einwohner zählende Stadt Wuppertal teilte zudem auf ihrer Internetseite mit, dass mit Stand Mittwochabend der Wert von 50 überschritten wurde.

Update, 8. Oktober, 7.18 Uhr: Frauen sind Verliererinnen der Corona-Pandemie, fürchtet Alice Schwarzer

Feministin Alice Schwarzer befürchtet, dass Frauen als große Verliererinnen aus der Corona-Pandemie hervorgehen.
Feministin Alice Schwarzer befürchtet, dass Frauen als große Verliererinnen aus der Corona-Pandemie hervorgehen.  © Henning Kaiser/dpa

Feministin Alice Schwarzer befürchtet, dass Frauen als große Verliererinnen aus der Corona-Pandemie hervorgehen. Eine "Retraditionalisierung der Geschlechterrollen" sei bereits in vollem Gange, sagte die bundesweit bekannteste Frauenrechtlerin der Deutschen Presse-Agentur. 

Die sogenannten Frauenberufe müssten aufgewertet werden. "Und zwar nicht mit guten Worten, sondern mit mehr Geld." Es brauche mehr Krippen, Kitas, Ganztagsschulen.

Frauen sollten "nicht länger verdummt, sondern aufgeklärt werden über die Gefahren der sogenannten Familienpause und der Teilzeitarbeit", forderte die Journalistin und Buchautorin, die am Donnerstag "Lebenswerk" als zweiten Teil ihrer Autobiografie veröffentlichte - nach "Lebenslauf" 2011.

"Vor allem müssen auch die Frauen selber endlich konsequent sein und auf einer gerechten Teilung der Familienarbeit zwischen ihnen und ihren Männern bestehen – statt aus Angst vor Liebesverlust den Mund zu halten."

Mit Blick auf die von ihr angestrebte Ächtung der Prostitution zeigte sie sich wenig optimistisch, dass Corona mit den Kontaktauflagen hier vieles bewegen werde. "Wir leben leider in einem Land, in dem Prostitution als 'Beruf wie jeder andere' gilt." 

Mindestens 95 Prozent der geschätzten 200.000 bis 400.000 Prostituierten in Deutschland stammten aus den ärmsten Ländern in Osteuropa, könnten oft kein Wort Deutsch und würden von Menschenhändlern und Zuhältern als "Frischfleisch" von Bordell zu Bordell verfrachtet, meinte Schwarzer. 

"Wir reden hier nicht von Moral, wir reden von Menschenwürde."

Update, 7. Oktober, 20.35 Uhr: Hotels in Bayern für Urlauber aus Hamm und Remscheid tabu

In Bayern gilt ab diesen Donnerstag ein Beherbergungsverbot für Reisende aus den NRW-Städten Hamm und Remscheid sowie aus vier Berliner Bezirken und aus Bremen.  

Diese Liste werde noch am Abend im Bayerischen Ministerialblatt veröffentlicht, hieß es aus dem Gesundheitsministerium in München. Wer aus einem der innerdeutschen Corona-Hotspots einreist und einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist aber weiter willkommen.

Das Beherbergungsverbot richte sich nicht ausschließlich nach der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, es handle sich vielmehr um Einzelfallentscheidungen auf Grundlage auch anderer Aspekte, hieß es. Die "Risikogebiete" sollen regelmäßig aktualisiert werden - in welchen Abständen, ist noch offen.

Update, 7. Oktober, 19 Uhr: Zunächst kein Beherbergungsverbot in NRW

IN NRW wird es vorerst kein Beherbergungsverbot für Urlauber aus deutschen Risikogebieten geben.
IN NRW wird es vorerst kein Beherbergungsverbot für Urlauber aus deutschen Risikogebieten geben.  © Jonas Klüter/dpa

In Nordrhein-Westfalen sind vorerst keine Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots in Kraft. 

"Es gibt keinen Automatismus", sagte am Mittwoch der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU). Dieses Instrument könne genutzt werden, wenn das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium bestimmte Regionen entsprechend ausweise. Dafür müsse es ein "anhaltend diffuses Infektionsgeschehen geben". Die Corona-Schutzverordnung des Landes sehe diese Möglichkeit seit Juli vor.

Liminski zufolge könne man von einem Beherbergungsverbot verschont bleiben, wenn man einen negativen Corona-Test vorweisen könne. Zudem betonte er, dass die Regelung nur für touristische Reisen gelte - nicht für beruflich oder familiär notwendige.

Zuvor hatten sich die Bundesländer bei einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) auf ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten geeinigt. Nach teils unterschiedlichen Regelungen sollte es dabei um einen einheitlichen Rahmen gehen. 

NRW ist nicht prinzipiell gegen ein Beherbergungsverbot, wendet es aber noch nicht an.

Update, 7. Oktober, 15.41 Uhr: Über 500 Corona-Infizierte in Köln

Mit Stand Dienstag, 6. Oktober 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 5449. (Vortag 5.377) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 39,6.


73 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 20 auf der Intensivstation. 

Aktuell sind 502 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 7. Oktober, 15.12 Uhr: NRW setzt auf strengere Kontrollen

Vor dem Hintergrund weiter steigender Corona-Neuinfektionen plant das Land Nordrhein-Westfalen derzeit keine weiteren Verschärfungen bei den Schutzmaßnahmen. 

Statt neuer sollen die derzeitigen Regelungen stärker durchgesetzt werden, wie eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums sagte. "Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen fortlaufend und befindet sich mit den besonders betroffenen Kommunen im Austausch", teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - so viele wie zuletzt Mitte April. 

Damit steht NRW nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) an der Spitze aller deutschen Flächenländer. 

Besonders betroffen war nach offiziellen Zahlen des RKI vom Mittwoch weiterhin die Stadt Hamm, die mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze stand.

Update, 7. Oktober, 9.15 Uhr: Wieder mehr Corona-Ansteckungen in NRW

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in NRW weiter an.
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in NRW weiter an.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter deutlich zu. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – so viele wie zuletzt Mitte April.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten im Land hat inzwischen fast jede fünfte (10 von 53) die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Ab diesem Wert gelten in NRW bereits Einschränkungen etwa für private Feiern, Fußball-Bundesligaspiele müssen ohne Zuschauer stattfinden.

Besonders betroffen war nach offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch weiterhin die Stadt Hamm, die mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze stand.

Auch Remscheid lag mit einem Wert von 61,3 weiterhin über der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Ab diesem Wert müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Knapp unter dieser Grenze lagen Solingen und Hagen (beide 47,7). Dahinter folgten Gelsenkirchen (43,0), Wuppertal (42,6), Duisburg (42,1), Essen (39,6), Köln (39,6) und Leverkusen (38,5).

Update, 6. Oktober, 16.55 Uhr: Düsseldorfer Flughafen plant Stellenabbau wegen Corona-Krise

Der Flughafen in Düsseldorf hat mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen.
Der Flughafen in Düsseldorf hat mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen.

Der Düsseldorfer Flughafen rechnet angesichts der Corona-Krise nur mit einem langsamen Wiederanstieg der Passagierzahlen und plant deshalb einen deutlichen Stellenabbau. Flughafenchef Thomas Schnalke sagte am Dienstag, der Airport müsse seine operativen Kosten einschließlich der Personalaufwendungen um rund 15 Prozent oder 50 Millionen Euro reduzieren, um in Zukunft ein wirtschaftlich stabiles Fundament zu haben. 

Wie viele der derzeit noch 2300 Stellen dadurch gefährdet sind, sagte er allerdings nicht. Genaue Pläne sollen erst im Dezember vorliegen.

Der Flughafen wolle den Stellenabbau sozialverträglich durchführen und plane dazu auch Abfindungsangebote, sagte Schnalke. Doch schloss er betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

Nordrhein-Westfalens größter Flughafen leidet wie die gesamte Luftfahrtbranche unter den Auswirkungen der Pandemie. Derzeit verzeichne der Airport gerade einmal 30 Prozent des Verkehrsvolumens und sogar nur 20 Prozent des Passagieraufkommens des Vorjahres. "Das ist weit davon entfernt, womit ein Flughafen wirtschaftlich betrieben werden kann", sagte Schnalke. Die aktuellen monatlichen Verluste des Airports bezifferte er auf 20 bis 30 Millionen Euro. Rund die Hälfte der Mitarbeiter sei noch in Kurzarbeit.

Mit einer schnellen Besserung der Situation rechnet Schnalke nicht. Ein signifikanter Anstieg der Passagierzahlen sei wohl frühestens in den nächsten Sommerferien zu erwarten. Und das Niveau des Vorkrisen-Jahres 2019 werde wohl erst im Jahr 2025 wieder erreicht werden, prognostizierte er. 

Update, 6. Oktober, 16.50 Uhr: Polizei und Ordnungsamt lösen Hochzeit mit 380 Gästen auf

Das Dortmunder Ordnungsamt hat mit Hilfe der Polizei eine Großhochzeit mit 380 Gästen aufgelöst. 

"Auch aus bauordnungsrechtlichen Gründen wurde eine weitere Nutzung des Festsaals untersagt", teilten die Behörden am Dienstag zu dem Einsatz am Samstagabend mit. Demnach wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen, weil sich einige Gäste aggressiv verhalten hatten. Erlaubt wären 150 Gäste gewesen.

Polizeipräsident Gregor Lange appellierte an Festveranstalter und Gäste, die Vorschriften einzuhalten: "Unter großen Anstrengungen mit weitreichenden Folgen für Familie und Beruf haben wir im Frühjahr die Infektionszahlen in den Griff bekommen. Diesen mit viel Verzicht und Disziplin erreichten Erfolg dürfen wir nicht aufs Spiel setzen."

Update, 6. Oktober, 16.22 Uhr: 102 Corona-Infizierte in Bonn

Aktuell sind 102 Personen in Bonn nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte die Stadt Bonn mit.

In den vergangenen sieben Tagen seien in Bonn 95 Neuinfektionen registriert worden, die Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt damit bei knapp über 29.

Update, 6. Oktober, 16.20 Uhr: Hohe Corona-Fallzahlen in Köln

Fußgänger in der Kölner Schildergasse.
Fußgänger in der Kölner Schildergasse.

Mit Stand Dienstag, 6. Oktober 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 481 Corona-Infizierte. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 38,6. Sie liegt damit über dem kritischen Wert von 35. Ab diesem Wert gelten strengere Corona-Regeln.

70 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 17 auf der Intensivstation, teilte die Stadt Köln mit.

Das Spiel der Nationalmannschaft gegen die Türkei am Mittwoch in Köln wird aufgrund der hohen Inzidenzzahl vor maximal 300 Zuschauern ausgetragen.


Update, 6. Oktober, 15.15 Uhr: Busfahrer forderte zu Maskenverzicht auf und wird vorerst freigestellt

Ein Busfahrer hat vergangene Woche auf der Fahrt von Werne nach Lünen die Fahrgäste aufgefordert, ihre Mund-Nasen-Bedeckungen abzulegen. 

Das bestätigte eine Sprecherin von Keolis Deutschland am Dienstag. Der Bus war als Schienenersatzverkehr der Eurobahn zwischen Münster und Lünen unterwegs. Die Motive des Mannes seien völlig unklar, sagte die Sprecherin. Jedenfalls sei sein Verhalten absolut inakzeptabel. Er werde aktuell nicht mehr eingesetzt.

Der Mann fuhr demnach im Auftrag eines Busunternehmens, das Keolis für den Schienenersatzverkehr engagiert hat. Das habe bisher hervorragend geklappt, sagte die Sprecherin. Der Schienenersatzverkehr läuft bereits seit gut zehn Monaten, Ende Oktober soll die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. 

Der Fahrer sei neu bei dem Busunternehmen gewesen. Nähere Angaben zu dem beauftragten Busunternehmen oder dem Fahrer wollte die Sprecherin nicht machen. Zunächst hatte der WDR berichtet.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erheben mittlerweile fast alle Bundesländer Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht. In Nordrhein-Westfalen sind im öffentlichen Nahverkehr 150 Euro fällig.

Update, 6. Oktober, 11.36 Uhr: Laschet gegen Heils Homeoffice-Pläne

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist gegen den von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagenen Rechtsanspruch auf Homeoffice. "Ich finde, es hilft nicht", sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende am Dienstag in Berlin. 

Eine derart starre Regelung für alle Unternehmen sei "eher ein Zubau an Bürokratie als ein Abbau".

Am Wochenende war bekannt geworden, dass Heil jedem Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr einräumen möchte, was innerhalb der Regierungskoalition jedoch für Unmut sorgt. 

Laschet erklärte, manche Unternehmen seien schon weiter, während in anderen Bereichen Präsenz erforderlich sei. "Das können Sie nicht per Bundesgesetz festlegen."

Update, 6. Oktober, 10.25 Uhr: AfD im NRW-Landtag fordert Corona-Untersuchungsausschuss

Den Antrag wolle die Fraktion am Donnerstag im Plenum einbringen, teilte AfD-Fraktionschef Markus Wagner am Dienstag mit (Archivbild).
Den Antrag wolle die Fraktion am Donnerstag im Plenum einbringen, teilte AfD-Fraktionschef Markus Wagner am Dienstag mit (Archivbild).

Die AfD im nordrhein-westfälischen Landtag fordert die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Corona-Schutzmaßnahmen der Landesregierung auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüfen soll. 

Den Antrag wolle die Fraktion am Donnerstag im Plenum einbringen, teilte AfD-Fraktionschef Markus Wagner am Dienstag mit. 

Die Frage sei, ob die Regierungsparteien CDU und FDP ihre Entscheidungen "stets besonnen, verantwortungsbewusst, ausgewogen und auf Basis gesicherter Faktenlage" getroffen hätten. 

"Oder haben sie vielfach von Emotionen, Ängsten, medialem Druck und der Versuchung, unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes mehr Kontrolle ausüben zu können, leiten lassen?"

Die Chancen, dass der Landtag einen Corona-Ausschuss einsetzt, dürften gering sein. Untersuchungsausschüsse müssen von mindestens einem Fünftel der Landtagsabgeordneten beantragt werden. Das sind mindestens 40 der 199 Parlamentarier. Die AfD als kleinste Fraktion hat nur 13 Abgeordnete.

Im Antrag der Fraktion heißt es, die schwarz-gelbe Landesregierung habe zur Eindämmung des Virus "neben vielen Einschränkungen der Grundrechte auch ökonomisch, sozial und gesundheitlich verheerende Konsequenzen" in Kauf genommen, "deren Auswirkungen auch zukünftig noch lange Nachwirkungen bedingen werden". 

Die Forderung nach einem Corona-Untersuchungsausschuss ist laut AfD nicht notwendigerweise als Misstrauensantrag zu verstehen, aber er sichere die parlamentarische Kontrolle über "Maßnahmen, die von vielen Menschen als willkürlich oder zumindest überreagierend angesehen werden".

Update, 6. Oktober, 9.15 Uhr: Corona-Grenzwert überschritten: Wuppertal untersagt Martinsumzüge

Die Stadt Wuppertal hat nach dem Überschreiten der ersten wichtigen Infektions-Kennzahl vorerst Martinsumzüge untersagt. Zudem werden private Feiern, Hochzeiten und Beerdigungen auf 50 Teilnehmer begrenzt, hieß es am Dienstag. Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen müssen auch am Platz wieder Maske tragen.

Für Martinsumzüge - die in der Regel rund um den 11. November stattfinden - gibt es derweil aber noch Hoffnung: Die in Kraft getretene Allgemeinverfügung gilt zunächst, bis der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert fünf Tage lang unter 35 liegt. Laut Robert Koch-Institut lag die Zahl der binnen sieben Tagen Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner am Dienstag bei 42,6.

Die Stadtverwaltung macht eine "gewisse Sorglosigkeit, zu Teilen auch Verantwortungslosigkeit" für den Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich. So hätten zum Beispiel Jugendliche unbekümmert eine Garagenparty gefeiert und danach das Virus an unterschiedliche Schulen im Stadtgebiet getragen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Update, 6. Oktober, 7.25 Uhr: Keine Quarantäne für Reisende aus inländischen Risikogebieten

Wer aus einem inländischen Corona-Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen reist, muss im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht in Quarantäne gehen.

"Städte oder Kreise innerhalb Deutschlands, die hohe Inzidenzen aufweisen werden als 'besonders betroffene Gebiete' kategorisiert. Diese Kategorisierung bedeutet primär keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte/Regionen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Rheinischen Post und der Deutschen Presse-Agentur.

In NRW liegen die Städte Hamm und Remscheid über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Update, 6. Oktober, 6.50 Uhr: Party-Anträge beschäftigen Behörden

Private Feiern müssen ab einer bestimmten Größe dem Ordnungsamt gemeldet werden. (Symbolbild)
Private Feiern müssen ab einer bestimmten Größe dem Ordnungsamt gemeldet werden. (Symbolbild)

Nach der Einführung einer Anmeldepflicht für größere Feiern in der Corona-Krise ist in vielen Ordnungsämtern der Beratungsbedarf hoch. "Die Menschen sind verunsichert und haben ein Bedürfnis nach Planungssicherheit", sagte ein Sprecher der Stadt Bielefeld. Hier befasse sich gerade eine Fachkraft mit Anfragen allein zu Privatfeiern.

Die Stadt Düsseldorf hat eigens eine Hotline für die vielen Fragen rund um die Anzeigepflicht von Privatfeiern eingerichtet. Kritik aus der Ordnungsbehörde kam an der kurzen Vorlaufzeit für Bürger und Behörden, sich auf die neue Regelungen einzustellen. Knapp 50 Feiern wurden bislang angemeldet, über 150 Anfragen beantwortet.

Auch bei der Bürgerhotline der Stadt Köln ist nach Angaben eines Stadtsprechers der Beratungsbedarf in der Frage spürbar. In der Großstadt gingen bislang mehr als 110 Anmeldungen für Feiern ein, die mehr als 50 Gäste erwarten, auch Partys mit geringerer Gästeanzahl seien angezeigt worden.

Private Feiern zu Anlässen wie Hochzeiten oder runden Geburtstagen mit mehr als 50 Gästen müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Das gilt jedoch in der Regel nur für Feiern außerhalb des privaten Bereichs, etwa in Gaststätten.

Die Feiern müssen mindestens drei Werktage vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden. Auch eine Gästeliste muss geführt werden.

Steigt in einer Stadt die Zahl der Neuinfektionen stark an, wird die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt. Maßgeblich ist der sogenannte 7-Tages-Wert am Tag vor der Feier – er darf nicht höher als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegen.

In Remscheid beispielsweise sind aus diesem Grund inzwischen Feiern vom mehr als 25 Personen genehmigungspflichtig. "Das führt bei uns zu einem lebhaften Aufkommen an Anmeldungen", sagte Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann. Mehr als 185 Feste wurden angemeldet, bislang mehr als 20 abgesagt, weil sie nicht den Regeln entsprachen.

"Wir prüfen genau, ob ein herausragender Anlass besteht", sagte Beckmann. Dazu zähle etwa eine Hochzeit, aber nicht unbedingt eine Verlobungsfeier.

Update, 5. Oktober, 17.55 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 38,8

Am Montagnachmittag gab die Stadt Köln die aktuellen Corona-Zahlen bekannt. Demnach gibt es insgesamt 5328 Corona-Fälle und damit 51 mehr als am Sonntag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 38,8 weiterhin über der "Warnmarke" von 35.

Derzeit befinden sich 70 Personen mit Corona im Krankenhaus, davon 19 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesopfer stieg um zwei auf 123. Zwei Frauen (48, 86) sind verstorben.

Aktuell sind 410 Kölner mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 5. Oktober, 16.43 Uhr: Solingen verzeichnet sprunghaften Anstieg der Corona-Zahlen

Die Stadt Solingen hat am Wochenende einen sprunghaften Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. 

Seit Freitag wurden 40 neue Infektionen bekannt. Der wichtige Sieben-Tage-Wert stieg bis Montagmittag auf 46,6, wie die Stadt mitteilte. Das bedeutet, dass in den vergangenen sieben Tagen den Gesundheitsbehörden fast 47 neue Infektionen pro 100 000 Einwohner bekannt geworden sind. Solingen hat gut 163.000 Einwohner.

Es gebe keinen größeren einzelnen Hotspot, hieß es. Vielmehr verteile sich das Geschehen auf diverse Einzelfälle, vor allem verschiedene private Feiern. Aber auch in Schulen seien weitere Fälle aufgetreten, ebenso in Gastronomie- und Gewerbebetrieben. 

Das Gesundheitsamt recherchiere derzeit mehrere hundert Kontakte, um das Infektionsgeschehen einzugrenzen und gegebenenfalls Quarantänen auszusprechen.

In Solingen gilt bereits die Regel, dass bei privaten Feiern außerhalb der Wohnung höchstens 50 Teilnehmer erlaubt sind. Bei weiter steigenden Infektionszahlen seien auch weitergehende Einschränkungen möglich, betonte die Stadt.

Update, 5. Oktober, 16.10 Uhr: Höxter erlässt Maskenpflicht für alle Wochen- und andere Märkte

In Höxter gilt nun auch auf Märkten eine Maskenpflicht.
In Höxter gilt nun auch auf Märkten eine Maskenpflicht.  © Kay Nietfeld/dpa

Auf den Märkten in der Stadt Höxter müssen die Bürger ab sofort immer eine Maske tragen. Unter die Regelung fallen unter anderem der Wochenmarkt sowie Jahrmärkte in der 29.000-Einwohner-Stadt im gleichnamigen Kreis. 

Anlass ist nach Angaben der Stadt vom Montag die Neufassung der Coronaschutzverordnung NRW, die das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nur noch an den Marktständen und in Warteschlangen vorschreibt.

Auf den Märkten in Höxter könne das Abstandsgebot jedoch durch enge Straßenführung und die Konzentration der Marktstände häufig nicht sicher eingehalten werden. Daher werde das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durch eine Allgemeinverfügung verpflichtend angeordnet. 

Ausnahmen gelten nur für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Update, 5. Oktober, 14.02 Uhr: "Corona-Bremse" greift auch in Essen

Auch in Essen hat der wichtige Sieben-Tage-Wert am Wochenende die 35er-Schwelle überschritten. 

Wie die Stadt am Montag mitteilte, wurden vom 28. September bis einschließlich 4. Oktober 39,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Damit greift die landesweit gültige sogenannte Corona-Bremse. Sie sieht vor, dass bei einer Wocheninzidenz von mehr als 35 an privaten Feiern außerhalb einer Wohnung nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen dürfen - anstatt 150. 

Außerdem müssen die betroffenen Kommunen weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens mit übergeordneten Behörden abstimmen. Das RKI hatte am Montagmorgen aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten für Essen noch einen Wochenwert von 24,9 ausgewiesen.

Laut RKI lagen am Montag auch Köln (38,8), Leverkusen (38,5), Duisburg (41,3) und Solingen (39,5) oberhalb der 35er-Grenze. In Remscheid (61,3) und Hamm (88,2) lag die Kennzahl weiter jenseits der zweiten wichtigen Stufe von 50. In beiden Städten gelten bereits seit längerem strengere Vorgaben unter anderem für private Feiern.

Update, 5. Oktober, 9.52 Uhr: Solingen überschreitet Neuinfektions-Kennzahl

In Solingen ist die erste wichtige Kennzahl bei Corona-Infektionen überschritten worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfizierten auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Montag bei 39,5. 

Ab der Zahl 35 müssen die Kommunen erste Maßnahmen einleiten. Welche das in Solingen sind, blieb zunächst offen. Am Freitag hatte die Stadt selbst noch die Zahl 25,2 gemeldet.

Auch Köln (38,8), Leverkusen (38,5) und Duisburg (41,3) lagen am Montag laut RKI-Statistik weiter oberhalb der 35er-Grenze. In Remscheid (61,3) und Hamm (88,2) lag die Kennzahl weiter jenseits der zweiten wichtigen Stufe von 50. 

In beiden Städten gelten bereits seit längerem strengere Vorgaben unter anderem für private Feiern.

Update, 4. Oktober, 13.23 Uhr: NRW-Firmen streichen Weihnachtsfeiern

Die Gastronomie in NRW erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden (Symbolbild).
Die Gastronomie in NRW erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden (Symbolbild).  © Jörg Carstensen/dpa

Die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden. 

"Nach einer stichprobenartigen Umfrage bei Gastwirten und Caterern fallen 80 bis 90 Prozent der Feiern aus", sagte Dehoga-NRW-Sprecher Thorsten Hellwig der dpa. "Das sind mehr als empfindliche Einbußen." 

Beziffern konnte Hellwig das Umsatzvolumen durch Weihnachtsfeiern nicht - angesichts von über 44.000 Gaststätten, davon 5200 Kantinen und Caterer in Nordrhein-Westfalen, dürfte es sich aber um Millionen handeln.

Das Geschäft zum Jahresende mit Gänseessen, Weihnachts- und Silvesterfeiern spielt für die Branche laut Hellwig eine wichtige Rolle. 

Die Feiern würden in der Regel frühzeitig geplant; in diesem Jahr sei das aber unmöglich, denn wenn die Coronazahlen am Veranstaltungsort zu hoch steigen, müssten Teilnehmerzahlen teils deutlich reduziert oder Veranstaltungen abgesagt werden. 

Ab 50 Infektionen auf 100.000 Menschen in den letzten sieben Tagen sind nach der aktuellen Coronaschutzverordnung nur noch 25 Teilnehmer bei Feiern erlaubt.

Update, 4. Oktober, 8.45 Uhr: Mehr als 18.000 Schüler zwischenzeitlich in Quarantäne

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der Herbstferien haben sich zwischenzeitlich mehr als 18.000 Schüler und 1700 Lehrer in Nordrhein-Westfalen coronabedingt in Quarantäne befunden. 

Das geht aus den jüngsten Zahlen des NRW-Schulministeriums zum Stichtag 24. September hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. 

Am Präsenzunterricht in den Schulen konnten hingegen zu dem Zeitpunkt deutlich mehr als 2 Millionen Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

Der Statistik zufolge waren im Detail 18.149 Schüler beziehungsweise 0,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Bei rund 0,03 Prozent wurde eine Corona-Infektion bestätigt, hieß es ohne absolute Zahl. 

Außerdem waren 1776 Lehrkräfte in Quarantäne. Das entspricht 1,1 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer. Bei weniger als 0,1 Prozent der Lehrkräfte wurde eine Corona-Infektion bestätigt. Eine absolute Zahl wurde hier nicht genannt. 

Bei rund 150.000 Lehrkräften war der Einsatz im Präsenzunterricht nicht durch die Pandemie verhindert.

Update, 3. Oktober, 11.20 Uhr: Lehrer dürfen bei Schulbeginn nicht mehr in Quarantäne sein

Lehrer müssen bei einer Urlaubsreise in ein Corona-Risikogebiet die danach fällige Quarantäne bis Ende der Herbstferien abgeschlossen haben. Darauf hat das NRW-Schulministerium hingewiesen.

 "Private Reisen können zwar (...) nicht untersagt werden, allerdings können bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen (...) in Betracht kommen", heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die Bezirksregierungen, die wiederum die Schulen darüber informieren sollen. 

Bei unentschuldigtem Fernbleiben vom Dienst könnten auch Bezüge gestrichen werden, mahnt das Ministerium.

Update, 3. Oktober, 09.20 Uhr: Die Regeln in NRW

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).  © Federico Gambarini/dpa

Die Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen können im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitgehend in eigener Verantwortung über Einschränkungen oder aber die Lockerung von Auflagen entscheiden. Hier der aktuelle Stand in NRW zu den momentan geltenden Corona-Regeln (Stand 3. Oktober 2020). 

Wichtig vorweg: Die Regelungen erfolgen unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen.

Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Update, 2. Oktober, 21.20 Uhr: Rheinderby findet kurzfristig doch vor 300 Zuschauern statt

Beim rheinischen Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach dürfen am Samstag kurzfristig doch noch 300 Zuschauer ins Kölner Stadion.

Update, 2. Oktober, 16.47 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 36,9

Laut Angaben der Stadt liegt die Inzidenzzahl in Köln derzeit bei 36,9. Im Vergleich zum Vortag gibt es damit 89 neue bestätigte Corona-Fälle – insgesamt 5146.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) betonte: "Wir treten in eine ernste Phase ein". Sie appelliert an die Vernunft der Bürger im Umgang mit den Hygieneregeln. "Es wird sich lohnen, wenn wir dadurch auch wieder zu einem normalen Leben zurückfinden können."

Am gestrigen Donnerstag hatte der Krisenstab neue Corona-Maßnahmen beschlossen.

Update, 2. Oktober, 13.25 Uhr: Derby zwischen 1. FC Köln und Gladbach ohne Zuschauer

Der 1. FC Köln muss beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag auf Fans im Stadion verzichten. Das grassierende Coronavirus ist die Ursache.

Das Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Samstag findet zum zweiten Mal in diesem Jahr ohne Zuschauer statt.

Grund dafür ist der zu hohe Wert an Corona-Neuinfektionen in Köln in den vergangenen sieben Tagen.

Schon am Donnerstag hatte sich dies angekündigt, da der entsprechende Wert über die kritische Marke von über 35 pro 100.000 Einwohner gesprungen war. Alle Infos zum Rheinderby in Köln ohne Zuschauer.

Update, 2. Oktober, 12.15 Uhr: Strengere Regeln in Aachen

In Aachen gilt nach einem Anstieg des Corona-Wochenwerts auf 40 ab sofort ein Mindestabstand von zwei Metern bei öffentlichen Veranstaltungen. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, müssen die Veranstalter außerdem Sitzplandokumentationen mit allen Namen erstellen. Auch am Sitzplatz gelte nun eine Maskenpflicht.

An privaten Festen aus herausragendem Anlass in öffentlichen Räumen dürften nach Genehmigung maximal 50 Personen teilnehmen. Bei Sportveranstaltungen im Innenbereich herrsche ebenfalls eine dauerhafte Maskenpflicht. "Fangesänge sind unter allen Umständen zu unterbinden", hieß es weiter.

In Aachen waren in den vergangenen sieben Tagen 40 Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner registriert worden. Die Stadt ist Teil der Städteregion Aachen, die am Freitagvormittag nach eigenen Angaben einen Sieben-Tage-Wert von 30,4 aufwies. In dieser Zahl sind die Aachener Fälle enthalten.

Update, 2. Oktober, 9.15 Uhr: Wirtschaft kämpft gegen Corona-Krise

Die nordrhein-westfälische Industrie arbeitet sich langsam aus dem Corona-Tief heraus. Im August habe das verarbeitende Gewerbe nur 3,5 Prozent weniger produziert als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit. In den Monaten seit April hatte die NRW-Industrie jeweils ein zweistelliges Minus bei den monatlichen Produktionszahlen verzeichnet.

Update, 1. Oktober, 20.15 Uhr: Stadt Köln legt weitere Corona-Maßnahmen fest

Bürgerinnen und Bürger müssen sich in Köln auf zusätzliche Corona-Maßnahmen einstellen.
Bürgerinnen und Bürger müssen sich in Köln auf zusätzliche Corona-Maßnahmen einstellen.  © Marius Becker/dpa

Weil der 7-Tage-Inzidenz in Köln über dem kritischen Wert von 35 liegt, hat die Stadt am Donnerstag mit sofortiger Gültigkeit weitere Corona-Maßnahmen beschlossen.

  • Private Veranstaltungen wie z.B. Hochzeiten, Taufen, Geburtstage etc. dürfen nur mit max. 50 Personen stattfinden.
  • Fußballspiele und ähnliche Sport-Veranstaltungen müssen ohne Zuschauer stattfinden, wenn am Vortag die 7-Tagesinzidenzzahl 35 überschritten wurde.
  • Alle Veranstaltungen auf der Grundlage von Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten werden auf max. 1000 Personen beschränkt.
  • Bürgerinnen und Bürger sollten Treffen von mehr als 25 Personen im privaten Raum vermeiden.
  • Das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird im öffentlichen Raum und in weiterführenden Schulen weiterhin empfohlen. 

Update, 1. Oktober, 16.56 Uhr: Negativer Corona-Test verkürzt Quarantäne für Schüler nicht

Eine Quarantäne-Anordnung für einen Schüler wird laut einer Gerichtsentscheidung nicht durch einen negativen Corona-Test verkürzt.

Ein Schüler, der mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler dieselbe Schulklasse besucht hat, müsse auf Anordnung des Gesundheitsamtes 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, teilte das Verwaltungsgerichts Düsseldorf am Donnerstag zu einem Beschluss vom Vortag mit.

Es lehnte einen Antrag eines Schülers gegen die Quarantäneanordnung im Eilverfahren ab (Az: 7 L 1939/20). Dagegen kann Beschwerde beim OVG eingelegt werden.

Update, 1. Oktober, 16.45 Uhr: Grundschüler müssen im Klassenraum keine Maske mehr tragen

Grundschulkinder müssen ab dem 1. Oktober keine Maske mehr im Klassenraum tragen. (Symbolbild)
Grundschulkinder müssen ab dem 1. Oktober keine Maske mehr im Klassenraum tragen. (Symbolbild)  © Elia Bianchi/KEYSTONE/dpa

Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen müssen im Klassenraum bei Unterricht im Klassenverband ab sofort keine Mund-Nase-Bedeckung mehr tragen. Dies sieht eine entsprechende Änderung der Coronabetreuungsverordnung vor, die am 1. Oktober in Kraft trat.

Bislang durften die Schüler nur am Sitzplatz die Maske abnehmen. Jetzt dürfen sie sie im Klassenraum auch abnehmen, "wenn sie im Rahmen der Unterrichtsgestaltung ihren Sitzplatz verlassen", wie es am Donnerstag in einer Mitteilung des Ministeriums an die Schulen hieß.

Das Ministerium betonte, dass auch in der Primarstufe wie bisher die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen ist, sobald der Klassenraum verlassen wird. Auch bei gemischten Gruppen mit Schülern aus unterschiedlichen Klassen würden die alten Regeln unverändert gelten.

Mit der Neuregelung wird eine Regel auf die Klassengruppen ausgeweitet, die bislang nur für die festen Gruppen der Ganztagsbetreuung galt.

Update, 30. September, 21.50 Uhr: Reisewarnung für ganz Belgien

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Es wurde erwartet, dass noch am Abend auch die vom Robert Koch-Institut geführte Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert wird. Bisher sind 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Belgien, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz.

Update, 30. September, 17.07 Uhr: Weiter hohe Ansteckungsraten in Hamm und Remscheid

Auf einem Schild in Remscheid sind Piktogramme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen.
Auf einem Schild in Remscheid sind Piktogramme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen.  © Federico Gambarini/dpa

In der von Corona-Neuinfektionen zuletzt stark betroffenen Stadt Remscheid sind seit Mittwoch zehn Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Sie helfen bei der Kontaktnachverfolgung und unterstützen die Gesundheitsbehörden bei den Corona-Tests, sagte eine Sprecherin.

Die Helfer waren angefordert worden, weil das Gesundheitsamt angesichts der hohen Zahl an Infizierten und Verdachtsfällen an seine Grenzen gekommen war. Aktuell sind 118 Menschen infiziert, weitere 827 vorsorglich in Quarantäne.

Am Mittwoch vermeldete das Robert Koch-Institut für die Stadt im Bergischen Land mit 9 Neuinfektionen einen vergleichsweise geringen Wert: Die wichtige Kennziffer von Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ging etwas zurück auf 57,7, das ist der zweithöchste Wert in NRW.

In Hamm, weiterhin die Stadt mit dem höchsten Neuinfektionswert bundesweit, bleibt die Entwicklung von Tag zu Tag wechselhaft, wie ein Sprecher sagte. So wurden am Mittwoch binnen eines Tages 37 Neuinfektionen gemeldet.

Die Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegen bei 92,7 und damit immer noch weit über dem Infektionsgeschehen in anderen Städten. In der Spitze hatte der Wert bei 112 gelegen. Bis mindestens Montag gelten dort daher seit vergangener Woche verschärfte Corona-Regelungen.

Update, 30. September, 14.10 Uhr: Deutsche sollen am 3. Oktober nicht nach Venlo kommen

Die niederländische Grenzstadt Venlo bittet alle Deutschen, am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf einen Besuch zu verzichten. 

Traditionell fahren an dem Feiertag immer viele Einkaufstouristen aus Nordrhein-Westfalen nach Venlo oder auch nach Roermond. Es werde dann oft sehr voll - und genau das sei in Corona-Zeiten bekanntlich ein Problem, sagte am Mittwoch der Venloer Bürgermeister Antoin Scholten.

"Sollten Sie sich doch entscheiden zu kommen, ist es gut möglich, dass Sie die Einkaufszentren unserer Stadt gar nicht erst erreichen, weil wir finden, dass es zu voll wird. Einkaufsgebiete, aber auch Parkhäuser und -plätze können dann gesperrt werden." Scholten bat Einzelhändler aus seiner Stadt, in Deutschland vorläufig auch nicht mehr zu inserieren.

Am Dienstag hatten bereits die Grenzstädte Enschede, Dinxperlo und Winterswijk an Deutsche appelliert, dieses Jahr am 3. Oktober zuhause zu bleiben. In den Niederlanden liegt die Zahl der Corona-Infektionen höher als in Deutschland, obwohl das Land viel kleiner ist.

Update, 30. September, 11.10 Uhr: NRW setzt im Herbst auch auf Corona-Schnelltests

Das Land NRW will seine Corona-Teststrategie um Schnelltests erweitern. 

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Mittwoch, dass man ab 1. November Details nennen könne. Er selbst setze sehr stark auf die Tests, die innerhalb von 15 oder 30 Minuten ein Ergebnis brächten. Er rechne auch damit, dass die Gesetzlichen Krankenkassen Tests bezahlen werden.

Update, 30. September, 11.05 Uhr: Erste Zeichen der Erholung auf Arbeitsmarkt in NRW

Auf dem Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen sind Zeichen einer schrittweisen Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie zu beobachten. 

Die Zahl der Arbeitslosen sei im September im Monatsvergleich um mehr als 26.000 oder 3,3 Prozent auf knapp 774.000 gesunken, berichtete die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch. 

Die Arbeitslosenquote sei von 8,2 auf 7,9 Prozent gesunken. Der für den Herbstbeginn übliche Rückgang der Arbeitslosigkeit sei damit stärker ausgefallen als in den zurückliegenden Jahren.

"Am Arbeitsmarkt ist nach Lockdown und Sommerpause wieder etwas in Bewegung gekommen", sagte der Chef der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake. Dennoch dürften die Auswirkungen der Pandemie am Arbeitsmarkt nicht heruntergespielt werden. 

Die Arbeitslosigkeit liege im bevölkerungsreichsten Bundesland nach wie vor 21,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Arbeitslosen liege um fast 140.000 über dem Septemberwert von 2019.

Schwierig sei die Arbeitsmarktsituation weiterhin in den besonders von der Pandemie betroffenen Branchen wie der Gastronomie oder auch im Handel, betonte Withake.

Update, 30. September, 11 Uhr: Weihnachtsmärkte werden in NRW unter Auflagen erlaubt

Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) werden Weihnachtsmärkte durch die neue Coronaschutz-Verordnung, die ab Donnerstag gilt, unter Auflagen erlaubt. 

Voraussetzungen seien unter anderem eine Zugangssteuerung, ein Hygienekonzept und Namenslisten für Stehtische an Glühweinständen.

Update, 30. September, 10.52 Uhr: 250 Euro Bußgeld bei falschen Kontaktangaben

Ein Formular zur Erhebung der Kontaktdaten liegt in einem Café auf einem Tisch.
Ein Formular zur Erhebung der Kontaktdaten liegt in einem Café auf einem Tisch.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. 

Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben. 

Aber auch Wirte müssen die Angaben auf den Listen auf Plausibilität überprüfen.

Die Höhe des Bußgelds und weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden in der aktualisierten Corona-Schutzverordnung für NRW festgelegt. Diese tritt am Donnerstag in Kraft.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am Dienstag ein Mindestbußgeld von 50 Euro bei falschen Angaben auf den Kontaktlisten vereinbart. 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte daraufhin für NRW ein höheres Bußgeld angekündigt. Es müsse vor allem höher sein, als die derzeitige Strafe von 150 Euro für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr. Denn die Gefahr einer Infizierung anderer Menschen mit dem Virus bei Zusammenkünften etwa in Gaststätten sei höher als etwa in der Bahn.

Es liege im gesundheitlichen Interesse jedes Einzelnen, seinen richtigen Namen zu hinterlassen, hatte Laschet gesagt. Die Kontaktnachverfolgung sei "der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie".

Update, 30. September, 10.48 Uhr: Rund 2 Prozent der Klassenzimmer nicht gut zu belüften

Laut einer Umfrage des Bildungsministeriums unter den Schulen des Landes kann in 2,4 Prozent aller Unterrichtsräume nicht ausreichend gelüftet werden. 

"Es kann von einem flächendeckenden Missstand nicht die Rede sein", erklärte Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem Bericht an den Landtag.

Demnach hatten an der Umfrage des Ministeriums 92,8 Prozent der öffentlichen Schulen mitgemacht. "Die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Schulen (89,3 Prozent) hat angegeben, alle Unterrichtsräume ausreichend belüften zu können", so Gebauer. An den übrigen 10,7 Prozent der Schulen sei jeweils rund ein Viertel der Unterrichtsräume "nicht hinreichend zu belüften."

In rund einem Prozent liege das Problem an baulichen Mängeln an den Fenstern. Die Kommunen seien gebeten worden, die Fälle zu prüfen.

Update, 29. September, 19.10 Uhr: Laschet kündigt weitere Maßnahmen an

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen greift die nordrhein-westfälische Landesregierung zu weiteren drastischen Maßnahmen. Wer in Restaurants oder Gaststätten falsche Angaben zu seiner Person macht, muss mit mehr 150 Euro Bußgeld rechnen.

Die genaue Höhe werde noch geklärt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag nach einer Bund-Länder-Schalte in Düsseldorf. Die Kontaktlisten bei Feiern im öffentlichen Raum würden auch in Stichproben überprüft. Die Daten werden zur Nachverfolgung möglicher Kontakte zu Infizierten gesammelt.

Update, 29. September, 15.38 Uhr: 50 Euro Corona-Bußgeld bei Falschangaben in Restaurants

Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. 

Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Update, 29. September, 15.25 Uhr: Verlängerung der Corona-Auflagen in Hamm noch ungewiss

Die Stadt Hamm, die derzeit die meisten Corona-Neuinfektionen in NRW aufweist, will bis kommenden Montag über das weitere Vorgehen entscheiden. Derzeit seien zusätzliche Einschränkungen nicht vorgesehen, sagte ein Sprecher am Dienstag. 

Ob die bis 6. Oktober geltenden Maßnahmen in Gänze oder in Teilen verlängert werden müssten oder ob gar neue Einschnitte nötig würden, ergebe sich aus dem Infektionsverlauf der nächsten Tage.

Die westfälische Stadt mit gut 180.000 Einwohnern hat die höchste "Sieben-Tage-Inzidenz" landesweit: Laut Robert Koch-Institut gab es Stand Dienstag 98,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Das sei aber zumindest eine leichte Entspannung, betonte der Sprecher. Das RKI hatte für Hamm zwischenzeitlich einen Wert von 112 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ausgewiesen. 

Als Verursacher der hochgeschnellten Infektionszahlen gelten eine Großhochzeit und damit verbundene Veranstaltungen in der ersten Septemberhälfte. Die Stadt will in Regress gegen die Verantwortlichen gehen.

Seit einer Wochen gelten in Hamm strikte Auflagen und Begrenzungen für private Veranstaltungen. An weiterführenden Schulen muss auch im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten zusammen aufhalten.

Update, 29. September, 13.42 Uhr: Abermals Corona-Massentest bei Geflügelverarbeiter in Emsdetten

Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter in Emsdetten (Kreis Steinfurt) ist an diesem Dienstag der Massentest der Belegschaft wiederholt worden. Das Gesundheitsamt des Kreises will so erfahren, ob es gelungen ist, die Infektionsketten zu unterbrechen, wie eine Sprecherin des Kreises am Dienstag sagte.

In der vergangenen Woche waren rund 340 Mitarbeiter entweder auf dem Firmengelände oder von mobilen Teams auf das Virus getestet worden, nachdem seit Mittwoch die Zahl der infizierten Menschen stark gestiegen war. 55 Infizierte wurden bisher festgestellt. 

Update, 29. September, 12.08 Uhr: Remscheid erwartet zeitnah zehn Bundeswehrhelfer

Auf einem Schild vor dem Rathaus sind Piktogtamme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen. In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen.
Auf einem Schild vor dem Rathaus sind Piktogtamme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen. In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen.  © Weronika Peneshko/dpa

Die von Corona-Neuinfektionen stark betroffene Stadt Remscheid erwartet "zeitnah" zehn Helfer der Bundeswehr. Sie werden das Gesundheitsamt bei der Kontakt-Nachverfolgung unterstützen und Abstriche für Corona-Tests nehmen, schilderte eine Stadtsprecherin am Dienstag. 

Angesichts der seit Tagen steigenden Zahlen sollten die Helfer kurzfristig eintreffen, das genaue Prozedere sei noch unklar. Nach Hamm kommt Remscheid auf den zweithöchsten Wert in NRW bei der wichtigen "Sieben-Tage-Inzidenz".

Demnach gab es Stand Dienstag 65,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Das war immerhin etwas weniger als in den Tagen zuvor mit Werten über 70 Fällen. 

In Hamm lag der zentrale Wert laut RKI am Dienstag (00:00) bei 98,3 Neuinfektionen - wenige Tage zuvor war er noch auf über 110 geklettert. Die Stadt mit mehr als 180.000 Einwohnern hatte vor einer Woche restriktive Maßnahmen ergriffen. Als Verursacher gelten eine Großhochzeit und damit verbundene Feste in der ersten Septemberhälfte.

In den drei größten NRW-Städten blieben die Zahlen am Dienstag unter der kritischen Schwelle: Das RKI meldete 33,8 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in Köln und 25,4 Neuinfektionen in Düsseldorf sowie 20,1 Fälle in Dortmund.

Update, 29. September, 12 Uhr: Steinmeier dankt Klinik für Einsatz in Pandemie für die Niederlande

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht vor einem Gebäude der Uniklinik zwischen Ärzten und Pflegekräften für ein Gruppenfoto mit Abstand. Der Bundespräsident wollte sich mit seinem Besuch für den Einsatz des Personals in der Corona-Pandemie bedanken.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht vor einem Gebäude der Uniklinik zwischen Ärzten und Pflegekräften für ein Gruppenfoto mit Abstand. Der Bundespräsident wollte sich mit seinem Besuch für den Einsatz des Personals in der Corona-Pandemie bedanken.  © Bernd Thiss/dpa

Bei einem Besuch der Universitätsklinik Münster hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich persönlich für den Einsatz der Mitarbeiter in der Corona-Krise bedankt. 

Insbesondere hob er am Dienstag hervor, dass das Klinikum dem Nachbarland Niederlande unbürokratisch Hilfe angeboten hatte, als die dortigen Kliniken mit hohen Patientenzahlen belastet waren. 

Im Auftrag der Landesregierung hatte es die Verteilung von insgesamt 58 niederländischen Patienten auf deutsche Krankenhäuser koordiniert.

"Die Corona-Pandemie verlangt allen Menschen viel ab", sagte Steinmeier laut Mitteilung. Deutschland sei in der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten hervorragend aufgestellt. Das Hilfsangebot an die Nachbarn "war vor diesem Hintergrund eine menschliche Pflicht".

Ursprünglich hatte Steinmeier in Münster den niederländischen König Willem-Alexander treffen wollen. Dieser hatte aber nach steigenden Infektionszahlen in seinem Heimatland die Reise kurzfristig abgesagt.

Im Anschluss an den Klinikbesuch wollte Steinmeier noch mit Soldaten des in Münster stationierten deutsch-niederländischen Korps zusammentreffen, das in diesem Jahr seit 25 Jahren besteht. Außerdem stand ein Gespräch mit Bürgern auf dem Programm, die sich in der Corona-Krise besonders engagieren.

Update, 29. September, 11.27 Uhr: Nahverkehr der Deutschen Bahn NRW wieder zu 75 Prozent ausgelastet

Die Auslastung der Züge der Deutschen Bahn in NRW liegt noch unter dem Vorjahresniveau.
Die Auslastung der Züge der Deutschen Bahn in NRW liegt noch unter dem Vorjahresniveau.  © Fabian Sommer/dpa

Seit dem Ende der Sommerferien verzeichnet die Deutsche Bahn in NRW im Nahverkehr zunehmend mehr Fahrgäste. 

Die Auslastung der S-Bahnen und Regionalzüge liege derzeit bei 75 Prozent der Werte von vor einem Jahr, sagte der Vorsitzende der Regionalleitung von DB Regio NRW, Frederik Ley, in einem Interview der Rheinischen Post (Dienstag). 

"Mit einer kompletten Erholung der Fahrgastzahlen rechne ich aber erst, wenn es eine Impfung gegen Corona gibt", sagte Ley weiter. 

"Frühestens Ende 2021" werde man wieder so viele Fahrgäste in den Zügen begrüßen dürfen wie vor der Corona-Krise, "vielleicht noch später".

Ley betonte, dass sich Reisende keine Sorgen vor einer Corona-Ansteckung während einer Fahrt in der S-Bahn oder im Bus machen müssten, wenn sich alle an die Maskenpflicht hielten. 

"Keiner unserer 600 Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter in NRW hat sich während der Arbeit infiziert."

Update, 29. September, 11.21 Uhr: Schulden des Landes um 10 Prozent gestiegen

Die Schulden des Landes Nordrhein-Westfalen sind durch die Corona-Krise kräftig gestiegen. 

Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 war das Land bei Banken und Privatunternehmen mit 187 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Das waren knapp 18 Milliarden Euro oder 10 Prozent mehr als Ende vergangenen Jahres. 

Das Land NRW hatte nach dem Beginn der Corona-Krise milliardenschwere Hilfsprogramme für Bürgschaften, Steuerstundungen sowie Soforthilfen für Kleinunternehmen auf den Weg gebracht.

Bei den nordrhein-westfälischen Gemeinden fiel der Anstieg deutlich geringer aus. Ihre Schulden erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent auf knapp 52,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum 31. März 2020 gingen die Schulden der Kommunen sogar um 1,3 Prozent zurück.

Update, 29. September, 10.25 Uhr: Landesregierung will Stehtische auf Weihnachtsmärkten erlauben

Die Landesregierung will Stehtische auf den Weihnachtsmärkten in Nordrhein-Westfalen erlauben. 

"Wir werden bei den Weihnachtsmärkten Stehtische statt wie bislang ausschließlich Sitzplätze gestatten", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Rheinischen Post (Dienstag) auf die Frage nach einer Anpassung in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes. 

Es gehe um Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen, "weil wir am Ende nicht wollen, dass nach der Pandemie unsere Innenstädte leer stehen und alle nur noch beim Onlinehändler kaufen", unterstrich Laumann. 

Man werde die Stände auseinanderziehen müssen. Zudem müssten die Betreiber von Glühweinständen auf Abstände und Nachverfolgung achten.

Update, 29. September, 9.45 Uhr: Kabinett tagt vor Bund-Länder-Gesprächen zu Corona-Maßnahmen

Mitglieder der NRW-Landesregierung unterhalten sich vor einer Kabinettssitzung am 11. August 2020.
Mitglieder der NRW-Landesregierung unterhalten sich vor einer Kabinettssitzung am 11. August 2020.  © Federico Gambarini/dpa

Vor den Bund-Länder-Gesprächen zum Vorgehen in der Corona-Pandemie kommt am Dienstag (12.30 Uhr) das nordrhein-westfälisch Landeskabinett zusammen.

Thema dürfte die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung für NRW sein, die zum Donnerstag (1. Oktober) ausläuft. Nach dem Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Großhochzeit dürfte es unter anderem um schärfere Auflagen für private Feiern gehen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits angekündigt, die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen zu verschärfen. 

Für Feiern zuhause soll es aber weiterhin keine Beschränkungen geben. Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen sollten dagegen künftig beim Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden, hatte Laumann der Zeitung Die Welt gesagt.

Das NRW-Kabinett tagt wegen Bauarbeiten nicht im Landeshaus, sondern diesmal in der Deutschen Oper am Rhein. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Opernhaus diente nach seinem Wiederaufbau am 2. Oktober 1946 als Tagungsort der ersten Sitzung des NRW-Landtags.

Update, 28. September, 18.57 Uhr: Privatparty in Gelsenkirchen wegen Corona-Verstößen aufgelöst

Die Stadt Gelsenkirchen hat am Wochenende erstmals eine Party wegen erheblicher Verstöße gegen die lokal verschärften Corona-Regeln aufgelöst. Mit 100 Gästen seien in der angemieteten Gaststätte doppelt so viele Menschen gewesen wie zulässig, teilte die Stadt am Montag mit.

Zudem sei gegen die geltenden Hygieneregeln verstoßen worden. Den Vermieter der Gaststätte sowie den Veranstalter der den Behörden nicht gemeldeten privaten Feier erwarte ein Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie ein Zwangsgeld.

Nachbarn der Gaststätte hatten sich über laute Musik beschwert und das Ordnungsamt verständigt. Gemeinsam mit der Polizei schritten die Ordnungskräfte am Samstag ein, schickten die Gäste nach Hause und versiegelten die Zugänge zur Gaststätte.

Seit der vergangenen Woche dürfen in der Ruhrgebietsstadt Feste nur mit höchstens 50 Teilnehmern und unter Einhaltung strenger Auflagen stattfinden.

Update, 28. September, 16.02 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 34,0

Wie die Stadt mitteilte, sind in Köln am Montagnachmittag insgesamt 4.896 Bürger mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind 38 mehr als noch am Vortag. Die Inzidenzzahl liegt damit bei 34,0.

Update, 28. September, 15.25 Uhr: Rund 1700 Menschen in Bielefeld in Quarantäne

Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen in Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Betroffen seien zehn Schulen.

Der Anstieg der Fallzahlen sorgte am Montag für großen Andrang an einer städtischen Drive-In-Teststation. Die Stadt bat die Bürger am Mittag darum, die Station am Montag nicht mehr anzufahren. "Das Testzentrum ist überlaufen, und der Verkehr staut sich bereits zurück", hieß es in einer Mitteilung.

In der 334.000-Einwohner-Stadt gab es am Montag nach Schätzung des Landeszentrums Gesundheit NRW 130 infizierte Personen. Laut RKI haben sich in den vergangenen sieben Tagen 16,8 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden in NRW besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung einleiten.

Update, 28. September, 14.58 Uhr: 37 neue Corona-Fälle in Hamm

Die Stadt Hamm kämpft weiter mit der Corona-Welle nach einer Großhochzeit Anfang September. Von Sonntagmittag bis Montagmittag registrierte die westfälische 180.000-Einwohner-Kommune 37 neue Corona-Fälle. Akut infiziert sind derzeit 229 Menschen. 

In den vergangenen sieben Tagen (Dienstag bis einschließlich Montag) verzeichneten die Behörden insgesamt 170 Neuinfektionen. Daraus errechnete die Stadt am Montagmittag einen Sieben-Tage-Wert von 94,9 pro 100.000 Einwohner. Das Robert Koch-Institut hatte am Morgen auf der Grundlage der Zahlen vom Vortag einen Wert von 112,2 ausgewiesen.

17 Menschen lagen laut Stadt im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Fast 2800 Menschen befanden sich in Quarantäne. Zwölf Schulen sind betroffen, zwei Kitas geschlossen. 

"Insgesamt stehen rund 170 Corona-Infektionen in Hamm im Zusammenhang mit der Hochzeit", sagte ein Stadtsprecher. Insgesamt seien mehr als 300 Hochzeitsgäste aus Hamm identifiziert worden. Sie seien in Quarantäne gesetzt und verpflichtend getestet worden. Wie viele Menschen genau bei den Feierlichkeiten - auch in anderen Städten - dabei waren, sei aber nach wie vor nicht bekannt.

Update, 28. September, 12.32 Uhr: Inzidenz steigt auch in Düsseldorf an

Am Montag erreichte die Inzidenz in Düsseldorf einen Wert von 26. Innerhalb eines Tages wurden 35 neue Corona-Fälle gemeldet.

Derzeit befinden sich 19 Personen im Krankenhaus, davon fünf auf der Intensivstation. 1154 Menschen sind in Quarantäne, 2972 Personen gelten als wieder genesen. Aktuell gibt es damit 147 Corona-Fälle in der Landeshauptstadt.

Update, 28. September, 12.25 Uhr: 55 Corona-Fälle nach Massentest in Emsdetten

In Emsdetten sind durch den Massentest nach dem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter unter 335 Getesteten insgesamt 55 neue Fälle bekannt geworden. Dies teilte der Kreis Steinfurt am Montag mit. 

Von den 296 Tests auf dem Gelände der Geflügelfirma am Freitag waren 50 positiv, wie der Kreis bereits am Sonntag mitgeteilt hatte. 

Hinzu kamen jetzt fünf weitere Fälle unter 39 Mitarbeitern und Kontaktpersonen, die von mobilen Teams aufgesucht worden waren. 22 der Infizierten lebten in Emsdetten, 23 in Rheine, hieß es. Die anderen verteilten sich auf weitere Kommunen des Kreises. 

Im Kreis Steinfurt leben laut RKI knapp 448.000 Menschen. Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Montagmorgen kreisweit einen Sieben-Tage-Wert von 26,8 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung ergreifen.

Update, 28. September, 11.45 Uhr: Sieben-Tage-Wert steigt in Hamm auf 112,2

Ein Elefant, das Wahrzeichen und Maskottchen der Stadt Hamm steht am Eingang der Fußgängerzone. Nach einer Großhochzeit gibt es dort derzeit viele Neuinfektionen.
Ein Elefant, das Wahrzeichen und Maskottchen der Stadt Hamm steht am Eingang der Fußgängerzone. Nach einer Großhochzeit gibt es dort derzeit viele Neuinfektionen.  © Guido Kirchner/dpa

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. 

Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor (Stand: 0.00 Uhr). Hamm wies damit weiterhin den bundesweit höchsten Wert auf.

Von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt 15 Neuinfektionen registriert. Zum Vergleich: Am 21. September waren es allein 46 neue Fälle. Diese fallen bei der nächsten Zählung allerdings aus der Berechnung des Sieben-Tage-Werts heraus. 

Der Wert der sogenannten Wocheninzidenz könnte daher am Dienstag zurückgehen. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

Als Ursache für die Corona-Welle in Hamm gelten eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste. 

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, gilt in der Stadt unter anderem eine Genehmigungspflicht für private Feiern mit mehr als 50 Gästen.

Update, 28. September, 9.35 Uhr: Polizei löst Geburtstagsfeier auf

Die Polizei hat in Hünxe (Kreis Wesel) eine Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen aufgelöst, bei der die Regeln der Corona-Schutzverordnung nicht befolgt wurden. 

Die Teilnehmer der Feier hätten sich weder an den erforderlichen Mindestabstand gehalten, noch sei eine Gästeliste geführt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Polizei war am Samstagabend zu der Feier gerufen worden, weil es eine tätliche Auseinandersetzung unter den Gästen gegeben hatte. 

Bei der Auflösung der Feier habe sich ein Gast so aggressiv verhalten, dass er in Polizeigewahrsam genommen wurde. Für die Behandlung eines Verletzten sei ein Rettungswagen gerufen worden.

Update, 27. September, 15.02 Uhr: Nach Corona-Ausbruch: Stadt Hamm untersagt vier Feste

Die Stadt Hamm in Westfalen hat nach einem Corona-Ausbruch und einhergehenden strengeren Regeln für private Feiern am Wochenende vier Feste untersagt. Wie ein Stadtsprecher am Sonntag sagte, handelte es sich dabei um ein sogenanntes Henna-Fest, eine Verlobung und zwei - nicht runde - Geburtstage.

Elf größere private Veranstaltungen habe man genehmigt, so der Sprecher. Bei allen habe man kontrolliert, ob sich alle an die Vorgaben halten. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben - "es musste keine Feier abgebrochen oder aufgelöst werden."

Aktuell gebe es in Hamm 207 akut Infizierte - die Zahl sei damit erstmals seit Bekanntwerden des Ausbruchs gesunken, so die Stadt. Von 15 Neuinfektionen stünden nach aktuellem Stand sieben im direkten Zusammenhang einer Großhochzeit, die als Auslöser für den Ausbruch gilt.

Update, 26. September, 15.08 Uhr: Corona-Zahlen in Hamm erstmals leicht gesunken

Nach tagelang steigenden Corona-Werten sind in Hamm die Fallzahlen erstmals leicht gesunken. Am Samstag gab die Stadt die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen Infizierten pro 100.000 Einwohner mit 95,5 an. 

Am Freitag hatte die Stadt einen Wert von 99,9 errechnet. Ob damit bereits ein Wendepunkt erreicht sei, werde sich aber erst in ein bis zwei Tagen sagen lassen, betonte ein Stadtsprecher.

Seit Freitag seien in Hamm 16 Neuinfektionen registriert worden. Alle stünden in direktem Zusammenhang mit der Großhochzeit mit mehreren Hundert Gästen und damit verbundenen weiteren Festen, sagte der Sprecher. 

In Hamm gilt seit einigen Tagen für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden.

Eine private Feier ist auch in Bielefeld der Ausgangspunkt für mehr als zwei Dutzend Corona-Infektionen. Weitere Testergebnisse stehen aus. Die Feier in Bielefeld sei von der Größe her aber nicht mit dem Fall in Hamm vergleichbar, hatte die Stadt am Freitagabend mitgeteilt. Weil unter den Infizierten auch Schulkinder sind, müssen an fünf Schulen einzelne Klassen und Kurse in Quarantäne.

In Remscheid, der Stadt mit den zweithöchsten Corona-Zahlen in NRW, ging der Leiter des örtlichen Krisenstabes am Samstag von einem unverändert hohen Niveau von über 70 Infizierten je 100.000 Einwohner aus.

Update, 26. September, 8.35 Uhr: Erhöhte Corona-Zahlen: Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer

Der FC Schalke 04 muss im Heimspiel gegen Werder Bremen doch auf seine Fans verzichten (Archivbild).
Der FC Schalke 04 muss im Heimspiel gegen Werder Bremen doch auf seine Fans verzichten (Archivbild).  © Bernd Thissen/dpa

Das Krisen-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) doch ohne Zuschauer stattfinden.

 Wie die Schalker am Samstagmorgen mitteilten, haben sie von den lokalen Behörden die entsprechende Nachricht bekommen, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen zum entscheidenden Zeitpunkt am Samstag um 0.00 Uhr doch wieder über 35 lag.

Weil sie im Wochenverlauf und am Freitag mit 33,4 erstmals unter 35 gesunken war, hatten die Schalker auf die Erlaubnis für etwa 11.000 Zuschauer gehofft und die entsprechende Zahl an Tickets verkauft. Die betreffenden Fans erhalten nun ihr Geld zurück.

Es ist am 2. Spieltag bereits das dritte Spiel, bei dem wenige Stunden vor dem Anpfiff die Erlaubnis für eine bestimmte Zuschauerzahl zurückgezogen wird. In der Vorwoche waren die Partien FC Bayern München gegen Schalke (8:0) und 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) betroffen.

Update, 26. September, 8.05 Uhr: Gladbacher Abwehrspieler Beyer positiv auf Corona-Virus getestet

Abwehrspieler Jordan-Louis Beyer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dies gab der Club am Freitag bekannt. Der 20-Jährige, der beim vorherigen Test wie alle anderen getesteten Personen noch negativ getestet worden war, zählte bislang nicht zum Kader in den bisherigen Pflichtspielen und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.

Die Austragung des Bundesligaspiels gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr) ist davon nicht betroffen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt müsse kein weiterer Spieler und kein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabs in Quarantäne.

Auch bei Schalke 04 gibt es einen weiteren Corona-Fall. Der Verein gab den Namen des Betroffenen jedoch nicht bekannt.

Update, 25. September, 16.29 Uhr: Inzidenz in Köln bei 28,8

In Köln liegt der Inzidenz am Freitagnachmittag bei 28,8, wie die Stadt mitteilte. Demnach sei die Zahl der mit Corona-Infizierten innerhalb der letzten 24 Stunden von 4649 auf 4691 gestiegen.

Update, 25. September, 14.14 Uhr: 20 Menschen nach Familienfeier in Bielefeld positiv getestet

Nach einer größeren Familienfeier in Bielefeld sind mittlerweile 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Unter den Betroffenen seien auch neun Schülerinnen und Schüler, die fünf verschiedene Schulen besuchten.

"Das Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung gestartet und wird das gesamte Wochenende über die betroffenen Personen kontaktieren", kündigte die Stadt an. Wegen der hohen Zahl an Menschen, die benachrichtigt werden müssten, könne es aber ein wenig dauern, bis alle informiert seien.

Ab Montag seien Tests etwa für andere Schüler und Lehrer geplant, die mit den Infizierten Kontakt hatten.

Nach Angaben einer Sprecherin hatte es sich um eine private Feier in privaten Räumlichkeiten gehandelt. Sie habe in der vergangenen Woche stattgefunden. Da die Nachverfolgung noch laufe, könne die Zahl der positiv Getesteten noch weiter steigen. 

Update, 25. September, 13.54 Uhr: Gesamtschule in Remscheid wird geschlossen

Nach gestiegenen Corona-Fallzahlen schließt die Albert-Einstein-Gesamtschule in Remscheid bis zu den Herbstferien. Dies teilte Schulleiterin Martina Gathen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die knapp 1200 Schüler sollen per Distanzunterricht weiter unterrichtet werden.

Man komme damit nach Rücksprache mit der Bezirksregierung einer Empfehlung des Gesundheitsamtes nach, den Präsenzunterricht einzustellen, sagte Gathen. Derzeit seien acht Schüler infiziert. Mehrere Klassen und Kurse sowie 30 Lehrer befänden sich infolgedessen bereits in Quarantäne.

Insgesamt unterrichten an der Schule rund 100 Lehrer. Nach Angaben der Stadt waren am Donnerstag zehn Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Zwei Kitas wurden geschlossen. Von weiteren Schulschließungen wurde zunächst nichts bekannt.

Update, 25. September, 13.17 Uhr: Sieben-Tage-Wert klettert in Hamm auf 99,9

In der nach einer Großhochzeit von vielen Corona-Neuinfektionen betroffenen Stadt Hamm ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag nach Zählung der Kommune auf 99,9 gestiegen. Dies teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der Wert mit Stand Freitag, 12.00 Uhr, gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Derzeit gebe es 207 akut Infizierte. Mehr als 150 Fälle stünden in Zusammenhang mit der Hochzeit.

Wie schon am Donnerstag wurden den Angaben zufolge 13 Personen in Krankenhäusern behandelt. Davon gebe es bei sieben einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Unter diesen sieben sei auch eine Frau, die intensivmedizinisch behandelt werde.

Das Robert Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Freitagmorgen (Datenstand: 0.00 Uhr) einen Wert von 96,0 aus. Hamm verzeichnete damit am Freitag den höchsten Wert bundesweit.

Update, 25. September, 11.03 Uhr: Massentest bei Fleischverarbeiter haben begonnen

Nach dem Corona-Ausbruch in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Emsdetten (Kreis Steinfurt) mit 26 Infizierten hat am Freitag ein Massentest begonnen. Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern Abstriche nehmen.

Erste Ergebnisse werden laut Kreissprecherin Kirsten Weßling frühestens am Samstagabend erwartet. Getestet werden sollen auch weitere rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld der Beschäftigten.

Bei Bedarf wollen mobile Abstrichteams die Betroffenen zu Hause aufsuchen. Zu einer Testteilnahme aufgefordert sind außerdem alle Personen, die sich vom 18. bis 24. September mehr als 30 Minuten auf dem Firmengelände aufgehalten haben.

Die Infektion der 26 Beschäftigten war am Mittwoch bekanntgeworden. Der Kreis Steinfurt hatte daraufhin alle rund 300 Mitarbeiter des Geflügelverarbeiters Allfrisch in Quarantäne geschickt.

Ein weiterer Abstrich ist für kommenden Dienstag geplant. Die Produktion steht derzeit still. An einem Konzept für einen Notbetrieb werde gearbeitet, hatte der Kreis am Donnerstag mitgeteilt.

Das Unternehmen geht bislang davon aus, dass die Infektionen auf zwei Feiern aus familiären Anlässen zurückgehen.

Update, 25. September, 9.25 Uhr: 7-Tage-Wert steigt in Remscheid auf 71,2

In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen. Der sogenannte Wocheninzidenz-Wert kletterte am Freitag auf 71,2, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. 

Am Mittwoch hatte er noch bei 51,4 gelegen. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit waren allein am Donnerstag 20 neue Fälle hinzugekommen. Die Stadt hatte im Tagesverlauf von allein acht Neuinfektionen an Schulen und einer Kita gesprochen. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Neuinfektionen in einer Region in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Seit einigen Tagen gelten in der bergischen Stadt mit rund 114.000 Einwohnern besondere Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. So dürfen sich etwa im öffentlichen Raum maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Private Feiern mit mehr als 24 Personen müssen bei den Behörden angemeldet, ab 50 Personen genehmigt werden.

In Remscheid gelten nach früheren Angaben vor allem "reiserückkehrende Familienverbünde" als Verursacher des Corona-Ausbruchs. Den Bürgern wird geraten, in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. Eine mehrsprachige Aufklärungskampagne und eine Plakataktion starteten.

Update, 25. September, 8.20 Uhr: Darf Schalke vor Zuschauern spielen?

Angesichts der neuesten Corona-Infektionszahlen könnte das erste Saison-Heimspiel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 an diesem Samstag vor Fans stattfinden. 

Die maßgebliche Anzahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner sank unter die Verbotsschwelle von 35 auf 33,4, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das letzte Wort haben die Gesundheitsbehörden der Stadt.

Bereits am Donnerstag hatte der Verein mit der Ticketzuteilung begonnen und darauf hingewiesen, dass weiterhin kurzfristig möglich sei, "dass die Partie ohne Zuschauer stattfinden muss". 

Alle Fans sollten dann benachrichtigt werden und ihr Geld umgehend zurückerhalten. Schalke will nach früheren Angaben eines Sprechers rund 11.000 Fans zuschauen lassen. Gegner in der Veltins-Arena am Samstag ist Werder Bremen (18.30 Uhr).

Update, 25. September, 6.45 Uhr: Weitere Tests bei Geflügel-Betrieb

In Emsdetten (Kreis Steinfurt) beginnen am Freitag die Corona-Tests bei den Mitarbeitern eines Geflügelverarbeiters, bei dem 26 Mitarbeiter positiv getestet worden waren. 

Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern und weiteren rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld Abstriche nehmen. Die Ergebnisse werden Samstagnachmittag erwartet.

Update, 25. September, 6.42 Uhr: Stadt Hamm untersagt erste Familienfeiern

Ein Blick in die Fußgängerzone und der Pauluskirche - in Hamm. In der Stadt gab es zuletzt viele Corona-Neuinfektionen.
Ein Blick in die Fußgängerzone und der Pauluskirche - in Hamm. In der Stadt gab es zuletzt viele Corona-Neuinfektionen.  © Guido Kirchner/dpa

Zur Eindämmung der Corona-Welle in Hamm hat die Stadt schon drei private Feiern untersagt. Es handele sich um zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Grundlage der Untersagung sind die Bestimmungen einer neuen Allgemeinverfügung der Stadt. Sie war nach dem starken Anstieg der Fallzahlen infolge einer Großhochzeit Anfang der Woche in Kraft gesetzt worden. 

Die Verfügung sieht für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht vor. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden. Laut Hunsteger-Petermann lagen bis Donnerstagmittag bereits mehr als 70 Anträge und Anzeigen vor.

Für Fragen zum Thema private Feiern hat die Stadt eine eigene Hotline eingerichtet. Dem Oberbürgermeister zufolge beantworten dort allein fünf Mitarbeiter die Fragen der Bürger.

Als Auslöser der dortigen Corona-Welle mit derzeit knapp 200 Infizierten gilt eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Laut einem Stadtsprecher war auch das Hochzeitspaar infiziert.

Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, haben die Behörden neben der Anzeige- und Genehmigungspflicht für Feiern noch weitere Einschränkungen angeordnet. So dürfen sich derzeit nur maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Auch wurde die Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt. In der Bevölkerung würden die Maßnahmen "sehr akzeptiert", sagte Hunsteger-Petermann.

In Hamm befanden sich am Donnerstag nach Angaben des Stadtsprechers knapp 2000 Menschen in Quarantäne. Deren Einhaltung kontrolliere die Stadt etwa mit Anrufen auf dem Festnetz. "Mir ist bisher nicht bekannt, dass sich jemand nicht daran hält", so Hunsteger-Petermann.

Update, 25. September, 6.28 Uhr: Laschet will Corona-Monitoring

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) ist für eine neue Risikobewertung der Corona-Pandemie.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) ist für eine neue Risikobewertung der Corona-Pandemie.  © Michael Kappeler/dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für eine neue Art der Risikobewertung in der Corona-Pandemie ausgesprochen.

"Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt (Freitag).

Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse.

"Wir brauchen für ganz Deutschland ein standardisiertes Corona-Monitoring, das die Pandemieentwicklung kommunenscharf abbildet", sagte Laschet. Er stellte sich damit hinter den Vorschlag seines Corona-Expertenrats, der sich für ein "Ampel"-System ausspricht. Als Beispiel nennt der Rat Österreich.

Dem Rat gehört auch der Virologe Hendrik Streeck an, der vor einigen Tagen ebenfalls für einen Strategiewechsel plädiert und davor gewarnt hatte, bei der Bewertung der Situation nur auf die reinen Infektionszahlen zu schauen.

Zuletzt hatte es in Deutschland zum vierten Mal innerhalb eines Monats mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gegeben. Am kommenden Dienstag wollen die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Lage beraten.

Update, 25. September, 6.10 Uhr: Positive Corona-Test bei vier Spielern der Kölner Haie

Bei den Kölner Haien sind zwei Spieler des Profi-Kaders aus der Deutschen Eishockey Liga sowie zwei aus der U20 positiv auf Corona getestet worden. 

Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Bei allen vier Spielern seien keine Symptome festgestellt worden, alle befinden sich in Quarantäne. 

Die Testung des weiteren Kaders ergab keine weiteren positiven Fälle. Der Verein steht im Austausch mit dem Gesundheitsamt Köln, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Update, 24. September, 22.00 Uhr: Flughafen Köln/Bonn rechnet mit starkem Umsatzverlust

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet infolge der Pandemie mit einem erheblichen Umsatzverlust.
Der Flughafen Köln/Bonn rechnet infolge der Pandemie mit einem erheblichen Umsatzverlust.  © Oliver Berg/dpa

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet infolge der Pandemie mit einem erheblichen Umsatzverlust: Im laufenden Jahr werde der Umsatz voraussichtlich um 120 Millionen Euro auf noch 220 Millionen Euro sinken. Das operative Ergebnis falle wohl um 50 Millionen Euro schlechter aus als 2019, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Durch Corona sei die finanzielle Situation des Flughafens sehr ernst, hieß es nach einer Aufsichtsratssitzung.

Im September habe die Zahl der Fluggäste bisher um 79 Prozent unter der des Vorjahresmonats gelegen. "Das Passagieraufkommen erholt sich wie auch an allen anderen deutschen Flughäfen deutlich langsamer als erwartet." 

Man prüfe längerfristige Finanzierungsmöglichkeiten, um die Einnahmeverluste abzumildern. Als zusätzliche Maßnahme aus dem Infrastruktur-Corona-Fonds des Landes NRW solle ein Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro beantragt werden.

Der Aufsichtsrat bestellte Flughafen-Chef Johan Vanneste ab Mai 2021 für fünf weitere Jahre zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Update, 24. September, 18.35 Uhr: Verschärfung der Corona-Auflagen für große Feiern geplant

Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun NRW-weit verschärft werden. 

"Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2. 

Die Neuregelung soll laut Ministerium für private Feierlichkeiten «aus herausragendem Anlass im öffentlichen Raum» ab 50 Teilnehmern gelten, also etwa in angemieteten Räumen, Gaststätten oder Versammlungsstätten wie Pfarrheimen. Die vorab einzureichende Gästeliste mit den entsprechenden Daten der Gäste soll es den Kommunen ermöglichen, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Weiterhin gelte eine Höchstgrenze von 150 Teilnehmern. 

Die Änderungen sollen in die neue Coronaschutzverordnung aufgenommen werden, die ab dem 1. Oktober gelten soll.

Update, 24. September, 15.56 Uhr: Inzidenz in Köln bei 32,0

Die Stadt hat am Donnerstag mitgeteilt, dass die Inzidenzzahl für Köln laut dem Landeszentrum für Gesundheit aktuell bei 32,0 liegt. So gibt es derzeit insgesamt 4649 bestätige Corona-Fälle - 53 mehr als am Vortag. 

Die Stadt Köln ist nach eigenen Angaben auf steigende Infektionszahlen vorbereitet.

Update, 24. September, 13.50 Uhr: Gericht kippt weitere verkaufsoffene Sonntage

Das Oberverwaltungsgericht hat weitere verkaufsoffene Sonntage gekippt. (Symbolbild)
Das Oberverwaltungsgericht hat weitere verkaufsoffene Sonntage gekippt. (Symbolbild)  © Henning Kaiser/dpa

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat weitere verkaufsoffene Sonntage gekippt. 

In Kleve, Lage und Bünde darf demnach nach Entscheidungen des OVG von Mittwoch und Donnerstag der Einzelhandel nicht wie geplant öffnen, wie das Gericht mitteilte. Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

Das OVG weist darauf hin, dass von 15 Verordnungen zu Sonntagsöffnungen in den letzten vier Wochen nach Klagen der Gewerkschaft Verdi 14 gekippt wurden.

Betroffen waren Lemgo, Bad Salzuflen, Kevelaer, Iserlohn, Bad Oeynhausen, Beckum, Meckenheim, Langerwehe, Leverkusen, Essen, Marl, Kleve, Lage und Bünde.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der NRW-Landesregierung, dem Oberverwaltungsgericht und den Kommunen.

Das Wirtschaftsministerium hatte im Sommer per Erlass vier weitere Sonntagsöffnungen bis Ende des Jahres erlaubt, damit der Einzelhandel zumindest zum Teil den ausgefallenen Umsatz während der Corona-Pandemie aufholen kann. Das OVG dagegen beruft sich auf die im Grundgesetz festgeschriebene Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen.

Mehrfach hatte das OVG in den vergangenen Wochen auf bewusste Rechtsbrüche hingewiesen. Der Gemeinde Bünde werfen die OVG-Richter bewusste verfassungswidrige Beschlüsse vor.

"Ebenso wenig entspreche es rechtsstaatlichen Grundsätzen, wenn das zuständige Landesministerium an einem Erlass festhalte, der fortlaufend weitere Städte und Gemeinden zu verfassungswidrigen Entscheidungen verleite und viele davon abhalte, offenkundig rechtswidrige Verordnungen von sich aus aufzuheben", heißt es in der Mitteilung des OVG.

Update, 24. September, 12.06 Uhr: Mehr als 40 Schulkinder von Corona-Ausbruch in Hamm betroffen

Vom Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Hochzeitsfeier sind auch viele Schulkinder betroffen. "Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen", sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. Derzeit seien neun Schulen betroffen. Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit.

"Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet." Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben.

Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz. "Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erstmal weiter zur Schule gehen", sagte der Sprecher weiter.

Am Mittwoch hatte die Stadt die Zahl der aktuell Infizierten mit 179 angegeben. Bei mehr als 100 davon sieht die Stadt einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Neun Infizierte würden im Krankenhaus behandelt, sagte der Sprecher.

Unter den neun sei eine Patientin, die intensivmedizinisch behandelt werde. Auch bei ihr gebe es einen Zusammenhang mit der Hochzeit, so der Sprecher weiter.

In Hamm gilt als Auslöser der dortigen Corona-Welle eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Die Stadt hat mittlerweile knapp 330 Menschen aus Hamm ausfindig gemacht, die an den Feierlichkeiten teilgenommen hatten.

Update, 24. September, 11.34 Uhr: Pauschales Arzt-Attest reicht nicht gegen Maskenpflicht

für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule reichen pauschal ausgefüllte Arzt-Atteste nicht aus. (Symbolbild)
für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule reichen pauschal ausgefüllte Arzt-Atteste nicht aus. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Pauschal von einem Arzt ausgefüllte Atteste reichen für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule nicht aus. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen am Donnerstag entschieden und mitgeteilt.

Geklagt hatten Schüler aus Bocholt im westlichen Münsterland. Sie hatten der Schulleitung jeweils zwei gleichlautende Bescheinigungen ihres Arztes vorgelegt. Die Leitung lehnte die Befreiung ab (Az.: 13 B 1368/20).

Zuerst hatte sich das Verwaltungsgericht Münster in einem Eilverfahren dieser Sicht angeschlossen, dann jetzt auch das OVG.

Laut Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW müsse über die allgemeine Beeinträchtigung beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes konkrete körperliche oder psychische Erkrankungen von einem Arzt benannt werden, heißt es in der Begründung des OVG. Dies sei im Fall der beiden Schüler nicht glaubhaft gelungen.

Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Update, 24. September, 11.12 Uhr: Ende für kostenlose Tests bei Kita-Personal noch nicht fix

Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat einer Aussage des Gesundheitsministeriums widersprochen, wonach die kostenlosen Corona-Tests für das Kita-Personal in NRW mit den Herbstferien auslaufen. Der konkrete Termin bleibe abzuwarten, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags.

Er betonte aber, dass die bisherigen 14-täglichen anlasslos möglichen Tests durch ein "effizienteres System" abgelöst werden sollen. Wenn nicht direkt nach den Herbstferien, dann in absehbarer Zeit, so Stamp.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums hatte am Mittwoch gesagt, dass das Testangebot für Lehrer und Kita-Beschäftigte mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober auslaufe. Unter anderem die SPD-Fraktion hatte dies kritisiert.

Stamp sagte im Familienausschuss, dass das bisherige Test-System tatsächlich nur wenige Treffer erbracht habe. In einem Bericht seines Ministeriums hieß es am Donnerstag, dass rund 51.500 Tests vorgenommen wurden (Stand 15. September) – bei denen nur 87 Personen positiv getestet wurden.

Stamp wiederholte in der Sitzung, dass es keine flächendeckenden Schließungen von Kitas mehr geben soll: "Ein solcher Lockdown wäre nicht verantwortbar." Man werde "viel stärker lokal handeln", so Stamp.

Update, 24. September, 11.10 Uhr: Wirtschaft im ersten Halbjahr geschrumpft

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft ist bis zur Jahresmitte etwas besser durch die Corona-Krise gekommen als die Wirtschaft in ganz Deutschland.

In NRW ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2020 um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag auf der Basis erster Schätzungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" berichtete.

Bundesweit sank die Wirtschaftsleistung demnach um 6,6 Prozent. Den größten Wirtschaftseinbruch verzeichnete das Saarland mit einem Minus von 9,5 Prozent, am geringsten fiel der Rückgang in Schleswig-Holstein mit 3,8 Prozent aus.

Update, 24. September, 9.45 Uhr: Erzbistum Köln fürchtet bei Einnahmen "Corona-Delle"

Durch die Corona-Krise befürchtet das Erzbistum Köln einen Einbruch der Kirchensteuer-Einnahmen.

"Niemand weiß, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Im schlimmsten Fall müssen wir mit Ertragseinbußen von 50 Millionen Euro rechnen", sagte Finanzdirektor Gordon Sobbeck nach einer Mitteilung des größten deutschen Bistums vom Donnerstag.

Wahrscheinlich werde die "Corona-Delle" die Finanzen des Erzbistums auch 2011 und 2022 noch belasten.

"Damit trifft uns der seit langem absehbare Ertragsrückgang bereits früher als erwartet", sagte Sobbeck. In den vergangenen Jahren habe die gute Konjunkturentwicklung die Effekte der stark zurückgehenden Mitgliederzahlen überdeckt. 

"Noch können wir die Einbußen aus Rücklagen auffangen, aber wir müssen jetzt die Weichen stellen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben", sagte Sobbeck.

Update, 24. September, 9 Uhr: Verschärfung der Corona-Auflagen für Privatfeiern geplant

Wegen steigender Corona-Zahlen sollen die Auflagen für Privatfeiern bald strenger werden. (Symbolbild)
Wegen steigender Corona-Zahlen sollen die Auflagen für Privatfeiern bald strenger werden. (Symbolbild)  © 123RF/Olga Yastremska

Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun landesweit verschärft werden.

"Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2.

Außerdem sei dabei ein Verantwortlicher zu benennen und eine Gästeliste einzureichen. "Dann kann das Ordnungsamt solche Feiern auch mal kontrollieren", sagte Laumann.

Die Feier in Hamm sei größer gewesen als erlaubt. Außerdem sei die Teilnehmerliste nicht in Ordnung gewesen, was die Nachverfolgung erschwere. Die Feier hätte so gar nicht stattfinden dürfen.

In der Stadt Hamm waren in der Folge die Corona-Neuinfektionszahlen auf den bundesweit höchsten Wert geklettert. Seit Mittwoch dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten.

Update, 24. September, 8.04 Uhr: Autozulieferer Hella bekommt Corona-Folgen zu spüren

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella hat auch im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs 2020/2021 unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

Während der Umsatz im Zeitraum Juni bis Ende August im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro absackte, brach das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) um rund die Hälfte auf 56 Millionen Euro ein, wie der MDax-Konzern am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Lippstadt mitteilte.

Unter dem Strich stand wegen hoher Rückstellungen für Umbaumaßnahmen in Deutschland ein Verlust von 87 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte Hella noch einen Überschuss von 77 Millionen Euro erwirtschaftet.

Seine Prognose für das seit Juni laufende neue Geschäftsjahr bestätigte der Autozulieferer. Demnach erwartet das Unternehmen weiterhin einen währungs- und portfoliobereinigten Konzernumsatz von rund 5,6 bis 6,1 Milliarden Euro.

Update, 23. September, 18.47 Uhr: Remscheid verschärft Corona-Auflagen

Angesichts stark steigender Neuinfektionswerte hat die Stadt Remscheid die Corona-Auflagen massiv verschärft. An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder eingeführt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. 

Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Private Feiern mit geselligem Charakter wie runde Geburtstage, Hochzeiten oder Jubiläen müssten ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen vorab den Behörden gemeldet werden. Ab 50 Gästen bis zu einer Obergrenze von 150 Personen muss die Stadt Feiern genehmigen. 

Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage.

Update, 23. September, 16.55 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Kita-Mitarbeiter laufen aus

Die kostenlosen Corona-Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober aus. 

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch sagte, seien durch die "insgesamt niedrigen Infektionszahlen bei diesen Personengruppen in den vergangenen Wochen" anlasslose Tests nicht "zielführend". 

Verstärkt verfolgt wird laut Ministerium künftig der "Ansatz anlassbezogener Testungen, um Infektionsketten gezielt zu unterbrechen sowie der Einsatz von Schnelltests – sobald diese zur Verfügung stehen –, um zeitnah Gewissheit über das Infektionsgeschehen und diesbezüglich zu treffende Maßnahmen zu erhalten."

Update, 23. September, 16.50 Uhr: Johnson & Johnson startet entscheidende Testphase von Corona-Impfstoff

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet (Symboldbild).
Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet (Symboldbild).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet. 

In einer sogenannten Phase III-Studie mit bis zu 60.000 Freiwilligen auf drei Kontinenten sollen Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten namens JNJ-78436735 überprüft werden, wie die deutsche Unternehmens-Tochter Janssen-Cilag am Mittwoch in Neuss mitteilte.

Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Die Ergebnisse der bisherigen klinischen Tests seien positiv verlaufen, hieß es. Das Unternehmen hofft, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Impfstoffs "für den Notfallgebrauch" zur Verfügung stehen.

Inzwischen haben mehrere Hersteller die vor der Zulassung nötigen Massentests mit Zehntausenden Probanden gestartet. Darunter sind der britische Hersteller AstraZeneca und das deutsche Unternehmen Biontech. Beide hoffen auf einen erfolgreichen Abschluss der Studien und eine Zulassung noch in diesem Jahr. 

Die meisten Hersteller gehen davon aus, dass für einen Schutz gegen das Coronavirus zweimal geimpft werden muss. Bislang ist für keinen Impfstoff-Kandidaten nachgewiesen worden, dass er wirklich vor einer Corona-Infektion schützt.

Update, 23. September, 16.03 Uhr: Inzidenz in Köln bei 33,3

Die Kölner Inzidenzzahl liegt laut Angaben der Stadt am Mittwochnachmittag bei 33,3. So gibt es derzeit insgesamt 4.596 bestätige Corona-Fälle – 51 mehr als am Vortag.

Update, 23. September, 15.17 Uhr: Gladbach will 10.804 Zuschauer ins Stadion lassen

Das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin soll vor 10.804 Zuschauern stattfinden.
Das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin soll vor 10.804 Zuschauern stattfinden.  © Bernd Thissen/dpa

Borussia Mönchengladbach plant für das Heimspiel gegen Union Berlin mit einer Kulisse von 10.804 Zuschauern.

"Es ist ein emotionales Plus, dass wir wieder 10.804 Zuschauer im Stadion begrüßen dürfen. Es ist ein erster sehr wichtiger Schritt", sagte Borussia-Geschäftsführer Stephan Schippers am Mittwoch.

Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, dem Gesundheits- sowie dem Ordnungsamt getroffen. Aber es gelten für Fans verschiedene Einschränkungen und Maßnahmen.

Neben personalisierten Tickets, keinen Stehplätzen und Mindestabständen müsse am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auch auf dem gesamten Stadiongelände eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Das gelte ebenfalls im Stadion auf den Sitzplätzen.

Derzeit seien rund 9200 Tickets verkauft. Aber bei allen Vorkehrungsmaßnahmen weist der Club darauf hin, dass "es kurzfristig noch zum Ausschluss von Zuschauern kommen kann."

Update, 23. September, 15.03 Uhr: Mehrere Infizierte bei Fleischverarbeiter in Steinfurt

Mindestens 26 Beschäftigte eines mittleren Betriebs der Fleischverarbeitung im Kreis Steinfurt sind nach Angaben der Verwaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Das Ausmaß ist uns noch nicht bekannt, unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck", sagte eine Sprecherin des Kreises auf dpa-Anfrage. Es gehe auch darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen.

Der Schwerpunkt des Geschehens liege im Emsdetten. Der Krisenstab stelle derzeit alle Informationen zusammen und werde noch am Nachmittag informieren.

Update, 23. September, 15 Uhr: Forscher entwickeln regionale Corona-Vorhersage

Wissenschaftler der Universität Osnabrück und des Forschungszentrums Jülich haben eine regionale Corona-Vorhersage entwickelt. Das Modell liefere tagesaktuelle Schätzungen für Neuinfektionen sowie eine Fünf-Tages-Prognose für jeden deutschen Landkreis, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch.

Dazu würden Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mit einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Modell auf Höchstleistungsrechnern statistisch analysiert.

Das im Internet abrufbare Modell berechne nicht nur einen einzelnen wahrscheinlichen Verlauf, sondern berücksichtige viele mögliche Verläufe, erläuterte Prof. Gordon Pipa, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik an der Uni Osnabrück.

"Dies ermöglicht die Berechnung sogenannter Vorhersagehorizonte als Maß für die Streuung der Wahrscheinlichkeiten." So sei eine Einschätzung der Situation einschließlich statistischer Unsicherheiten möglich.

Zudem werde das Infektionsgeschehen in den Nachbarregionen in die Prognose mit einberechnet.

Update, 23. September, 13.55 Uhr: Corona-Werte in Hamm steigen weiter - Rekord bundesweit

In der Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. 

Am Mittwoch wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Stadt-Sprecher sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei dieser zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. 

Laut Robert Koch-Institut lag Hamm am Mittwoch deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Update, 23. September, 13.41 Uhr: Weiteres Corona-Testzentrum am Düsseldorfer Airport eröffnet

Blick auf das neue Covid-19 Testzentrum am Flughafen Düsseldorf.
Blick auf das neue Covid-19 Testzentrum am Flughafen Düsseldorf.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Am Düsseldorfer Flughafen hat ein zweites Corona-Testzentrum eröffnet, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist. 

Die erste Test-Station war behördlich angeordnet worden und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein betrieben. Es liegt im Sicherheitsbereich in der Ankunftsebene. Der private Anbieter Centogene hat sein Covid-19-Testzentrum im öffentlich zugänglichen Terminal aufgeschlagen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kostet ein Test 59 Euro. Für Einreisende aus Risikogebieten ist er weiter kostenfrei. 95 Prozent der Ergebnisse stünden innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung. Termine werden nicht vergeben. Getestet werden laut Internetseite des Zentrums nur Menschen ohne Symptome.

Centogene betreibt nach eigenen Angaben bereits Zentren an den Flughäfen Frankfurt und Hamburg, wo seit Juni mehrere Hunderttausend Tests durchgeführt worden seien.

Update, 23. September, 11.30 Uhr: Schalke wartet noch mit Ticketvergabe

Der FC Schalke 04 hofft im Heimspiel gegen Werder Bremen auf die Unterstützung der Fans.
Der FC Schalke 04 hofft im Heimspiel gegen Werder Bremen auf die Unterstützung der Fans.  © Matthias Balk/dpa

Ob Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 am Samstag wie geplant sein Heimspiel vor rund 11 000 Zuschauern gegen Werder Bremen austragen kann, ist nach wie vor unklar. 

Der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Revierclub will zunächst bis Donnerstag das Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen abwarten und erst dann mit einer möglichen Ticketvergabe starten. 

Das teilte der Club am Mittwoch mit. Zudem beendeten die Königsblauen die Anfragemöglichkeit für Tickets für das Spiel am Samstag (18.30 Uhr).

Die Teil-Zulassung von Zuschauern steht auf der Kippe, da sich derzeit 39,1 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage infiziert haben und damit ein wichtiger Grenzwert überschritten wurde. Dieser liegt bei 35.

Update, 23. September, 9.10 Uhr: Hamm hat bundesweit höchste Corona-Kennzahl

Die westfälische Stadt Hamm lag am Mittwoch nach Zahlen des Robert Koch-Instituts bei 80,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. 

Bei der wichtigen Kennziffer, an der sich unter anderem Maßnahmen der Behörden orientieren, lag Hamm damit bundesweit mit Abstand vorn. Die Stadt selbst hatte am Dienstag sogar einen Wert von 87,1 genannt. Die Differenz kann durch Meldewege entstehen.

In Hamm müssen ab diesem Mittwoch Schüler im Unterricht wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die westfälische Stadt hatte diesen Schritt für weiterführende Schulen am Dienstag beschlossen, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Die Stadt sei derzeit die einzige in NRW, die diese Maßnahmen ergreifen müsse, hatte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angekündigt.

Zugleich dürfen sich ab diesem Mittwoch im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Die Kontaktbeschränkung in der 182.000-Einwohner-Stadt gilt für zunächst zwei Wochen, ebenso das Tragen von Alltagsmasken im Klassenraum.

In Hamm gilt als Auslöser der zweiten Corona-Welle vor allem eine Großhochzeit und damit verbundene Feste, die laut OB Hunsteger-Petermann in Hamm, Dortmund und Werl stattgefunden hatten. Nach neuesten Erkenntnissen seien dort mindestens 309 Teilnehmer aus Hamm gewesen, die allesamt in Quarantäne müssten und nun getestet würden.

Update, 23. September, 7.21 Uhr: NRW-Exporte deutlich unter Vorjahresniveau

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Juli 2020 Waren im Wert von 14,5 Milliarden Euro. Wie das Statistische Landesamt anhand mitteilte, waren das 14,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Gemessen am Exportwert gingen im Juli 2020 die Ausfuhren NRWs in die Niederlande am stärksten zurück: Der Wert der Ausfuhren sank gegenüber Juli 2019 um 236,6 Millionen Euro (−13,7 Prozent). Am zweitstärksten sank der Wert der Exporte nach Italien (−207,7 Millionen Euro bzw. −20,4 Prozent). Die Ausfuhren in die Türkei stiegen im selben Zeitraum um rund 50,5 Millionen Euro (+14,8 Prozent).

Von Januar bis Juli 2020 summierte sich der Wert der Exporte auf 99,8 Milliarden Euro (−13,5 Prozent). Insbesondere ab März ist ein deutlicher Einbruch erkennbar.

Update, 22. September, 16.20 Uhr: Kölner Inzidenz weiter knapp unter kritischer Marke

Der Inzidenz liegt am Dienstagnachmittag in Köln bei 34,4. Insgesamt sind demnach 4.519. (Vortag: 4.503) Corona-Virus-Fälle bestätigt. Bei einem Treffen des Krisenstabs wurden einige Maßnahmen beschlossen, die im Falle ansteigender Infektionszahlen eintreten sollen.

Update, 22. September, 16.13 Uhr: SPD-Fraktionschef für Schnelltests in Stadien

Schnelltest vor Konzerten, Fußballstadien, Feiern und Besuchen im Pflegeheim: Die SPD im NRW-Landtag sieht in den angekündigten Corona-Schnelltests die Möglichkeit, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Zeiten steigender Infektionszahlen wieder in Gang zu bringen.

Durch die Schnelltests könnte die Teilnahme an Großveranstaltungen wieder zugelassen werden, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag in Düsseldorf.

Wer bereit sei, für ein Ticket 40, 50 oder 60 Euro zu zahlen, "von dem kann ich auch abverlangen, dass er für zehn Euro dazu noch einen Schnelltest kauft". Aber auch eine hälftige Kostenübernahme durch Veranstalter sei denkbar.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zeigte sich zurückhaltend beim Thema Schnelltests. Sie spielten zwar in der gesamten Analyse der Lage eine Rolle, sagte er vor Beginn einer Kabinettsklausur.

Die künftige Corona-Teststrategie werde aber bei Bund-Länder-Gesprächen sowie der Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommende Woche abgestimmt.

Update, 22. September, 16.11 Uhr: Keine flächendeckende Kita-Schließungen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will trotz der gestiegenen Corona-Infektionszahlen keine flächendeckenden Schul- oder Kitaschließungen mehr. Das hat der NRW-Familienminister und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) betont.

Kommunen und Landesregierung handelten weiter lokal und regional. In der Abwägung liege der Schwerpunkt aber bei den Bildungschancen der Kinder, sagte Stamp. Im September habe es wegen der Corona-Pandemie 50 vollständige und 90 Teilschließungen von Kitas gegeben. Dies sei bei rund 10.000 Kitas in NRW akzeptabel.

Update, 22. September, 16.10 Uhr: Laschet schließt landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen etwa mit Maskenpflicht im öffentlichen Leben trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen.

"Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW", sagte Laschet am Dienstag zu Beginn einer Kabinettssitzung auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar.

Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien. "Nein, neue Regeln brauchen wir nicht", sagte Laschet.

Update, 22. September, 15.48 Uhr: Zweiter Lockdown soll verhindert werden

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit Blick auf die Wirtschaftslage ein erneutes Stilllegen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens unbedingt vermeiden.

"Klar ist: Wir wollen einen zweiten Lockdown verhindern. Das ist derzeit die beste Wirtschaftspolitik", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag im Münsterland.

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät dort auf dem Wasserschloss Burg Anholt über Konsequenzen aus den Corona-Infektionszahlen.

Update, 22. September, 15.42 Uhr: Handball-Supercup darf vor 2640 Zuschauern stattfinden

Die Handball-Bundesliga darf trotz Corona vor 2640 Zuschauern stattfinden.
Die Handball-Bundesliga darf trotz Corona vor 2640 Zuschauern stattfinden.  © Marius Becker/dpa

Die Saisoneröffnung in der Handball-Bundesliga mit dem Supercup darf vor 2640 Zuschauern im Düsseldorfer ISS Dome stattfinden. Dies hat die Landesregierung NRW erlaubt und am Dienstag nach Prüfung des Hygienekonzepts mitgeteilt.

Damit ist die Halle für die Partie zwischen Meister THW Kiel und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt am Samstag (20.30 Uhr/Sky Sport News HD) mit den erlaubten 20 Prozent ausgelastet.

"Diese Genehmigung zu Gunsten unseres Super Cups ist für den Handball ein weiteres positives und wichtiges Signal. Wenige Tage vor dem 1. Spieltag ist es unsere Aufgabe, diese Chance verantwortungsvoll und mit Bedacht zu nutzen, um Vertrauen und Sicherheit aufbauen", sagte Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann.

"Dann bin ich zuversichtlich, dass es in naher Zukunft weitere Entscheidungen geben wird, die unseren Fans die Rückkehr in unsere Arenen ermöglichen wird."

Update, 22. September, 15.40 Uhr: Null-Toleranz-Prinzip bei Corona-Verstößen bei Feiern

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Verstöße gegen die Corona-Regeln bei privaten Feiern konsequent ahnden.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte am Dienstag vor Beginn einer Kabinettsklausur im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland ein "Null-Toleranz-Prinzip" an.

Wer Feiern mache, müsse sich an die Regeln halten, und wenn das jemand nicht tue, müsse das "als Ordnungswidrigkeit geahndet werden".

Laschet bezog sich auf eine Feier mit rund 250 Menschen, bei der es keinen Listen für Kontaktnachverfolgung gegeben habe. Bei der Hochzeitsfeier hatten sich 86 Menschen infiziert. Bei dem Fest waren 236 Gäste aus Hamm.

Update, 22. September, 15.30 Uhr: Laschet hält Weihnachtsmärkte für möglich

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Weihnachtsmärkte im Corona-Jahr 2020 nicht ausschließen.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Weihnachtsmärkte im Corona-Jahr 2020 nicht ausschließen.  © Montage: Marijan Murat/dpa, Michael Kappeler/dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält trotz der Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte in den Städten für möglich. Es handle sich dabei letztlich um eine Entscheidung, die bei der jeweiligen Kommune liege, sagte er am Dienstag.

Und er ergänzte: "Ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen". Allerdings seien sie nur unter klaren Regeln denkbar, etwa mit Abstandsregeln. Auch Martinsumzüge seien möglich. Er halte sie "für das geringste Problem".

"Wenn Kinder in der Kita auf engstem Raum zusammen sind, sollte es an der frischen Luft mit Abstand auch gelingen, eine Martinsfackel durch die Straße zu tragen", sagte Laschet.

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag und Mittwoch in einer zweitägigen Klausur über Konsequenzen aus den steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Landesregierung trifft sich dazu auf dem Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland.

Update, 22. September, 14.30 Uhr: Remscheid empfiehlt Mundschutz für gesamtes Stadtgebiet

Die Stadt Remscheid empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den aktuellen Stand vom Dienstag mit.

Man habe damit erstmals die kritische Schwelle von 50 übersprungen. Die Stadt könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs.

Die bergische Stadt mit rund 114.000 Einwohnern setzt zudem auf mehr Aufklärung – auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne – und auf weitere Kontrollen. Man werde Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden, um gegen die Pandemie anzukämpfen.

Das Robert Koch-Institut hatte kurz zuvor am Dienstagmorgen eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von «nur» 36,9 gemeldet. Die Zahlen differieren teils deutlich, weil die Meldewege und in der Praxis auch die Meldezeiten unterschiedlich ausfallen, erläuterte die Stadt-Sprecherin.

In Remscheid darf Schulsport bis zu den Herbstferien nun nicht mehr in der Halle stattfinden. Großveranstaltungen über 300 Personen werden nicht mehr genehmigt.

Update, 22. September, 13.03 Uhr: Hamm führt Maskenpflicht für weiterführende Schulen ein

Die Stadt Hamm führt angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein.

Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz.

Auch dürfen im öffentlichen Raum ab Mittwoch nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. In Hamm leben rund 182.000 Einwohner.

Schüler an weiterführenden Schulen in Hamm müssen ab Mittwoch Maske tragen. (Symbolbild)
Schüler an weiterführenden Schulen in Hamm müssen ab Mittwoch Maske tragen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 22. September, 12.40 Uhr: Freizeitpark in Hamm vorzeitig geschlossen

Die Stadt Hamm mit den derzeit höchsten Neuinfektionswerten in NRW plant zusätzliche Maßnahmen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. 

Ein Sprecher sagte am Dienstag auf dpa-Anfrage, der bereits erneut tagende Krisenstab habe zunächst die Schließung eines temporären Freizeitparks noch im Tagesverlauf beschlossen. Er sollte eigentlich bis Sonntag laufen, war mit 1500 erlaubten Gästen vor einigen Tagen gestartet und am Sonntag schon auf unter 1000 gleichzeitig gestattete Besucher heruntergefahren worden. 

Am Mittag will die westfälische Stadt mit 182.000 Einwohnern über weitere Maßnahmen informieren. Am Montag waren Beschränkungen vor allem für private Veranstaltungen bekannt gegeben worden.

Eine Kontaktbeschränkung - etwa nur fünf Personen zusammen in der Öffentlichkeit - sei aber bislang nicht geplant, erläuterte der Sprecher. Man rechne mit weiter steigenden Werten.

Update, 22. September, 11.05 Uhr: Massentest auf Corona an Schule in Ostwestfalen

Nach vier Corona-Infektionen unter Schülern einer Schule in Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke haben die Behörden einen Massentest angeordnet. 

Bis Mittwoch ist die Gesamtschule voraussichtlich geschlossen, am Dienstag war der Test der rund 1500 Schüler und Lehrer angelaufen, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte. 

Grund für die strikte Anordnung: Nicht bei allen Infizierten seien mögliche Infektionsketten und Querverbindungen klar zu ermitteln gewesen, sagte eine Sprecherin.

Update, 22. September, 9.06 Uhr: Wichtige Kennziffer in Hamm weit über 50

Die Stadt Hamm in Westfalen liegt jetzt auch nach den offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) weit über der wichtigen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. 

Das RKI wies am Dienstag einen Wert von 64,8 aus. Die Stadt selbst hatte am Montag von 71 gesprochen. Die Zahlen von RKI und Kommunen unterscheiden sich oft wegen der Meldewege.

In Gelsenkirchen lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag laut RKI bei 38,0 - am Tag zuvor noch bei 44,1. Für Remscheid wies das RKI am Dienstag den Wert 36,9 aus, am Montag war er 37,8. In Köln stieg der Wert mit 34,4 (Vortag: 33,2) wieder leicht an. Der Oberbergische Kreis hatte laut RKI den Wert 26,8 - im Vergleich zu 33,0 am Vortag.

In zwei weiteren Regionen nähert sich die Kennzahl unterdessen der ersten wichtigen Stufe von 35, ab der erste Maßnahmen beraten werden müssen. Siegen lag am Dienstag bei 27,0, Solingen bei 25,1 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Update, 22. September, 7.30 Uhr: Remscheid empfiehlt wohl Mundschutz für das ganze Stadtgebiet

Ein medizinischer Mundnasenschutz hängt am Rückspiegel eines im Regen parkenden Autos.
Ein medizinischer Mundnasenschutz hängt am Rückspiegel eines im Regen parkenden Autos.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen schlägt eine weitere Stadt in Nordrhein-Westfalen eine etwas härtere Gangart ein, um die Pandemie zu bekämpfen. 

In Remscheid soll den Bürgern empfohlen werden, im ganzen öffentlichen Raum Mundschutz zu tragen - über diese Maßnahme und ein weitere Vorgaben will an diesem Dienstag der Krisenstab der 114.000-Einwohner-Stadt entscheiden. An weiterführenden Schulen soll ein Mund-Nasen-Schutz zudem wieder Pflicht sein.

In Remscheid waren am Montag im Wochenschnitt 38 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Ab 35 muss eine Stadt mit Landesbehörden Maßnahmen abstimmen. In einer Videobotschaft nannte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) die Situation in der Stadt "besorgniserregend". Bei Verstößen gegen Coronaregeln würden Kontrolleure künftig hart durchgreifen. "Wir werden jeden Verstoß (...) ahnden müssen".

Sollten die Zahlen weiter steigen, kämen drastische Einschränkungen, warnte Mast-Weisz. "Das möchte ich uns allen ersparen, das möchte ich der Gastronomie und der Wirtschaft ersparen - es wäre eine Katastrophe für das Leben in unserer Stadt". Der SPD-Politiker betonte, dass die Regeln und Einhaltungskontrollen nicht dazu da seien, um Bürger "zu gängeln, sondern damit wir alle gesund durch diese Krise kommen".

Vor einigen Tagen hatte bereits Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfohlen, auch im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen - etwa in Warteschlangen vor Geschäften (TAG24 berichtete).

Update, 22. September, 6.30 Uhr: SPD-Fraktionschef fordert Corona-Tests an Fußballstadien

Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Debatte im Landtag.
Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Debatte im Landtag.  © Federico Gambarini/dpa

Fußballfans sollen sich nach dem Willen eines SPD-Politikers direkt am Stadion auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen lassen. 

"In wenigen Tagen wird ein Schnelltest auf den deutschen Markt kommen, der innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis bringt", sagte der SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, dem Kölner Stadt-Anzeiger (Dienstag). 

Die Kosten für den Test sollen sich auf wenige Euro belaufen. "Dann wüssten alle im Stadion, dass dort niemand ansteckend infiziert ist. Und im Stadion wäre schon wieder sehr viel Normalität möglich."

Die neuen Tests könnten nicht nur im Fußball genutzt werden, sondern auch in Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen und Krankenhäusern. 

Wissenschaftler des Instituts des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt hätten ein Testverfahren entwickelt, wie man mit einem Test gleichzeitig zehn Menschen überprüfen könne. Das Verfahren sei wissenschaftlich geprüft und patentiert, so Kutschaty.

Update, 22. September, 6.24 Uhr: Hamm will massive Einschränkungen verhindern

Die Stadt Hamm will bei privaten Feiern deutliche Einschränkungen vornehmen, um gegen stark erhöhte Corona-Neuinfektionen vorzugehen. 

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) kündigte am Montag in einer Video-Pressekonferenz an, private Veranstaltung zwischen 50 und 150 Personen müssten im Vorfeld ab Dienstag von der Stadt genehmigt werden. Es werde ein Bußgeld ab 2000 Euro verhängt, wenn es zu Fehlverhalten komme. 

In der westfälischen Stadt seien am Montag 46 Neuinfektionen gemeldet worden. Auf die vergangenen sieben Tage gerechnet sei die wichtige Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern deutlich übersprungen worden. Der Wert liege aktuell bei 70,9.

Bei einer einzigen Hochzeitsfeier und einem damit verbundenen Fest hätten sich mindestens 86 Einwohner von Hamm infiziert. Man wolle einen lokalen "Lockdown" verhindern, so Hunsteger-Petermann. Schulen, Kitas und Gastronomie könnten wie bisher weiterlaufen.

Update, 22. September, 6.20 Uhr: Gelsenkirchen beschränkt Größe von Privatfeiern

In Gelsenkirchen sollen im Wesentlichen zwei große Hochzeiten für die hohen Corona-Zahlen verantwortlich sein.
In Gelsenkirchen sollen im Wesentlichen zwei große Hochzeiten für die hohen Corona-Zahlen verantwortlich sein.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wegen gestiegener Corona-Fallzahlen dürfen in Gelsenkirchen an privaten Feiern in gewerblichen Räumen künftig nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen. 

Bislang galt eine Höchstgrenze von 150, wie ein Stadtsprecher am Montag berichtete. Abgesagt wurde außerdem ein großer Flohmarkt am Fußballstadion von Fußball-Bundesligist FC Schalke 04, der für Dienstag geplant war. Die Stadt appellierte an die Bürger, sich bei Feiern in privaten Räumen bis auf weiteres auf 25 Personen zu beschränken.

Gelsenkirchen hatte am Montagmorgen 44,1 Fälle pro 100 000 Bewohner verzeichnet und damit nach Hamm den zweithöchsten Wert in ganz NRW. Städte und Kreise, die eine sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. In Gelsenkirchen leben rund 265 000 Menschen.

Stadtsprecher Martin Schulmann ging am Montag davon aus, dass sich der Wert bis Dienstag "nicht wesentlich" ändern werde. "Wir werden um die 44 bleiben", sagte er. Auslöser für die gestiegene Zahl seien im Wesentlichen zwei große Hochzeiten gewesen. "Es kann natürlich sein, dass sich daraus noch weitere Fälle entwickeln."

Der Wert entscheidet am kommenden Wochenende auch darüber, ob Schalke 04 sein erstes Saison-Heimspiel vor Fans austragen darf. Dies ist nur erlaubt, wenn der Wert unter 35 liegt. Schalke will dann nach eigenen Angaben rund 11.000 Fans zuschauen lassen.

Update, 21. September, 16.15 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 34,73

In Köln gibt es am Montagnachmittag insgesamt 4.503 bestätigte Corona-Fälle (Vortag: 4.472). Damit liegt die Inzidenzzahl laut Stadt bei 34,73. An dem Virus erkrankt sind aktuell 436 Einwohner.

Update, 21. September, 13.33 Uhr: Stadt Remscheid berät über Corona-Maßnahmen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Remscheid will die bergische Stadt an diesem Dienstag über weitere Maßnahmen entscheiden.

Eine Informationsoffensive sei als aktuell erster Schritt auf den Weg gebracht, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, schilderte eine Sprecherin am Montag.

Nach den neuesten Zahlen der Stadt – Stand Sonntag – liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 37,05. Sie hat damit die Vorwarnstufe (Wert 35) überschritten. Die Menschen müssen sich dort also womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Gemessen an der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz liegt Remscheid in NRW nach Gelsenkirchen und nach Hamm als Spitzenreiter an dritter Stelle.

Update, 21. September, 11.50 Uhr: Hamm rechnet mit Überschreiten wichtiger Corona-Marke

Die Stadt Hamm rechnet damit, bald den wichtigen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen zu überschreiten. Nach aktuellstem Stand der Stadt von Sonntagmittag sei der Wert auf 48,6 gestiegen, man berate aktuell über Maßnahmen, wie man gegensteuern werde, berichtete ein Sprecher am Montag.

"Es wird auf jeden Fall Maßnahmen geben, denn wir gehen davon aus, dass wir über die 50 kommen." Der Krisenstab werde die konkreten Schritte am späteren Nachmittag mitteilen.

Update, 21. September, 11.46 Uhr: Weniger Hochzeiten in NRW

Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne in NRW vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik.
Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne in NRW vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Paaren offenbar die Hochzeitspläne durchkreuzt: Im ersten Halbjahr 2020 haben sich in NRW deutlich weniger Menschen das Ja-Wort gegeben als im gleichen Zeitraum 2019.

Wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Montag hervorgeht, wurden in Nordrhein-Westfalen von Januar bis Juni rund 29.000 Ehen geschlossen – rund 6000 weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Es handle sich damit um einen Rückgang von rund 17 Prozent, erklärten die Statistiker.

Die Gründe für die Entwicklung sind einer Sprecherin zufolge aus der Erhebung nicht abzulesen. Vieles spricht allerdings dafür, dass die Corona-Pandemie eine große Rolle gespielt hat.

Mitte März verhängten Bund und Länder strenge Auflagen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das betraf unter anderem die Möglichkeit, Hochzeiten mit vielen Gästen zu feiern.

Erst Mitte Juli wurde entschieden, dass in NRW wieder größere Hochzeitsfeten mit bis zu 150 Gästen möglich sind.

Update, 21. September, 10.10 Uhr: Weiterhin hohe Corona-Zahlen in NRW-Städten

Hamm steht mit 46,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen kurz vor der wichtigen Marke von 50.

Die Stadt in Westfalen stand NRW-weit am Montag an der Spitze der Liste der sogenannten 7-Tage-Inzidenz und überholte mit einem Anstieg von fast vier Punkten zum Vortag Gelsenkirchen.

Auch in anderen Städten liegt der entsprechende Wert weiter über der Zahl 35, ab der bereits erste Maßnahmen ziehen: Gelsenkirchen lag – zum Vortag unverändert – bei 44,1. Remscheid bei 37,8, wobei der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) am Vortag noch bei 36,9 lag. Für Köln betrug der Wert am Montag 33,2 (Vortag: 34,2). Der Oberbergische Kreis stagnierte bei 33,0.

An diesem Montag wollen die Behörden entscheiden, ob in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid wieder striktere Beschränkungen eingeführt werden. In Köln solle am Dienstag der Krisenstab zusammentreten, teilte ein Sprecher mit.

Update, 21. September, 8.10 Uhr: Rund 7000 Schüler und 580 Lehrer in Quarantäne

Im Zuge der Corona-Pandemie befinden sich nach jüngsten Zahlen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums knapp 7000 Schüler und rund 580 Lehrer in Quarantäne.

Bei 238 Schülern und 46 Lehrkräften sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post unter Berufung auf das Ministerium. Vier Schulen seien wegen der Pandemie komplett geschlossen, dazu kämen 106 Teilschließungen.

Das Bildungsministerium hat die Zahlen laut Zeitung in einer Umfrage ermittelt, an der 4510 von 4862 Schulen teilgenommen hätten. Danach waren zuletzt exakt 6987 Schüler und 576 Lehrer in Quarantäne.

Nach Auffassung des Verbandes Lehrer NRW fehlt dem Blatt zufolge ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten. Vor allem die Abschaffung der Maskenpflicht nach zwei Wochen habe zu massiver Verunsicherung bei Schülern und Lehrern geführt.

Update, 21. September, 8 Uhr: Kölner Inzidenz knackt kritische 35-Marke

In Köln steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 36,75.
In Köln steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 36,75.  © Marius Becker/dpa

Am Freitag gab es in Köln ingesamt 4.472 bestätigte Corona-Fälle, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Die Inzidenzzahl liegt damit bei 36,75.

Auch wurde ein weiterer Todesfall einer mit Covid-19 infizierten Person gemeldet. Insgesamt erlagen bis Sonntag 116 Kölnerinnen und Kölner dem Virus.

Aktuell sind 460 Bürger an Corona erkrankt.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen.

Welche Konsequenzen in Köln folgen, ist noch nicht geklärt. Am Samstag fand bereits die Bundesliga-Partie des 1. FC Köln unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Update, 20. September, 15.30 Uhr: Mehrere Tausend demonstrieren in Düsseldorf

In Düsseldorf demonstrieren am Sonntagnachmittag mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Die Kundgebung findet unter der Aufsicht von zahlreichen Polizisten statt.

Update, 20. September, 13.02 Uhr: Bochum freut sich auf ersten Auftritt vor Zuschauern

Vor dem ersten Saisonspiel gegen den FC St. Pauli am Montag (20.30 Uhr/Sky) freut sich Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz vom Fußball-Zweitligisten VfL Bochum über die Rückkehr der Zuschauer.

"Wir kommen aus Spielen, die komplett ohne Fans stattgefunden haben. Das ist kein schöner Zustand für uns und auch den Fußball im Allgemeinen gewesen. Ich finde, es ist ein richtiger und wichtiger Schritt in eine gute Richtung", sagte der 41-Jährige.

Die Partie gegen die Kiez-Kicker können 5000 Fans im Bochumer Stadion verfolgen. "Ich hoffe, dass die Testphase gut verlaufen wird", sagte Schindzielorz.

Update, 20. September, 10.22 Uhr: Starker Anstieg der Corona-Fälle auch in Hamm und Remscheid

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen nordrhein-westfälischen Städten steigt weiterhin stark an. Am Sonntag überschritten auch die Städte Hamm und Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Bei der entscheidenden Kennzahl – den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – lag Gelsenkirchen am Sonntag weiterhin an der Spitze der großen Städte und Kreise in NRW.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) wie am Vortag mit 44,1 angegeben – eine Woche zuvor waren es 10,7.

Hamm kam am Sonntag auf einen Wert von 43,0 – eine Woche zuvor betrug die Sieben-Tages-Inzidenz dort noch 10,1. In Remscheid infizierten sich laut RKI in den vergangenen sieben Tagen 36,9 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus – eine Woche zuvor waren es noch 20,7.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen.

Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt, was in Gelsenkirchen ein Thema werden könnte. Der FC Schalke 04 hat am nächsten Samstag sein erstes Heimspiel der Saison.

In der Nähe der Vorwarnstufe sind außerdem die Stadt Köln mit einem Wert von 34,2 sowie der Oberbergische Kreis mit einem Wert von 33,0.

Update, 19. September, 17.47 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt in Gelsenkirchen massiv an

In Gelsenkirchen gab es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen.
In Gelsenkirchen gab es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen ist massiv angestiegen und nähert sich der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag in Gelsenkirchen bei 44,1 - eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7. 

Schon ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner müssen Kommunen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. 

Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt. Der FC Schalke 04 hat sein erstes Heimspiel der Saison am nächsten Samstag gegen Werder Bremen.

Sollte die wichtige Kennziffer der Neuansteckungen auf 50 steigen, kündigte die Stadt "einschneidende Einschränkungen" an. Die Stadt Gelsenkirchen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass größere private Feiern zu einer Verbreitung des Coronavirus beigetragen hätten.

Update, 18. September, 21 Uhr: Land verlängert Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige bis Jahresende

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Corona-Hilfe für Freiberufler und Solo-Selbstständige bis zum Jahresende verlängern. 

Die monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt von 1000 Euro werde bis zum Jahresende weitergezahlt, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der Rheinischen Post. 

Bislang war die Hilfe für Solo-Selbstständige bis August befristet. "Dies ist ein wertvoller Beitrag, um auch die private wirtschaftliche Existenz der kleinsten Unternehmer unseres Landes zu sichern", sagte er.

Update, 18. September, 16.36 Uhr: 73 Prozent der Lehrer wollen Maskenpflicht zurück

Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück. 

Fast 70 Prozent fühlten sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung mangelhaft oder ungenügend geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.

Fast ein Drittel der Befragten habe angegeben, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gebe. 

"Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz", so die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Über 6000 Mitglieder der Gewerkschaft hätten sich an der Befragung, die zwischen dem 3. und 14. September stattfand, beteiligt. 

Über 80 Prozent hätten ein landesweit einheitlich geregeltes Vorgehen bei Schutzmaßnahmen gefordert, wenn diese im Falle steigender Infektionszahlen erforderlich sein sollten. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sei dies dringend nötig, betonte auch die Gewerkschaft.

Update, 18. September, 15.53 Uhr: Bundesverdienstkreuz für Heinsbergs Landrat Pusch

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch erhält für seine Verdienste in der Corona-Krise das Bundesverdienstkreuz.
Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch erhält für seine Verdienste in der Corona-Krise das Bundesverdienstkreuz.  © Henning Kaiser/dpa

Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), soll am 1. Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. 

Wie eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, wird Pusch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie geehrt. 

Eine Sprecherin des Bundespräsidenten sagte der dpa, Pusch habe, als sich das Corona-Virus im Februar in Heinsberg als erstem Landkreis in Deutschland rasant ausbreitete, Pionierarbeit bei der Eindämmung der Pandemie geleistet. 

"Viele seiner Maßnahmen wurden in den folgenden Monaten von anderen Kreisen in der ganzen Bundesrepublik übernommen."

Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zum ersten deutschen Corona-Hotspot geworden. 

Der Landrat hatte Schulen und Kindergärten schließen lassen und die Bevölkerung unter anderem durch tägliche Videobotschaften informiert.

Update, 18. September, 14.15 Uhr: Online-Kirchgang nach Corona stark gefragt

Der coronabedingte zeitweise Umstieg auf Online-Gottesdienste hat bei vielen evangelischen Gläubigen einer Umfrage zufolge Anklang gefunden. 

Künftig wünschten sich mehr als 82 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste, auch wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich seien, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland am Freitag mit. An der Online-Befragung im Auftrag von fünf Landeskirchen hatten 5000 Personen teilgenommen.

Fast zwei Drittel der Befragten (65,4 Prozent) hatten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. Besonders hoch war die Zustimmung bei den 41- bis 60-Jährigen. Mehr als 80 Prozent waren mindestens viermal beim digitalen Kirchgang dabei.

Update, 17. September, 18.17 Uhr: Köln erreicht Inzidenz von 29,5

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Köln ist seit gestern um 54 auf nunmehr 372 gestiegen. Nach Angaben der Stadt liegt die Inzidenzzahl bei 29,48. 

Ab einem Wert von 35 muss über Maßnahmen beraten werden, ab 50 werden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zur Pflicht.

Update, 17. September, 15.30 Uhr: Reisewarnung für einen Teil der Niederlande

Wegen gestiegener Corona-Zahlen hat die Bundesregierung eine Reisewarnung für Teile der Niederlande ausgesprochen. (Symbolbild)
Wegen gestiegener Corona-Zahlen hat die Bundesregierung eine Reisewarnung für Teile der Niederlande ausgesprochen. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die beiden niederländischen Provinzen Nordholland und Südholland zum Risikogebiet erklärt – und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen.

Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Mittwoch ein entsprechend aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete veröffentlicht.

Nord- und Südholland sind zwei der insgesamt zwölf Provinzen der Niederlande und liegen im Westen des Landes. Sie bilden die am dichtesten besiedelte Region des Landes. In den beiden Provinzen liegen sowohl die größten niederländischen Städte Amsterdam, Rotterdam und Den Haag als auch beliebte Badeorte wie Scheveningen, Zandvoort und Bergen aan Zee.

Nicht betroffen ist dagegen die ebenfalls bei NRW-Touristen beliebte Küstenprovinz Zeeland im Südwesten an der Grenze zu Belgien. Auch für die an Nordrhein-Westfalen angrenzenden Provinzen Limburg, Gelderland und Overijssel gilt die Reisewarnung nicht. Pendler sind also nicht betroffen.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, ob es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Die Warnung des Auswärtigen Amtes vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" dorthin folgt in der Regel nach kurzer Zeit.

Update, 17. September, 11.42 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen von 43,3 auf 33,9 gesunken

Die für die Beurteilung des Infektionsgeschehens wichtige Kennzahl der Infektionen über mehrere Tage ist in Solingen deutlich zurückgegangen. Am Donnerstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 33,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Am Vortag hatte die Zahl noch bei 43,3 gelegen. Die Stadt hatte die vergleichsweise hohen Fallzahlen bereits vergangene Woche als "lokalisierbar und nachvollziehbar" bewertet und in Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden keine besonderen Schutzmaßnahmen ergriffen.

In Mülheim an der Ruhr stieg der Wert laut RKI von Mittwoch auf Donnerstag dagegen leicht – von 35,7 auf 37,5. Auch in Mülheim kann die Gesundheitsbehörde die Infektionswege nach Angaben der Stadt genau nachvollziehen. Besondere Maßnahmen würden daher weiterhin nicht ergriffen, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz-Kennzahl gab es auch in Remscheid (31,5). In Köln (27,6) und Leverkusen (25,0) sanken die Ziffern dagegen.

Update, 17. September, 11.20 Uhr: Kölner Haie fordern weitere Finanzhilfen vom Staat

Die Kölner Haie sind durch die Corona-Pandemie finanziell in ihrer Existenz bedroht. Ihr Geschäftsführer fordert weitere staatliche Hilfen.
Die Kölner Haie sind durch die Corona-Pandemie finanziell in ihrer Existenz bedroht. Ihr Geschäftsführer fordert weitere staatliche Hilfen.  © Uwe Anspach/dpa

Die entsetzten Reaktionen im deutschen Eishockey über die nur teilweise wieder zugelassenen Zuschauer in deutschen Sportarenen reißen nicht ab. Der Geschäftsführer der Kölner Haie, Philipp Walter, fordert daher nun weitere finanzielle staatliche Hilfen.

"Es müssen mehr Fans sein oder es muss Ausgleichszahlungen geben", sagte Walter in einem am Donnerstag auf sportschau.de veröffentlichten Interview.

"Unser Geschäftsmodell wird gerade verboten", klagte Walter weiter über die Entscheidung der Politik, vorerst bundesweit 20 Prozent der eigentlichen Arenen-Kapazitäten für Zuschauer von Sport-Veranstaltungen freizugeben.

Was im Profi-Fußball wohlwollend aufgenommen worden war, sorgte in den großen Mannschaftssportarten Eishockey, Handball und Basketball für Enttäuschung. Grundsätzlich ginge dies schon in die richtige Richtung, meinte Walter. "Man muss aber ganz deutlich sagen, dass wir mit einer Hallenkapazität von 20 Prozent nicht spielen können. Das ist wirtschaftlich nicht möglich."

Die Start der DEL-Saison war aufgrund der Corona-Pandemie bereits auf Mitte November verschoben wurden. Nach aktuellem Stand dürften die Haie dann vor "nur" rund 3700 Zuschauern spielen. In der vergangenen Saison lag der Zuschauerschnitt bei über 13.000.

In anderen DEL-Hallen ist das aktuell erlaubte Zuschauer-Kontingent deutlich geringer. "Das ist ein wirtschaftliches Szenario, das einem die Blässe ins Gesicht treibt", meinte Walter der ohne Hilfen das Ende des Profi-Eishockeys prophezeite: "Dann gibt es kein Eishockey mehr und übrigens auch keine Nationalmannschaft mehr."

Der Bundestag hatte im Sommer bereits Nothilfen wegen der Corona-Krise für die Profi-Sportligen in Höhe von 200 Millionen Euro beschlossen.

Update, 17. September, 11.18 Uhr: Spiel von Alemannia Aachen fällt nach positivem Test aus

Nach dem Ausfall des Fußballspiels von Alemannia Aachen am Mittwoch gegen den SV Lippstadt wegen eines Corona-Falls wurde auch die nächste Partie der Aachener in der Regionalliga West bei Fortuna Düsseldorf am Samstag abgesagt. Dies teilte der Düsseldorfer Club am Donnerstag mit.

Aufgrund eines positiv auf das Coronavirus getesteten Alemannia-Spielers befinden sich weitere Mitglieder des Aachener Kaders sowie Teile des Trainer- und Betreuerstabs vorerst in häuslicher Quarantäne. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Update, 16. September, 18.08 Uhr: Fortuna Düsseldorf plant bis 10.800 Fans

Fortuna Düsseldorf plant nach der Zulassung von bis zu 20 Prozent der Zuschauer mit 10.800 Besuchern für seine ersten beiden Heimspiele in der 2. Fußball-Bundesliga gegen die Würzburger Kickers (26. September) und Jahn Regensburg (18. Oktober). 

90 Prozent der Tickets sollen unter den 14.000 Dauerkarten-Inhabern verteilt werden. Die restlichen Karten entfallen auf die VIP-Bereiche und sonstige Vertragspartner, teilte der Club am Mittwoch mit. Die Düsseldorfer Arena fasst normalerweise 54 600 Zuschauer.

Für die beiden Heimspiele, die in der bundesweiten sechswöchigen Testphase stattfinden, gibt es nur Sitzplätze, die Stehplatz-Bereiche werden umgebaut. Nähere Informationen zur Umsetzung des Hygiene-Konzepts will der Verein nach Abstimmung letzter Details mit dem Ordnungs- und Gesundheitsamt mitteilen.

Update, 16. September, 14.33 Uhr: Erhöhte Ansteckungsraten in einigen NRW-Städten

In einigen NRW-Städten ist der Ansteckungswert über 35 gestiegen. Somit drohen strengere Corona-Regeln.
In einigen NRW-Städten ist der Ansteckungswert über 35 gestiegen. Somit drohen strengere Corona-Regeln.  © Marius Becker/dpa

Nach der Stadt Solingen ist nun mit Mülheim an der Ruhr eine weitere NRW-Stadt dem Schwellenwert der sogenannten Corona-Bremse nahe gekommen.

Am Mittwoch wurden der Stadt zufolge 34,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert – das Robert Koch-Institut (RKI) gab sogar einen Wert von 35,7 an.

Seit Anfang September gilt in NRW, dass sich ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche die betroffenen Kommunen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung über konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen müssen.

In Mülheim könne man die Infektionswege aber genau nachvollziehen, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Ursache sei unter anderem eine Familienfeier, nach der es mehr als 40 Neuinfektionen gegeben habe. "Deswegen werden keine besonderen Einschränkungen vorgenommen."

In Solingen stieg der Ansteckungswert nach Angaben der Stadt auf 42,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das RKI gab einen Wert von 43,3 an.

Die Ansteckungen hingen noch mit einer privaten Feier in der vergangenen Woche sowie einer Seminargruppe zusammen, bei der sich mehrere Menschen angesteckt hätten.

Dem Sprecher zufolge könnte die Ansteckungsrate in den kommenden Tagen sinken, weil dann die ersten positiven Ergebnisse des Hotspots aus der Sieben-Tages-Statistik herausfallen. Ab einem Wert von 50 würde über Einschränkungen neu beraten werden, "es gibt keine Blaupause in der Schublade", so der Sprecher.

Besonders hoch ist die Ansteckungsrate außerdem in Köln, dort waren laut RKI binnen sieben Tagen 27,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gemeldet worden.

Die Infektionen seien breit gestreut und nicht einem "Hotspot" zuzuordnen, erklärte eine Stadt-Sprecherin. In der Nachbarstadt Leverkusen ist die Neuansteckungsrate ähnlich hoch; am Mittwoch lag sie bei 27,5.

Update, 15. September, 17.10 Uhr: Infektionszahlen in Köln steigen weiter an

Die Stadt Köln meldete am Dienstagnachmittag 32 neue Corona-Fälle. Damit stieg die Zahl der aktuell Infizierten auf 323. Derzeit befinden sich 34 Personen im Krankenhaus.

Die Inzidenzzahl liegt aktuell bei 26,62. Bei einer Überschreitung von 35 tritt die lokale Corona-Bremse in Kraft. Dann müssen Stadt, Bezirksregierung und Land über Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten.

Update, 15. September, 16.10 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demo in Düsseldorf an

In vielen deutschen Großstädten demonstrieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen – bald auch in Düsseldorf.
In vielen deutschen Großstädten demonstrieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen – bald auch in Düsseldorf.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die für kommenden Sonntag in Düsseldorf angemeldete Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wird wohl deutlich kleiner ausfallen als zunächst angekündigt.

Die Veranstalter erwarteten nur noch rund 10.000 Teilnehmer, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dass die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort sein werde, bestätigte er nicht – aber: "Wir sind gut aufgestellt."

Zunächst war von rund 50.000 Teilnehmern die Rede gewesen. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

Update, 15. September, 14.10 Uhr: Corona-Fall bei Alemannia Aachen: Regionalliga-Spiel fällt aus

Ein Spieler des Fußball-Regionalligisten Alemannia Aachen ist mit Corona infiziert. Das gab der frühere Bundesligist am Dienstag bekannt. 

Das für Mittwoch vorgesehene Spiel der Alemannia gegen den SV Lippstadt fällt somit aus. Zudem könne "aktuell kein Trainingsbetrieb am Tivoli stattfinden". Welche Beteiligten in häusliche Quarantäne müssen und wie es dem infizierten Spieler geht, teilte der Verein zunächst nicht mit. In der Regionalliga West ist es am 3. Spieltag bereits das dritte Spiel, das wegen eines positiven Corona-Tests abgesagt wurde.

Update, 15. September, 12.48 Uhr: NRW nimmt 20,7 Milliarden weniger Steuern ein

Die Corona-Krise reißt auch in den nordrhein-westfälischen Landeshaushalt ein tiefes Loch. Das bevölkerungsreichste Bundesland muss in Folge der Pandemie bis einschließlich 2023 mit rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen. Das teilte das Finanzministerium in Düsseldorf am Dienstag mit.

Update, 15. September, 9.40 Uhr: Mehr Kurzarbeit, Reallöhne in NRW sinken

Das Statistische Landesamt in Düsseldorf hat bekannt gegeben, dass die Kurzarbeit in NRW Corona-bedingt gestiegen ist.
Das Statistische Landesamt in Düsseldorf hat bekannt gegeben, dass die Kurzarbeit in NRW Corona-bedingt gestiegen ist.  © Jan Woitas/ZB/dpa

Der coronabedingte Anstieg der Kurzarbeit hat die Reallöhne in Nordrhein-Westfalen im zweiten Quartal sinken lassen.

Der Bruttomonatsverdienst der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer lag – bereinigt um den Anstieg der Verbraucherpreise – 4,3 Prozent niedriger als in den Vergleichsmonaten April bis Juni 2019.

Das berichtete das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf. Die Verbraucherpreise seien nur moderat um 0,7 Prozent gestiegen.

"Die niedrigeren Reallöhne im zweiten Quartal 2020 sind maßgeblich von den Einschränkungen durch den Shutdown im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beeinflusst", hieß es.

Update, 14. September, 15.15 Uhr: Leverkusen sagt Karnevalsumzüge ab

Die Stadt Leverkusen hat alle Umzüge der kommenden Karnevalssession abgesagt. Man wolle die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährden, hieß es in einer Mitteilung von Stadt und Karnevalsvereinen am Montag.

Auch Prinzenproklamation, Rathaussturm und andere öffentliche Großveranstaltungen der Vereine werde es im kommenden Jahr wegen der Corona-Gefahr nicht geben. Frohsinn und närrisches Treiben seien in der aktuellen Zeit weder vermittelbar noch verantwortungsbewusst, sagte Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD).

Seit Wochen wird angesichts der Corona-Pandemie über die kommende Session debattiert. Zahlreiche Politiker, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), aber auch der Vize-Ministerpräsident von NRW, Joachim Stamp (FDP), haben sich für eine Absage des Karnevals ausgesprochen.

Update, 14. September, 14.45 Uhr: Land fördert 21 Privattheater mit extra Geld

Die Landesregierung hat die Förderung für 21 Privattheater in der Corona-Krise aufgestockt. Die Unterstützung für die vor allem im Ruhrgebiet und im Rheinland angesiedelten Theater werde noch einmal um 200.000 auf rund 915.000 Euro aufgestockt, teilte das Kulturministerium am Montag mit.

Privattheater würden sonst nicht vom Land gefördert. "Unser Ziel ist, die kulturellen Strukturen im Land zu erhalten", sagte die Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Privattheater seien ein wesentlicher Teil der vielfältigen Theaterlandschaft in NRW.

Insgesamt ist das NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur" 185 Millionen Euro schwer.

Update, 14. September, 14.20 Uhr: Krise vermasselt Handwerkern das Geschäft

Handwerker meldet wegen der Corona-Krise geringere Umsätze. (Symbolbild)
Handwerker meldet wegen der Corona-Krise geringere Umsätze. (Symbolbild)  © 123RF/kasto

In der Corona-Krise haben Nordrhein-Westfalens Handwerker deutlich weniger Geschäft gemacht als im gleichen Zeitraum 2019.

Der Umsatz des zulassungspflichtigen Handwerks sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent gesunken, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mit.

Vor allem Handwerker, die in der Kraftfahrtbranche arbeiten, mussten heftige Einbußen hinnehmen – hier sanken die Erlöse um ein Fünftel (19,6 Prozent).

Der Effekt auf den Arbeitsmarkt war allerdings nicht so gravierend: Die Beschäftigtenzahl aller Handwerker reduzierte sich nur um 1,5 Prozent.

Update, 11. September, 16.26 Uhr: 237 Infizierte in Köln

Mit Stand Freitag, 11. September 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 237 Kölner, die aktuell positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Innerhalb eines Tages wurden 43 neue Infektionen übermittelt. Die Inzidenzzahl liegt bei 19,71.

Tests sind unter anderem weiterhin am Hauptbahnhof Köln möglich. Das Corona-Testzentrum ist  von 7 bis 23 Uhr geöffnet und bietet allen Reiserückkehrern (nicht nur Bahnreisenden) aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten die Möglichkeit, sich innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Einreise nach Deutschland kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen.

Seit dem 26. August wurden im Testzentrum am Hauptbahnhof bis einschließlich
10. September 2.638 Abstriche genommen. Bislang liegen 21 positive Befunde vor, teilte die Stadt Köln mit.

Update, 11. September, 16.14 Uhr: Viele Infizierte in Solingen

Erstmals in Nordrhein-Westfalen ist eine Kommune wegen einer hoher Corona-Fallzahlen dem Schwellenwert der sogenannten Corona-Bremse nahe gekommen. 

In Solingen registrierten die Gesundheitsbehörden in den letzten sieben Tagen insgesamt 34,5 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. 

Seit Anfang September gilt in NRW, dass sich ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner die betroffenen Kommunen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung über konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen müssen. Kontakt gab es aber schon: "Das Landeszentrum Gesundheit steht bereits mit der Stadt Solingen und der Bezirksregierung Düsseldorf im Kontakt zur weiteren Sachverhaltsaufklärung zu den Hintergründen dieses Anstiegs", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Düsseldorf.

Die Fallzahl in der 160.000-Einwohner-Stadt war in den vergangenen zwei Tagen erst um 19, dann noch einmal um 16 gestiegen. Zwölf positive Tests seien allein auf eine private Feier im benachbarten Leichlingen zurückgegangen, hatte die Stadt am Donnerstag mitgeteilt.

Update, 10. September, 22.01 Uhr: Corona-Gipfel für Sportvereine

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat für diesen Freitag Vertreter verschiedener Sportarten zu einem "Coronagipfel" geladen.

Bei dem Treffen soll über mögliche Erleichterungen während der Coronavirus-Pandemie für unterklassige Fußball-Vereine und andere Sportarten gesprochen werden. 

Update, 10. September, 15.19 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Köln

Mit Stand heute, Donnerstag, 10. September 2020, sind laut Stadt Köln 225  Kölner aktiv am Coronavirus erkrankt.

Update, 10. September, 13.56 Uhr: Zweite Stufe des Stärkungspakets "Kunst und Kultur"

Die Landesregierung startet die zweite Stufe des Kulturstärkungspakets zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie: den 80 Millionen Euro starken Kulturstärkungsfonds. Insgesamt ist das NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur" 185 Millionen Euro schwer.

105 Millionen Euro stehen davon für ein Stipendienprogramm bereit. Von den 15.000 Stipendien seien bereits 10.900 bewilligt worden, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Donnerstag in Düsseldorf.

"Die Menschen reagieren noch verhalten auf Kulturangebote", räumte Pfeiffer-Poensgen ein. "Wir werden nicht jeden verlorenen Euro ausgleichen können, aber wir wollen die Strukturen erhalten."

Nach wie vor seien viele Kulturinstitutionen besonders belastet: Die Hygieneschutzkonzepte kosteten zusätzliches Geld und die Besucherzahlen seien zum Teil auch aus Gründen des Virenschutzes begrenzt. Dennoch sollten Kulturveranstaltungen wieder stattfinden können.

Update, 10. September, 12.58 Uhr: Kein Bußgeld für Maskenverweigerer im Wahllokal

Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der NRW-Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kein Bußgeld.
Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der NRW-Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kein Bußgeld.  © Andreas Krebs/Rheinische Post Pool/dpa

Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kein Bußgeld.

"Es gilt eine Maskenpflicht im Wahllokal, aber es gilt auch die freie Beteiligung an Wahlen für jeden", unterstrich der CDU-Politiker am Donnerstag in Düsseldorf.

Daher könne ein Verstoß gegen die Maskenpflicht nicht mit einem Bußgeld geahndet werden. "Es ist nicht wie in einem Bus. Man kann niemandem das Wahlrecht vorenthalten. Das ist eines der fundamentalsten Grundrechte."

Da jedem freier Zugang zum Wahllokal gewährt werde, werde damit ein möglicher Anfechtungsgrund ausgeräumt. "Es gilt nur der Appell, Abstand zu halten und Maske zu tragen", unterstrich Laschet.

Politischer Aktionismus rund um Wahllokale werde aber an Wahltagen grundsätzlich nicht geduldet. "An einem Wahltag darf niemand für sein Anliegen irgendwelche politischen Druckmittel oder Besetzungen rund um Wahllokale machen. Das muss absolut neutral sein. Da gibt es klare Regeln."

Update, 10. September, 10 Uhr: Weniger Insolvenzen im ersten Halbjahr 2020

Von Januar bis Juni 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 11.397 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, waren das 14,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an die Statistiker bei den Amtsgerichten angemeldet wurden) summierte sich im ersten Halbjahr 2020 auf 3,92 Milliarden Euro und lag damit um 82,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert (2,15 Milliarden Euro).

Die ab März 2020 beginnende wirtschaftliche Krise spiegelte sich im 1. Halbjahr 2020 noch nicht in einem Anstieg der Verfahren wieder. Das liegt u. a. daran, dass die Insolvenzen grundsätzlich aufgrund der regulären Bearbeitungszeit bei den zuständigen Insolvenzgerichten ein sogenannter „nachlaufender Konjunkturindikator” sind. 

Weitere Ursachen sind laut den Statistikern zurzeit die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht (bis vorerst zum 30. September 2020), die besonderen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen sowie der teilweise eingeschränkte Betrieb der Insolvenzgerichte und/oder Schuldnerberatungsstellen. 

Update, 10. September, 9.28 Uhr: Passagierzahl der NRW-Flughäfen steigt allmählich

Die Passagierzahl der Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist nach einem tiefen Einbruch durch die Corona-Krise im Juli wieder gestiegen. 

Sie sind aber in dem wichtigen Ferienmonat noch meilenweit vom Vorjahresniveau entfernt gewesen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Demnach flogen im Juli 2020 von den sechs Hauptverkehrsflughäfen in NRW insgesamt 640.600 Passagiere ab. 

Das waren demnach zwar rund viermal so viele Fluggäste wie im Vormonat Juni, aber 73,3 Prozent weniger als im Juli 2019. Die meisten Passagiere (576 159) flogen ins Ausland (−71,7 Prozent). Bei den Inlandsflügen (64 441) war das Minus noch höher (−82,2 Prozent).

Mit Stand Mittwoch, 9. September, sind 223 Kölner nachweislich am Coronavirus erkrankt. Die Inzidenzzahl liegt bei 17,69, teilte die Stadt Köln mit. Die Zahl der Infizierten lag einen Tag zuvor bei rund 200 Menschen.

Update, 9. September, 12.40 Uhr: Über 2,7 Milliarden Euro für NRW nach Gewerbesteier-Einbruch

Ina Scharrenbach ist NRW-Kommunalministerin.
Ina Scharrenbach ist NRW-Kommunalministerin.  © Marcel Kusch/dpa

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat grünes Licht für eine Kompensation der drastisch gesunkenen Gewerbesteuern gegeben. 

Nach derzeitigem Stand seien dafür über 2,7 Milliarden Euro eingeplant, kündigte NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. 

"Mit einer in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einmaligen Entscheidung werden sich das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund jeweils zur Hälfte an den Gewerbesteuermindererträgen der Städte und Gemeinden beteiligen."

Die Corona-Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 große Löcher in viele kommunale Haushalte gerissen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lagen die Einnahmen aus Gewerbesteuern von April bis Juni insgesamt bei knapp zwei Milliarden Euro - rund 1,5 Milliarden oder 43,5 Prozent unter denen des gleichen Vorjahresquartals. Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle der Städte und Gemeinden.

Einen genaueren Aufschluss über die Gewerbesteuerausfälle erwartet die Landesregierung mit der angekündigten Sonder-Steuerschätzung des Bundes noch in dieser Woche. 

Ein Gesetz über die geplante Hilfe solle noch in diesem Jahr im Landtag beschlossen werden, berichtete Scharrenbach. Nun würden zunächst die kommunalen Spitzenverbände angehört.

Update, 9. September, 12.02 Uhr: Opposition will "Schul-Gipfel" im Landtag beantragen

SPD und Grüne wollen im nordrhein-westfälischen Landtag einen "Schul-Gipfel" beantragen. 

"Das Bildungswesen wird durch die Corona-Pandemie auf den Prüfstand gestellt", heißt es im gemeinsamen Antrag beider Fraktionen. "Eine Bewältigung dieser Herkulesaufgabe gelingt nur gemeinsam." 

Dabei gehe es um "alle Dimensionen des Bildungswesens" - vom Zustand der Schulgebäude über den Ganztag und die Sozialarbeit an den Schulen bis hin zu Lehrermangel und Digitalisierung. Beide Oppositionsfraktionen fordern die schwarz-gelbe Landesregierung auf, daher in den nächsten Wochen einen Schul-Gipfel einzuberufen mit Vertretern des Parlaments, der Kommunen sowie der Lehrer, Schüler und Eltern.

Besonders aussichtsreich ist der Vorstoß, der nächste Woche Donnerstag im Parlament beraten werden soll, allerdings nicht. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte kürzlich dazu gesagt, sie stehe ohnehin ständig im Austausch mit allen am Schulleben Beteiligten.

Update, 9. September, 7 Uhr: Deutlich mehr Desinfektionsmittel in NRW hergestellt

Mehr als 10.300 Tonnen Desinfektionsmittel sind von April bis Juni in Nordrhein-Westfalen industriell hergestellt worden. Das sind 18,8 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2019, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mit. Insgesamt waren 18 Betriebe an der Produktion beteiligt.

Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2020 stieg die Produktion noch einmal deutlich an. Von Januar bis März 2020 wurden 4621 Tonnen Desinfektionsmittel im Bundesland hergestellt.

Der Absatzwert im zweiten Vierteljahr 2020 betrug 24,3 Millionen Euro und war damit viermal so hoch wie im Vorjahreszeitraum mit 6,1 Millionen Euro.

Die Angaben des Landesamtes beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Zudem wird bei Desinfektionsmitteln nur das Wirkstoffgewicht erhoben, die Menge gebrauchsfertiger Desinfektionsmittel kann durch Zugabe von Wasser oder Seife deutlich höher sein.

Update, 9. September, 6.53 Uhr: Stamp will Alltagshelfer zu Kita-Personal ausbilden lassen

Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP).
Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP).  © Roland Weihrauch/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die zur Entlastung der Kitas in der Corona-Krise eingestellten Alltagshelfer dauerhaft für die Kinderbetreuung gewinnen.

Das "Kita-Helfer"-Programm werde über den 31. Dezember hinaus im kommenden Jahr fortgesetzt, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf.

Mit den Trägern der Einrichtungen sollten außerdem Konzepte zur Weiterqualifizierung der Helfer entwickelt werden. Auch auf diesem Wege sollten dauerhaft "mehr geeignete Kräfte für den Einsatz in der frühkindlichen Bildung" ausgebildet werden.

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat den Kita-Trägern bisher rund 95 Millionen Euro für "Kita-Helfer" zur Verfügung gestellt. Sie sollen das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten – etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren.

Das Programm ist laut Stamp auf etwa 10.000 Mitarbeiter angelegt. In NRW gibt es rund 10.500 Kindertageseinrichtungen.

Update, 8. September, 16.37 Uhr: 201 Kölner erkrankt

Mit Stand heute, Dienstag, 8. September 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 3.876 (Vortag: 3.858) bestätigten Coronavirus-Fall.  Aktuell seien 201 Kölner nachweislich aktiv am Corona-Virus erkrankt.

Update, 8. September, 15.08 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demonstration in Düsseldorf an

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für den 20. September eine Demonstration in Düsseldorf mit fast 50.000 Teilnehmern angemeldet. 

Ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag die Anmeldung. Man wolle nun Gespräche mit den Veranstaltern führen.

Update, 8. September, 15 Uhr: Joachim Stamp sieht Probleme bei Erlaubnis für Sexarbeit in Corona-Krise

Die NRW-Landesregierung sieht Probleme bei der Umsetzung des Urteils des Oberverwaltungsgerichts (OVG) zur Erlaubnis von Sexdienstleistungen in der Corona-Krise. 

Man müsse nun sehen, wie der Beschluss umzusetzen sei, sagte der stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. "Die Kontaktnachverfolgung ist in einem Bereich, wo es ein Stück weit um Diskretion geht, schwierig." 

Ein "ernsthaftes Problem" sei auch ein zunehmend illegaler Bereich, "wo es um brutalste Ausbeutungsverhältnisse gerade von Frauen geht", sagte Stamp, der auch Familienminister ist.

Die Regeln zur Erlaubnis von Prostitution in der Corona-Krise, etwa in Berlin, bezeichnete Stamp als "teilweise bizarr". Man müsse generell aber darüber nachdenken, wie Prostitution insgesamt rechtlich gestaltet werden solle, sagte Stamp. 

Update, 8. September, 14.24 Uhr: Weiter kein unkontrollierter Corona-Ausbruch an Schulen

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kann einen Monat nach den Schulöffnungen in NRW keine unkontrollierten Corona-Infektionen feststellen.
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kann einen Monat nach den Schulöffnungen in NRW keine unkontrollierten Corona-Infektionen feststellen.  © David Young/dpa

Auch einen Monat nach Ende der Sommerferien sind laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) keine unkontrollierten Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen festzustellen.

"Auch nach der Aussetzung der Maskenpflicht im Unterricht sind unsere Schulen weiterhin sichere Orte", sagte Gebauer am Dienstag der dpa in Düsseldorf. "Die Maßnahmen zur Einhaltung von Hygiene und Infektionsschutz greifen."

Seit dem Schuljahresbeginn am 12. August hätten 99 Prozent der Schüler in NRW an regulärem Unterricht im Klassenzimmer teilnehmen können.

"Der Anteil der Lehrkräfte, deren Einsatz im Präsenzunterricht durch die Pandemie verhindert wird, liegt konstant unter vier Prozent und derzeit bei 3,3 Prozent. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem vergangenen Schuljahr."

Zum Stichtag 2. September gab es nach Angaben des Ministeriums an fast 98 Prozent von weit über 4000 befragten Schulen in NRW regulären Unterricht im Klassenzimmer.

Nur drei Schulen seien vollständig geschlossen gewesen, an 101 weiteren habe es Teilschließungen gegeben. Über einzelne pandemiebedingte Schulschließungen und weitere Maßnahmen vor Ort entscheiden die Gesundheitsämter.

Update, 8. September, 14.20 Uhr: Bordelle dürfen wieder sexuelle Dienstleistungen anbieten

Das Oberverwaltungsgericht des Landes NRW hat das Sexverbot in Bordellen gekippt. Sexarbeiterinnen dürfen demnach wieder ihre Dienste anbieten.

Update, 8. September, 11.09 Uhr: Aktuell 98 Corona-Fälle in Düsseldorf

Am Dienstagmorgen meldete die Stadt Düsseldorf elf neue Coronafälle. Insgesamt sank die Zahl der aktuell infizierten Personen auf 98.

Derzeit befinden sich 13 Personen im Krankenhaus, davon sechs auf der Intensivstation. 557 Personen sind in Quarantäne, 2636 Menschen gelten als wieder geheilt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 15,5.

Update, 7. September, 13.22 Uhr: Großteil der Kommunen verzeichnet Einbruch bei Gewerbesteuern

Viele NRW-Kommunen nehmen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr deutlich weniger Gewerbesteuern ein (Symbolbild).
Viele NRW-Kommunen nehmen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr deutlich weniger Gewerbesteuern ein (Symbolbild).  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Corona-Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 große Löcher in viele kommunale Haushalte gerissen. 

Wie das Statistische Landesamt NRW (IT.NRW) am Montag mitteilte, lagen die Einnahmen aus Gewerbesteuern von April bis Juni bei insgesamt 1,96 Milliarden Euro und damit 43,5 Prozent unter denen des entsprechenden Vorjahresquartals. 

Zum Vergleich: Laut IT.NRW lag der durchschnittliche Einnahmebetrag der NRW-Kommunen aus Gewerbesteuern von 2015 bis 2019 bei etwa drei Milliarden Euro pro Quartal. Die höchsten Rückgänge der Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem zweiten Quartal 2019 mussten Düsseldorf (minus 192,2 Millionen Euro) und Köln (minus 134,0 Millionen Euro) hinnehmen. Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle der Städte und Gemeinden.

Nach früheren Angaben der Landesregierung hatten zahlreiche Unternehmen im Frühjahr wegen der pandemiebedingten Umsatzeinbußen und drohender Verluste Anträge auf Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen und Steuerstundung gestellt. Zur Kompensation der erwarteten Gewerbesteuerausfälle haben Land und Bund Finanzmittel in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt.

Doch nicht alle Städte und Gemeinden des Landes nahmen von April bis Juni weniger ein: 55 der 396 Kommunen erzielten im zweiten Quartal höhere Gewerbesteuereinnahmen als ein Jahr zuvor. 

Den höchsten Zuwachs verzeichnete die Stadt Euskirchen (plus 31,8 Millionen Euro). Dort waren laut Stadtsprecherin Silke Winter "unerwartete Gewerbesteuernachzahlungen" die Ursache für das Plus. Ohne diese hätte Corona sonst ein Loch bei den Einnahmen gerissen, sagte sie.

Update, 7. September, 13.18 Uhr: Lüftungscheck in NRW-Schulen beschäftigt den Landtag

Der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags wird sich am Mittwoch mit dem geplanten gebäudetechnischen Corona-Check für alle rund 5500 Schulen des Landes beschäftigen. 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass systematisch abgefragt werde, wo es Probleme mit Lüftungssystemen gebe. Nach ersten Daten sei davon auszugehen, dass etwa ein Prozent aller Schulen bauliche Mängel hätten und zum Teil etwa Fenster nicht geöffnet werden könnten.

Die SPD-Opposition hält die Dimension des Problems für weit größer und hat das Thema daher auf die Tagesordnung des Schulausschusses gebracht. Anfang März hätten in einer WDR-Umfrage immerhin 80 Prozent aller Schulleiter von rund 1200 befragten Schulen den baulichen Zustand an ihren Einrichtungen als schlecht bezeichnet, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. 

"Ein halbes Jahr später spricht Armin Laschet davon, dass angeblich nur ein Prozent der Schulen Mängel aufweise. Die Behauptungen der Landesregierung decken sich in vielen Fällen nicht mit der Realität an den Schulen."

Update, 4. September, 16.54 Uhr, 205 Kölner aktuell nachweislich an Covid-19-Virus erkrankt

Mit Stand Freitag, 4. September 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 205 Kölner die aktiv am Corona-Virus erkrankt sind. Dies teilte die Stadt Köln am Freitagnachmittag mit.

Update, 4. September, 14.08 Uhr: Laschet pocht auf deutsche Lösung im Fußball

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht in der Landespressekonferenz.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht in der Landespressekonferenz.  © Oliver Berg/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) pocht auf eine gesamtdeutsche Lösung für Spiele mit Zuschauern in der Fußball-Bundesliga. 

In Düsseldorf kritisierte er am Freitag unfaire Sonderwege. Unter anderen hatte RB Leipzig von den örtlichen Behörden die Erlaubnis erhalten, das erste Saison-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 vor bis zu 8500 Zuschauern zu bestreiten.

"Natürlich ist das eine Wettbewerbsverzerrung, wenn in einem Stadion 8000 Zuschauer sind und man einen Heimvorteil hat, und in einem anderen spielt man vor leeren Rängen", sagte Laschet. "Man braucht in Deutschland vergleichbare Regeln." 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe nun die Aufgabe, faire Lösungen für alle 18 Vereine zu erarbeiten. "Es ist jetzt schon ungut, dass eine Stadt es anders machen will", kritisierte Laschet.

"Der Fußball hat eine große Signalwirkung", betonte er. Die Landesregierung sei aber auch im Gespräch mit anderen großen Sportverbänden. "Mir liegt vor allem der Amateursport am Herzen", sagte Laschet.

Update, 4. September, 12 Uhr: Vorerst nur 300 Zuschauer bei Sportveranstaltungen erlaubt

Die Amateur-Sportvereine und Profi-Clubs in Nordrhein-Westfalen können sich vorerst wenig Hoffnung auf Spiele vor einer größeren Anzahl von Zuschauern machen. 

Laut der am 1. September in Kraft getretenen NRW-Corona-Schutzverordnung bleibt es zunächst bei der Vorgabe, nicht mehr als 300 Zuschauer zuzulassen (TAG24 berichtete).

Update, 4. September, 11.32 Uhr: Schulen in NRW sollen überprüft werden

Jede Schule in Nordrhein-Westfalen soll einem gebäudetechnischen Corona-Check unterzogen werden. Das kündigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf an. 

Im Fokus stehe die Wirkung von Aerosolen in geschlossenen Klassenräumen. Die Ministerinnen für Schule und für Bauen analysierten derzeit die Voraussetzungen an jeder einzelnen der rund 5500 Schulen in NRW, sagte Laschet. 

Es gehe darum, passgenaue Fördermöglichkeiten und technische Lösungen zu finden, etwa für Schulen, wo aus Sicherheitsgründen bislang die Fenster nicht zu öffnen seien. Nächste Woche seien erste Ergebnisse der Analyse zu erwarten.

Update, 4. September, 10.02 Uhr: Debatte um Weihnachtsgottesdienste

Blick in den Innenraum des Kölner Doms.
Blick in den Innenraum des Kölner Doms.  © Federico Gambarini/dpa

Wegen der eingeschränkten Besucherzahlen bei Gottesdiensten in der Corona-Krise denkt die Evangelische Kirche im Rheinland über Alternativen zu Weihnachten nach. 

Gottesdienste auf einem Parkdeck oder Friedhof seien Optionen, sagte Präses Manfred Rekowski der "Rheinischen Post" (Freitag). 

Wegen der Zugangsbeschränkungen könnte derzeit nur jeder dritte Kirchgänger einen Platz in einem Weihnachtsgottesdienst bekommen. Ziel sei es, möglichst vielen der üblichen mehr als 700 000 Gottesdienstbesucher eine Teilnahme zu ermöglichen.

Derzeit prüfe die Kirche laut Rekowski, ob eine Gesundheitsgefährdung durch die Heizungsluft ausgeschlossen werden kann. Umluftheizungen gelten als Virenschleudern in der Corona-Pandemie.

Update, 4. September, 9.40 Uhr: Kräftiger Produktionseinbruch bei der NRW-Industrie

Die Industrie in Nordrhein-Westfalen hat in der ersten Hälfte dieses Jahres einen kräftigen Einbruch ihrer Produktion verkraften müssen. 

Die Betriebe des verarbeitenden Gewerbes stellten Waren im Wert von 131,5 Milliarden Euro her, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. Das waren 11,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Besonders stark war das Minus in der Metallindustrie mit 20,9 Prozent. Die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln verzeichneten dagegen ein Produktionsplus von 2,9 Prozent.

Die Produktionseinschränkungen durch die Corona-Krise machten sich den Zahlen der Statistiker zufolge vor allem seit April bemerkbar. Während der Warenwert im ersten Quartal um 3,5 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurückging, betrug das Minus im zweiten Vierteljahr 19,9 Prozent.

Update, 3. September, 19.45 Uhr: Erstes Chorkonzert mit Publikum seit Corona

Unter strengen Coronaschutz-Auflagen ist am Donnerstagabend im Konzerthaus Dortmund das bundesweit erste große Chorkonzert seit Beginn der Pandemie über die Bühne gegangen.

Das Balthasar-Neumann-Ensemble spielte unter der Leitung von Thomas Hengelbrock das Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn (1732-1809). Im Saal waren knapp 90 Musiker und rund 700 Zuschauer.

Der Dortmunder Intendant Raphael von Hoensbroech sprach zu Beginn von einem "Weckruf" für die Musikszene. "Dieses Konzert ist nicht nur ein Konzert, es ist ein Signal und ein lauter Ruf." Er erntete lautstarken Applaus.

Corona dürfe nicht verharmlost werden, aber es müsse ein Weg gesucht werden, mit ihr zu leben, forderte von Hoensbroech.

Alle Musiker bei dem Konzert sind drei bis vier Mal auf Corona getestet worden, sie haben während der Probearbeit isoliert in einem Hotel nahe dem Konzertsaal gewohnt und durften keinen physischen Kontakt mit ihren Familien haben.

Update, 3. September, 18.55 Uhr: Keine erneute landesweite Schließung von Kitas und Schulen

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) erteilt einer erneuten flächendeckenden Schließung von Bildungseinrichtungen in der Corona-Krise eine Absage. 

Er gebe den Familien "eine Bildungs- und Betreuungsgarantie": "Es wird keine landesweite Schließung von Kitas und Schulen mehr geben", sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident der Rheinischen Post (Freitag). Das gelte auch, wenn die Infektionszahlen im Winter wieder stiegen. Frühkindliche Bildung müsse sehr ernst genommen werden. Die Bundesregierung müsse sie stärker in den Mittelpunkt stellen als zu Beginn der Krise.

Der Minister sagte, seit dem Neustart der Kitas seien die Rückmeldungen positiv. Es habe vereinzelt Schließungen gegeben, aber bisher keinen Hotspot in einer Kita oder Schule. 

Update, 3. September, 15.54 Uhr: Infektionszahlen in Köln sinken wieder unter 200

Nachdem die Infektionszahlen zum September-Beginn erstmals wieder seit Ende April die 200er-Marke überschritten haben, ist die Zahl wieder gesunken. Aktuell gibt es demnach 197 Erkrankte, wie die Stadt mitteilte. Die Inzidenzzahl liegt bei 17,4.

Derzeit befinden sich 29 Personen im Krankenhaus in stationärer Quarantäne. Bislang sind 113 Kölnerinnen und Kölner gestorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Update, 3. September, 6.15 Uhr: NRW plant Luftfilter in Gastronomie und Handel

In NRW sollen Luftfilter den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen (Symbolbild).
In NRW sollen Luftfilter den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen (Symbolbild).  © 123RF/Olena Kachmar

Im Kampf gegen das Coronavirus will die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen künftig auf technische Lösungen wie etwa Luftfilter setzen. 

Eingesetzt werden könnten diese zum Beispiel in der Gastronomie oder im Einzelhandel. "Damit könnten wir gerade im Herbst und Winter neue Möglichkeiten für die Branchen schaffen, ohne dass die Gesundheitsrisiken steigen", sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der "Rheinischen Post" (Donnerstag). 

Man wolle zudem eine "Innovationsklausel" in der Corona-Schutzverordnung aufnehmen, um die Pandemie durch einen Wettbewerb um kluge Lösungen bewältigen zu können.

Mit Blick auf die Corona-Warn-App schlug Pinkwart vor, den Funktionsumfang zu erweitern. "Im nächsten Schritt muss es darum gehen, die App europäisch zu vernetzen oder sogar zu einer europäischen Lösung zu kommen", sagte er. Die Grenzübertritte beträfen nicht nur Touristen, sondern auch viele Geschäftsreisende.

Update, 2. September, 16.09 Uhr: Keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen

In NRW gilt weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen. Sie kann aber als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. (Symbolbild)
In NRW gilt weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen. Sie kann aber als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. (Symbolbild)  © Roberto Pfeil/VM/dpa

In Nordrhein-Westfalen soll trotz der Corona-Pandemie weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen gelten.

Sie kann aber vom Ordnungsamt in Abstimmung mit der Polizei als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar.

Der Berliner Senat hatte am Dienstag eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern beschlossen. Sie soll in der Hauptstadt auch bei einer geringeren Teilnehmerzahl gelten, falls bei der Demonstration skandiert oder gesungen wird.

NRW habe derzeit keine entsprechenden Planungen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Vorschrift für Demonstrationen entspreche hier der Regelung, die – mit Ausnahme von Warteschlangen – überall im öffentlichen Raum unter freiem Himmel gelte. 

"Was in jedem Fall auch für Demonstrationen gilt, ist der Mindestabstand von 1,5 Metern."

Update, 2. September, 14.11 Uhr: Corona-Soforthilfen des Bundes erreichen Milliardenhöhe

Kleine Unternehmen und Soloselbstständige in Nordrhein-Westfalen haben bis Ende Juli Corona-Soforthilfen des Bundes in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro erhalten.

Das geht aus einem der Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, der dem Haushaltsausschuss des Bundestages übermittelt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Antragssteller in NRW erhielten damit gut ein Viertel der bundesweit ausgezahlten Gelder.

Insgesamt wurden bis zum 31. Juli bundesweit 13,4 Milliarden Euro an Bundesmitteln über die Länder an kleine Unternehmen und Soloselbstständige als Soforthilfen ausgezahlt.

Bei weiteren rund 1,2 Milliarden Euro der den Ländern zugewiesenen Mittel stand zu diesem Zeitpunkt die Auszahlung noch aus.

Update, 2. September, 8.05 Uhr: Industrieproduktion in NRW den vierten Monat in Folge geschrumpft

Die Produktion der stark exportabhängigen Industrie von Nordrhein-Westfalen ist im Juli den vierten Monat in Folge gegenüber dem Vorjahresniveau geschrumpft. Im Vergleich mit dem vorangegangenen Monat Juni stieg die Produktion allerdings leicht um 2,8 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Im Juli 2020 lag der Wert der Produktion damit 11,6 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Durch die Corona-Krise ausgelöste Betriebseinschränkungen hatten zuvor bereits in den Monaten April bis Juni zu einem deutlichen Minus geführt. 

Besonders betroffen waren die Investitionsgüter mit einem Minus von 13,2 Prozent. Die Hersteller der Gebrauchsgüterproduzenten meldeten einen Rückgang von rund 5 Prozent.

Update, 2. September, 6.45 Uhr: Maskenpflicht bei Kommunalwahl in NRW

Während des Unterrichts gilt an NRW-Schulen keine Maskenpflicht mehr, bei der Kommunalwahl muss aber eine Maske getragen werden.
Während des Unterrichts gilt an NRW-Schulen keine Maskenpflicht mehr, bei der Kommunalwahl muss aber eine Maske getragen werden.  © Guido Kirchner/dpa

Bei der Kommunalwahl in NRW am 13. September gilt in allen Wahllokalen Maskenpflicht. 

In der neuen Coronaschutz-Verordnung, die seit Dienstag in Kraft ist, wurde ein entsprechender Passus ergänzt. Laut Gesundheitsministerium sei dies als Klarstellung zu verstehen. 

Bislang hatten mehrere Kommunen Masken in Wahllokalen lediglich empfohlen. 

Im Gegensatz zu anderen Orten wie Supermärkten oder Arztpraxen wird bei einem Verstoß allerdings kein sofortiges Bußgeld von 50 Euro fällig.

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag erklärte, ist ein Verstoß gegen die Maskenpflicht in Wahllokalen oder den Schlangen davor "nicht unmittelbar bußgeldbewehrt". Das heißt: Erst wenn man sich der Anordnung widersetzt, eine Mund-Nase-Bedeckung anzuziehen, sind 50 Euro fällig. 

Für andere öffentliche Bereiche gilt seit 1. September ein direktes Bußgeld. In Bussen und Bahnen beläuft es sich seit Mitte August auf 150 Euro.

Update, 1. September, 17.10 Uhr: 300 Zuschauern bei Gladbacher Pokalspiel erlaubt

Borussia Mönchengladbach verkauft auch für das DFB-Pokalspiel am 12. September gegen den FC Oberneuland 300 Karten an Zuschauer.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte am Montag entschieden, Zuschauer bei den Spielen der ersten Runde im Rahmen der örtlichen Bestimmungen zuzulassen.

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit maximal 300 Zuschauer bei Sportveranstaltungen unter Einhaltung entsprechender Hygiene-Bedingungen möglich. Wie die Borussia am Dienstag mitteilte, plane sie daher auch mit dieser Zuschauerzahl.

Bereits in der vergangenen Woche waren erstmals seit März schon wieder immerhin 300 Zuschauer zum Testspiel gegen den Zweitligisten Greuther Fürth gekommen.

Ausrichter des Spiels ist nach wie vor der fünftklassige Club aus Bremen. Wie viele andere Amateurclubs hatte aber auch Oberneuland das Heimrecht mit dem Bundesligisten getauscht.

Hintergrund sind die hohen Auflagen im Zuge der Coronavirus-Pandemie. Zur Umsetzung dieser sehen sich viele unterklassige Clubs außerstande.

Die Bremer können aber aufgrund der Bestimmungen nun keine Anhänger mitbringen. Die Eintrittskarten verkauft daher die Borussia, die im Gegenzug zum Tausch des Heimrechts zugesichert hatte, nach Beendigung der Corona-Krise zu einem Testspiel nach Bremen kommen zu wollen.

Update, 1. September, 11.10 Uhr: Singen in Klassen bleibt verboten, Sport ohne Maske erlaubt

Singen in Klassenräumen soll vorerst bis zu den Herbstferien in den Schulen in Nordrhein-Westfalen verboten bleiben. Darauf hat das Schulministerium in einer E-Mail an die Einrichtungen aufmerksam gemacht.

Singen im Freien oder in der Aula seien grundsätzlich erlaubt. Auch der Sportunterricht solle weiter im Freien stattfinden.

"Das kontinuierliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung" sei für den gesamten Sportunterricht- "insbesondere in den Phasen physischer Betätigung" aber nicht vorgesehen.

Update, 1. September, 10.19 Uhr: 23 Corona-Infizierte nach Hochzeitsfeier

Nach einer Hochzeitsfeier in Frechen in Nordrhein-Westfalen sind bislang 23 der 85 Gäste positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Das teilte das Landratsamt des Rhein-Erft-Kreises am Montag mit. Die Feier fand am 22. August statt.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle seien alle Gäste und sonstige Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden. 

Update, 31. August, 13.29 Uhr: "Corona-Ampel" geplant

 Nordrhein-Westfalen schärft sein Corona-Frühwarnsystem. Künftig müssen Kommunen, bei denen die Neuinfektionen im Sieben-Tages-Zeitraum - gerechnet auf 100.000 Einwohner - über 35 steigen, umgehend konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Virus umsetzen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf an.

Steigt die Kennziffer über 50, sind in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsministerium zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen."«Wir wollen eine Ampel einführen, damit es gar nicht erst zu der 50 oder zum Lockdown kommt", erklärte Laumann das System.

Update, 31. August, 13.28 Uhr: Weitere Regeln für Großveranstaltungen in NRW

 Nordrhein-Westfalen verschärft die Vorgaben für größere Veranstaltungen: Über die bisherigen Corona-Regeln hinaus müsse bei mehr als 500 teilnehmenden Personen auch sichergestellt werden, dass An- und Abreise unter Einhaltung der Belange des Infektionsschutzes erfolgen können, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag. 

Zudem müssen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern nun auch noch vom Gesundheitsministerium genehmigt werden.

Das Ministerium habe damit "das letzte Wort", sagte Laumann. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte vergangene Woche gesagt, dass die neue Genehmigungskette eine Lehre des geplanten Großkonzerts in Düsseldorf sei.

Update, 31. August, 13.17 Uhr: Bußgeld beträgt 50 Euro und 150 Euro

In NRW sollen künftig Verstöße gegen die Maskenpflicht zum Beispiel in Supermärkten mit einem Bußgeld von 50 Euro geahndet werden. Wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag sagte, passt sich das Land damit einer bundesweiten Vereinbarung an. 

In Bussen und Bahnen bleibe das Bußgeld von 150 Euro bestehen.

Update, 31. August, 13.15 Uhr: Weniger Neuinfektionen in NRW

Nordrhein-Westfalen liegt bei den Corona-Neuinfektionen unter dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer belege NRW Platz 7, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Derzeit liegt die Kennziffer der Neuinfektionen im Sieben-Tages-Zeitraum, gerechnet auf jeweils 100 00 Einwohner, in NRW bei 8,9. Mitte August waren es noch 16,2. Seitdem seien die Zahlen in NRW kontinuierlich gesunken, berichtete der Minister.

Laumann stellte die neue Coronaschutzverordnung des Landes vor. Sie enthalte weder wesentliche weitergehende Einschränkungen als bisher noch entscheidende neue Lockerungen, sagte der Minister.

Update, 31. August, 11.06 Uhr: Maskenpflicht im NRW-Unterricht endet

Aufatmen bei Hunderttausenden Schülern in Nordrhein-Westfalen: Am Montag gilt für die Kinder und Jugendlichen der weiterführenden und berufsbildenden Schulen ein letztes Mal Maskenpflicht im Unterricht.

Damit endet in NRW eine umstrittene Coronaschutzmaßnahme, die es flächendeckend in keinem anderen Bundesland gibt.

Für Grund- und Förderschüler der Primarstufe galt sie auch in NRW nicht.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte angekündigt, den seit Schulbeginn geltenden Maskenzwang im Unterricht nicht über den 31. August hinaus zu verlängern, da die Infektionszahlen in NRW, entgegen dem Bundestrend, wieder zurückgegangen seien. 

Update, 30. August, 8 Uhr: Laschet: Wir können mit dem Virus nicht wie gewohnt Karneval feiern

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet bittet Karnevalisten wegen der Corona-Pandemie um Verständnis. 

"In diesem Corona-Jahr mussten und müssen wir alle auf Liebgewonnenes verzichten: Wenn Christen auf ein Osterfest in der Gemeinschaft, die Schützen auf ihr Schützenfest, Weintrinker auf ihr Weinfest, die Fußballfans auf ihre Stadionbesuche verzichten mussten, dann ist doch klar, dass auch der Karneval zur Disposition steht", sagte der CDU-Politiker der Bild am Sonntag.

Er wünsche sich eine gemeinsame Regelung in den benachbarten Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, die von den Vereinen mitgetragen werde. "Dann werden die Menschen verstehen, dass wir mit dem Virus nicht so Karneval feiern können wie es üblich war", sagte Laschet. Karneval mit vielen Menschen auf engem Raum und Alkohol sei derzeit schwer vorstellbar.

Angesichts der neuen Corona-Auflagen für Großveranstaltungen in NRW planen die Kölner Karnevalisten bereits einen alternativen Start in die Session am 11.11. - mit deutlich weniger Besuchern. Wegen der Infektionszahlen sei eine Sessionseröffnung in kleiner Runde mit Live-Übertragung im WDR das wahrscheinlichste Szenario, hatte der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, am Donnerstag erklärt.

Update, 29. August, 13.35 Uhr: Vier Düsseldorfer Spieler nach positiven Tests wieder Training

Nach zwei positiven Corona-Tests bei Fortuna Düsseldorf sind mehrere Spieler wieder ins Training zurückgekehrt.
Nach zwei positiven Corona-Tests bei Fortuna Düsseldorf sind mehrere Spieler wieder ins Training zurückgekehrt.  © -/Fortuna Düsseldorf/dpa

Beim Fußball-Zweitligisten Fortuna Düsseldorf sind Nana Ampomah, Emmanuel Iyoha und Kelvin Ofori wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen. Das Trio war zuletzt wie auch Jakub Piotrowski und Dawid Kownacki in Quarantäne.

Piotrowski ist bereits seit vergangener Woche wieder aus der Quarantäne heraus, über Kownacki soll Anfang der Woche entschieden werden. Das teilte der Bundesliga-Absteiger am Samstag mit.

Vor zwei Wochen waren Corona-Tests bei zwei der genannten Spieler positiv ausgefallen. Die übrigen wurden als sogenannte Kontaktpersonen I identifiziert.

Update, 28. August, 19.32 Uhr: Wuppertal rät trotz NRW-Freigabe weiter zur Maske im Unterricht

Trotz des NRW-weiten Endes der Maskenpflicht im Unterricht ab September rät der Krisenstab der Stadt Wuppertal weiter zum Mund-Nasen-Schutz während des Unterrichts. 

Experten des Gesundheitsamtes sähen das Tragen einer Maske eindeutig als sinnvolles Mittel zur Minderung eines Infektionsrisikos an, wenn - wie in vollen Klassen der Fall - Mindestabstände von 1,5 Metern nicht eingehalten werden könnten, teilte die Stadt am Freitag mit. 

Der Wuppertaler Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) appellierte deshalb an die Schüler, freiwillig weiter Masken zu tragen. Auf den Fluren, in Gemeinschaftsräumen und auf den Schulhöfen bleibt die Maskenpflicht ohnehin auch über den 31. August hinaus bestehen.

Update, 28. August, 17.49 Uhr: Laschet will Quarantäne streng kontrollieren lassen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will die geplante verpflichtende Quarantäne für Reisende aus Risikogebieten streng kontrollieren lassen. 

Man werde "in NRW null Toleranz gegenüber dem gelten lassen, der sich über geltendes Recht zu Lasten anderer hinwegsetzt", sagte Laschet am Freitag in Moers. 

Eine Quarantäne zu überprüfen, sei komplizierter als etwa die Kontrolle der Maskenpflicht in Bussen. "Aber der Vorgang, als positiv Getesteter eine Quarantäne zu verlassen, ist das vorsätzliche Risiko, eine Gefährdung anderer in Kauf zu nehmen."

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Donnerstag unter anderem darauf geeinigt, dass Rückkehrer aus Risikogebieten die verpflichtende Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beenden können. 

Die Regelung soll "möglichst ab 1. Oktober" gelten. Die häusliche Quarantäne soll intensiv kontrolliert und bei Verstößen sollen empfindliche Bußgelder verhängt werden.

Update, 28. August, 14.25 Uhr: Fast jeder hält sich an Maskenpflicht in Bussen und Bahnen

In Bussen und Bahnen gibt in NRW Maskenpflicht.
In Bussen und Bahnen gibt in NRW Maskenpflicht.  © Oliver Berg/dpa

Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen hatte laut Verkehrsministerium bereits vor der Einführung des Bußgelds von 150 Euro in NRW eine hohe Akzeptanz.

Mit Bezug auf die Zweckverbände berichtete das Ministerium gegenüber dem Landtag von einer 95-prozentigen "Tragequote" in Bahnen von 95 Prozent bei hoher Kontrolldichte. Laut dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen werde die Maskenpflicht im ÖPNV sogar von 95 bis 97 Prozent eingehalten.

Wie es in dem Bericht an den Verkehrsausschuss weiter heißt, wird die Akzeptanz der Maskenpflicht in den Abendstunden "etwas geringer". An Bus- und Straßenbahnhaltestellen zögen viele Fahrgäste die Masken erst beim Betreten des Fahrzeugs auf - obwohl es bereits an der Haltestelle vorgeschrieben ist.

Inwieweit sich das Bußgeld von 150 Euro auswirkt, das seit dem 12. August erhoben wird, ist noch nicht klar. Die Verbände nehmen laut Ministerium aber eine "steigende Akzeptanz" wahr.

Bei einer landesweiten Kontrollaktion waren am vergangen Montag 1707 Verstöße gegen die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr festgestellt worden. "Die Zahl zeigt uns, dass es nötig ist, mit solchen Kontrollen auf die Maskenpflicht hinzuweisen", hatte Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) erklärt. Auch in Zukunft werde es immer wieder Kontrollen in Bussen und Bahnen geben.

Update, 27. August, 19.12 Uhr: Für private Feiern zuhause keine Obergrenzen

In Nordrhein-Westfalen wird es für private Feiern zuhause weiterhin keine Teilnehmerbegrenzungen geben. Für Feiern außer Haus wie Hochzeiten, Beerdigungen oder runde Geburtstage gelte dagegen weiter die Obergrenze von 150 Personen, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen. 

Der Staat werde nicht in den privaten Bereich der Menschen in ihren Wohnungen eingreifen. An diesem Prinzip halte das Land auch in der derzeitigen Phase sinkender Infektionszahlen fest. Laschet appellierte aber an die Menschen, sich bei Feiern verantwortungsvoll zu verhalten, vor allem wenn Alkohol im Spiel sei.

Zuvor hatten sich Bund und Länder nicht auf einheitliche Bestimmungen zu den Corona-Auflagen bei Privatfeiern einigen können.

Update, 27. August, 19.10 Uhr: Laschet: Weihnachtsmärkte unter bestimmten Umständen denkbar

Hoffnung für Weihnachtsmärkte in NRW: Mit besonderen Regeln und der Möglichkeit, Abstände einzuhalten seien sie denkbar - so wie Wochenmärkte - sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag. Wo es zu eng werde nicht. 

Eine allgemeine Entscheidung über Weihnachtsmärkte und Karneval sei noch nicht gefallen. Über die Märkte müsse jetzt in den Kommunen gesprochen werden.

Update, 27. August, 18.37 Uhr: NRW führt lokale Corona-Bremse statt Lockdown ein

Statt einem pauschalen Lockdown soll es in NRW künftig zu einer lokalen "Corona-Bremse" kommen. 

Wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag sagte, sollen Kreise mit hohen Infektionswerten "ein passgenaues lokales Maßnahmenpaket" mit dem Land abstimmen. Ein solches Paket könne lokale Versammlungs-, Veranstaltungs- oder auch Verkaufsverbote sowie Schulen umfassen. 

Die Entscheidung, welche Maßnahmen ergriffen würden, liege bei den Kommunen vor Ort. Laschet sprach von einer Schwelle, wenn sich ein Wert der 7-Tages-Inzidenz von 50 nähert.

Update, 27. August, 18.35 Uhr: NRW bleibt bei hohem Bußgeld für Maskenverweigerer

Nordrhein-Westfalen bleibt bei einem Bußgeld bis zu 150 Euro für Maskenverweigerer in öffentlichen Bussen und Bahnen. 

Auch, wenn Bund und Länder sich auf einen Minimalkonsens von 50 Euro Bußgeld geeinigt hätten, bleibe NRW bei seinem strengeren Vorgehen, kündigte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf an.

Update, 27. August, 18.33 Uhr: Laschet: Land muss Großveranstaltungen über 1000 Menschen absegnen

Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Gästen müssen künftig von den Kommunen mit dem Land NRW abgestimmt werden. 

Dies sei auch eine Lehre aus dem Fall Düsseldorf, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag. Dort hatte die Stadt ein Konzert mit 13 000 Besuchern genehmigt, inzwischen ist es auf einen späteren Termin verschoben.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59).
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59).  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 27. August, 18.25 Uhr: Weiter gezielte Teststrategie in NRW

In Nordrhein-Westfalen können sich Beschäftigte in Kitas und Schulen weiter kostenlos auf das Coronavirus testen lassen.

"Wir bieten bereits kostenlose Tests an – auch, um ihnen die in diesen Zeiten für diesen Beruf nötige Sicherheit zu geben", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf nach den Bund-Länder-Beratungen. 

Grundsätzlich müsse es bei der Strategie gezielter Testungen bleiben. Denn die Kapazitäten für Tests kämen an ihre Grenzen. Man müsse vorsichtig sein für den Herbst, "dass wir dann genügend Testkapazitäten haben".

Update, 27. August, 18 Uhr: NRW setzt Maskenpflicht im Schul-Unterricht aus

Nordrhein-Westfalen setzt die umstrittene Maskenpflicht im Unterricht für Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen aus. 

Die Pflicht zum Tragen von Masken im Schulunterricht ende am 31. August, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Donnerstag in Düsseldorf.

In NRW-Schulen gilt die Maskenpflicht ab Ende August nicht mehr während des Unterrichts.
In NRW-Schulen gilt die Maskenpflicht ab Ende August nicht mehr während des Unterrichts.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 27. August, 15.27 Uhr: Auch Arminia Bielefeld führt Corona-Klauseln ein

Auch Fußball-Bundesligist Arminia Bielefeld hat sogenannte Pandemie-Klauseln in neu abgeschlossenen Spielerverträgen als Reaktion auf die Corona-Krise eingeführt. Diese Klauseln sollen dafür sorgen, dass Gehaltseinbußen in bestimmten Fällen automatisch greifen, ohne dass erst ein Verzicht mit den Spielern ausgehandelt werden muss. 

"Bei neuen Verträgen werden wir solche Klauseln berücksichtigen. Für die, die bestehende Verträge haben, finden wir auch eine Lösung", sagte Geschäftsführer Markus Rejek am Donnerstag im Trainingslager des Aufsteigers im österreichischen Scheffau am Wilden Kaiser.

Solche Klauseln gibt es auch bei Werder Bremen und dem FC Schalke 04. "Wenn es die Situation erfordert, werden wir das Thema auch noch mal mit allen Spielern im Sinne einer Gleichberechtigung besprechen", sagte der 52-Jährige mit Blick auf einen möglichen Gehaltsverzicht: "Wir müssen hauswirtschaften. Wir wollen uns nicht neu verschulden."

Der Aufsteiger stellt sich zudem auf eine komplette Spielzeit ohne Zuschauer im Stadion ein. "Als Kaufmann muss man im Grunde den Worst Case planen", sagte Rejek. Er plane mit einem Minimum an Ticket-Einnahmen. Im besten Fall könne die Arminia nach dem Hygienekonzept des Vereins die Zuschauerzahl sukzessive auf 12.000 Besucher in der 26.500 Zuschauer fassenden Arena steigern.

Update, 27. August, 10.57 Uhr: Post-Chef sieht kein Ende der Globalisierung

Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post. (Archivfoto)
Frank Appel, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post. (Archivfoto)  © Marius Becker/dpa

Post-Chef Frank Appel erwartet kein Ende der Globalisierung wegen der Corona-Krise. "In der Pandemie zeigt sich: Globalisierung ist nicht das Problem, sondern die Lösung", sagte der Vorstandsvorsitzende des "gelben Riesen" am Donnerstag auf der virtuellen Hauptversammlung des Logistikkonzerns.

Erst die Globalisierung ermögliche die weltweite Forschung nach einem Impfstoff gegen die Pandemie. Sie ermögliche aber auch die Versorgung der Menschen mit den Dingen des tägliche Bedarfs und helfe die wirtschaftlichen Folgen der Krise durch stabile Lieferketten und durch den Zugang zum Weltmarkt zu mildern.

"Daher glauben wir nicht an ein Ende der Globalisierung", sagte Appel.

Zwar könnten sich die Lieferketten nach Corona verändern – zum Beispiel dadurch, dass Hersteller ihre Produktion geografisch stärker verteilten, um weniger abhängig von einzelnen Länder zu sein. Doch das bedeute am Ende mehr globalen Austausch, nicht weniger, meinte Appel.

Der Manager betonte, die Deutsche Post DHL habe die Krise "bisher gut gemeistert". Der Konzern werde gestärkt aus der Pandemie hervorgehen.

Im zweiten Quartal legte der Umsatz des Logistikriesen trotz der Corona-Krise um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro zu. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn erhöhte sich sogar um 14,6 Prozent auf 525 Millionen Euro.

Update, 27. August, 10.11 Uhr: Bauproduktion in NRW trotz Corona gestiegen

In Nordrhein-Westfalen ist trotz der Corona-Pandemie in der ersten Hälfte dieses Jahres kräftig gebaut worden. Die Bauproduktion war um 5,2 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.

Im Juni lag sie sogar um 18,3 Prozent über der im Juni 2019. Im öffentlichen Hochbau war der Juni-Anstieg mit 48,3 Prozent am deutlichsten, im Wohnungsbau lag der Zuwachs bei 12,3 Prozent.

Update, 27. August, 6.04 Uhr: Aachen stellt Pläne für Karneval-Konzept vor

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bei der Verleihung des "Ordens wider den Tierischen Ernst 2020" in Aachen im Februar diesen Jahres.
Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bei der Verleihung des "Ordens wider den Tierischen Ernst 2020" in Aachen im Februar diesen Jahres.  © Henning Kaiser/dpa

Der Aachener Karnevalsverein (AKV) hat konkrete Pläne vorgestellt, wie das Brauchtum in Zeiten von Corona aussehen soll: Es wird eine fünfwöchige Online-Session und nur zwei zentrale Saal-Veranstaltungen geben.

Sowohl zur Prinzenproklamation als auch zur Verleihung des berühmten "Ordens wider den tierischen Ernst" sollen jeweils nur rund 300 Gäste kommen – wenn die Coronaschutzverordnung das erlaubt und das Gesundheitsamt das Hygienekonzept genehmigt.

Sie müssen eventuell auch einen negativen Corona-Test vorweisen, wie Präsident Werner Pfeil der Deutschen Presse-Agentur erläuterte.

Normalerweise, so der FDP-Landtagsabgeordnete Pfeil, wären 1280 Gäste im Saal erlaubt. Nun sollen es 300 sein – die in zwei Eingängen und zwei Schichten zu ihren Plätzen geführt werden.

Auf der Bühne werde es vermutlich keine Tanznummern geben und statt Live-Gesang möglicherweise Playback. Büttenreden sollten drin sein. Und auch Iris Berben käme am 30. Januar als neue Ordensritterin zu Wort.

Übertragen wird die Ordensverleihung beim WDR und die Prinzenproklamation laut Pfeil bei Youtube. Dort soll es von Anfang Januar bis Aschermittwoch auch eine Art Prinzen-TV geben: Vier Aufzeichnungen pro Woche mit Rednern, Vereinen, Einspielern.

Der Prinz in einem vollen Saal – laut Pfeil ist das ausgeschlossen: "Er wird in einem offenen Wagen zum Beispiel vor einem Seniorenheim oder einer Schule vorfahren."

Ansonsten wolle man das Brauchtum eben virtuell zu den Menschen bringen. "Alles was mit Party zu tun hat, haben wir gestrichen. Alles, was Nähe mit sich bringt, werden wir nicht durchführen", so Pfeil. "Was wir planen, muss von der Coronaschutzverordnung abgedeckt und von Gesundheits- wie Ordnungsamt abgenickt sein."

Was die Frage eines möglichen Rosenmontagszugs angeht, ist der Festausschuss Aachener Karneval zuständig.

Wie in den anderen Hochburgen Köln, Düsseldorf und Bonn ist hier noch völlig offen, wie ein Umzug aussehen könnte. In Aachen kamen zuletzt mehr als 200.000 Zuschauer zum Rosenmontagszug.

Update, 27. August, 6.02 Uhr: Grüne und Kita-Verband gegen große Martinsumzüge

Nach altem Brauch ziehen rund um den Martinstag (11.11.) Kinder mit Laternen durch die Straßen. Sie erinnern damit an den heiligen Martin.
Nach altem Brauch ziehen rund um den Martinstag (11.11.) Kinder mit Laternen durch die Straßen. Sie erinnern damit an den heiligen Martin.  © Thomas Warnack/dpa

Die Grünen in Nordrhein-Westfalen halten große Martinsumzüge in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie für ausgeschlossen.

"Wie alle anderen Veranstaltungen werden auch St. Martinsumzüge in diesem Jahr etwas anders ausfallen müssen, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen. Denkbar sind für uns allenfalls St. Martinsumzüge im Klassenverband beziehungsweise in den Kitagruppen (...)", sagte Mehrdad Mostofizadeh, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen im NRW-Landtag, der Düsseldorfer Rheinischen Post.

Dabei müsse aber sichergestellt sein, dass sich den Umzügen keine Außenstehenden anschlössen.

Ähnlich äußerte sich der deutsche Kita-Verband in NRW. "Ich finde, dass die Kitas in diesem Jahr wegen der Pandemie nach kreativen Lösungen suchen sollten, das St. Martinsfest auch ohne einen Zug feiern zu können", sagte der Landesvorsitzende Klaus Bremen.

Update, 26. August, 17.38 Uhr: AfD scheitert im Landtag mit Antrag auf Abschaffung der Maskenpflicht

Mit großer Mehrheit hat der nordrhein-westfälische Landtag am Mittwoch einen AfD-Antrag abgelehnt, die Maskenpflicht an Schulen sofort aufzuheben. Die kleinste Oppositionsfraktion hatte ihren Vorstoß unter dem Titel präsentiert: "Kinder und Jugendliche aus der Geiselhaft einer Angstpsychose befreien".

Redner der übrigen vier Fraktionen verurteilten die Wortwahl als völlig unangemessen und nannten den Antrag sinnlos, nutzlos, inhaltsleer und "politisch unverantwortlich". Die Schulexpertin der Grünen, Sigrid Beer, warf der AfD vor, "Gift in die Adern der Demokratie" spritzen zu wollen.

Der AfD-Abgeordnete Helmut Seifen argumentierte dagegen, der "Maskenzwang", der sich in NRW bei älteren Schülern auch auf den Unterricht erstreckt, gefährde die Gesundheit, die persönliche Entwicklung und den Lernerfolg der Schüler. Davor habe auch eine Gruppe von Ärzten gewarnt. 

"Die Leute machen sich verrückt", sagte Seifen. "Das ist das Ergebnis eines unkontrollierten Alarmismus."

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) warf der AfD vor, "ein Feuer der Unsicherheit schüren" zu wollen. Gebauer ließ sich in der Debatte nicht in die Karten schauen, wie es mit der Maskenpflicht weitergeht. Die Maskenpflicht an Schulen sei "eine Vorsichtsmaßnahme gewesen, von der wir alle wissen, dass sie im Unterricht befristet ist bis zum 31. August", betonte Gebauer. Bis dahin werde das Infektionsgeschehen weiter analysiert und dann entschieden.

Update, 26. August, 16.08 Uhr: Krankenstand in NRW ging trotz Corona-Pandemie leicht zurück

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber (Archivbild).
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zur Vorlage beim Arbeitgeber (Archivbild).  © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Trotz der Corona-Pandemie ist der Krankenstand in Nordrhein-Westfalen im ersten Halbjahr 2020 leicht zurückgegangen: Er sank im Vorjahresvergleich um 0,1 Prozentpunkte auf 4,2 Prozent, wie die Krankenkasse DAK am Mittwoch in ihrem regelmäßigen Gesundheitsreport mitteilte. 

Das bedeutet, dass an jedem Tag des ersten Halbjahres von 1000 Arbeitnehmern durchschnittlich 42 krankgeschrieben waren. 

Die Zahl der Fehltage pro Mitarbeiter blieb nahezu konstant bei 7,6 im Halbjahr. NRW liegt mit dem aktuellen Krankenstand im Bundesdurchschnitt.

"Viele hatten prognostiziert, dass ein nachhaltiger Anstieg der Arbeitsunfähigkeit zu verzeichnen sei, weil es wegen der Pandemie noch bis Ende Mai die telefonische Krankschreibung gab", sagt Klaus Overdiek, Leiter der DAK-Landesvertretung in Nordrhein-Westfalen. Dies sei aber nicht eingetreten. 

Die Kasse sieht sich damit in ihrer Position bestärkt, Krankschreibungen per Videosprechstunde möglich zu machen.

Die wichtigsten Gründe für Arbeitsunfähigkeit waren im ersten Halbjahr weiterhin Muskel-Skelett-Erkrankungen, die sich etwa in Rückenschmerzen äußern (20,4 Prozent), Depressionen und andere psychische Probleme (17,8 Prozent) und Atemwegserkrankungen (17 Prozent). 

Bei den Atemwegserkrankungen habe es einen deutlichen Anstieg gegeben. Die Zahl der Fehltage wegen dieser Krankheiten liege aber immer noch unter dem Niveau des schweren Grippejahres 2018, so der DAK-Gesundheitsreport.

Update, 26. August, 16.07 Uhr: Weiteres Corona-Testzentrum in Köln eröffnet

Am Kölner Hauptbahnhof hat am Mittwoch ein neues Corona-Testzentrum den Betrieb aufgenommen.

Das Zentrum ist täglich von 7 bis 23 Uhr geöffnet und bietet allen Reiserückkehrern aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten die Möglichkeit, sich nach ihrer Einreise nach Deutschland kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen.

Wenn das Testangebot gut angenommen wird, soll es ausgebaut werden.

Update, 26. August, 13.56 Uhr: Kein Transport für Förderschüler ohne Maske

Mehrere Elternverbände kritisieren eine Entscheidung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) Förderschüler ohne Mund-Nasen-Schutz in der Corona-Zeit vom Schultransport auszuschließen.

Es sei völlig unverständlich, dass der LVR und auch einige andere Schulträger ihre Fahrdienst-Leistungen für Kinder einstellten, die aufgrund ihrer Behinderungen oder krankheitsbedingt keine Maske tragen könnten, beklagen Vertreter von Inklusionsnetzwerken und der Landeselternkonferenz NRW in einer Mitteilung von Mittwoch.

Wie ein LVR-Sprecher bestätigte, hatte der Verband als Schulträger und Organisator des sogenannten Schülerspezialverkehrs auf mehr als 1000 Linien im Rheinland die Schulleitungen in der vergangenen Woche gebeten, die Eltern über diese Entscheidung zu informieren.

Da der Transport mit Pkw oder Kleinbussen durchgeführt werde, sei dies zur Minimierung des Infektionsrisikos für die anderen häufig ebenfalls chronisch Erkrankten oder immungeschwächten Mitschüler notwendig. Anders als in einem Linienbus oder in einer Straßenbahn könne man hier auch im Einzelfall keine Ausnahmen realisieren.

Die Eltern müssten daher die Beförderung für jene Kinder sicherstellen, die von der Maskenpflicht befreit seien. Der Schülerspezialverkehr sei zudem eine freiwillige Leistung.

"Betroffene Familien empfinden das Vorgehen des LVR als massiven Vertrauensbruch", heißt es in der Mitteilung der Elternvertreter. In der Umsetzung der Maskenpflicht würden ein Teil der Schülerinnen und Schüler einfach zurückgelassen.

Auch von Schulen in anderer Trägerschaft gebe es inzwischen Berichte über "sitzengelassene Förderschüler".

Update, 26. August, 13.31 Uhr: Fleischfabriken müssen Corona-Tests weiter selbst bezahlen

Das Land Nordrhein-Westfalen darf auch weiterhin fleischverarbeitende Betriebe zu regelmäßigen Corona-Tests auf eigene Kosten verpflichten. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf lehnte am Mittwoch Eilanträge von zwei Unternehmen gegen die Allgemeinverfügung des Landes ab.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte angeordnet, dass in fleischverarbeitenden Betrieben mit mehr als 100 Beschäftigten nur Personen in der Produktion eingesetzt werden dürfen, die mindestens zweimal pro Woche auf Kosten des Inhabers auf eine Infektion getestet werden. Wenn die letzten beiden Tests negativ waren, reicht ein Test pro Woche.

Die Allgemeinverfügung sei nach vorläufiger Prüfung rechtmäßig und verhältnismäßig, teilte das Gericht mit. Es spreche vieles dafür, dass es in größeren Betrieben der Branche aufgrund der Mitarbeiterstruktur, der Arbeitsorganisation und der Arbeitssituation in der Produktion ein gesteigertes Infektions- und Verbreitungsrisiko gebe.

Die Testpflicht könne dazu beitragen, Infektionen mit dem Coronavirus frühzeitig zu erkennen und so die drohende Weiterverbreitung des Virus zu verhindern.

Update, 26. August, 11.36 Uhr: Laumann findet Corona-Pandemie in NRW weiter beherrschbar

Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht im Plenum des Landtags.
Karl-Josef Laumann (CDU), Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen, spricht im Plenum des Landtags.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Trotz gestiegener Infektionszahlen in den vergangenen Wochen ist die Corona-Pandemie in Nordrhein-Westfalen aus Sicht der Landesregierung weiterhin unter Kontrolle.

Gemessen an der zahlenmäßigen Entwicklung sei NRW "nicht in einem sorglosen Zustand, aber in einem beherrschbaren Zustand", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag.

In einer Aktuellen Stunde wies er Vorwürfe von SPD und Grünen zurück, wonach die Landesregierung keine vernünftige Corona-Test-Strategie habe.

"Wir testen in Nordrhein-Westfalen in einer Woche weit über 280.000 Menschen", stellte Laumann fest. Vor den Sommerferien seien es maximal 80.000 Tests pro Woche gewesen.

"Wir sind in einer sehr hohen Schlagzahl unterwegs", unterstrich der Minister. Es mache aber keinen Sinn, wahllos und ohne Anlass flächendeckend zu testen.

So würden kaum Infizierte gefunden – jeder Test koste aber 70 Euro und binde Personal, erklärte Laumann. NRW teste Personen mit Symptomen und halte sich damit an die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.

Darüber hinaus habe die Landesregierung vor dem Start des neuen Kita- und Schuljahres die politische Entscheidung getroffen, dass alle Erzieherinnen und Lehrer sich testen lassen könnten.

Inzwischen hätten dies etwa 50.000 Personen aus diesem Kreis in Anspruch genommen, berichtete Laumann. In nur 0,3 Prozent dieser Fälle sei das Testergebnis positiv gewesen.

Im Vergleich zu vielen anderen Bundesländern stehe NRW gut da, unterstrich der CDU-Politiker. Die wichtige Kennziffer der Neuinfektionen im Sieben-Tageszeitraum, gerechnet auf 100.000 Einwohner, liege in NRW aktuell bei 11,2 – in Hessen bei 17, in Bayern bei 14 und in Baden-Württemberg bei 13.

Derzeit stecke in NRW ein Infizierter weniger als einen weiteren Menschen an. "So ganz schlecht können wir das bei uns nicht machen", sagte Laumann.

Update, 26. August, 10.46 Uhr: Im Juli weniger Todesfälle in NRW als ein Jahr zuvor

Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes (IT.NRW) starben in Nordrhein-Westfalen im Juli 2020 etwa 15.600 Menschen – fast 2000 weniger als ein Jahr zuvor (17.356).

Im Vergleich zum Juni sei die Zahl fast konstant geblieben – obwohl sie sonst um diese Jahreszeit eher steige, so IT.NRW. Die jeweilige Todesursache weist die Statistik nicht aus, wodurch unklar bleibt, welchen Effekt die Corona-Pandemie auf die Zahlen hat.

Das Statistische Landesamt wies am Mittwoch daraufhin, dass die Zahlen teilweise noch nicht abschließend geprüft seien und sich die Sterbefallzahlen durch Nachmeldungen der Standesämter noch erhöhen könnten.

Update, 26. August, 10.46 Uhr: SPD fordert Corona-Test-Offensive

Thomas Kutschaty (SPD), Fraktionsvorsitzender, spricht im Plenum des Landtags. Die Partei fordert eine Offensive für Corona-Tests.
Thomas Kutschaty (SPD), Fraktionsvorsitzender, spricht im Plenum des Landtags. Die Partei fordert eine Offensive für Corona-Tests.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die SPD-Opposition im Landtag fordert eine Corona-Test-Offensive in Nordrhein-Westfalen. In einer Aktuellen Stunde des Parlaments schlug SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Mittwoch vor, mobile Testzentren in Lieferwagen einzusetzen.

Darüber hinaus sollten flächendeckend "Drive-in-Schalter" genutzt werden – vor allem in Krisengebieten – wo Testwillige mit dem Auto vorfahren könnten, um Arztpraxen zu entlasten, sagte der Oppositionsführer.

Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Betriebsärzten sollte erlaubt werden, ihre Mitarbeiter selbst vor Ort zu testen. Zudem sollten Betriebslabore der Industrie einbezogen werden.

Kutschaty warf Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) vor, die Corona-Krise nur zu verwalten statt effektiv zu bekämpfen.

Laschets Aussage, "wenn Infektionszahlen sinken, dann müssen Maßnahmen zurückgenommen werden", sei falsch, kritisierte der SPD-Politiker. "Das ist der Mechanismus, der Ansteckungswellen in Schwung hält."

Update, 26. August, 10.43 Uhr: NRW-Exporte eingebrochen, aber Ausfuhren nach China gestiegen

Die nordrhein-westfälischen Unternehmen haben in den ersten sechs Monaten dieses Jahres für gut 13 Milliarden Euro weniger Waren ins Ausland verkauft als im ersten Halbjahr 2019.

Der Gesamtwert der Ausfuhren sank damit um 13,4 Prozent auf 85,2 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte.

Nach den Tiefständen im April und Mai zogen die Exporte im Juni wieder an. Mit knapp 14 Milliarden Euro lagen sie aber noch 11,9 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Zum Höhepunkt der Corona-Einschränkungen im April und Mai hatte das Minus bei den Ausfuhren noch jeweils mehr als 25 Prozent betragen. Wieder auf Touren sind die Geschäfte mit China gekommen. Die Ausfuhren dorthin waren um 13,5 Prozent höher als im Juni 2019.

Update, 26. August, 10.41 Uhr: Sechs Bochumer Teammitglieder in Quarantäne

Nach einem positiven Corona-Befund beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum befinden sich sechs Mitglieder der Lizenzspielerabteilung vorsorglich in häuslicher Quarantäne.

"Auf Anordnung der Gesundheitsbehörden werden sechs Teammitglieder die kommende Zeit in häuslicher Quarantäne zubringen müssen. Der Rest der Mannschaft darf nach einer weiteren Testung, deren Ergebnis negativ war, wieder zurück in den Trainingsbetrieb", teilte der Revierclub am Mittwoch mit.

Die permanente Zusammenarbeit zwischen dem VfL und den Behörden verliefe vertrauensvoll und reibungslos, hieß es weiter. Das Bochumer Gesundheitsamt habe direkt nach Bekanntwerden eines positiven Corona-Falls im Mannschaftskreis eine intensive Befragung und Recherche zur Rückverfolgung möglicher Infektionsketten gestartet.

Daraufhin seien sechs Personen "als Kontaktpersonen ersten Grades eingestuft worden".

Der Rest des Teams sei ein weiteres Mal getestet worden, dabei gab es nur negative Befunde. Die Mannschaft könne den Trainingsbetrieb auf dem abgeschirmten VfL-Gelände wieder aufnehmen.

Update, 26. August, 6.05 Uhr: Neues Corona-Testzentrum am Kölner Hauptbahnhof

Am Kölner Hauptbahnhof wird am Mittwoch ein neues Corona-Testzentrum eröffnet. (Symbolbild)
Am Kölner Hauptbahnhof wird am Mittwoch ein neues Corona-Testzentrum eröffnet. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Am Kölner Hauptbahnhof nimmt am Dienstag ein neues Corona-Testzentrum den Betrieb auf.

Das Testzentrum ist täglich von 7 bis 23 Uhr geöffnet und bietet allen Reiserückkehrern – nicht nur Bahnreisenden – aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten die Möglichkeit, sich nach ihrer Einreise nach Deutschland kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen.

Wenn das Testangebot gut angenommen wird, soll es ausgebaut werden.

Am Flughafen Köln/Bonn betreibt die Stadt Köln bereits seit 18. Juli 2020 ein Testzentrum für Reiserückkehrer. Dort wurden bislang 32.826 Abstriche genommen. 408 Befunde waren positiv. Auch am Düsseldorfer Hauptbahnhof gibt es ein Testzentrum.

Update, 26. August, 6.02 Uhr: Landtag debattiert über Krisenmanagement und Tests

Die steigenden Corona-Infektionszahlen beschäftigen am Mittwoch (10 Uhr) den nordrhein-westfälischen Landtag in einer Aktuellen Stunde.

Einen Tag vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin zur Neujustierung des Corona-Krisenmanagements wollen die Regierungsfraktionen im Düsseldorfer Landesparlament Handlungsoptionen erörtern.

Es stelle sich vor allem die Frage, wie Familien und Kinder besser vor Infektionen geschützt werden könnten, "ohne ihre Lebensqualität unangemessen einzuschränken", heißt es in einem Antrag von CDU und FDP.

Update, 25. August, 16.52 Uhr: 1707 "Masken-Muffel" bei landesweitem Kontrolltag

Bei gemeinsamen Schwerpunktkontrollen am Montag haben Eisenbahnverkehrsunternehmen, Bahn, Bundespolizei und Ordnungsämter 1.707 Verstöße gegen die Maskenpflicht festgestellt. Von den zuständigen Ordnungsämtern werden entsprechende Bußgeldverfahren eingeleitet.

An neun großen Umsteige-Bahnhöfen in NRW wurde zwischen 12 und 20 Uhr die Einhaltung der Maskenpflicht in Bahnen sowie im Bahnhof und auf Bahnsteigen kontrolliert. 

"Die Zahl zeigt uns, dass es nötig ist, mit solchen Kontrollen auf die Maskenpflicht hinzuweisen", sagte Verkehrsminister Hendrik Wüst. Auch in Zukunft werde es immer wieder Kontrollen in Bussen und Bahnen geben.

Update, 25. August, 15.06 Uhr: Laut Ministerium sind 99 Prozent der Schüler anwesend

Eine Schülerin sitzt im Schulunterricht.
Eine Schülerin sitzt im Schulunterricht.  © Andreas Arnold/dpa

Trotz der Corona-Pandemie können nach Angaben des Schulministeriums über 99 Prozent aller Schüler und Schülerinnen in Nordrhein-Westfalen wieder an regulärem Unterricht teilnehmen. 

Das berichtete Schulstaatssekretär Mathias Richter (FDP) am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. Die hohe Quote zeige, dass "die Entscheidung für einen angepassten Schulbetrieb in Corona-Zeiten genau die richtige" gewesen sei, unterstrich der FDP-Politiker.

Zum Stichtag 19. August sei an rund 98 Prozent von fast 3200 Schulen in NRW, die auf eine entsprechende Umfrage geantwortet hätten, regulärer Unterricht im Klassenzimmer erteilt worden, teilte das Ministerium mit. 

Nur drei Schulen seien zum Zeitpunkt der Erhebung vollständig geschlossen gewesen, 66 weitere hätten Teilschließungen vermeldet.

Rund 97 Prozent der Lehrkräfte haben demzufolge Präsenzunterricht erteilen können. 524 Lehrer hätten sich in Quarantäne befunden, bei 30 sei bis Mitte vergangener Woche eine Corona-Infektion bestätigt worden. Unter den Schülern seien rund 5000 in Quarantäne bei über 300 bestätigten Infektionen.

Das Schulministerium reagierte mit der Zwischenbilanz zwei Wochen nach dem Ende der Sommerferien auf drastische Kritik der Schulleitungsvereinigung NRW. Die hatte in einem Offenen Brief an den Ministerpräsidenten kritisiert, normaler Unterricht könne unter den gegebenen Bedingungen nicht stattfinden. Das Schulministerium ignoriere die Voraussetzungen vor Ort - etwa Fenster, die sich in Klassenzimmern teilweise gar nicht zum Lüften öffnen ließen.

Der Schulstaatssekretär pochte hingegen darauf, dass Lehrer-, Schüler- und Elternverbände in den vergangenen Monaten in mehreren Gesprächen fortlaufend informiert "und in Entscheidungen eingebunden" gewesen seien.

Update, 25. August, 13.24 Uhr: Methode zur Corona-Überwachung über das Abwasser vorgestellt

Forscher aus Aachen und Frankfurt haben eine Methode zur Überwachung von Corona-Infektionen über das Abwasser entwickelt. Erstmals für Deutschland sei gezeigt worden, dass sich Genmaterial von Sars-CoV-2 mit modernen molekularen Methoden in Kläranlagen nachweisen lasse, teilte die RWTH Aachen mit.

Die gemessene "Virenfracht" einer Anlage erlaube dabei Rückschlüsse auf die Anzahl der mit Covid-19 infizierten Menschen im Einzugsgebiet.

Update, 25. August, 13.19 Uhr: Schulen dürfen Maskenverweigerer nicht pauschal ausschließen

Schulen dürfen Schüler ohne Atemschutzmaske nicht pauschal vom Unterricht ausschließen. Darauf hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht am Dienstag hingewiesen. In der Coronabetreuungsverordnung fehle dafür die notwendige Rechtsgrundlage.

Zwei Schüler eines Gymnasiums am Niederrhein hatten sich nach ihre Weigerung, Masken zu tragen, gegen den daraufhin verhängten Ausschluss vom Unterricht vor Gericht gewehrt – mit Erfolg.

Eine Ausnahmegenehmigung aus medizinischen Gründen lehnte das Gericht für die beiden Schüler aber ab. Die vorgelegten Atteste genügten den Richtern nicht.

Die Gymnasiasten hatten als Atemschutzmasken einen Insektenschutz (Fliegengaze) tragen wollen, was die Schule zu Recht als unzureichend abgelehnt habe. Zwar seien Ordnungsmaßnahmen gegen die Schüler grundsätzlich möglich. Ein Unterrichtssausschluss müsse aber zumindest befristet werden – auf einen konkreten Zeitraum zwischen einem Tag und zwei Wochen. Dies sei im konkreten Fall nicht geschehen.

Die Schule hatte argumentiert, bewusst keinen konkreten Zeitraum verhängt zu haben: Mit zulässigen Atemschutzmasken dürften die Schüler sofort wieder am Unterricht teilnehmen. Gegen den Beschluss kann noch Beschwerde eingelegt werden.

Update, 25. August, 10.52 Uhr: NRW.Bank vergibt 50 Prozent mehr Fördermittel

In den ersten sechs Monaten des Jahres hat die landeseigene NRW.Bank Corona-bedingt 50 Prozent mehr Fördermittel vergeben als im Jahr zuvor. Insgesamt wurden 7,4 Milliarden Euro ausgezahlt, wie die Bank am Dienstag mitteilte. 2019 waren es im gleichen Zeitraum noch 4,9 Milliarden Euro.

Im Förderbereich Wirtschaft verdoppelte sich die Summe sogar, nämlich auf 3,6 Milliarden Euro. Um krisengeplagten Unternehmen, aber auch Stiftungen oder Verbänden durch die Pandemie zu helfen, haben die Landesbank und die Bundes-Förderbank KfW etliche Kreditprogramme mit besonderen Konditionen aufgelegt.

Update, 25. August, 10.44 Uhr: Bochum zieht nach positivem Corona-Befund Konsequenzen

Ein Corona-Befund innerhalb des Mannschaftskreises hat die Saisonvorbereitung des VfL Bochum empfindlich gestört. Wie der Fußball-Zweitligist am Dienstag mitteilte, wurde das geplante Kurztrainingslager in Barsinghausen abgesagt.

Nach dem Befund bei einer namentlich nicht genannten Person bei der am Montagmorgen durchgeführten regelmäßigen Testung informierte der Verein die lokalen Gesundheitsbehörden, die daraufhin häusliche Quarantäne für die Spieler, das Trainerteam und den Staff anordnete.

Auch das für Mittwoch geplante Testspiel gegen den Drittligisten VfB Lübeck entfällt. Zudem befindet sich der VfL in Austausch mit Borussia Dortmund wegen des für Freitag (28. August) geplanten Tests. Ob dieses Spiel zustande kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Update, 25. August, 6.20 Uhr: Gesamtschule in Bochum bleibt vorerst geschlossen

In Bochum bleibt eine Gesamtschule mit rund 1360 Schülern und 120 Lehrern nach zwei positiven Corona-Tests vorläufig geschlossen.

Die Stadt berichtete am Montag von einem diffusen Lagebild, mit dem es das Gesundheitsamt in diesem Fall zu tun habe. Deshalb komme derzeit auch keine Teilöffnung der Willy-Brandt-Gesamtschule in Frage.

Zunächst würden am Dienstag vorsorglich alle Lehrer getestet. Erst wenn die Ergebnisse dieser Tests vorlägen, könne die Schule wieder öffnen. Am Mittwoch würden außerdem rund 80 Schüler getestet.

Die Schule war zunächst am Montag vorsorglich geschlossen geblieben, um Kontaktpersonen zu ermitteln und zu benachrichtigen. Eine Lehrerin, die noch am Freitag in der Schule war, war laut Stadt am Wochenende positiv getestet worden.

Update, 25. August, 6.19 Uhr: Klinikbau für Corona-Patienten in rekordverdächtigem Tempo

Auf dem Gelände der Düsseldorfer Uniklinik entsteht derzeit in rekordverdächtigem Tempo ein neues Gebäude für Covid-19-Patienten. Sollten sich die Zahlen der Patienten mit schwerem Verlauf drastisch erhöhen, hätte das Uniklinikum damit eine räumlich vollständig getrennte Einheit zur Versorgung der Infektionspatienten, teilte ein Sprecher am Montag mit.

Binnen drei Wochen sei auf einem Betonfundament ein dreistöckiges Gebäude entstanden, bestehend aus 97 Baumodulen mit 5200 Quadratmetern Bruttogeschossfläche. NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) sprach von einer "großen logistischen Leistung". Der Bau war erst im April bewilligt worden.

Update, 25. August, 6.15 Uhr: Kabinett berät über Verschärfungen der Schutzmaßnahmen

Das Landeskabinett berät am Dienstag zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.
Das Landeskabinett berät am Dienstag zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie.  © Federico Gambarini/dpa

Die steigenden Corona-Infektionszahlen beschäftigen am Dienstag (14.00 Uhr) erneut das nordrhein-westfälische Landeskabinett. Die schwarz-gelbe Koalition prüft Verschärfungen der Schutzmaßnahmen.

Dazu zählen etwa Teilnehmerbeschränkungen für private Feiern und größere Veranstaltungen. Ob das Landeskabinett bereits Beschlüsse fällen und mitteilen wird, ist ungewiss.

Die Düsseldorfer Kabinettssitzung reiht sich ein in einen größeren Reigen entscheidender Gesprächsrunden zum Corona-Krisenmanagement, die in dieser Woche auf Bundesebene angesetzt sind. Höhepunkt ist eine Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Neujustierung der Schutzmaßnahmen.

Zur Debatte steht unter anderem, auf welchen Feldern es eine Harmonisierung der vielen unterschiedlichen Länder-Regelungen geben könnte - etwa beim Thema Maskenpflicht im Unterricht oder auch bei Bußgeldern für Maskenverweigerer.

Die SPD-Landtagsopposition in NRW fordert dabei ein Ende der Maskenpflicht im Schulunterricht.

In NRW laufen die verschiedenen Corona-Verordnungen Ende August aus – darunter auch die Regelungen zur Betreuung in Kitas und Schulen sowie die Auflagen für Rückreisende. Nach Gesprächen mit Schüler-, Lehrer- und Elternvertretern will die Landesregierung entscheiden, ob die Maskenpflicht für ältere Kinder im Unterricht verlängert wird.

Spätestens bis Monatsende sollen auch die Würfel fallen, ob ein Konzert in Düsseldorf erlaubt werden kann, zu dem bis zu 13.000 Zuschauer erwartet werden.

Update, 24. August, 10.45 Uhr: Laumann lehnt Maskenpflicht am Arbeitsplatz ab

Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) lehnt eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz ab.

Statistiken zufolge gingen nur rund sechs Prozent der Corona-Neuansteckungen auf den Arbeitsplatz zurück, sagte Laumann der Rheinischen Post (Montag).

"Ich gehe daher davon aus, dass dieser Bereich gut geregelt ist und es dort wirksame Schutzkonzepte gibt." Laumann sieht daher "keinen weiteren Regelungsbedarf".

Update, 23. August, 9.35 Uhr: Kostenpflichtige Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten?

Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, steht am Rednerpult.
Düsseldorf: Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, steht am Rednerpult.  © Federico Gambarini/dpa

 Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Reiserückkehrer aus Risikogebieten für Corona-Tests zur Kasse bitten. 

Solche Tests sollten "mittelfristig ähnlich wie Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden", sagte Laschet den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). 

"Es ist nicht akzeptabel, dass dies auf Dauer die Allgemeinheit bezahlt."

Derzeit gehe es allerdings darum, mit kostenlosen Pflichttests konsequent und schnell zu handeln. "Eine Dauerlösung ist das nicht."

Zuvor hatte bereits das NRW-Gesundheitsministerium von Reisenden aus Corona-Risikogebieten eine Beteiligung an den Kosten der Tests gefordert.

Laschet mahnte zudem konsequente Strafen für Quarantäne-Brecher an. "Wer sich nicht an eine verhängte Quarantäne hält, gefährdet absichtlich die Gesundheit anderer. Diesen Regelbruch werden wir konsequenter ahnden", sagte der Regierungschef. Sanktionen bis zu 25.000 Euro seien möglich.

Update, 22. August, 12.43 Uhr: Mann ohne Maske wütet in Bäckerei und spuckt über Tresen

Ohne Maske keine Brötchen: In Hagen soll ein 24-Jähriger ohne Mund-Nasen-Schutz in einer Bäckerei gewütet und über den Tresen gespuckt haben. 

Zuvor habe die Verkäuferin den Mann "höflich, aber bestimmt" aufgefordert, eine Maske zu tragen oder das Geschäft zu verlassen, teilte die Polizei am Samstag mit. 

Darüber habe sich der 24-Jährige derart aufgeregt, dass er die 30-Jährige mit Beleidigungen "deutlich unter der Gürtellinie" überzogen habe. Der Polizei zufolge spuckte er zudem über den Tresen, ohne die Angestellte zu treffen. Er habe das Geschäft schließlich mit zwei erhobenen Mittelfingern verlassen.

Die Polizei traf den Mann nach dem Vorfall am Freitagvormittag in der Nähe der Bäckerei an. Der 24-Jährige habe nicht eingesehen, warum er in dem Geschäft nichts kaufen konnte, und sich weiter über die Beschäftigte aufgeregt. Ihn erwartet eine Strafanzeige.

Update, 22. August, 11.15 Uhr: Mehrheit laut Umfrage für Karnevalsabsage

Zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland (67 Prozent) befürworten einer Umfrage zufolge eine bundesweite Absage aller Karnevalsfeiern der kommenden Saison aufgrund der Corona-Pandemie. 

Rund ein Viertel (23 Prozent) lehnen eine Absage ab, wie aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht. Befragt wurden am Donnerstag fast 1200 Personen. 

Update, 22. August, 11.10 Uhr: SPD fordert mehr Unterstützung für Schausteller und Veranstalter

Ein Skelett mit einem Zettel, auf dem "Schausteller" steht, wird während einer Demonstration des Schaustellerverbandes Im Juli 2020 durch Stuttgart gefahren.
Ein Skelett mit einem Zettel, auf dem "Schausteller" steht, wird während einer Demonstration des Schaustellerverbandes Im Juli 2020 durch Stuttgart gefahren.  © Sebastian Gollnow/dpa

Schausteller, Markthändler und Veranstalter müssten aus Sicht der SPD-Opposition in der Corona-Krise mehr Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. 

Die von der Bundesregierung verabschiedete Überbrückungshilfe enthalte Regelungslücken, kritisierte die SPD in einem Antrag an den Düsseldorfer Landtag. Diese müssten durch ein Landesprogramm geschlossen werden. Der Vorstoß wird am Mittwoch im Düsseldorfer Landtag beraten.

Derzeit können Schausteller, je nach Betriebsgröße, eine Soforthilfe des Bundes zwischen 9000 und 15.000 Euro für insgesamt drei Monate beantragen. Das Land NRW stockt das Programm um weitere 1000 Euro für den persönlichen Lebensunterhalt auf. 

Für kleine Betriebe könne das ausreichen, für mittlere und größere aber nicht, sagte Albert Ritter, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Schaustellerverbände in NRW, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Beide Programme laufen Ende August aus. Die Branche könne einmal verlorene Umsätze nicht aufholen, unterstreicht die SPD in ihrem Antrag.

Angesichts der fortwährenden Corona-Ansteckungsgefahr im bevölkerungsreichsten Bundesland wird derzeit bereits spekuliert, ob zum Jahresende die Weihnachtsmärkte öffnen dürfen. Ritter fordert, dass die Unterstützung mindestens bis zum Saisonbeginn der Schausteller, Ostern 2021, greifen sollte, da in der Branche bis dahin vermutlich kaum gearbeitet werden könne.

Update, 22. August, 8.12 Uhr: Auch Heinsberger Landrat Pusch plädiert für Absage von Karneval

Stephan Pusch ist Landrat des Kreises Heinsberg.
Stephan Pusch ist Landrat des Kreises Heinsberg.  © Henning Kaiser/dpa

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch (CDU) hat sich für eine Absage des Karnevals ausgesprochen. 

"Ich glaube nicht, dass es nächstes Jahr Karneval geben wird. Unsere Aufgabe ist jetzt, Dinge aufrechtzuerhalten, die essenziell sind", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Dazu gehöre, Schulen und Kitas offenzuhalten. 

"Die anderen Dinge sind Luxus und Freizeitvergnügen, die müssen zurückstehen. Auch wenn der Karneval eine wahnsinnig ernste Angelegenheit ist."

Pusch sagte: "Als wenn die Kölner "ein bisschen" Karneval feiern könnten. Das ist wie ein bisschen schwanger. Ich glaube, es wäre am besten, das jetzt abzusagen." Das sei auch das, was er aus den Vereinen in seiner Region höre. "Sonst wabert das Thema ewig umher."

Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zu einem der ersten deutschen Corona-Hotspots geworden. Zuletzt mehrten sich die Stimmen, die eine Karnevalssession 2020/2021 angesichts der Corona-Pandemie skeptisch sehen.

Update, 22. August, 8.08 Uhr: Laschet: Reisende aus Risikogebieten sollen Virus-Tests selbst zahlen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bei einer Pressekonferenz.  © John Macdougall/POOL/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Reiserückkehrer aus Risikogebieten für Corona-Tests zur Kasse bitten. 

Solche Tests sollten "mittelfristig ähnlich wie Flughafengebühren auf den Reisepreis aufgeschlagen werden»" sagte Laschet den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag). "Es ist nicht akzeptabel, dass dies auf Dauer die Allgemeinheit bezahlt." 

Derzeit gehe es allerdings darum, mit kostenlosen Pflichttests konsequent und schnell zu handeln. "Eine Dauerlösung ist das nicht."

Zuvor hatte bereits das NRW-Gesundheitsministerium von Reisenden aus Corona-Risikogebieten eine Beteiligung an den Kosten der Tests gefordert.

Laschet mahnte zudem konsequente Strafen für Quarantäne-Brecher an. "Wer sich nicht an eine verhängte Quarantäne hält, gefährdet absichtlich die Gesundheit anderer. Diesen Regelbruch werden wir konsequenter ahnden", sagte der Regierungschef. 

Sanktionen bis zu 25.000 Euro seien möglich.

Update, 22. August, 8 Uhr: Corona in zwei Awo-Kitas in Mechernich: 152 Kinder in Quarantäne

Wegen zwei positiv auf das Coronavirus getesteter Erzieherinnen sind zwei Kitas der Arbeiterwohlfahrt in Mechernich (Kreis Euskirchen) am Freitag zunächst geschlossen worden. 

Wie die zuständige Awo-Fachgruppenleitung Elke Baum bestätigte, mussten die Eltern die insgesamt 152 Kinder der Einrichtungen vorzeitig abholen. Die Kinder und 39 Erzieherinnen kämen für 14 Tage in Quarantäne. 

Beide infizierten Erzieherinnen hätten keine Symptome gezeigt, sondern sich freiwillig testen lassen. Diese Möglichkeit hätten auch alle Kinder und Erzieherinnen, die nun in Quarantäne gekommen sind. Sie müssten aber auch bei einem negativen Test zwei Wochen zu Hause bleiben.

Update, 21. August, 15.36 Uhr: Soldaten helfen bei Corona-Tests auf dem Kölner Flughafen

Etwa 50 Bundeswehrsoldaten helfen in Köln bei Coronatests. Mehrere Teams des Sanitätsdienstes der Bundeswehr würden im Infektionsschutzzentrum in der Innenstadt eingesetzt, teilte die Stadt am Freitag mit. 

Damit sollten die Testkapazität erhöht und die Wartezeiten verkürzt werden. Weitere Teams der Bundeswehr würden im Bereich der Infektionsketten-Nachverfolgung mitarbeiten.

Update, 21. August, 14.58 Uhr: Stamp will sämtliche Karnevalsumzüge wegen Corona absagen

Der nordrhein-westfälische FDP-Chef und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp hat sich dafür ausgesprochen, alle Karnevalsumzüge in der kommenden Session abzusagen. 

Ausgelassenes Feiern sei angesichts der derzeitigen Corona-Lage nicht möglich, sagte Stamp am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

NRW-Minister Joachim Stamp bei einer Pressekeonferenz.
NRW-Minister Joachim Stamp bei einer Pressekeonferenz.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 21. August, 14.55 Uhr: Mehrheit der infizierten Rückkehrer aus Kosovo und Türkei

Die Mehrheit der mit dem Coronavirus infizierten Reise-Rückkehrer der vergangenen Wochen ist aus dem Kosovo und der Türkei nach Nordrhein-Westfalen gekommen. Das hat das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag auf dpa-Anfrage bestätigt. 

Demnach haben sich den Testergebnissen zufolge von Juli bis Mitte August gut 2100 Menschen, die nach NRW kamen, vermutlich im Ausland mit dem Virus infiziert.

775 Rückkehrer aus dem Kosovo wurden positiv auf das Virus getestet - das war mehr als jeder Dritte der infizierten Einreisenden (36,3 Prozent). Aus der Türkei kamen 425 Menschen mit dem Coronavirus - das war jeder fünfte der Infizierten (19,9) Prozent. Mit einigem Abstand folgten auf Platz Drei 133 Infizierte, die in Kroatien waren (6,2 Prozent).

Die Quoten stehen nicht in Relation zur Gesamtzahl der Reisenden, die aus diesen Ländern kamen. Zudem spielte sich das Hauptinfektionsgeschehen weiterhin in NRW selbst ab. Im gleichen Zeitraum (1.7.-16.8.) waren 11.300 Menschen in NRW positiv getestet worden.

Update, 21. August, 12.34 Uhr: Gerry Weber kommt "verhältnismäßig gut" durch die Corona-Krise

Der angeschlagene Modekonzern Gerry Weber ist nach eigener Einschätzung bislang "finanziell verhältnismäßig gut" durch die Corona-Krise gekommen. 

Insgesamt seien die Umsätze im ersten Halbjahr durch die Auswirkungen der Pandemie zwar um 57 Millionen Euro niedriger ausgefallen als ursprünglich erwartet, berichtete das Unternehmen am Freitag. Doch habe sich das Ergebnis vor allem durch den im Zuge des Ende 2019 abgeschlossenen Insolvenzverfahrens vorgenommenen Personalabbau und geringere Abschreibungen deutlich verbessert.

Unter dem Strich wies Gerry Weber für das erste Halbjahr noch einen Verlust von 34 Millionen Euro aus, nach einem Minus von 144 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit 140,5 Millionen Euro um mehr als 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Der Umsatzeinbruch lag allerdings nicht nur an Corona. Die Zahlen aus den beiden Halbjahren sind nur schwer zu vergleichen. Gerry Weber hatte Anfang 2019 Insolvenz anmelden müssen. Es folgte die Schließung von 210 der rund 800 selbst betriebenen Geschäfte und die Trennung von zahlreichen Mitarbeitern.

Update, 21. August, 8.24 Uhr: Corona-Pandemie einer der längsten Einsätze der THW-Geschichte

Ein Wagen des Technischen Hilfswerks (THW) steht vor einer Flugzeughalle.
Ein Wagen des Technischen Hilfswerks (THW) steht vor einer Flugzeughalle.  © David Inderlied/dpa

Die Corona-Pandemie ist für das Technische Hilfswerk (THW) schon jetzt einer der längsten Dauereinsätze in seiner 70-jährigen Geschichte. 

"Seit Februar sind täglich THW-Helfer im Einsatz", sagte THW-Präsident Gerd Friedsam in Bonn der Deutschen Presse-Agentur. "In der Spitze waren es jeden Tag mehr als 1200, jetzt sind es noch etwa 100."

Zunächst sei vor allem logistische Unterstützung gefragt gewesen, etwa die Verteilung zentral beschaffter Schutzkleidung für die Bundesbehörden, darunter die Bundespolizei. Außerdem bauten die fast ausschließlich ehrenamtlichen Helfer mobile Teststationen und Behelfskrankenhäuser mit auf.

"Das besondere bei dem Pandemie-Einsatz ist, dass er uns ja auch alle persönlich betrifft", so Friedsam. "Normalerweise fährt man zu einem Einsatz hin - und wenn man später wieder nach Hause fährt, ist der Einsatz beendet." Das sei bei Corona anders. "Da sind unsere Helfer natürlich auch in Sorge um sich selbst und ihre Familien." Das THW feiert am Samstag (22. August) sein 70-jähriges Bestehen.

Update, 21. August, 8.15 Uhr: Blanko-Atteste sind kein Mittel gegen Masken-Pflicht

Es soll unkompliziert von der Masken-Pflicht befreien, aber führt stattdessen zur Anzeige: Die Bundespolizei warnt davor, ein selbstausgefülltes Attest aus dem Internet zu nutzen, laut dem man vermeintlich an Bahnhöfen sowie in Bussen und Bahnen keine Maske tragen muss. 

Immer wieder legten Menschen bei Verstößen Online-Atteste vor, die sie angeblich von der Pflicht befreiten, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, teilte die Bundespolizeiinspektion Münster am Donnerstag mit.

Ein Arzt habe das Blanko-Attest auf seiner Homepage angeboten, Nutzer hätten ihm zufolge nur ihren Namen und ihre Adresse eintragen müssen. Dem widerspricht die Polizei: Mit dem Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse mache man sich strafbar. Dazu komme eine Anzeige, da Mund und Nase nicht bedeckt seien.

Update, 20. August, 13.45 Uhr: Supermarkt verhängt für Schüler Corona-Hausverbot

Nach einem massenhaften Andrang von Schülern hat ein Supermarkt in Moers ein zeitlich befristetes Zutrittsverbot für die jungen Leute erlassen. 

Am Mittwoch der vergangenen Woche, dem ersten Schultag, hätten mehr als 100 Schüler gleichzeitig in den Markt gewollt und dabei auch Abstands- und Maskenpflicht missachtet, bestätigte die Edeka Handelsgesellschaft Rhein-Ruhr am Donnerstag. Die "Rheinische Post" berichtete.

Seitdem ist zwischen 8 und 14 Uhr für Schüler der Zutritt zu dem Supermarkt tabu. "Dieser kurzfristige Schritt war nötig, um nicht gegen die Corona-Schutzverordnung zu verstoßen, die maximal 80 Personen gleichzeitig in diesem Markt erlaubt", erklärte eine Unternehmenssprecherin. 

Es gehe auch darum, Mitarbeiter und andere Kunden zu schützen. Der Zustand solle aber nicht von Dauer sein. Der Betreiber des Supermarktes wolle mit Stadt und Schulen eine für alle zufriedenstellende Lösung finden.

Update, 20. August, 12.33 Uhr: Großkontrollen angekündigt

Ordnungsämter, Bundespolizei, die Bahn und die Verkehrsunternehmen wollen am Montag eine Großaktion zur Kontrolle der Maskenpflicht im Kampf gegen das Coronavirus starten.

Sie betrifft den regionalen Bahnverkehr und S-Bahnen, wie das Verkehrsministerium bestätigte, dass die Aktion initiiert hat. Zuvor hatte die "Rheinische Post" berichtet.

Laut Ministerium soll in Regionalzügen und S-Bahnen unter anderem vom Bahnpersonal nach Maskenverweigerern gesucht werden, die dann an mehreren großen Bahnhöfen Bundespolizei oder Ordnungsamt übergeben werden sollen. 

Update, 19. August, 17.02 Uhr: Vorerst kein zweiter "Lockdown" in NRW

Armin Laschet (CDU, rechts), Ministerpräsident von NRW mit Kanzlerin Angela Merkel.
Armin Laschet (CDU, rechts), Ministerpräsident von NRW mit Kanzlerin Angela Merkel.  © Federico Gambarini/dpa-pool /dpa

Angesichts der steigenden Infektionszahlen will die schwarz-gelbe Landesregierung die Zügel bei den Corona-Auflagen weiter anziehen. 

Das Kabinett berät am kommenden Dienstag (25. August) über eine Begrenzung der Personenzahl bei größeren Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen, wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch ankündigte. 

Derzeit sehe die Corona-Schutzverordnung für NRW keine Obergrenzen wie in anderen Bundesländern vor. Aber es stehe die Entscheidung an, dass "eine Zahl" in die Verordnung eingefügt werde. 

Das Ministerium sehe die Entwicklung der Infektionszahlen "ein Stück weit mit Sorge".

Der Minister sprach sich gegen eine zweite Stilllegung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens wie zu Beginn der Pandemie aus. Die Wirtschaft würde das nicht überstehen, sagte Laumann. 

Aber auch Schulen dürften nicht wieder geschlossen werden. Die derzeit geltenden Corona-Maßnahmen müssten stärker kontrolliert werden. 

Gesundheitsämter etwa sollten Stichproben bei Reiserückkehrern aus Risikogebieten machen. Alle müssten sich an die Spielregeln halten, damit das Land nicht in eine zweite Pandemie-Welle komme.

Update, 19. August, 16.01 Uhr: Corona-Infizierte an Bonns größter Kita

Eine Erzieherin in Bonns größter städtischer Kindertagesstätte, dem Montessori-Kinderhaus im Gustav-Heinemann-Haus am Waldenburger Ring 44, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sei nur ein Teil der Kinder und Mitarbeitenden möglicherweise betroffen, wie die Stadt Bonn mitteilte.

Abstriche seien bereits für Donnerstag vorgesehen.

Aktuell sind in Bonn 52 Menschen iakut an Covid-19 erkrankt. Einen Tag zuvor waren es noch acht Menschen weniger.

Update, 19. August, 15.20 Uhr: 206 Corona-Infizierte in Köln

In Köln gab es am Mittwoch nachweislich 206 Corona-Infizierte. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 16,95, wie die Stadt mitteilte.

Reiserückkehrer, die sich in einem Gebiet aufgehalten haben, in dem ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit SARS-CoV-2 besteht, sind verpflichtet, sich auf das Corona-Virus testen zu lassen. Der Test ist innerhalb von 72 Stunden nach Einreise kostenlos. Tests sind unter anderem am Flughafen Köln/Bonn möglich.

Update, 19. August, 13.25 Uhr: Laumann: Bei jetziger Infektionslage kein Karneval

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei einer Pressekonferenz.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei einer Pressekonferenz.  © Federico Gambarini/dpa

Aufgrund der Corona-Pandemie glaubt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann derzeit eher nicht, dass der nächste Karneval stattfinden kann. 

"Bei der jetzigen Infektionslage kann ich mir Karneval nicht vorstellen", sagte Laumann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Düsseldorf.

Er wolle die Entscheidung darüber auf jeden Fall mit den Karnevalsvereinen zusammen treffen, sagte der CDU-Politiker. Man solle sich damit auch ruhig noch zwei, drei Wochen Zeit lassen. 

"Ich muss Ihnen aber auch sagen, und da will ich auch gar nicht hinterm Berg halten: Wenn in drei Wochen die Inzidenz da ist, wo sie jetzt ist, bin ich schon der Meinung, dass wir dann eher zu der Frage kommen, dass Karneval so nicht geht, wie wir das kennen. Wir haben ja auch im Frühjahr die Schützenfeste nicht gemacht, wir machen jetzt im Herbst die Kirmes nicht."

Update, 19. August, 13.21 Uhr: 31 Schulen teilweise und vier komplett in Quarantäne

In Nordrhein-Westfalen sind kurz nach Beginn des Schuljahres vergangene Woche vier Schulen vollständig und weitere 31 teilweise wegen Corona-Infektionen geschlossen worden. 

Innerhalb der ersten drei Tage im neuen Schuljahr kamen rund 350 Lehrkräfte und gut 5900 Schüler in Quarantäne, hieß es am Mittwoch aus dem Schulministerium. Trotzdem konnten rund 99 Prozent der nordrhein-westfälischen Schulen vor Ort unterrichten. Für die Erhebung (Stichtag 14.08.) wurden knapp 4020 von 4860 öffentlichen Schulen befragt.

"Die vorliegenden Zahlen zeigen, dass der Schulstart in Nordrhein-Westfalen gut gelungen ist", kommentierte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Die Entscheidung für den an Pandemiebedingungen angepassten Präsenzunterricht sei richtig gewesen und bleibe Ziel der Landesregierung.

Update, 19. August, 12.57 Uhr: Sechs Prozent der Infektionen auf Veranstaltungen

Rund sechs Prozent der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) auf Veranstaltungen und private Feiern etwa in Gaststätten zurückzuführen. 

Ein Drittel der Infektionen gehe auf das private Umfeld in Haushalten zurück und ein Viertel auf Reiserückkehrer, sagte Laumann am Mittwoch in Düsseldorf. 

Aktuell seien in NRW gut 4600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Angesichts der derzeit steigenden Infektionszahlen in ganz Deutschland gibt es eine Debatte über weitere Corona-Beschränkungen etwa bei Feiern und Veranstaltungen.

Update, 19. August, 11 Uhr: SPD-Chef Walter-Borjans sieht Karneval kritisch

Norbert Walter-Borjans, Vorsitzender der SPD, spricht beim ZDF Sommerinterview 2020 für die Sendung Berlin direkt.
Norbert Walter-Borjans, Vorsitzender der SPD, spricht beim ZDF Sommerinterview 2020 für die Sendung Berlin direkt.  © Marius Becker/ZDF/dpa

In der Debatte um Karneval zu Corona-Zeiten hat sich auch SPD-Chef Norbert Walter-Borjans skeptisch geäußert. 

"Das, was Karneval ausmacht, gerade in den Zentren des Karnevals, das wird nicht gehen", sagte der Rheinländer am Mittwoch im ntv-"Frühstart". 

Er sei "tief traurig, wenn er nicht in der üblichen Form ablaufen kann". Walter-Borjans betonte aber: "Karneval, so wie er ist, geht nicht mit 1,50-Abstand und Schutzmaske." 

Auch Veranstaltungen, wie man sie kenne, würden so nicht gehen. Am Ende sei das gar nicht kontrollierbar. Deswegen müsse man neue Formen finden.

Zuvor hatte sich bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wegen der Corona-Pandemie skeptisch dazu geäußert, ob im kommenden Winter Karneval stattfinden könne. 

Auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, sieht das kritisch. "Der Straßenkarneval, der Kneipenkarneval, das sind so Elemente, die wir uns nicht vorstellen können", sagte Kuckelkorn am Mittwoch im WDR-Morgenmagazin (TAG24 berichtete).

Update, 19. August, 9.25 Uhr: Kölner Karnevalschef kann sich keinen Straßenkarneval vorstellen

Auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, kann sich angesichts von Corona keinen Straßenkarneval vorstellen. 

"Der Straßenkarneval, der Kneipenkarneval, das sind so Elemente, die wir uns nicht vorstellen können", sagte Kuckelkorn am Mittwoch im WDR-Morgenmagazin. 

"Auch Ballveranstaltungen können wir uns nicht vorstellen." Anders sei es bei Karnevalssitzungen mit Hygienekonzept. Man könne ja auch mit Maske in ein Restaurant gehen und diese dann am Platz abnehmen.

Update, 19. August, 8.40 Uhr: Zahl der Übernachtungen bleibt deutlich unter Vorjahresniveau

Die Zahl der Übernachtungen in Nordrhein-Westfalen war im Juni 2020 mit 2,2 Millionen um 55,3 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, ging die Gästezahl um 63,4 Prozent auf 816.325 zurück. Der Rückgang bei den Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland (207.895) lag bei 78,3 Prozent.

Im Mai und Juni 2020 waren die Übernachtungszahlen jeweils um etwa eine Million höher als im entsprechenden Vormonat. Insbesondere in Ferienhäusern und auf Campingplätzen stiegen die Besucherzahlen.

Im ersten Halbjahr 2020 besuchten rund 5,4 Millionen Gäste die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in Nordrhein-Westfalen; das waren 53,5 Prozent weniger Besucher als von Januar bis Juni 2019. 

Update, 19. August, 8.20 Uhr: NRW-Einzelhandel legt zu

Die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel waren im Juni 2020 real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, um 6,0 Prozent höher als im Juni 2019. 

Nach dem Shutdown im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie führten die Lockerungen auch im Juni 2020 vermehrt zu Umsatzsteigerungen: Beispielsweise im Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+25,4 Prozent) sowie im Einzelhandel mit Verlagsprodukten, Sportausrüstungen und Spielwaren (+17,8 Prozent).

Der Versand- und Internet-Einzelhandel verzeichnete erneut eine Umsatzsteigerung (+37,7 Prozent). Übertroffen wurde dieser nur vom Zuwachs im Einzelhandel mit Fahrrädern, -teilen und -zubehör, der (+40,7 Prozent) das höchste Plus verbuchte.

Für das erste Halbjahr 2020 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel eine reale Umsatzsteigerung von 2,3 Prozent; nominal stiegen die Umsätze gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent.

Update, 18. August, 17.17 Uhr: Spahn kann sich Karneval im kommenden Winter nicht vorstellen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich wegen der Corona-Pandemie skeptisch geäußert, ob im kommenden Winter Karneval stattfinden kann.

Wie die Rheinische Post berichtet, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in einer Telefonschaltkonferenz des Gesundheitsausschusses: "Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg. Ich weiß also, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche ist. Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es."

Die Zeitung beruft sich auf Angaben aus Teilnehmerkreisen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war Spahn von Mitgliedern des Ausschusses nach seinen Äußerungen zu Familienfeiern und Festen gefragt worden und was dies mit Blick auf den Karneval bedeuten würde.

Spahn hatte angeregt, wegen des Ansteckungsrisikos noch einmal über die erlaubte Größen von privaten Festen zu sprechen.

Update, 18. August, 12 Uhr: Laschet fordert schärfere Maßnahmen bei steigenden Corona-Zahlen

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) bei einer Pressekonferenz.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) bei einer Pressekonferenz.  © John Macdougall/POOL/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat bei steigenden Corona-Infektionszahlen wieder schärfere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus gefordert. 

Das Prinzip der Landesregierung sei: "Wenn Infektionszahlen sinken, müssen Grundrechtseingriffe zurückgenommen werden – wenn Infektionszahlen steigen, müssen Schutzvorkehrungen verstärkt werden", sagte Laschet laut Mitteilung am Dienstag kurz vor Beginn einer gemeinsamen Sitzung des Landeskabinetts mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in Düsseldorf. 

In der aktuellen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Pandemie-Lage sei "der enge Schulterschluss zwischen Bund und Ländern wichtiger denn je".

Merkel will am Mittag im Düsseldorfer Ständehaus an der Kabinettssitzung teilnehmen und im Anschluss mit Laschet in Essen die Zeche Zollverein besuchen. 

Mit Blick auf die deutsche EU-Ratspräsidentschaft sagte Laschet, nationale Alleingänge wie zu Beginn der Pandemie dürften sich nicht wiederholen. CDU-Vize Laschet bewirbt sich im Dezember um den CDU-Bundesvorsitz und gilt damit auch als möglicher Kanzlerkandidat.

Update, 18. August, 10.50 Uhr: Fortuna Düsseldorf nach Corona-Fällen wieder im Training

Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf ist nach einer coronabedingten Zwangspause am Dienstag wieder ins Training eingestiegen. 

Bei der nicht-öffentlichen Einheit am Vormittag musste Trainer Uwe Rösler allerdings nach wie vor auf fünf Profis verzichten: Zwei zuvor positiv auf Corona getestete Spieler sowie drei weitere Akteure, die vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen identifiziert worden waren.

Die Fortuna hatte zuvor drei Tage nicht trainieren können, nachdem es am Freitagabend positive Coronatests bei zwei Profis gegeben hatte. Die betreffenden Spieler befinden sich seitdem wie auch die Kontaktpersonen im Fortuna-Kader in Quarantäne. 

Die Fortsetzung des Trainings ist nun möglich, da am Montag bei entsprechenden Testungen keine weiteren positiven Befunde hinzukamen. Die Ergebnisse hatte der Club erst am späten Montagabend erhalten.

Wann die Kontaktpersonen der positiv getesteten Spieler wieder ins Training einsteigen können, entscheidet das Gesundheitsamt.

Update, 18. August, 9.16 Uhr: Industrieproduktion im dritten Monat kräftig geschrumpft

Schiffe werden im Duisburger Containerhafen beladen.
Schiffe werden im Duisburger Containerhafen beladen.  © Bernd Thissen/dpa

Die Produktion der stark exportabhängigen Industrie von Nordrhein-Westfalen ist im dritten Monat in Folge gegenüber dem Vorjahresniveau geschrumpft.

Allerdings gab es im direkten Vergleich von Mai zu Juni 2020 eine Zunahme um 4 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Im Juni 2020 sank der Wert der Produktion gegenüber dem Vorjahresmonat nach den jüngsten Daten des Landesamtes um 17,3 Prozent.

Durch die Corona-Krise ausgelöste Betriebseinschränkungen hatten zuvor bereits im April 2020 zu einem Minus von 19,3 Prozent und im Mai 2020 von 15,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum geführt.

Der Rückgang traf die einzelnen Sparten der Industrie unterschiedlich stark. Besonders groß war das Minus im Jahresvergleich erneut bei den Investitionsgütern mit 23,6 Prozent.

Dazu gehören unter anderem Maschinen. Dagegen ging die Produktion von Verbrauchsgütern deutlich weniger stark um 8,7 Prozent zurück. Zu den Verbrauchsgütern zählen die Statistiker unter anderem Nahrungsmittel und Putzmittel.

Update, 17. August, 16.48 Uhr: Olaf Scholz hält große Veranstaltungen für "sehr riskant"

Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler und Bundesfinanzminister und designierter Kanzlerkandidat.
Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler und Bundesfinanzminister und designierter Kanzlerkandidat.  © Oliver Berg/dpa

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat vor überzogenen Hoffnungen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität im Kultur- und Veranstaltungssektor gewarnt.

"Sehr große Veranstaltungen sind einfach sehr riskant", sagte der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat am Montag bei einer SPD-Veranstaltung im Kommunalwahlkampf in Würselen bei Aachen. "Das ist alles schwer, ich finde, das sollte man nicht wegreden."

Solange es keinen Impfstoff gegen Corona und keine wirksamen Therapien gebe, sei an eine Rückkehr zur Normalität vor der Pandemie nicht zu denken, sagte Scholz. "Das wird noch lange so bleiben."

Natürlich müsse man sich dafür einsetzen, etwa Kulturschaffenden dabei zu helfen, diese extrem schwierige Zeit zu überbrücken.

An der Diskussion nahm auch der SPD-Kanzlerkandidat der Bundestagswahl 2017, Martin Schulz, teil. "Ich hoffe sehr, dass der nächste Bundeskanzler Olaf Scholz ist", sagte er. 

Update, 17. August, 13.44 Uhr: Maskenverweigerer verletzen Bahnmitarbeiter und Mitreisenden

Aggressive Maskenverweigerer sollen im Ruhrgebiet zwei Bahnmitarbeiter und einen Mitreisenden verletzt haben. In Dortmund sei ein 36-Jähriger des Bahnhofs verwiesen worden, weil er keinen Mund-Nasen-Schutz trug, teilte die Polizei am Montag mit.

Als er kurz danach – wieder ohne Maske – zurückkam, und zwei Bahnmitarbeiter ihn erneut ansprachen, sei die Lage eskaliert. Der Mann habe einer Bahnbeschäftigten vor den Kopf getreten, sie und ein Kollege erlitten bei dem Vorfall am Samstag Verletzungen, die Bundespolizei nahm den Mann in Gewahrsam.

Auch in einer S-Bahn zwischen Wattenscheid und Essen kam es am Wochenende zu einer Attacke wegen der Maskenpflicht. Ein 52-Jähriger erlitt dabei am Sonntagmorgen Verletzungen im Gesicht. Er hatte eine Gruppe von fünf Personen angesprochen, weil sie keine Maske trugen.

Sie hätten ihn daraufhin geschlagen und gewürgt und seien danach entkommen, berichtete die Polizei. Nun werde die Videoaufzeichnung aus dem Zug ausgewertet. Es laufe ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung.

Update, 17. August, 13.39 Uhr: Minister fordert mehr Kinderkrankentage für Eltern

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP).
NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP).  © Federico Gambarini/dpa

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) fordert wegen der Corona-Pandemie mehr Kinderkrankentage für arbeitende Eltern. "Mit dem jetzigen Kontingent ist das in Fragen einer Pandemie nicht dauerhaft zu stemmen", sagte Stamp am Montag im Interview von RTL und ntv.

Kinder dürften derzeit bei Krankheitsanzeichen wie Fieber, trockenem Husten, Halsschmerzen oder Atemnot nicht in die Kita, sodass die Betreuung privat organisiert werden müsse.

Stamp forderte die Bundesregierung auf, eine "vernünftige Lösung" für die Aufstockung der Kinderkrankentage zu finden. Notfalls wolle Nordrhein-Westfalen eine Änderung der Regelung über den Bundesrat versuchen.

Bislang stehen laut Bürgerlichem Gesetzbuch in Verbindung mit dem Sozialgesetzbuch Eltern mit einem Kind unter zwölf Jahren jeweils zehn Kinderkrankentage zu. Alleinerziehenden werden bis zu 20 Tage pro Kind gewährt. Die Krankenkasse zahlt ein Krankengeld. In vielen Unternehmen wird auch der volle Lohnersatz gezahlt.

Update, 17. August, 10.37 Uhr: Eltern buchen überwiegend längere Kita-Betreuungszeiten

Eltern in Nordrhein-Westfalen haben für ihre Kinder überwiegend längere Betreuungszeiten in den Kitas gebucht. Mehr als die Hälfte der Kinder gingen im vergangenen Jahr länger als 35 Stunden wöchentlich in eine Kita oder einen Kindergarten, wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte.

Bei Kindern im Alter von drei bis unter sechs Jahren waren es 51,3 Prozent, bei den jüngeren Kindern waren es 54,3 Prozent.

Eine Betreuungszeit von bis zu 25 Stunden wöchentlich war für 5,5 Prozent beziehungsweise 9,2 Prozent der Kinder dieser Altersgruppen gebucht.

Die Kindertagesstätten in NRW kehrten am Montag wieder in den Regelbetrieb zurück. Um strengere Hygiene- und Abstandsregeln durchsetzen zu können, hatte die NRW-Landesregierung die vertraglich vereinbarten Betreuungszeiten in den vergangenen Monaten um 10 Wochenstunden pro Kind reduziert.

Seit 2008 ist bei der Betreuung in Kindertageseinrichtungen im Kinderbildungsgesetz festgelegt, dass in Nordrhein-Westfalen nur 25, 35 oder 45 Stunden als wöchentliche Betreuungskontingente vereinbart werden können.

Update, 17. August, 7.43 Uhr: Gesamtschule nach Corona-Fall geschlossen

Wegen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Lehrers bleibt die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Solingen am Montag und Dienstag geschlossen. 

"45 Lehrerinnen und Lehrer sowie 90 Schülerinnen und Schüler müssen in Quarantäne", teilte die Schule am Sonntag mit. Der Lehrer sei Ende der Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er habe davor unterrichtet und auch Kontakt zu zahlreichen Kolleginnen und Kollegen gehabt, hieß es.

"Weil der Unterricht an der Schule mit deutlich verkleinertem Kollegium neu organisiert werden muss, bleibt die Schule nach Absprache zwischen Schulleitung und Gesundheitsamt Montag und Dienstag für Präsenzunterricht geschlossen."

Ausgenommen davon seien die 5er-Klassen. "Sie können normal zur Schule kommen, weil sie im Gebäude Uhlandstraße von Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden, die alle keinen Kontakt zu dem infizierten Kollegen hatten."

Zuvor waren wenige Tage nach Schuljahresbeginn bereits an zwei Schulen in Kleve Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Betroffen seien ein Schulkind einer neunten Klasse der Joseph-Beuys-Gesamtschule in Kleve und ein Kind einer sechsten Klasse der Karl-Kisters-Realschule in Kleve-Kellen, hatte die Stadt am Samstagabend mitgeteilt.

Update, 17. August, 7.33 Uhr: Ministerium will Rückkehrer aus Risikogebieten an Testkosten beteiligen

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium fordert von Rückkehrern aus Corona-Risikogebieten eine Beteiligung an den Kosten der Corona-Tests. 

Das Ministerium habe wiederholt deutlich gemacht, "dass derjenige, der in ein Risikogebiet reist, auch wissen muss, was er da tut, und sich über die Konsequenzen bewusst sein muss. Die Kosten für die Tests dürfen auf Dauer nicht allein der Solidargemeinschaft aufgebürdet werden", sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage des Kölner Stadt-Anzeigers.

Aktuell können sich Reiserückkehrer auch aus Risikogebieten kostenlos testen lassen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verteidigte diese Regelung am Samstagabend in der ARD. Tests, die etwas kosten, versuchten manche Reisende möglicherweise zu vermeiden. Doch sollten die Tests ja wahrgenommen werden. "Das schützt uns, und das schützt andere", sagte Spahn.

Update, 17. August, 7 Uhr: Umsatz der NRW-Wirtschaft ging deutlich zurück

Die nordrhein-westfälischen Industriebetriebe erwirtschafteten in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Umsatz von
143,4 Milliarden Euro. Das waren 12,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verringerte sich dabei sowohl der Inlandsumsatz (−10,1 Prozent) als auch der Auslandsumsatz (−14,9 Prozent).

Den größten Anteil am Gesamtumsatz hatte im ersten Halbjahr 2020 die Chemieindustrie mit 20,3 Milliarden Euro Umsatz (−11,2 Prozent gegenüber 2019).

Update, 17. August, 6.54 Uhr: Kindergärten in NRW kehren am Montag zum Regelbetrieb zurück

Aufatmen für die Eltern der ganz Kleinen: In Nordrhein-Westfalen kehren die Kindergärten am Montag in der Corona-Krise in den Regelbetrieb zurück. 

Um strengere Hygiene- und Abstandsregeln durchsetzen zu können, hatte die NRW-Landesregierung die Betreuungszeiten in den Kitas und in der Kindertagespflege in den vergangenen Monaten eingeschränkt. Die vertraglich vereinbarten Zeiten wurden um 10 Wochenstunden pro Kind reduziert, damit das Personal die Aufgabe unter den neuen Bedingungen leisten konnte. Auch galten strenge Regelungen bei Krankheiten der Kinder. Der Erlass galt bis einschließlich 16. August.

Ein Junge spielt in einem Kindergarten mit Bauklötzen und einem Spielzeugauto.
Ein Junge spielt in einem Kindergarten mit Bauklötzen und einem Spielzeugauto.  © Bernd Thissen/dpa

Update, 17. August, 6.50 Uhr: Mehrere Partys in Köln wegen Corona-Verstößen aufgelöst

Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnungen haben Polizei und Ordnungsamt am Wochenende in Köln einige Menschenansammlungen aufgelöst. 

Am frühen Sonntagmorgen beendeten die Einsatzkräfte eine nicht genehmigte GOA-Party mit 600 Feiernden in einem Parkgelände, wie die Polizei mitteilte. Größere Gruppen hätten sich am Samstagabend zudem an den üblichen Hotspots im Zülpicher Viertel, auf den Ringen und am Rheinboulevard versammelt. Auch eine nicht angemeldete Party am Rheinufer im Stadtteil Niehl wurde gestoppt.

Vermutlich wegen des Unwetters mit starken Regenfällen und kühleren Temperaturen sei am Freitagabend dagegen viel weniger los gewesen als an den vergangenen Wochenenden, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntagnachmittag. Dennoch habe der Ordnungsdienst in der Nacht auf Samstag eine Party mit rund 100 Feiernden unter der Mülheimer Brücke aufgelöst, teilte die Stadt Köln mit. 

Zudem hätten Stadt und Polizei eine Gaststätte, eine Shisha-Bar, eine Pizzeria und einen Club wegen "gravierender Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung und gegen die Hygienebestimmungen" geschlossen, hieß es weiter.

Update, 16. August, 14.09 Uhr: Neue Infizierte in Bonn

Es gibt weitere bestätigte Corona-Infizierte an Bonner Schulen.

Im Konrad-Adenauer-Gymnasium gibt es einen bestätigten Corona-Fall bei einer Schülerin einer 9. Klasse. Vier weitere Kinder wurden deshalb als Kontaktpersonen eingestuft und ebenfalls unter Quarantäne gestellt, wie die Stadt Bonn am Sonntag mitteilte.

Am Hardtberg-Gymnasium weise ein Lehrer, der im Rhein-Erft-Kreis wohnt, ein positives Testergebnis auf. 

Beim Bonner SC stehen nach positiven Befunden zwei Spieler aus Bonn und drei Spieler aus umliegenden Gebieten unter Quarantäne.

Akut sind in Bonn 60 Menschen an Covid-19 erkrankt.

Update, 15. August, 13.06 Uhr: Bonner SC muss Vorbereitung nach fünf Corona-Fällen unterbrechen

Wie der Verein bekannt gab, wurden beim Bonner SC fünf Personen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Betroffenen müssen nun zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen.

Es seien Spieler, Trainer- und Funktionsteam getestet worden, so die Verantwortlichen. Sie seien nach Absprache mit dem Gesundheitsamt bis Dienstag ebenfalls in Isolation.

Die Testreihe war durchgeführt worden, nachdem ein Spieler Corona-Symptome gezeigt hatte.

„Damit ist die Vorbereitung auf die Anfang September beginnende Spielzeit zunächst einmal unterbrochen worden“, sagt BSC-Sportvorstand Stefan Krämer, „das trifft uns empfindlich, aber vorrangig ist die Gesundheit von Spielern und direktem Umfeld.“

Am Dienstag soll eine zweite Testreihe stattfinden, um zu klären, ob das Training dann wieder fortgeführt werden dann. Zwei Testspiele, die am heutigen Samstag sowie am morgigen Sonntag stattfinden sollten, mussten abgesagt werden.

"Nachwuchsabteilung, Futsaler und zweite Mannschaft des Bonner SC sind von den Corona-Fällen nicht betroffen", teilte der Verein mit. Es würden jedoch keine Namen veröffentlicht werden, um die Persönlichkeitsrechte der betroffenen zu sichern.

Update, 15. August, 9.16 Uhr: Konzept für Freizeitmesse in Düsseldorf wird geprüft

Die Caravan-Messe in Düsseldorf soll am 4. September starten. (Fotomontage)
Die Caravan-Messe in Düsseldorf soll am 4. September starten. (Fotomontage)  © David Young/dpa / Henning Kaiser/dpa

Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium nimmt auch das Corona-Schutzkonzept für die Freizeitmesse Caravan Salon in Düsseldorf unter die Lupe.

"Das Konzept liegt uns vor, wir schauen es uns an", sagte ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.

Der Caravan Salon soll vom 4. bis zum 13. September auf dem Düsseldorfer Messegelände seine Tore öffnen. Für den 4. September ist auch das umstrittene Großkonzert im benachbarten Fußballstadion Merkur Spiel-Arena geplant.

Die Düsseldorfer Messe erklärte, ihr Hygienekonzept entspreche allen Vorgaben des NRW-Gesundheitsministeriums und der städtischen Behörden.

"Der Caravan Salon darf stattfinden entsprechend der aktuellen Fassung der vom NRW-Gesundheitsministeriums erlassenen Corona-Schutzverordnung, in der auch die Veranstaltung von Fachmessen erlaubt und geregelt ist", betonte Wolfram Diener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Düsseldorf.

Für Prüfung und Bewertung des Konzepts sei das örtliche Gesundheitsamt zuständig, sagte der Ministeriumssprecher. "Aufgrund der besonderen Bedeutung wird das Konzept aber auch von uns angeschaut."

Die Messe will nur 20.000 Tagesbesucher zulassen, deutlich weniger als üblich. Tickets werden ausschließlich online, nach namentlicher Registrierung verkauft. Die Besucher müssen in den Hallen einen Mund-Nase-Schutz tragen.

Campingwagen und Wohnmobile dürfen gleichzeitig nur von Personen aus einem Haushalt besichtigt werden. Die Messe sei in der Lage "die Einhaltung aller Maßgaben jederzeit zu gewährleisten", versicherte Diener.

Update, 14. August, 17.54 Uhr: NRW-Grüne wagen ersten "normalen Parteitag"

Als erste der fünf Landtagsparteien treffen die nordrhein-westfälischen Grünen am Samstag (10.30 Uhr) trotz Corona-Pandemie wieder zu einem Parteitag vor Ort zusammen. Unter strengen Infektionsschutzvorkehrungen tagen die rund 280 Delegierten in den Dortmunder Westfalenhallen.

Der achtköpfige Landesvorstand mit Mona Neubaur und Felix Banaszak an der Spitze stellt sich komplett zur Wiederwahl – bislang ohne Gegenkandidaten für das Führungstandem.

Ein Hauptthema des auf einen Tag halbierten Delegierten-Treffens sollen Auswege und Konsequenzen aus der Corona-Krise sein.

In einem Leitantrag fordert der Landesvorstand eine umfassende Teststrategie für Schulen, Kitas, Pflegeheime, Sammelunterkünfte, Schlachtbetriebe, Logistikzentren und andere besonders gefährdete Bereiche.

Update, 14. August, 15.34 Uhr: Weiter steigende Corona-Belastung im Ruhrgebiet

In NRW stecken sich täglich etwa 538 Menschen mit Corona an. (Symbolbild)
In NRW stecken sich täglich etwa 538 Menschen mit Corona an. (Symbolbild)  © Marius Becker/dpa

Im Ruhrgebiet steigt die Zahl der Coronainfektionen weiter an: In fünf Städten und Kreisen gab es innerhalb von sieben Tagen über 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor.

Betroffen waren: Duisburg mit 26,3, der Kreis Unna mit 26,9, Bochum mit 29,3, Hagen mit 29,7 und Herne mit 30,7 (Stand: 14. August, 00.00 Uhr). Ab 50 können neue Regeln zur Eindämmung des Ansteckungsrisikos verhängt werden.

In Herne seien am Freitag 13 der 21 positiv Getesteten Reiserückkehrer gewesen, weitere sieben hätten Kontakt mit Infizierten gehabt, berichtete eine Sprecherin der Stadt.

Nur eine Infektion sei nicht zuzuordnen gewesen. "Es ist nicht so, dass sich die Lage plötzlich komplett verändert hätte", beschrieb sie die Situation vor Ort.

Die Stadt Bochum appellierte an alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten, sich unbedingt beim Gesundheitsamt zu melden. Angesichts von bislang erst rund 900 Rückmeldungen, sei dies nicht bei allen der Fall, sagte ein Sprecher der Stadt.

In Hagen seien die Infektionsketten bislang nachvollziehbar, sagte ein Sprecherin auf Anfrage.

Um die Ansteckungen kontrollieren und eindämmen zu können, müssen sich alle Reisenden aus Risikogebieten wie Spanien, Rumänien oder Luxemburg testen lassen.

Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist jede vierte Ansteckung auf Reiserückkehrer zurückzuführen.

In NRW steckten sich laut RKI 538 Personen innerhalb eines Tages mit dem Coronavirus an. Rund 4800 Personen waren hier am Freitag noch infiziert.

Seit Beginn der Pandemie sind nach Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums knapp 53.700 Fälle bestätigt worden – rund 47 200 sind bereits genesen.

Update, 14. August, 15.32 Uhr: Gericht untersagt Feier mit 70 Gästen

Wenige Stunden vor einer geplanten privaten Geburtstagsfeier mit 70 Gästen auf einem Balkon in Münster hat das Verwaltungsgericht das Aus der Veranstaltung bestätigt.

Wegen der Corona-Bestimmungen hatte das Ordnungsamt der Stadt die Feier untersagt. Das Gericht bestätigte diese Sicht in einem Eilverfahren und untersagte das Treffen am Freitagabend.

Begründung: Ein 26. Geburtstag sei kein "herausragender Anlass" wie bei einem Jubiläum, einer Hochzeit oder einem runden Geburtstag, den die Coronaschutzverordnung mit höchstens 150 Teilnehmern zulasse.

Der Antragsteller aus Münster hatte die Nachbarschaft über seinen Plan informiert. Davon erfuhr das Ordnungsamt

Update, 14. August, 13.52 Uhr: Grundschule in Hamminkeln wegen Corona-Fall bis Montag zu

Eine Grundschule in Hamminkeln am Niederrhein ist nach einem Corona-Fall im Kollegium von Freitag bis einschließlich Montag geschlossen worden.

Eine Lehrerin sei positiv auf das Corona-Virus getestet worden, teilten der Kreis Wesel und die Stadt Hamminkeln mit. Die Frau sei in Quarantäne, die Kontaktnachverfolgung laufe. Sie habe keinen Kontakt zu den Schulkindern gehabt.

Einige Kollegen hätten sie allerdings privat getroffen, sodass sie auch in 14-tägige Quarantäne kamen und keinen Unterricht machen können. Der Unterricht müsse nun von den verbliebenen Lehrern geleistet werden. Am Dienstag solle der Unterricht wieder starten.

Zum Schulbeginn nach den Sommerferien am Mittwoch hatte es an mehreren Schulen in NRW Corona-Fälle gegeben. Teils mussten einzelne Klassen nach Hause, mancherorts wurden Schulen geschlossen.

Update, 14. August, 12.54 Uhr: NRW hat bislang fünf Millionen Euro für Sportvereine gezahlt

Andrea Milz (CDU), Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt. (Archivfoto)
Andrea Milz (CDU), Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt. (Archivfoto)  © Federico Gambarini/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat die Antragsfrist zur Unterstützung von Sportvereinen um drei weitere Monate verlängert.

Wie die Staatskanzlei in Düsseldorf am Freitag bekanntgab, kann die Soforthilfe Sport für die Folgen der Corona-Pandemie nun noch bis zum 15. November 2020 beantragt werden.

Sportvereine können aus diesem Hilfsfonds Mittel bis zu 50.000 Euro erhalten. Laut Mitteilung der Staatskanzlei konnten bislang über 700 Vereine mit rund fünf Millionen Euro unterstützt werden.

Ursprünglich sollte die Antragsfrist am 15. August ablaufen. "Ich freue mich, dass die Soforthilfe Sport zur Unterstützung notleidender Sportvereine fortgeführt werden kann", sagte die Staatssekretärin für Sport in NRW, Andrea Milz.

Und weiter: "Damit stärken wir unsere Sportvereine in dieser schwierigen Zeit und geben ihnen eine Hilfe zur Existenzsicherung".

Update, 13. August, 15.34 Uhr: Entscheidung über Düsseldorfer Großkonzert spätestens vier Tage vorher

Ob das umstrittene Großkonzert in Düsseldorf stattfinden darf, entscheidet sich spätestens am 31. August – vier Tage vor dem eigentlichen Termin.

Auf diesen Kompromiss einigten sich die Stadt Düsseldorf und die Landesregierung, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag erfuhr. Entscheidend soll dann das aktuelle Corona-Infektionsgeschehen sein.

Update, 13. August, 6.14 Uhr: Schule in Viersen geschlossen

Kurz nach dem Start in das neue Schuljahr ist eine Grundschule im Viersener Stadtteil Süchteln wieder geschlossen worden. Eine Lehrerin der Martinschule sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte die Schule am Mittwoch mit. Da die erste Konferenz des Kollegiums in einem Raum stattgefunden habe, sei vorsorglich das gesamte Personal unter Quarantäne gestellt worden. 

"Da ohne Lehrerinnen kein Unterricht mehr möglich ist, bleibt die Schule bis zum 24.8.2020 geschlossen", schrieb die Schule auf ihrer Webseite.

Die Kinder hätten zu keiner Zeit Kontakt mit der Erkrankten gehabt. Ob es eine Notbetreuung für die Schülerinnen und Schüler geben wird, steht demnach noch nicht fest.

Update, 12. August, 15.31 Uhr: 163 Corona-Infizierte in Köln

Mit Stand Mittwoch, 12. August 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 163 Kölner, die am Coronavirus erkrankt sind. Dies teilte die Stadt Köln am Nachmittag mit.

Update, 12. August, 14.19 Uhr: Outlet Roermond führt Maskenpflicht ein

Das Designer Outlet im niederländischen Roermond hat eine Maskenpflicht eingeführt. Ab sofort müssen Besucher ab 13 Jahre Mund-Nasen-Schutz tragen, teilten die Betreiber mit. Durch die Maske solle die Verbreitung des Corona-Virus verhindert werden. In den Niederlanden steigt die Zahl der Neu-Infektionen seit einigen Wochen schnell an.

Masken werden nach einem Bericht der Nachrichtenagentur ANP bis zum 19. August gratis verteilt. Zwei Geschäfte in dem Outlet-Zentrum direkt an der deutsch-holländischen Grenze waren in der vergangenen Woche geschlossen worden, nachdem bei Mitarbeitern Corona-Infektionen festgestellt worden waren.

In den Niederlanden gilt nur im öffentlichen Nahverkehr eine Maskenpflicht. Auch Rotterdam und Amsterdam verpflichten in einigen besonders belebten Straßen wie etwa dem Rotlichtviertel zum Tragen von Schutzmasken.

Update, 12. August, 13.48 Uhr: Bußgelder in Bussen und Bahnen bis 150 Euro

Fahrgäste der KVB mit Masken in Köln. (Symbolbild)
Fahrgäste der KVB mit Masken in Köln. (Symbolbild)  © Oliver Berg/dpa

Ab sofort droht in Nordrhein-Westfalen Bußgeld für Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen - durchsetzen müssen das die Kommunen. 

Das stellte das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar. 

Wer keine Maske im öffentlichen Nahverkehr trägt, kann direkt mit 150 Euro Bußgeld zur Kasse gebeten werden - ohne zusätzliche Aufforderung.

Auch sonst hält der überarbeitete Bußgeld-Katalog zur Corona-Schutzverordnung empfindliche Geldbußen parat. 

5000 Euro müssen demnach Veranstalter oder Organisatoren berappen, wenn sie eine "große Festveranstaltung" durchführen. 

In Düsseldorf wird derzeit über die Rechtmäßigkeit eines geplanten Großkonzerts mit 13.000 Zuschauern gestritten. "Es werden zurzeit noch Gespräche geführt und es wird weiterhin geprüft", teilte das Gesundheitsministerium mit. "Aktuell gibt es keinen neuen Sachstand."

Update, 11. August, 15.26 Uhr: Ministerium empfiehlt "Maskenpausen" und Lüften zum Schulstart

Zum Schulstart unter Corona-und Hitze-Bedingungen in Nordrhein-Westfalen hat das Schulministerium die Schulen aufgefordert, "Maskenpausen" zu gewähren.

Wie den Schülern ermöglicht werde, den Mund-Nasen-Schutz zeitweise abzunehmen, hänge von den Bedingungen und der Kreativität der jeweiligen Schule ab, sagte Schulstaatssekretär Mathias Richter am Dienstag in Düsseldorf.

Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht, so wie sie in Bussen oder Bahnen drohen, gebe es in Schulen nicht. Die Schulleitungen könnten aber "erzieherische Maßnahmen" bei Schülern ergreifen, die sich bewusst oder sogar provokativ nicht an die Vorgaben des Infektionsschutzes hielten. "Letztlich kann es dazu führen, dass es nach Hause geht", so Richter.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) verwies auch darauf, dass die Unterrichtsräume gelüftet werden müssten. Wenn Räume nicht gelüftet werden könnten, dürften sie nicht für den Unterricht genutzt werden.

Update, 11. August, 14.39 Uhr: Veranstalter will mit Laschet über Konzert reden

Konzertveranstalter Marek Lieberberg sucht in der Diskussion um sein in Düsseldorf geplantes Großkonzert das Gespräch mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Die Reaktion aus der Staatskanzlei stellt ihn bislang aber nicht zufrieden.

Er habe Laschet geschrieben und bemühe sich nun seit zwei Tagen, den Regierungschef zu erreichen, erklärte Lieberberg am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Er könne verstehen, dass Laschet sehr beschäftigt sei.

"Aber wenn man Zeit hat, sich öffentlich zu äußern zu Veranstaltungen, deren Regularien man offenbar nicht kennt, dann denke ich, müsste man auch Zeit haben, hier zu reagieren, um auch dieses Gespräch zu führen."

Hintergrund: Laschet hatte sich zuvor zu dem von Lieberberg geplanten Konzert mit 13.000 Zuschauern in Düsseldorf geäußert und gesagt er halte das Event "für kein gutes Signal".

Eine Entscheidung der Landesregierung über ein eventuelles Verbot der Veranstaltung steht noch aus. Die Stadt Düsseldorf hat das Konzept abgesegnet.

Lieberberg sieht sich in jedem Fall im Recht. Auf die Frage, was er im Falle einer Absage tun werde, antwortete er, man werde sich in diesem Fall mit geeigneten Mitteln "dagegen äußern". "Wir sind überzeugt, dass wir 100 Prozent im Recht sind."

Update, 11. August, 12.49 Uhr: Tausende Corona-Tests an Flughäfen

An Nordrhein-Westfalens Flughäfen sind am Wochenende rund 7000 Reisende auf das Coronavirus getestet worden. Die Ergebnisse sollen bis Mittwoch vorliegen, berichtete ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am Montag.

Mit Inkrafttreten der Corona-Pflichttests hatten am Samstag und Sonntag am größten NRW-Airport in Düsseldorf fast 3000 ankommende Passagiere das Angebot wahrgenommen, sich direkt im Sicherheitsbereich des Airports testen zu lassen.

Am Köln/Bonner-Flughafen wurden fast 2700 Rachenabstriche genommen. Dort gab es seit dem 18. Juli bei insgesamt 18 000 getesteten Reisenden 200 positive Ergebnisse.

Am Flughafen Dortmund wurden seit Samstag 1070 Passagiere aus Risikogebieten getestet, am Flughafen Münster/Osnabrück waren es 135 Passagiere.

Update, 10. August, 15.30 Uhr: Söder kritisiert Konzertveranstalter scharf

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) hat geplante Großkonzerte wie das von Sarah Connor (40) heftig kritisiert. (Fotomontage)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) hat geplante Großkonzerte wie das von Sarah Connor (40) heftig kritisiert. (Fotomontage)  © Jens Meyer/AP/Pool/dpa / Nicolas Armer/dpa/Pool/dpa

Nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) haben geplante Großkonzerte wie das mit Bryan Adams und Sarah Connor in Düsseldorf eine "katastrophale Signalwirkung" im Corona-Kampf.

"Ich möchte darauf hinweisen, dass ich das Zulassen von Konzerten mit 13.000 Leuten für absolut nicht vertretbar halte. Bitte sehr herzlich, dass man das nochmal überdenkt. Das ist eine katastrophale Signalwirkung für das ganze Land", sagte Söder am Montag in Nürnberg.

"Wir haben derzeit schon Schwierigkeiten und müssen auch nochmal schauen, wie wir Möglichkeiten finden, bestimmte große Ansammlungen von Menschen in vernünftiger Form zu leiten zu und zu lenken, insbesondere was den Alkohol betrifft", sagte der Ministerpräsident.

"Dann können wir nicht gleichzeitig Konzerte mit 13.000 Leuten zulassen, das setzt eine Signalwirkung ins Land, die die gesamte Philosophie konterkariert."

Konkret nannte Söder die Veranstaltung nicht. In Düsseldorf ist am 4. September ein Konzert vor 13.000 Zuschauern geplant. Pop-Star Connor hatte am Wochenende Verständnis für Bedenken gezeigt, das geplante Event aber verteidigt.

Die Stadt hatte die Veranstaltung genehmigt. Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) hatte die Pläne scharf kritisiert und rechtliche Zweifel angemeldet.

Update, 10. August, 14.06 Uhr: 60 Kinder wegen Corona-infizierter Erzieherin in Quarantäne

Wegen einer Corona-infizierten Erzieherin sind in Kamp-Lintfort im Kreis Wesel rund 60 Kinder in Quarantäne geschickt worden.

Der Betrieb in den übrigen Gruppen der Kindertageseinrichtung laufe aber regulär weiter, teilte der Kreis am Montag mit. Die Kita bestehe aus fünf Gruppen, die zuletzt räumlich voneinander getrennt waren.

Die nun positiv auf das Coronavirus getestete Erzieherin hatte Kinder aus zwei Gruppen betreut. Diesen empfehle das Gesundheitsamt zusätzlich zur Isolation eine Untersuchung beim Kinderarzt und gegebenenfalls einen Coronatest.

Auch die Kolleginnen mit Kontakt zur Infizierten werden getestet und sind in Quarantäne.

Update, 10. August, 14.04 Uhr: Fast 3000 Abstriche am Düsseldorfer Airport

An Nordrhein-Westfalens größtem Airport sind am Wochenende in Düsseldorf fast 3000 Menschen auf das Coronavirus getestet worden.

Die Ergebnisse sollen bis Mittwoch vorliegen, berichtete ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein am Montag. Mit Inkrafttreten der Corona-Pflichttests hatten am Samstag und Sonntag 2964 ankommende Passagiere das Angebot wahrgenommen, sich direkt im Sicherheitsbereich des Airports testen zu lassen.

Am letzten Ferienwochenende erfolgten in Düsseldorf rund 60 Landungen aus Risikogebieten. Der Großteil der Rückkehrer sei aus der Türkei gekommen, hatte ein Flughafensprecher am Sonntag gesagt. 

Es hätten sich kaum Schlangen gebildet. Die Wartezeiten an den Abstrichkabinen seien kurz gewesen.

Die Flugreisenden haben nach ihrer Rückkehr 72 Stunden Zeit für einen Corona-Test. Sie können sich auch in Arztpraxen oder anderen Stellen testen lassen, müssen bis zum Ergebnis aber in häuslicher Quarantäne bleiben, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht.

Die Testzentren an den Flughäfen Düsseldorf, Dortmund und Münster/Osnabrück werden von den Kassenärztlichen Vereinigungen organisiert.

Ärzte und medizinisches Fachpersonal nehmen die Abstriche ab. Am Flughafen Köln/Bonn werden die Tests von der Johanniter Unfallhilfe und der Stadt organisiert.

Update, 10. August, 9.46 Uhr: Laschet hält Maskenpflicht im Unterricht für sinnvoll

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) hält die Maskenpflicht im Unterricht für sinnvoll. (Archivfoto)
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) hält die Maskenpflicht im Unterricht für sinnvoll. (Archivfoto)  © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin (59, CDU) Laschet hat die Maskenpflicht für ältere Kinder in den Klassenzimmern seines Bundeslandes verteidigt.

"Überall da, wo der Abstand nicht einhaltbar ist, müssen wir jetzt gerade am Anfang vorsichtig sein", sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-"Morgenmagazin".

Zu der Frage, ob die Verpflichtung auch mit Blick auf die aktuell hohen Temperaturen zumutbar sei, sagte Laschet: "Ja, das ist zumutbar. Es gibt bestimmte Regeln für Kinder, die erkrankt sind oder die besondere Dinge zu berücksichtigen haben."

Mit der Maskenpflicht, die an weiterführenden und berufsbildenden Schulen Nordrhein-Westfalens ab dem Schulstart am Mittwoch sogar im Unterricht gilt, ist NRW einen bundesweiten Sonderweg gegangen.

Die Infektionszahlen seien besonders in städtischen Räumen sehr hoch, argumentierte der Ministerpräsident. Die Verpflichtung gilt bis Ende August.

"Ich glaube, das ist eine Vorsichtsmaßnahme, die am Anfang richtig ist", sagte Laschet. "Auf Dauer wird man das nicht machen können, aber dazu brauchen wir bessere Erfahrung."

Update, 10. August, 9.40 Uhr: Über 90 Prozent weniger Passagiere an NRW-Flughäfen

Nach einer Corona-Pause läuft der Betrieb an NRW-Flughäfen langsam wieder an. (Archivfoto)
Nach einer Corona-Pause läuft der Betrieb an NRW-Flughäfen langsam wieder an. (Archivfoto)  © Roland Weihrauch/dpa

Nach dem Einbruch durch die Corona-Pandemie ist der Betrieb an den NRW-Flughäfen im Juni vorsichtig wieder angelaufen, er lag aber immer noch um mehr als 90 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Von den sechs Hauptverkehrsflughäfen im Bundesland flogen in dem Monat knapp 162.000 Passagiere ab, 92,3 Prozent weniger als im Vergleichsmonat 2019, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Montag mit.

Im Juni 2019 waren es über zwei Millionen Menschen gewesen. Erfasst werden die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein und Paderborn/Lippstadt.

Update, 10. August, 8.32 Uhr: Hitzefrei soll bei Maskenpflicht an Schulen großzügiger geregelt werden

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen unterstützt grundsätzlich die Maskenpflicht zum Schuljahresbeginn, fordert aber praxistaugliche Erleichterungen.

"An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitze-Frei-Entscheidungen", sagte der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf.

Auch die Landesschülervertretung fordert, dass Hitzefrei in Zeiten coronabedingter Maskenpflicht nun auch für Oberstufenschüler gelten müsste. Die Hitze setze schließlich nicht nur Schülern der Sekundarstufe I zu, argumentieren sie.

Bislang sieht der Hitzefrei-Erlass der Landesregierung hitzefrei für die Oberstufe nicht vor. In Grundschulen und in der Sekundarstufe I entscheiden die Schulleiter über die Befreiung.

Im Erlass heißt es: "Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius auszugehen. Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, darf Hitzefrei nicht erteilt werden."

Zum Schulstart gilt in NRW ab Mittwoch Maskenpflicht in allen Schulgebäuden und auf dem Gelände – in weiterführenden und berufsbildenden Schulen sogar im Unterricht. Diese strenge Regelung gibt es bislang nur in NRW.

Update, 10. August, 8.30 Uhr: Laschet gegen zweiten Corona-Lockdown

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr ausgesprochen.

Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne "nicht die Lösung" sein, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg.

"Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen." Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an.

Update, 9. August, 16.23 Uhr: Corona-Demos legitim, aber nur mit Hygieneregeln

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Demonstrationen der Gegner der staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen als legitim bezeichnet.

Die Demonstranten müssten sich aber wie alle anderen Bürger an die Corona-Hygieneregeln halten, sagte Laschet am Sonntag nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in Naumburg.

"Mit Abstand und Mundschutz darf jeder demonstrieren und seine Meinung sagen und die Maßnahmen auch kritisieren", sagte Laschet.

"Sonst fällt auch das Land auseinander, wenn man den Eindruck vermittelt, man dürfe seine Meinung nicht sagen." Der überwiegende Teil der Menschen in Deutschland teile die Meinung der Demonstranten aber ohnehin nicht.

Rund 1500 Teilnehmer hatten sich am Sonntag nach Polizeiangaben in der Dortmunder Innenstadt zu einer Demonstration gegen Corona-Schutzmaßnahmen versammelt.

Die meisten Teilnehmer der Demo trugen keine Mund-Nasen-Schutzmaske, wie eine dpa-Reporterin vor Ort berichtete.

Update, 9. August, 9.22 Uhr: Testpflicht an Flughäfen Köln und Düsseldorf angelaufen

Mitarbeiterin im Corona-Testzentrum am Flughafen Köln/Bonn.
Mitarbeiterin im Corona-Testzentrum am Flughafen Köln/Bonn.  © Henning Kaiser/dpa

An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln müssen sich seit Samstag Rückkehrer aus Risikogebieten auf das Corona-Virus testen lassen.

Auf dem Busbahnhof am Köln-Bonner Flughafen waren Zelte aufgebaut, in denen Rückkehrer Nasen-Rachen-Abstriche machen lassen konnten.

Nach Angaben eines dpa-Reporters kamen sie stoßweise nach Ankunft der jeweiligen Flieger etwa aus Marokko oder der Türkei. Sie seien zügig getestet worden. Vier Ärzte seien dort im Einsatz.

Zahlen, wie viele Tests am Wochenende am Köln-Bonner-Flughafen gemacht wurden, will die Stadt Köln am Montag herausgeben.

In Düsseldorf waren schon seit vergangener Woche Teststellen am Flughafen geschaffen worden. Die Testkapazitäten im Sicherheitsbereich des Airports sollten noch einmal erweitert werden.

Neben einer Verdoppelung der Anmeldeplätze von sechs auf zwölf wird auch die Anzahl der Abstrichkabinen von 6 auf 14 erweitert.

Am letzten NRW-Ferienwochenende werden in Düsseldorf, dem größten Flughafen Nordrhein-Westfalens rund 60 Landungen aus Risikogebieten erwartet – mit etwa 8000 Passagieren.

Die Flugreisenden haben drei Tage Zeit, sich auch woanders testen zu lassen, müssen bis zum Ergebnis aber in häusliche Quarantäne, wie eine Verordnung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vorsieht.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor – aktuell stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten bis zu den USA.

Aus der EU sind derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra sowie Teile Rumäniens und Bulgariens auf der Liste.

Die Testpflicht gilt den Behörden zufolge nicht, wenn man ohne Zwischenaufenthalt durch ein Risikogebiet reist.

Update, 8. August, 14.02 Uhr: Keine größeren Verstöße

In der Nacht zum Samstag hat die Polizei in mehreren Großstädten Nordrhein-Westfalens kaum Verstöße gegen die Corona-Regelungen verzeichnet. 

Lediglich in Bonn nahmen die Beamten sieben junge Männer frühzeitig in Gewahrsam, die zum Teil stark alkoholisiert und aggressiv gewesen sein sollen. 

Die Männer seien Platzverweisen nicht nachgekommen, teilte die Polizei mit. Insgesamt wurden 20 Menschen verwiesen. Darüber hinaus habe es jedoch kaum Gründe für ein Einschreiten der Einsatzkräfte gegeben.

In Köln kam es zu keinen größeren Vorfällen. "Es waren zwar viele Leute wegen des guten Wetters unterwegs, aber es gab keine nennenswerten Störungen", sagte ein Sprecher der Polizei. Es sei eine ziemlich normale Nacht an den Rheinufern gewesen. 

Update, 8. August, 11.42 Uhr: Zwei Spieler beim 1. FC Köln positiv getestet

Der 1. FC Köln beim Training.
Der 1. FC Köln beim Training.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Beim 1. FC Köln sind zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies bestätigte der Verein am Samstag und teilte über den Kurznachrichtendienst Twitter weiter mit: "Beide begaben sich in Absprache mit dem Gesundheitsamt direkt in häusliche Quarantäne. In den beiden Testrunden fielen alle anderen Tests negativ aus." 

Am Samstag trainierte die Mannschaft von Coach Markus Gisdol drei Tage nach dem offiziellen Trainingsstart erstmals gemeinsam auf dem Platz.

 Das Training des Fußball-Bundesligisten wird trotz der beiden positiven Tests fortgesetzt.

Update, 8. August, 8.47 Uhr: Mehr Corona-Fälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen sind innerhalb eines Tages 324 neue Corona-Fälle registriert worden. Das teilte das NRW-Gesundheitsministerium zum Wochenende in Düsseldorf mit.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie damit 50.937 bestätigte Corona-Infektionen im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Inzwischen seien aber 45.532 Erkrankte wieder genesen, berichtete das Ministerium. Dem standen 1755 Todesfälle gegenüber.

Update, 8. August, 8.45 Uhr: Geplantes Groß-Konzert in Düsseldorf in der Kritik

Das Getöse ist schon ziemlich laut, bevor der erste Ton gespielt wurde: Ein trotz Corona-Pandemie in Düsseldorf geplantes Konzert mit 13 000 Zuschauern hat innerhalb von Stunden zu massiven Verstimmungen zwischen Stadt und Land geführt. 

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) zweifelte am Freitag öffentlich an der rechtlichen Grundlage des Vorhabens. "Konzept und Genehmigung sind jedenfalls nicht mit dem Land abgestimmt und ich habe begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage", erklärte er der Deutschen Presse-Agentur. 

Sein Ministerium habe das örtliche Gesundheitsamt angewiesen, "unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen".

Update, 6. August, 18.08 Uhr: Laschet negativ auf Corona getestet

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat Vorwürfe der SPD zurückgewiesen, weil er keinen Corona-Test nach seiner Rückkehr aus Griechenland gemacht habe. "Diese Aussage, die sie übrigens da tätigt, ist falsch", sagte Laschet am Donnerstag.

Nach seiner Landung ließ er sich testen. Das Ergebnis war negativ – wie es nach dpa-Informationen auch bei vorigen Tests war, die Laschet aus Vorsicht und ohne Symptome hatte machen lassen.

Update, 6. August, 15.19 Uhr: SPD schlägt "Kurzstunden" und Schichtbetrieb vor

Durch "Kurzstunden" und Schichtbetrieb soll das Infektionsrisiko an Schulen in NRW verringert werden. (Archivfoto)
Durch "Kurzstunden" und Schichtbetrieb soll das Infektionsrisiko an Schulen in NRW verringert werden. (Archivfoto)  © Jonas Güttler/dpa

Mit "Kurzstunden", Schichtbetrieb und Lernen im Freien könnten die Schulen in Nordrhein-Westfalen aus Sicht der SPD-Opposition trotz Corona-Pandemie wieder durchstarten.

Am Donnerstag präsentierten die Vizevorsitzenden der Landtagsfraktion, Jochen Ott und Eva-Maria Voigt-Küppers, in Düsseldorf entsprechende Vorschläge – Mitte der kommenden Woche enden die Sommerferien.

Demnach sollte eine "Kurzstunde" Unterricht nur 30 Minuten statt der sonst üblichen 45 bis 50 Minuten dauern. Das erlaube gestaffelte Startmöglichkeiten in den Klassen und einen entzerrten "Umlauf" auf den Pausenhöfen, argumentieren die Sozialdemokraten.

Auch gestaffelte Schulöffnungszeiten plus Streckung des Schulbetriebs bis in den Nachmittag könnten für Freiräume und damit geringere Ansteckungsrisiken sorgen, wenn die Schüler im Schichtbetrieb pauken.

Bis zu den Herbstferien sei zudem mehr Lernen im Freien angesagt. Dafür böten sich auch außerschulische Kooperationen an – etwa mit Museen, Wald- oder Volkshochschulen, die derzeit ohnehin weniger besucht seien. 

Wenn das dortige Personal sowie freiberufliche Pädagogen eingebunden würden, seien zudem kleinere Lerngruppen möglich, heißt es im SPD-Konzept zum "Neustart ins Corona-Schuljahr".

Wenn Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) frühzeitig ein flexibles Konzept für den Präsenzunterricht vorgelegt und regelmäßige Corona-Tests auch für Schüler angeboten hätte, wäre der nun beschlossene "Regelbetrieb mit Maske" sogar im Unterricht nicht nötig gewesen, bemängelte die Opposition.

Jetzt sei Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule zumindest in den ersten Wochen des neuen Schuljahres leider nötig.

Update, 6. August, 10.23 Uhr: Kritik an Laschet nach Griechenland-Besuch

NRW-Oppositionsführer Thomas Kutschaty (SPD) hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) nach dessen Griechenland-Reise kritisiert, weil der laut Regierung keinen Corona-Test hat machen lassen. 

Das Land hatte einem Facebook-Nutzer, der von Laschet eine Quarantäne von zwei Wochen gefordert hatte, in dem Sozialen Netzwerk geantwortet, es bestehe "kein Grund, dass der Ministerpräsident und seine Delegation nach Rückkehr einen Pflichttest machen müssen oder sich in Quarantäne begeben, da weder Lesbos und das Flüchtlingslager noch weitere Teile Griechenlands Risikogebiete sind".

Update, 6. August, 7.11 Uhr: Prostitution in NRW bleibt vorerst verboten

Anders als Berlin wird Nordrhein-Westfalen das coronabedingte Arbeitsverbot für Prostituierte vorerst nicht lockern. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar.

Sexuelle Dienstleistungen in und außerhalb von Prostitutionsstätten, Bordellen und ähnlichen Einrichtungen seien laut Coronaschutzverordnung ausdrücklich untersagt, stellte die Behörde von Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) fest. 

"Solange in anderen Lebensbereichen massive Restriktionen wie Abstand, Maskenpflicht und Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten gelten, sind aus Sicht unseres Hauses Lockerungen im Prostitutionsbereich schwer vorstellbar."

Update, 5. August, 19.22 Uhr: Metro von Pandemie belastet, Profit durch China-Verkauf

Der Handelskonzern Metro hat seinen Gewinn im dritten Geschäftsquartal dank des Verkaufs seiner chinesischen Aktivitäten deutlich gesteigert. 

So legte das Periodenergebnis in den drei Monaten bis Ende Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 115 Millionen auf 512 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Für den Verkauf des China-Geschäfts verbuchte Metro dabei 943 Millionen Euro. Der ebenfalls in dem Quartal abgeschlossene Verkauf der Supermarktkette Real dämpfte den Gewinnanstieg jedoch.

Für die Veräußerung fiel ein Verlust von 401 Millionen Euro an, der vor allem auf Abschreibungen zurückzuführen sei, erläuterte Metro.

Damit hat Metro den Umbau zu einem reinen Großhändler abgeschlossen. Im fortgeführten Geschäft fiel im dritten Geschäftsquartal allerdings ein Verlust von 140 Millionen Euro an, nach einem Gewinn von 90 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Hier belasteten der Nachfrageeinbruch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sowie Restrukturierungskosten.

Update, 5. August, 11.32 Uhr: Hilfen für die Tafeln in NRW

Menschen in der Schildergasse in Köln.
Menschen in der Schildergasse in Köln.  © Marius Becker/dpa

Die rund 170 Tafeln zur Speisung Bedürftiger in Nordrhein-Westfalen werden mit einem 900.000 Euro umfassenden "Corona-Notfallpaket" unterstützt. 

Das kündigte NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an.

"Bei vielen Tafeln hat Corona zu Einschränkungen geführt, bei manchen sogar zu Schließungen", begründete er die Hilfe. 

Andere hätten hohe Zusatzausgaben gehabt, um ihre Lebensmittelausgabe neu zu organisieren, damit die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Kunden gewährleistet bleibe.

Update, 5. August, 7.42 Uhr: Gesichtsvisiere genügen nicht

Die neue Maskenpflicht im Unterricht kann nur im Ausnahmefall mit Gesichtsvisieren erfüllt werden. Das hat das nordrhein-westfälische Schulministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klargestellt.

Der Infektionsschutz gegen das Coronavirus durch ein Visier - etwa aus Plexiglas - sei nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts nicht genauso sicher wie eine eng am Gesicht anliegende Mund-Nase-Bedeckung.

Update, 5. August, 6.37 Uhr: 150 Euro Sofort-Bußgeld bei Maskenverstößen

Nordrhein-Westfalen will bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen, S-Bahnen oder Straßenbahnen künftig sofort ein Bußgeld von 150 Euro abkassieren. 

NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) sagte der "Rheinischen Post" (Mittwoch): "Wer ohne Mund-Nasen-Schutz erwischt wird, muss an der nächsten Haltestelle raus und zahlen. Wir wollen eine Verschärfung, so dass unmittelbar beim ersten Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 150 Euro fällig ist." 

Bisher werden Bußgelder nur erhoben, wenn Fahrgäste sich trotz Aufforderung weigerten, die Maske aufzusetzen. Wüst sagte, man wolle "keine lange Diskussion mehr mit Masken-Muffeln".

Update, 4. August, 14.44 Uhr: Stimmung in der Wirtschaft hellt sich auf

Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank
Eckhard Forst, Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank  © Rolf Vennenbernd/dpa / Federico Gambarini/dpa

Die NRW-Wirtschaft blickt nach den Lockerungen in der Corona-Krise wieder zuversichtlicher auf die kommenden Monate: Der Stimmungsindikator der NRW.Bank hat sich im Juli weiter verbessert.

Das gehe vor allem auf die gestiegenen Geschäftserwartungen zurück, teilte die Bank am Dienstag mit. Beim Blick in die Zukunft hätten die Optimisten sogar wieder die Oberhand gewonnen.

Mit minus 5,6 Punkten sei das NRW.Bank.ifo-Geschäftsklima zwar weiter im negativen Bereich, der Index habe aber rund zwei Drittel des vorherigen drastischen Rückgangs aufgeholt. Im April hatte er bei minus 40,4 Punkten gelegen.

Wenn sich die steigenden Infektionszahlen nicht zu einer zweiten Corona-Welle entwickelten, "dürften die Lockerungen der Corona-Maßnahmen einen merklichen Aufholprozess der Wirtschaft in Gang setzen", sagte der Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, Eckhard Forst.

Es werde aber noch dauern, bis der historische Einbruch vom Frühjahr wettgemacht sei.

Das stärkste Stimmungsplus habe es beim Bau gegeben. Vor allem der Wohnungsbau blicke wieder optimistisch in die Zukunft. Im Handel liege der Klimaindikator nur noch knapp unter dem Vorkrisenniveau.

Auch die Industrie schätze ihre Lage nicht mehr ganz so schlecht ein wie in den Vormonaten.

Update, 3. August, 13.47 Uhr: Land bezahlt freiwillige Corona-Tests für Lehrer

Ab dem 10. August können sich zum Start des neuen Schuljahrs Lehrer an allen Schulen in Nordrhein-Westfalen freiwillig alle 14 Tage auf das Corona-Virus testen lassen.

Das Land übernehme dafür die Kosten, kündigte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf an. Das Angebot gelte bis zum 9. Oktober.

Bei einem positiven Befund würde das zuständige Gesundheitsamt die betroffene Schule informieren.

Update, 3. August, 13.46 Uhr: Einschulungsfeiern unter Einschränkungen möglich

Einschulungsferien kann es in der kommenden Woche in Nordrhein-Westfalen trotz der Corona-Pandemie geben. Dabei seien allerdings alle Corona-Schutzvorschriften zu beachten, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Montag in Düsseldorf. 

Entscheidend für die Ausgestaltung seien – wie auch bei Zeugnisübergaben – die Rahmenbedingungen vor Ort. Deshalb seien unterschiedliche Umsetzungen auch innerhalb einer Kommune möglich.

Update, 3. August, 13.23 Uhr: NRW führt Maskenpflicht auch im Unterricht ein

Die Maskenpflicht gilt jetzt auch im Schulunterricht. (Symbolbild)
Die Maskenpflicht gilt jetzt auch im Schulunterricht. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

NRW führt an allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen eine Maskenpflicht inklusive Unterricht ein. 

An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen. Das kündigte das Schulministerium am Montag in Düsseldorf an.

Schüler mit Schnupfen sollen in Nordrhein-Westfalen künftig 24 Stunden zuhause bleiben. Wenn keine weiteren Symptome auftreten, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, können sie wieder am Unterricht teilnehmen.

Die Schule beginnt in NRW nach gut sechs Wochen Sommerferien nächste Woche Mittwoch – am 12. August.

Update, 3. August, 11.03 Uhr: "Hohe Trefferquote" bei Corona-Rückkehrertests an Flughäfen

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) findet Corona-Auflagen an Flughäfen "absolut richtig". (Fotomontage)
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) findet Corona-Auflagen an Flughäfen "absolut richtig". (Fotomontage)  © Federico Gambarini/dpa / Daniel Bockwoldt/dpa

Bei Corona-Tests von Reiserückkehrern aus Risikogebieten an den nordrhein-westfälischen Flughäfen werden rund 2,5 Prozent der Urlauber Corona-positiv getestet.

Dies sei eine "relativ hohe" Trefferquote, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) am Montag im Deutschlandfunk.

40 bis 50 Prozent der Rückkehrer machten von dem kostenlosen Angebot Gebrauch. Rückkehrer aus diesen Gebieten müssen nach der Corona-Einreiseverordnung seit Mitte Juli einen negativen Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben.

Diese Auflagen nannte Laumann "absolut richtig". "Wer in einem Risikogebiet Urlaub macht, der muss ja wenigstens, finde ich, so viel Solidarität gegenüber den Menschen hier haben, dass er ausschließt, wenn er wiederkommt, dass er andere Menschen ansteckt."

Wenn Reisende einen Test verweigerten, sollten ihre Personalien an das örtliche Gesundheitsamt weitergegeben werden, sagte Laumann.

In NRW hatten kostenlose Testangebote für Reisende aus Risikoländern an den Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück vor gut einer Woche begonnen.

An den vier Flughäfen landeten vergangene Woche etwa 160 Flugzeuge mit um die 15.000 Passagieren aus Gebieten, die derzeit vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet ausgewiesen sind – etwa die Türkei, Ägypten, Marokko und Israel.

Auf die Frage, ob der Start der Tests in den laufenden Schulferien nicht zu spät komme, sagte Laumann: "Wir sind selbst in einem Bundesland wie Nordrhein-Westfalen, wo wir jetzt ja im letzten Drittel der Ferien sind, noch so gerade früh genug, weil natürlich jetzt die große Rückreisewelle in der letzten Woche und in dieser Woche war."

Bei Rückkehrern mit dem Auto seien lückenlose Kontrollen nicht möglich. Er appelliere aber an das Verantwortungsbewusstsein und das Gewissen der betroffenen Menschen, sich testen zu lassen oder 14 Tage in Quarantäne zu gehen, wenn sie sich angesteckt haben könnten, sagte Laumann.

Update, 3. August, 11.01 Uhr: Corona-Tests nach Hochzeitsfeier im Kreis Kleve werden fortgesetzt

Nach einer Hochzeitsfeier, nach der zahlreiche Gäste positiv auf das Coronavirus gestestet wurden, werden die Tests im Kreis Kleve in dieser Woche fortgesetzt.

"Bei 50 Gästen fielen die ersten Tests negativ aus. Sie werden in den nächsten Tagen noch einmal getestet, um sicherzugehen", sagte eine Sprecherin am Montag.

Insgesamt waren seit Mitte der vergangenen Woche 111 Hochzeitsgäste getestet worden. Bei 61 von ihnen war der Test positiv, das letzte Ergebnis lag demnach am Sonntag vor.

Die Feier hatte im benachbarten Kreis Wesel stattgefunden. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste in Geldern im Kreis Kleve beheimatet, sagte die Sprecherin.

Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, wurden 111 Gäste aus Geldern getestet und unter Quarantäne gestellt.

Update, 3. August, 9.07 Uhr: Tests für Kita-Personal starten

Beschäftigte an Kitas und Schulen können sich ab heute kostenlos auf Corona testen lassen. (Symbolbild)
Beschäftigte an Kitas und Schulen können sich ab heute kostenlos auf Corona testen lassen. (Symbolbild)  © Bernd Thissen/dpa

Erzieherinnen und Tagesmütter haben ab Montag die Möglichkeit, sich vorsorglich und kostenlos auf das Coronavirus testen zu lassen. In der Woche darauf starten die Testmöglichkeiten für Schulbeschäftigte.

Zunächst bis zu den Herbstferien kann das Personal in Kitas und Schulen – insgesamt rund 360.000 Beschäftigte – dann im Wechsel alle zwei Wochen freiwillig einen Abstrich machen lassen.

Die Kosten übernimmt das Land. Für Schüler und Kitakinder ist ein solches Angebot hingegen nicht geplant.

Die Möglichkeit, sich ohne konkreten Anlass regelmäßig testen zu lassen, gilt nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums für Lehrer, Erzieher, Kindertagespfleger, Mitarbeiter im offenen Ganztag sowie sozialpädagogisches und nicht-pädagogisches Personal.

Zudem soll es ab Mitte der Woche eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte diese Testpflicht angekündigt.

Update, 2. August, 12.44 Uhr: NRW-Kliniken bereiten sich auf zweite Corona-Welle vor

Die Krankenhäuser treffen Vorkehrungen für einen wieder ansteigenden Behandlungsbedarf, weil sich in Teilen der Gesellschaft sich Sorglosigkeit im Umgang mit dem Coronavirus breit macht. Die Zahl der Neuinfektionen zieht spürbar an.

Update, 1. August, 14.04 Uhr: SPD-Chefin fordert mehr Corona-Tests

Angesichts der steigenden Infektionszahlen hat sich Saskia Esken für eine deutliche Ausweitung der Corona-Tests ausgesprochen. Die SPD-Chefin sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag), es müsse jetzt eine Teststrategie kommen, die es erlaube, durch flächendeckende und zugleich gezielte Corona-Tests Infektionen frühzeitig zu identifizieren und damit weitere Ansteckungsrisiken zu reduzieren.

Update, 31. Juli, 19.55 Uhr: SPD fordert Maskenpflicht an Schulen nach Sommerferien

Der Fraktionsvorsitzende der SPD im nordrhein-westfälischen Landtag, Thomas Kutschaty, hat sich für eine Maskenpflicht an den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. "Gerade für die ersten Wochen ist die Maskenpflicht an allen Schulen sinnvoll", sagte Kutschaty dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). 

Der Neustart nach den Ferien berge Risiken, weil viele Menschen auf engstem Raum zusammenkämen. Durch die Reiserückkehrer werde das Risiko noch einmal gesteigert. 

"Wenn wir jetzt nicht aufpassen, müssen wir die Schulen schnell wieder schließen. Das muss aber schnell und landeseinheitlich geregelt werden. Zusätzlich brauchen wir mobile Testteams an allen Schulen", sagte der Politiker. 

Schulbeginn nach den Sommerferien ist in NRW am 12. August.

Update, 31. Juli, 16.18 Uhr: Warnung vor vollen Stränden in den Niederlanden

Zahlreiche Menschen genießen das heiße Wetter am Strand nahe dem Bahnhof Zandvoort.
Zahlreiche Menschen genießen das heiße Wetter am Strand nahe dem Bahnhof Zandvoort.  © laurens Bosch","laurens Bosch L/ANP/dpa

Bei tropischen Temperaturen hat es einen Ansturm auf Strände in den Niederlanden gegeben. 

Die Bahngesellschaft NS warnte am Freitag in einem ungewöhnlichen Aufruf Reisende, nicht in Richtung des westlich von Amsterdam gelegenen Badeorts Zandvoort zu fahren. 

"Verschieben Sie Ihren Besuch und fahren Sie jetzt nicht mit dem Zug dorthin", teilte die Bahngesellschaft via Twitter mit. 

Zandvoort und andere Badeorte sind auch bei Touristen aus Nordrhein-Westfalen beliebt.

Behörden wiesen Erholungssuchende auf überfüllte Parkplätze in Zandvoort, Hoek van Holland und anderen Küstengemeinden hin und rieten ebenfalls von Reisen ab, wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete. 

In dem Land wurden Temperaturen von deutlich über 30 Grad gemessen.

Update, 31. Juli, 13.32 Uhr: Rund 50 Gäste nach Fest im Kreis Kleve positiv auf Corona getestet

Nach einem privaten Fest sind im Kreis Kleve mehr als 50 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Das teilte die Kreisverwaltung am Freitag mit. Bei der Veranstaltung habe es sich um eine Feier im benachbarten Kreis Wesel gehandelt, sagte eine Sprecherin. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings alle Gäste im Ort Geldern im Kreis Kleve beheimatet. 

Als sich ein Gast nach dem Fest als Corona-Fall meldete, seien 111 Personen umgehend getestet und unter Quarantäne gestellt worden. Von 98 am Freitagmorgen vorliegenden Laborergebnissen waren 54 positiv und 44 negativ. 

"Das Gesundheitsamt nimmt direkt Kontakt mit den positiv getesteten Personen auf, um weitere Informationen zu erhalten", sagte Landrat Wolfgang Spreen. Die Kontaktpersonenermittlung laufe.

Update, 31. Juli, 11.49 Uhr: Klassenfahrten ins Ausland bleiben bis zu den Herbstferien untersagt

Wegen der Corona-Pandemie müssen bis zu den Herbstferien in Nordrhein-Westfalen alle Klassenfahrten ins Ausland abgesagt werden. 

Das hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) klargestellt. Die Entscheidung gelte "für alle ein- und mehrtägigen Klassenfahrten, Studienfahrten und Schüleraustausche ins Ausland", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage aus der Grünen-Landtagsfraktion.

"In diesen Fällen werden anfallende Stornierungskosten vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen", erklärte Gebauer. Für den Zeitraum nach den Herbstferien sei das hingegen nicht mehr geplant. Die Herbstferien beginnen in NRW am 12. Oktober.

Fahrten und Exkursionen innerhalb Deutschlands sind nach den Sommerferien unter Beachtung des Infektionsschutzes wieder erlaubt. "Im Gegensatz zu Schulfahrten ins Ausland ist bei Inlandsfahrten eine bessere Einschätzung der Rahmenbedingungen – beispielsweise der Reisegefahren – möglich", stellte Gebauer fest. Im Notfall sei ein Abbruch der Reise inklusive Rückholung der Schüler einfacher zu organisieren.

Bei Inlandsfahrten liege die Entscheidung über eine mögliche Absage grundsätzlich bei der Schulleitung, erklärte Gebauer. Die habe sich dann auch um mögliche Rückerstattungen zu kümmern.

Eltern, die individuell beschließen, ihr Kind aus Sorge von der Teilnahme an der Klassenfahrt befreien zu lassen, tragen den Schaden selbst. "Es gilt dasselbe wie in den Fällen, in denen ein Kind wegen Krankheit kurzfristig nicht an einer Klassenfahrt teilnehmen kann."

Die Bildungsexpertin der Grünen-Fraktion, Sigrid Beer, hatte in ihrer Anfrage ein "undifferenziertes Verbot von Schulfahrten ins Ausland" moniert. "Warum eine Aachener Schule ihren Wandertag weder nach Belgien noch in die Niederlande machen darf, aber sehr wohl in den Kreis Gütersloh, lässt sich nicht anhand der tatsächlichen Gefährdungslage begründen."

Update, 31. Juli, 11.32 Uhr: Watzke erwartet Entscheidung über Fan-Rückkehr "erst Mitte August"

Hans-Joachim Watzke ist Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.
Hans-Joachim Watzke ist Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund.  © Roland Weihrauch/dpa

Hans-Joachim Watzke rechnet nicht mit einer schnellen Entscheidung der Politik zur Teilrückkehr der Fans in Fußballstadien. 

"Ich glaube, dass die Entscheidung, ob ein Teil der Zuschauer wieder dabei sein darf, erst Mitte August fällt. Auch die Politik wird noch abwarten wollen, wie sich die Zahlen entwickeln", sagte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" mit Bezug auf die anhaltende Corona-Krise.

Watzke hofft auf Grünes Licht: "Wir richten uns nach den Entscheidungen der Politik, die bislang sehr verantwortungsvoll gehandelt hat. Auf der anderen Seite hat die DFL gezeigt, dass sie ein sehr verlässlicher Partner ist. Wir müssen natürlich auch sehen, wie sich die Pandemiesituation entwickelt."

Das Robert Koch-Institut hatte sich zuletzt besorgt über den Anstieg der Infektionszahlen in Deutschland geäußert. Die Deutsche Fußball Liga hatte unabhängig davon in der vergangenen Woche erste Pläne für eine teilweise Rückkehr von Zuschauern vorgestellt, über die die 36 Proficlubs am kommenden Dienstag bei der nächsten außerordentlichen Mitgliederversammlung beraten sollen. 

Die Vorschläge sehen erst einmal bis zum 31. Oktober keine Gästefans, keine Stehplätze, keinen Alkohol und eine Registrierung der Zuschauer vor, um eventuelle Infektionsketten gegebenenfalls nachverfolgen zu können.

Update, 30. Juli, 15.25 Uhr: 145 Corona-Erkrankte in Köln

Mit Stand Donnerstag, 30. Juli 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln offiziell 145 Corona-Erkrankte.

18 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon acht auf der Intensivstation, teilte die Stadt Köln am Donnerstag mit.

Update, 30. Juli, 13.07 Uhr: Warnung vor Gedränge in Bahnen zum Schulanfang

Zum Schulanfang in Nordrhein-Westfalen ab dem 12. August warnen die kommunalen Spitzenverbände vor Gedränge in Bussen und Bahnen und Problemen, dabei die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten.

In einem Brief an Städte und Gemeinden empfehlen die Verbände gestaffelte Schulanfangszeiten, um den Schülerverkehr zu entzerren. Diese Frage sei auch mit dem Schulministerium erörtert worden, heißt es in dem der dpa vorliegenden Brief, der bereits am 9. Juli versandt wurde.

Schulträger, Schulen und Verkehrsbetriebe müssten sich vor Ort absprechen, um Möglichkeiten der Entzerrung des Schülerverkehrs zu erkunden, heißt es in dem Brief.

Schon nach geltender Erlasslage seien Schulanfangszeiten zwischen 7.30 und 8.30 Uhr möglich. Kommunen, die vorsorglich gestaffelte Zeiten einführen wollten, könnten dies tun.

Alle rund 5500 Schulen in NRW sollen nach den Ferien wieder komplett in den Regelbetrieb zurückkehren. Bund und Länder hatten sich im Juni auf eine bundesweite Rückkehr in den Regelbetrieb in allen Bundesländern geeinigt, wenn es einen positiven Verlauf der Infektionszahlen gebe. In den vergangenen Tagen waren in vielen Ländern die Infektionszahlen aber wieder angestiegen.

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte nach Angaben der kommunalen Spitzenverbände darauf verwiesen, dass es sich bei der Corona-Pandemie um eine dynamische Lage handele, bei der genau zu beobachten sei, ob die derzeitige Einschätzung nach den Sommerferien noch zutreffe.

Politik und Verkehrsunternehmen starten in diesen Tagen eine Kampagne für die Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Damit wollen sie das in der Corona-Zeit gesunkene Vertrauen der Fahrgäste in Busse und Bahnen zurückgewinnen und die drastisch gesunkene Auslastung wieder erhöhen.

Update, 30. Juli, 11.50 Uhr: Sterbefälle im Juni in NRW niedriger

Trotz der Corona-Pandemie sind in diesem Juni in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen gestorben als im Juni 2019. Wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte, starben im Juni 2020 nach vorläufigen Zahlen etwa 15.500 Menschen in NRW.

Im Juni des vergangenen Jahres waren es 16.186 Menschen. Auch im Mai 2020 hatte in NRW die Zahl der Sterbefälle bereits unter dem Wert des Vorjahres gelegen.

Im März und im April 2020 seien die Zahlen dagegen etwas höher gewesen als im Vorjahreszeitraum, sagte ein Sprecher. Möglicherweise habe das mit Corona zu tun, aber das sei reine Spekulation. 

Update, 30. Juli, 10.57 Uhr: Noch viele Ausbildungsstellen in Nordrhein-Westfalen frei

Zum traditionellen Beginn des Ausbildungsjahres am 1. August sind in Nordrhein-Westfalen noch fast 39.000 Lehrstellen frei. 

Wegen der Corona-Krise habe sich der Endspurt am Ausbildungsmarkt um etwa sechs bis acht Wochen verschoben, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mit.

"Es gibt aktuell viele Chancen für einen guten Einstieg ins Berufsleben. Es lohnt sich, sich jetzt beraten zu lassen und sich auf Ausbildungsplätze zu bewerben", sagte der Leiter der Regionaldirektion, Torsten Withake.

Im Vergleich zum Juli 2019 gab es dieses Jahr rund acht Prozent weniger gemeldete Ausbildungsstellen, aber auch rund 11 Prozent weniger gemeldete Bewerber. Aktuell suchen rund 32.250 junge Menschen eine Lehrstelle.

Update, 30. Juli, 10.54 Uhr: Preise in NRW sinken

In der Corona-Krise sind die Preise in Nordrhein-Westfalen unter Druck geraten. Im Juli lagen die Lebenshaltungskosten im bevölkerungsreichsten Bundesland um 0,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte.

Das letzte Mal hatte es einen ähnlichen Rückgang der Preise im Jahresvergleich im April 2016 gegeben.

Inwieweit die Mehrwertsteuersenkung zum Rückgang der Verbraucherpreise beigetragen habe, sei aktuell nicht zu beantworten, betonten die Statistiker.

Die tatsächlichen Auswirkungen der Steuersenkung auf die Inflationsrate seien nur schwer abschätzbar, da die Preisentwicklung insgesamt von vielen Effekten bestimmt werde.

Besonders stark verbilligten sich nach Angaben des Landesamtes Mineralölprodukte. So wurden Kraftstoffe im Jahresvergleich um 14 Prozent und Heizöl sogar um 31,6 Prozent billiger.

Dagegen verteuerten sich viele Lebensmittel. So wurde Obst um 7,5 Prozent teurer. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren stiegen um 3,7 Prozent. Zitrusfrüchte verteuerten sich sogar um 23 Prozent, Schweinebraten um 12,4 Prozent.

Update, 30. Juli, 10.53 Uhr: Arbeitslosigkeit in NRW gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Nordrhein-Westfalen im Juli auf knapp 794.000 gestiegen. Das waren etwa 23.000 Erwerbslose mehr als im Juni und fast 148.000 mehr als ein Jahr zuvor, wie die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,2 Punkte auf 8,1 Prozent. Der Anstieg sei sowohl auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie als auch auf für die Jahreszeit übliche Faktoren zurückzuführen.

"Der Anstieg der Arbeitslosigkeit, wie wir ihn in den vergangenen Monaten als direkte Auswirkung der Coronavirus-Pandemie erlebt haben, lässt nach", sagte der Vorsitzende der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake.

Zudem gebe es eine wieder steigende Bereitschaft der Wirtschaft, neue offene Stellen zu melden und Personal einzustellen.

Update, 29. Juli, 13.04 Uhr: Verkehrsunternehmen appellieren an Fahrgäste

Fahrgäste müssen in Bus und Bahn Maske tragen. (Fotomontage)
Fahrgäste müssen in Bus und Bahn Maske tragen. (Fotomontage)  © Oliver Berg/dpa / Rolf Vennenbernd/dpa

Mit einem Appell zur Einhaltung der Maskenpflicht wollen die Verkehrsunternehmen in Deutschland das in der Corona-Zeit gesunkene Vertrauen der Fahrgäste in Busse und Bahnen zurückgewinnen. 

Dazu startet in allen Bundesländern in den kommenden Tagen und Wochen die Kampagne #BesserWeiter mit Plakaten und in den sozialen Medien.

"Die Corona-Pandemie hat im öffentlichen Nahverkehr kräftige Spuren hinterlassen", sagte der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch bei der Vorstellung der Kampagne in Düsseldorf.

In der Anfangszeit der Pandemie seien Busse und Bahnen teilweise nur noch zu 20 Prozent ausgelastet gewesen, jetzt seien es etwa 50 bis 60 Prozent.

Ziel sei es, in NRW nach den Sommerferien zumindest wieder auf bis zu 75 Prozent zu kommen.

Insgesamt verzeichne der öffentliche Personennahverkehr bundesweit Einnahmeausfälle in Höhe von rund fünf Milliarden Euro, die zur Hälfte vom Bund kompensiert würden, sagte Wüst. Allein in NRW würden die Verluste auf eine Milliarde Euro geschätzt.

Alle Fahrgäste müssten sich an die Maskenpflicht halten, sagte Wüst. Besonders ältere Menschen haben Angst, sich in Bus oder Bahn mit dem Coronavirus anzustecken.

Update, 29. Juli, 12.26 Uhr: Versicherung muss nicht für Schließung wegen Corona zahlen

Bei einer Versicherung gegen eine Betriebsschließung besteht kein Deckungsschutz gegen Krankheiten oder Erreger wie Covid-19 oder Corona, wenn diese nicht ausdrücklich vertraglich benannt sind.

Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem Eilverfahren entschieden und am Mittwoch mitgeteilt. Die Klägerin, Inhaberin einer Gaststätte in Gelsenkirchen, hatte von ihrer Versicherung fast 27.000 Euro eingefordert.

Bereits das Landgericht Essen hatte den Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgewiesen. Das Oberlandesgericht Hamm bestätigte diese Sicht jetzt in einem nicht anfechtbaren Beschluss vom 15. Juli

Update, 29. Juli, 12.22 Uhr: Jeder neunte NRW-Bürger auf staatliche Hilfe angewiesen

Die Zahl der Empfänger von staatlichen Hilfeleistungen in Nordrhein-Westfalen geht weiter leicht zurück. Nach Angaben des Statistischen Landesamt von Mittwoch haben 2019 rund 1,9 Millionen Menschen die sogenannte soziale Mindestsicherung erhalten.

Das sind im Vorjahresvergleich etwa 69.000 oder 3,4 Prozent weniger. Damit war laut IT.NRW im Dezember 2019 etwa jeder neunte Einwohner in NRW auf diese Leistung angewiesen.

Innerhalb dieser Gruppe war die Zahl der Harz-IV-Bezieher 2019 in NRW ebenfalls leicht rückläufig. Im vergangenen Jahr bezogen die Grundsicherung für Jobsuchende etwas 1,5 Millionen Menschen (-3,5 Prozent).

Die Zahl der Empfänger von Grundsicherung im Alter und bei der Erwerbsminderung stieg dagegen 2019 leicht um 0,4 Prozent auf 283.000 Menschen an.

Laut dem Statistischen Landesamt beziehen auch weniger Asylbewerber Leistungen. 2019 ging die Zahl der Empfänger um 11,3 Prozent auf etwa 87.400 zurück.

2016 hatten noch 2,2 Millionen Bewohner staatliche Leistungen zur Mindestsicherung bezogen. Der Rückgang unter die 2-Millionen-Grenze in NRW ist unter anderen auf den Rückgang bei den Flüchtlingszahlen zurückzuführen.

Den anteilig höchsten Hilfsbedarf aller 396 Städte und Gemeinden in NRW hat Gelsenkirchen. Dort bekommen 22 Prozent der Einwohner Leistungen. Am niedrigsten liegt die sogenannte Mindestsicherungsquote mit 2,2 Prozent in Hallenberg im Hochsauerlandkreis.

Update, 29. Juli, 11.42 Uhr: Kein Corona-Anstieg nach Fußball-Feierlichkeiten

Bielefeld Fans feiern die Meisterschaft und den Aufstieg ihrer Mannschaft. (Archivfoto)
Bielefeld Fans feiern die Meisterschaft und den Aufstieg ihrer Mannschaft. (Archivfoto)  © Friso Gentsch/dpa

Die nicht immer unter den geltenden Hygiene-Bestimmungen verlaufenen Aufstiegs-Feierlichkeiten von Arminia Bielefeld und des VfB Stuttgart in die Fußball-Bundesliga sowie von Eintracht Braunschweig in die 2. Liga waren nach Aussagen der jeweiligen Gesundheitsämter keine Corona-Treiber.

Ein Anstieg der Zahlen "im Zusammenhang mit Feiern sportlicher Erfolge» sei "nicht bekannt", erklärte die Behörde in Stuttgart der "Neuen Westfälischen".

Das Amt in Braunschweig erklärte: "Hinweise auf einen Zusammenhang von Neuinfektionen mit Fan-Feiern nach dem Eintracht-Aufstieg hat die Stadt nicht."

In Bielefeld teilte die Behörde mit, sie habe nicht explizit nachgehalten, ob neue Fälle in Verbindung mit der Aufstiegsfeier stehen.

Es habe aber nur an zwei Tagen seitdem markante Anstiege der Zahlen gegeben und diese hätten zu großen Teilen in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbrauch im Fleischbetrieb "Tönnies" in Rheda-Wiedenbrück gestanden.

Update, 29. Juli, 9.56 Uhr: Kölner Infektiologe warnt vor Corona-Leichtsinn

Angesichts etwas gestiegener Corona-Fallzahlen sieht der Infektiologe Gerd Fätkenheuer ein nachlassendes Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung. 

"Was sich derzeit in den Köpfen abspielt" stelle ein großes Risiko dar, sagte der Forscher der Uniklinik Köln dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Die Menschen fühlten sich heute viel sicherer als noch vor einem Vierteljahr. 

"Mit dem starken Rückgang der Zahlen werden die Gefahren, die nach wie vor von dem Virus ausgehen, nicht mehr in gebührendem Maße wahrgenommen." Bei konsequenter Beachtung aller Schutzvorkehrungen sei es nach wie vor möglich, das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten.

Am Dienstag hatte bereits der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln beklagt. Das RKI meldete am Mittwochmorgen 684 neue Infektionen binnen eines Tages. 

In den vergangenen Tagen hat die Zahl der Neuinfektionen immer wieder den Wert von 500 überschritten, zuvor lag die Zahl seit Anfang Juni überwiegend darunter. Der Höhepunkt wurde Anfang April mit mehr als 6000 Fällen an einem Tag erreicht.

Update, 29. Juli, 7.28 Uhr: Weniger Schweine in NRW geschlachtet

Die Zahl der gewerblich geschlachteten Schweine in Nordrhein-Westfalen ist deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, wurden im Juni rund 1,18 Millionen geschlachtet, 14,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Auch mit Blick auf die Vormonate seien die Werte deutlich gesunken: Im Vergleich zum Mai sei die Zahl der Schlachtungen um 9 Prozent, zum April um 19,6 Prozent zurückgegangen.

Grund sind laut Statistischem Landesamt vor allem Schließungen von Schlachthöfen in den Regierungsbezirken Münster und Detmold. Dort wurden aufgrund von zahlreichen Corona-Infektionen Schlachthöfe vorübergehend außer Betrieb genommen. 

So wurden im Regierungsbezirk Detmold laut dem Landesamt im Juni etwa 46 Prozent weniger Schweine geschlachtet als im Mai.

Update, 28. Juli, 16.33 Uhr: Gericht beurteilt Maskenpflicht als verhältnismäßig

Aus Sicht des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts ist die Maskenpflicht zur Eindämmung der Corona-Pandemie weiterhin verhältnismäßig. 

Mit einer erneuten Entscheidung zu dem Thema bekräftigten die Richter am Dienstag ihre Haltung, dass das Tragen von Alltagsmasken etwa beim Einkauf oder in Bus und Bahn rechtens sei (A.: 13 B 675/20 NE).

Laut Gerichtsmitteilung hatte ein Mann aus Kleve sich per Eilverfahren gegen die Regelung gewandt. Er vertritt die Auffassung, die Mund-Nase-Bedeckungen seien ungeeignet, die Ansteckungsgefahr zu minimieren - sie vermittelten im Gegenteil trügerische Sicherheit. Zudem seien die angebotenen Masken auf dem Markt mit Chemikalien belastet.

Update, 28. Juli, 16.19 Uhr: 146 Corona-Erkrankte in Köln

Mit Stand Dienstag, 28. Juli 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 2.915. bestätigten Coronavirus-Fall. Dies teilte die Stadt Köln mit. Die sogenannte Inzidenzzahl liege in Köln aktuell bei 8,01.

Eine weitere Person (60) mit Vorerkrankungen, die positiv auf das Virus getestet wurde, ist gestorben, wie die Stadt mitteilte. 

Bislang seien 108 Bürger, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben. 

Nachgewiesen sind aktuell 146 Kölner am Corona-Virus erkrankt.

Update, 28. Juli, 15.55 Uhr: Essens große Brettspielmesse 2020 nur digital

Die Spielmesse "Spiel" wird dieses Jahr digital stattfinden (Archivbild).
Die Spielmesse "Spiel" wird dieses Jahr digital stattfinden (Archivbild).  © Roland Weihrauch/dpa

Die internationale Spielemesse in Essen gibt es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nur digital. 

Nach der Absage der "Spiel" wollen die Macher im Oktober mit einem Online-Konzept eine Alternative für Verlage und Brettspielfans anbieten, wie der Veranstalter am Dienstag mitteilte. 

Vom 22. bis 25. Oktober soll die "Spiel.digital" über Trends und Neuheiten informieren. Über verschiedene Plattformen soll es zudem möglich sein, die Spiele zu testen und sich auszutauschen. 

Geplante Livestreams in verschiedenen Sprachen richten sich an das internationale Publikum. 

Die weltgrößte Messe für analoge Brettspiele besuchten zuletzt mehr als 200.000 Interessierte.

Update, 28. Juli, 14.45 Uhr: Keine Kita-Beitragskürzung für August

Im nächsten Monat wird es für die Eltern in Nordrhein-Westfalen keine Kürzung ihrer Kita-Beiträge geben, obwohl der Regelbetrieb erst wieder am 17. August starten soll. 

Das Land habe viel Geld in die Hand genommen, um die Träger in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erklärte NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. "Wir sind nicht mehr in der Lage, bei Elternbeiträgen einen Nachlass zu gewähren."

Für die Monate Juni und Juli waren dagegen die Beiträge zur Entlastung der Eltern in der Corona-Krise zur Hälfte erlassen worden. Dafür greife aber ab dem 1. August das zweite beitragsfreie Kita-Jahr für alle, unterstrich Stamp.

Zusätzlich unterstütze die Landesregierung die Träger nun mit weiteren 105 Millionen Euro für Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen. 94,5 Millionen Euro davon sollen für "Kita-Helfer" zur Verfügung stehen, die das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten - etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren.

Update, 28. Juli, 14.41 Uhr: 45 Corona-Fälle bei Kita-Kindern in NRW seit Anfang Juni

In den Kindertagesstätten in Nordrhein-Westfalen sind seit Anfang Juni insgesamt 45 Corona-Infektionen bei Kindern und 28 bei Mitarbeitern gemeldet worden. Das teilte das NRW-Familienministerium am Dienstag mit. 

Seit dem 8. Juni haben die Kitas wieder für einen eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Zu einer "Cluster"-Bildung oder Infektionsketten sei es bisher in keiner der rund 10.500 Kindertageseinrichtungen gekommen, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) in Düsseldorf.

Rund sieben Prozent der insgesamt etwa 138.000 Kita-Beschäftigten fallen laut Stamp derzeit wegen Vorerkrankungen als Corona-Risikogruppe aus. 

Vor einiger Zeit seien es noch 20 Prozent gewesen. Viele Mitarbeiter, die eigentlich zur Corona-Risikogruppe zählten, ließen sich ausdrücklich gesundschreiben, um arbeiten zu können.

Update, 28. Juli, 14.38 Uhr: Polizeiwache in Marl nach Corona-Infektion dicht

Die Polizeiwache Marl ist nach einer Corona-Infektion vorübergehend geschlossen. Ein Beamter sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. 

Für die Bürger sei eine mobile Wache vor dem Dienstgebäude eingerichtet worden. Die Einsatz- und Arbeitsfähigkeit im Stadtgebiet sei sichergestellt. Die Polizei treffe in enger Abstimmung mit dem Kreis Recklinghausen alle notwendigen Maßnahmen zur Verhinderung weiterer Infektionen, betonte die Behörde.

Alle Beschäftigten der Polizeiwache Marl würden derzeit auf das Virus getestet. Mit ersten Testergebnissen sei am Mittwoch zu rechnen. "Die Rückführung in den geregelten Wachbetrieb der Polizeiwache Marl ist abhängig von den Testergebnissen." Zudem sollten das gesamte Dienstgebäude und alle Dienstfahrzeuge zügig von einer Reinigungsfirma desinfiziert werden.

Update, 28. Juli, 13.48 Uhr: NRW-Ministerium bestimmt weitere Lockerungen in Kitas

Eine strikte Trennung von Kita-Gruppen muss künftig in Nordrein-Westfalen trotz Corona-Pandemie nicht mehr eingehalten werden.

Das geht aus neuen Richtlinien des NRW-Familienministeriums hervor, die am Dienstag in Düsseldorf veröffentlicht wurden. Sie gelten ab dem 17. August.

Kita-Kinder müssen demnach weiterhin keinen Abstand zueinander halten und auch keine Maske tragen. Unter Erwachsenen in Kitas gilt jedoch der Mindestabstand von 1,5 Metern.

Außerdem müssen Erwachsene dort im Umgang mit anderen Erwachsenen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Auch der Umgang mit kranken Kita-Kindern wird in NRW gelockert. Ab sofort sind Kinder mit bereits bekannten, nicht-infektiösen chronischen Erkrankungen in die Betreuung aufzunehmen.

Gemeint sind demnach etwa Asthma, Allergien, Heuschnupfen oder Neurodermitis. Kinder, die hingegen Fieber haben oder Symptome, die auf eine akute, ansteckende Krankheit hinweisen, sollen demnach weiterhin nicht betreut werden.

Nach massivem und öffentlichem Druck von Eltern und Medizinern hatte Familienminister Joachim Stamp (FDP) Ende Juni bereits seine ursprüngliche Vorgabe kassiert, kranke Kinder nur mit einem ärztlichen Attest wieder in die Kita zu lassen. 

Seitdem reicht es, wenn die Eltern selbst schriftlich versichern, dass die Kinder seit 48 Stunden symptomfrei sind.

Update, 28. Juli, 12.49 Uhr: Kitas gehen ab 17. August zurück in den Regelbetrieb

Die Kitas in NRW kehren bald wieder zum Regelbetrieb zurück.
Die Kitas in NRW kehren bald wieder zum Regelbetrieb zurück.  © Bernd Thissen/dpa

Die Kindergärten in Nordrhein-Westfalen sollen ab dem 17. August zurück in den Regelbetrieb. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Düsseldorf am Dienstag aus Regierungskreisen.

Alle Kinder können dann ihre Kita oder ihre Tageseltern wieder im vertraglich vereinbarten Umfang besuchen.

Die Neuregelung steht unter dem Vorbehalt des weiteren Corona-Infektionsgeschehens.

Update, 28. Juli, 11.44 Uhr: Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 erhält Landesbürgschaft

Der FC Schalke 04 erhält eine Bürgschaft des Landes NRW (Archivbild).
Der FC Schalke 04 erhält eine Bürgschaft des Landes NRW (Archivbild).  © Fabian Strauch/dpa

Der mit etwa 200 Millionen Euro verschuldete Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat vom Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die Zusage für die Erteilung einer Landesbürgschaft erhalten. 

Dies teilte der Club am Dienstag mit dem Hinweis mit, keine weitere Details dazu bekanntzugeben. 

"Der S04 hat diese Bürgschaft in der Erwartung beantragt, bei der Entscheidung nicht anders als Wirtschaftsunternehmen aus anderen Bereichen behandelt zu werden. Der Verantwortung, die mit einer solchen Bürgschaft verbunden ist, ist sich der FC Schalke 04 bewusst", hieß es in der kurzen Mitteilung des Clubs.

Das Ministerium bestätigte auf Anfrage am Dienstag die Erteilung der Landesbürgschaft und teilte zum Verfahren mit: "Die Übernahme von Bürgschaften erfolgt seit Jahrzehnten regelmäßig im Rahmen der durch den Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages gebilligten Bürgschaftsrichtlinien. Der Bürgschaftsantrag vom FC Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. hat, wie alle anderen Bürgschaftsanträge auch, das erprobte und bewährte mehrstufige Prüfungsverfahren durchlaufen. Hier ist nochmals festzuhalten, der Antrag ist behandelt worden wie alle anderen Anträge von Wirtschaftsunternehmen auch."

Trotz des zweithöchsten Umsatzes der Clubhistorie von 275 Millionen Euro wies der Club einen Jahresfehlbetrag von 26,1 Millionen Euro aus. Dabei sind die Gesamtverbindlichkeiten von 220 Millionen Euro auf 198 Millionen gesenkt worden. Die Corona-Pandemie hat die Finanzlage des Bundesligisten trotz erheblicher Einspareffekte erheblich verschärft.

Update, 28. Juli, 11.38 Uhr: Drive-In-Corona-Teststelle in Bochum wieder auf

Aufgrund zunehmender Corona-Infektionszahlen in Bochum ist die Drive-In-Teststelle der Stadt wieder geöffnet worden. 

Am Dienstag nahm die Einrichtung ihren Betrieb auf. An drei Tagen in der Woche können die Bochumer dort nach vorheriger Terminabsprache und Empfehlung der Experten aus dem Gesundheitsamt bei der Durchfahrt mit dem Auto durch das geöffnete Fenster einen Abstrich machen lassen.

In Bochum sind die Fallzahlen zuletzt deutlich gestiegen. Den Angaben des Robert Koch-Instituts zufolge lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zuletzt bei 18. Damit sind laut Stadt aktuell etwa 98 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, ungefähr ein Viertel davon wird stationär versorgt. Ein Wert von 50 pro 100.000 gilt als Grenzwert für Verschärfungen der Corona-Auflagen.

Die Ansteckungen lassen sich laut Angaben eines Stadtsprechers größtenteils nicht auf einen größeren gemeinsamen Ausbruch zurückführen. Eine Häufung von Infizierten hatte es in der vergangenen Woche in einem Klinikum der Stadt mit mehr als 20 infizierten Patienten und Mitarbeitern gegeben, die Verbreitung sei aber gestoppt. 

"Wir haben jetzt überwiegend einzelne Arztmeldungen, die nicht auf zusammenhängende Infektionsketten hinweisen", sagte der Sprecher.

Update, 28. Juli, 8.58 Uhr: Laumann kündigt Pflicht-Tests an Flughäfen ab Mitte nächster Woche an

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) geht davon aus, dass die Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten an den NRW-Flughäfen ab Mitte der nächsten Woche gilt.

Diesen Zeitrahmen habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag in einer Telefonschalte genannt, sagte Laumann am Dienstagmorgen in einem WDR5-Interview.

Den genauen Stichtag könne er aber noch nicht nennen. "Wir brauchen auch diese Tage, um die Strukturen dafür vorzubereiten", sagte Laumann.

Am Montag hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten angekündigt. Eine entsprechende Verordnung solle voraussichtlich in der nächsten Woche in Kraft treten.

Wie bei Einreisen auf dem Landweg verfahren werden solle – etwa an Busstationen oder Bahnhöfen – , ist Laumann zufolge noch unklar: "Wir besprechen das mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Wir müssen ja auch die Ärzte dafür haben."

Zurzeit sehe es in NRW aber danach aus, dass diejenigen, die außerhalb der Flughäfen ankommen, sich bei örtlichen Krankenhäusern oder niedergelassenen Ärzten testen lassen müssen. "Vielleicht ist auch eine solche Struktur genauso gut." Ausschließen wolle er aber nichts, sagte Laumann.

Update, 28. Juli, 8.35 Uhr: Virologe Streeck leitet neue Studie um Corona-Immunität

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck (42) soll in einer neuen Heinsberg-Studie unter anderem untersuchen, ob einmal infizierte Menschen gegen erneute Infektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 immun sind, wie die Universität Bonn am Montag mitteilte. Bislang sei das noch nicht erwiesen.

Update, 28. Juli, 7.17 Uhr: Schon über 300 Helfer im Corona-Freiwilligenregister

Fachkräfte aus Gesundheitsberufen tragen sich für Corona-Notfälle in spezielles Register ein. (Symbolbild)
Fachkräfte aus Gesundheitsberufen tragen sich für Corona-Notfälle in spezielles Register ein. (Symbolbild)  © Uwe Anspach/dpa

345 Helfer aus Gesundheitsberufen haben sich bislang in das neue nordrhein-westfälische Freiwilligenregister für den Corona-Notfall eingetragen. Das berichtete die Ärztekammer Westfalen-Lippe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. 

Die Datei ist seit gut zwei Wochen online. Sie soll helfen, bei einem Corona-Versorgungsengpass schnellstmöglich Fachkräfte zu mobilisieren.

Seit dem offiziellen Start am 13. Juli hätten sich 292 Personen eingetragen, berichtete ein Sprecher der Ärztekammer.

Darunter seien 38 Ärzte sowie Fachkräfte aus verschiedenen Gesundheitsfachberufen, wie Notfall- oder Rettungssanitäter, Hebammen, Pflegefachkräfte – und ein Pfarrer.

Bis zum Start der Registers seien zudem bereits 53 Freiwillige mit einer Vorgängerversion erfasst worden.

Allerdings haben viele Fachkräfte gar nicht erst auf ein neues technisches Instrument gewartet, um ihre Hilfsbereitschaft zu bekunden.

"Seit Beginn der Corona-Pandemie haben sich bei den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe insgesamt knapp 2000 Ärztinnen und Ärzte registriert, die ebenfalls ihre freiwillige Unterstützung bei der Bekämpfung der Pandemie in Corona-Hotspots zugesagt haben", berichtete der Berufsverband.

"Zum Beispiel konnte dadurch die medizinische Versorgung in Hotspots wie Heinsberg oder Gütersloh unterstützt werden."

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bei der Vorstellung des Freiwilligenregisters versichert, mit einer Meldung sei keine Verpflichtung verbunden. "Es geht zunächst nur um eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung."

Update, 27. Juli, 17.15 Uhr: Corona-Tests bei Einreise aus Risikogebieten sollen Pflicht werden

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur am Montag, er werde "eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen".

Update, 27. Juli, 16.05 Uhr: Kreis Gütersloh sieht keine neue Corona-Welle bei Tönnies

Unter den nach Wiederaufnahme des Schlachtbetriebs bei Tönnies gemeldeten 31 Corona-Fällen sind nur sechs echte Neuinfektionen. 

Das berichtete der Kreis Gütersloh am Montag. Der Kreis sieht keine zweite Welle bei Tönnies. Mit Altfällen sind Personen gemeint, die schon vor Wochen einen positiven Befund hatten, bei denen das Virus noch nachweisbar ist, die aber nicht mehr ansteckend sind. Der Fleischkonzern selbst spricht von 26 alten und nur fünf neuen Fällen, also einem Fall weniger als die Behörde.

Aus dem Kreis hieß es, von 31 betroffenen Personen lebten 21 im Kreis Gütersloh, sie seien alle unter Beobachtung. Die anderen zehn wohnten etwa im Kreis Warendorf oder in Bielefeld.

Nach einem Massenausbruch und vierwöchigen Zwangspause am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück war ein Anlaufen der Produktion erst vor gut einer Woche wieder erlaubt worden. Zuvor hatte es umfangreiche Prüfungen eines Hygienekonzepts und zahlreiche Schutzvorkehrungen gegeben, zu denen auch die intensive Testung gehört.

Nach Angaben von Tönnies und der Kreissprecherin waren gut 7000 Mitarbeiter getestet worden, bevor der Betrieb wieder hochgefahren werden durfte. Sie mussten allesamt zuhause auf ihre Ergebnisse warten und durften erst nach ihrem Negativbefund zur Arbeit erscheinen. Bei einer zweiten Untersuchung der bereits in der Produktion eingesetzten Mitarbeiter seien die 31 Positiv-Ergebnisse dann ermittelt worden. Der Konzernsprecher sagte, das Vorgehen widerspreche nicht den behördlichen Vorgaben.

Die Kreissprecherin bestätigte, die Tests in kurzen Abständen seien Nachkontrollen, die Mitarbeiter müssten dabei nicht jeweils einen Tag bis zum Vorliegen des neuerlichen Ergebnisses daheim bleiben. 

Das Gesundheitsministerium verwies darauf, dass Personen nur in der Produktion arbeiten dürfen, wenn sie mindestens zweimal pro Woche auf Betriebskosten getestet werden.

Update, 27. Juli, 14.42 Uhr: Minister Laumann für verpflichtende Corona-Tests nach Risiko-Urlaub

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) steht bei einem Besuch des Corona-Testzentrums im Flughafen Düsseldorf vor der Presse.
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) steht bei einem Besuch des Corona-Testzentrums im Flughafen Düsseldorf vor der Presse.  © Henning Kaiser/dpa

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat sich grundsätzlich für verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten ausgesprochen. 

"Wir begrüßen, dass der Bund prüft, ob das mit der jetzigen Rechtsgrundlage geht oder ob das Infektionsschutzgesetz geändert werden muss", sagte er am Montag in Düsseldorf. "Wenn wir die Rechtsgrundlage schon haben, bin ich dafür, es sofort zu machen - aber es muss rechtssicher sein."

Wenn die derzeit an den Flughäfen angelaufenen freiwilligen Testangebote verpflichtend würden, dürften sie nicht länger auf die Solidargemeinschaft abgewälzt werden, unterstrich der CDU-Politiker. 

"Dann müssen die Kosten von denjenigen, die meinten, in Risikogebieten Urlaub machen zu müssen, selber getragen werden." Zu diesen Gebieten gehören derzeit unter anderem die Türkei, Ägypten, Marokko und Israel.

Laumann informierte sich am größten nordrhein-westfälischen Flughafen Düsseldorf über den Ablauf der Tests. An den vier NRW-Flughäfen seien in der Urlaubszeit bis zu 15.000 Rückkehrer pro Woche zu erwarten, sagte der Minister. 

Mit einem negativen Testergebnis entfalle die Verpflichtung, nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet 14 Tage Quarantäne einhalten zu müssen.

Update, 27. Juli, 7.00 Uhr: Nahverkehr-Nachfrage weiterhin deutlich geringer

Der öffentliche Nahverkehr hat weiterhin mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Die Auslastung von Bussen und Bahnen in Nordrhein-Westfalen ist immer noch deutlich geringer als üblich.

"Ganz grob sind wir ungefähr bei der Hälfte im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten", sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen NRW, Volker Wente, in Köln auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 26. Juli, 9.01 Uhr: Viele Städte suchen noch Helfer für Kommunalwahl

Im September stehen Kommunalwahlen in NRW an. (Symbolbild)
Im September stehen Kommunalwahlen in NRW an. (Symbolbild)  © Ina Fassbender/dpa

Rund sieben Wochen vor der Kommunalwahl suchen viele Städte in Nordrhein-Westfalen noch Wahlhelfer. Wegen des Infektionsschutzes sei der Personalbedarf in diesem Jahr deutlich höher, erklärte der Städte- und Gemeindebund NRW in Düsseldorf.

"Es muss zum Beispiel jemand den Zutritt ins Wahllokal regulieren, damit der Mindestabstand eingehalten wird. Hinzu kommt die Aufgabe, regelmäßig Tische und Stifte zu desinfizieren", sagte der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, der Deutschen Presse-Agentur.

Derzeit werden nach Angaben der kommunalen Spitzenverbände Hygienekonzepte für den Wahltag ausgearbeitet. Es wird viel Publikum in den Wahllokalen erwartet: Bei der Kommunalwahl 2014 waren in Nordrhein-Westfalen rund 14 Millionen Menschen wahlberechtigt.

Auch für das Auszählen der Stimmen würden viele Helfer benötigt, meinte der Präsident des Städte- und Gemeindebundes, der auch Bürgermeister der Stadt Bergkamen im östlichen Ruhrgebiet ist. Schließlich seien pro Wähler bis zu sechs verschiedene Stimmzettel auszuwerten.

Auch in den Wahllokalen gilt der Mindestabstand von 1,50 Metern. "Vor Ort müssen dazu die Tische, Wahlkabinen und Wahlurnen entsprechend platziert und zum Beispiel markierte Laufwege vorgegeben werden", sagte Göppert.

Zudem soll das Infektionsrisiko durch Spuckschutzwände, regelmäßiges Reinigen von Oberflächen und Lüften verringert werden. Wähler sollen möglichst mit eigenem Stift wählen gehen. Außerdem besteht die Möglichkeit zur Briefwahl.

Am 13. September werden Gemeinderat, Bürgermeister, Kreistag, Landrat, Integrationsrat und im Ruhrgebiet auch die Versammlung des Regionalverbands Ruhr gewählt. Falls es keine absolute Mehrheit für einen Kandidaten gibt, steht am 27. September eine Stichwahl an.

Update, 25. Juli, 13.21 Uhr: Corona-Tests an Flughäfen

Passagiere am Flughafen Düsseldorf.
Passagiere am Flughafen Düsseldorf.  © Roland Weihrauch/dpa

An den Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund haben am Samstag kostenlose Corona-Tests für Rückkehrer aus Risikogebieten begonnen.

Seit 6 Uhr sei das Testzentrum am Flughafen Düsseldorf offen, bestätigte ein Flughafensprecher am Samstag.

In Dortmund startete das Ganze laut einer Flughafensprecherin gegen 8.00 Uhr.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Landesregierung haben die Testzentren eingerichtet.

Am Köln/Bonner Flughafen wurde ein bereits bestehendes Zentrum eingebunden, in dem Tests bisher aber nur auf Kosten der Urlauber möglich waren. 

Update, 25. Juli, 13.06 Uhr: NRW-Gesundheitsminister setzt auf Sicherheit

In der Debatte um eine Wiederzulassung von Zuschauern in Fußball-Stadien will Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) dem Gesundheitsschutz absoluten Vorrang einräumen. "Es muss sichergestellt sein, dass es beispielsweise zu keinem Gedrängel an den Ein- und Ausgängen kommt", sagte Laumann der "Neuen Osnabrücker Zeitung"(Samstag-Ausgabe). 

Nur wenn es aus Gesundheitssicht verantwortbar sei, könnten Fans wieder ins Stadion gelassen werden, betonte er.

Update, 24. Juli, 16.06 Uhr: Corona-Infizierte in Köln

Die Corona-Warn-App mit der Seite zur Risiko-Ermittlung ist im Display eines Smartphone zu sehen.
Die Corona-Warn-App mit der Seite zur Risiko-Ermittlung ist im Display eines Smartphone zu sehen.  © Oliver Berg/dpa

Mit den neuesten Zahlen vom Freitag gibt es aktuell in Köln 166 nachgewiesene Coronavirus-Infizierte. 

Die sogenannte Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 9,1, teilte ein Sprecher der Stadt Köln mit.

19 Personen befinden sich derzeit in Krankenhäusern in stationärer Quarantäne, davon sechs auf der Intensivstation.

Update, 24. Juli, 15.46 Uhr: 23 nachgewiesene Corona-Infizierte in Bonn

Bonn registriert mit Stand 24. Juli 2020 insgesamt 793 bestätigte Infektionen. 761 sind seit Ausbruch der Pandemie wieder gesund geworden, neun Personen sind verstorben. 

Damit gibt es derzeit 23 akute Fälle, wie ein Sprecher der Stadt Bonn am Freitag mitteilte.

Update, 24. Juli, 15.41 Uhr: Keine weiteren Corona-Fälle in Krefelder Bahn-Werk

Die Massentests nach Corona-Fällen in einem Werk der Deutschen Bahn in Krefeld haben bislang keine weiteren Erkrankungen in der Belegschaft nachgewiesen. 

Von 600 Tests seien 550 ausgewertet und allesamt negativ, teilte die Stadt am Freitag mit. Die 50 restlichen Proben sollten spätestens am Montag ausgewertet sein.

In dem Ausbesserungswerk der Bahn waren acht Mitarbeiter erkrankt. Daraufhin hatte die Stadt Krefeld ein Screening aller derzeit im Werk Arbeitenden angeordnet. Festgelegt wurde auch, dass alle Personen in dem Betrieb Masken mit Krankenhaus-Standard tragen müssen.

Update, 24. Juli, 15.21 Uhr: Corona-Testzentren an weiteren Flughäfen

Die Landesregierung NRW richtet Corona-Testzentren an den Flughäfen Düsseldorf, Dortmund und Münster/Osnabrück ein. Dies teilte die NRW-Landesregierung am Freitag mit. 

Flugreisende aus den vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Risikogebieten erhalten dort die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen. 

Die Testzentren an den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund sollen am Samstag (25. Juli 2020) ihre Arbeit aufnehmen. 

Der Start des Testzentrums am Flughafen Münster/Osnabrück ist für kommenden Dienstag (28. Juli 2020) geplant. 

Am Flughafen Köln/Bonn soll das von der Stadt Köln und der Johanniter Unfallhilfe betriebene Testzentrum eingebunden werden.

Update, 24. Juli, 12.01 Uhr: Positive Corona-Tests bei Tönnies

Das Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück
Das Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück  © David Inderlied/dpa

Beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind bei routinemäßigen Kontrollen 30 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die meisten sind nach Angaben des Unternehmens sogenannte Altfälle - bei denen das Virus schon früher festgestellt worden und noch immer nachweisbar sei.

Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet.

Die 30 Mitarbeiter seien wie alle Beschäftigten beim Arbeitsantritt im Werk nach der wochenlangen Zwangspause getestet worden - so sei es mit den Behörden zuvor abgestimmt worden, sagte Unternehmenssprecher André Vielstädte. 

Update, 23. Juli, 18.59 Uhr: 124 Erntehelfer verlassen Obsthof nach Corona-Infektion eigenmächtig

Auf einem von 20 Corona-Infektionen betroffenen Obsthof in Swisttal in der Nähe von Bonn haben 124 Erntehelfer trotz bestehender Quarantäne über Nacht und eigenmächtig den Heimweg nach Rumänien angetreten

Das teilten der Rhein-Sieg-Kreis und die Gemeinde am Donnerstag mit. Damit seien alle Bemühungen um eine kontrollierte und sichere Rückkehr der Helfer zunichte gemacht worden, erklärte der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Rainer Meilicke.

Die Behörden hatten in Absprache mit dem rumänischen Generalkonsul eine Rückreise per Flugzeug zum Wochenende vorbereitet. Voraussetzung wäre allerdings ein erneuter - negativ verlaufender - Corona-Test gewesen. Die Flugkosten hätte der Hofbetreiber übernommen. Außerdem war geplant, ihnen für den eigenen Schutz FFP-2-Masken mitzugeben.

Die verbleibenden, negativ getesteten Erntehelfer dürfen auf dem Hof unter strengen Hygieneauflagen weiter arbeiten, wie Kreis und Gemeinde mitgeteilt hatten.

Update, 23. Juli, 11.50 Uhr: Infektionen an Kitas im Normalbereich

Nur ein Kind unter 5200 wurde im Rahmen einer Studie positiv getestet.
Nur ein Kind unter 5200 wurde im Rahmen einer Studie positiv getestet.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Bei einer großen Corona-Studie unter mehr als 5200 Kindern und Beschäftigten in Düsseldorfer Kitas ist in den Proben nur eine Infektion bei einem Kind gefunden worden. Das teilte die Düsseldorfer Uniklinik am Donnerstag mit.

Allerdings habe es nach Angaben des Gesundheitsamtes der Stadt während des vierwöchigen Studienzeitraums in den 115 beteiligten Einrichtungen weitere Corona-Infektionen bei Kindern und Beschäftigten gegeben, die nicht an der Studie teilgenommen hätten. 

Insgesamt wurden demnach zehn Neuinfektionen verzeichnet – zwei beim Personal und acht bei Kita-Kindern.

Ziel der Studie war, verlässliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob es in den Kita-Gruppen zu neu auftretenden Corona-Fällen kommt und dadurch Infektionsketten im Umfeld ausgelöst werden.

Die Auswertung zeige, dass im Studienzeitraum die Häufigkeit von Neuinfektionen in den Kitas auf dem gleichen Niveau wie für die Stadt Düsseldorf insgesamt gelegen habe, erklärte Professor Jörg Timm, Direktor des federführenden Instituts für Virologie an der Uniklinik.

In einem Fall habe es Hinweise darauf gegeben, dass es innerhalb der Kita zu einer Übertragung von Sars-CoV-2 auf ein weiteres Kind und von dort auf Haushaltsangehörige gekommen sei. "Auf dieser Grundlage von erfreulich wenigen Infektionen ist eine klare Aussage dazu, welche Bedeutung Kinder als Infektionsquelle haben, leider nicht möglich", sagte Timm.

An der Modellstudie hatten seit Anfang Juni 3955 Kinder und 1255 Beschäftigte teilgenommen. Sie wurden über einen Zeitraum von vier Wochen zweimal wöchentlich auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus untersucht. Das Labor der Uniklinik analysierte fast 35.000 Speichelproben.

Update, 23. Juli, 8.51 Uhr: Corona bei Tönnies und die Fallzahlen

m Zusammenhang mit dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sind inzwischen mehr als 2000 Infektionsfälle festgestellt worden. "Nach aktuellem Stand ordnen die zuständigen Behörden dem Ausbruch bei Tönnies bislang insgesamt 2119 Fälle zu", sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag). Bei weiteren 67 Fällen sei ein Zusammenhang möglich.

Laumann wiederholte zudem seine Ansicht, dass die zeitweise Schließung des Tönnies-Betriebs in Rheda-Wiedenbrück rechtens war und das Unternehmen keinen Anspruch auf Lohnkostenerstattung hat. "Ich gehe davon aus, dass das auch vor Gericht Bestand hat", sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

Update, 22. Juli, 17 Uhr: Obsthof in Swisttal darf trotz Corona-Infektionen weiterarbeiten

Auf einem von 20 Corona-Infektionen betroffenen Obsthof in Swisttal in der Nähe von Bonn darf unter strengen Hygieneauflagen weiter geerntet werden. 

Alle negativ getesteten Kontaktpersonen dürften - soweit sie keine Symptome aufweisen - weiter arbeiten, teilte die Kreisverwaltung am Mittwoch mit. Um weitere Infektionen zu verhindern, müssten die Arbeiter, die vorrangig aus Rumänien stammen, allerdings zwei Meter Abstand voneinander halten und sich regelmäßig die Hände desinfizieren. 

"Natürlich gelten weiterhin die Quarantäne und das strikte Abstandsgebot zu Personen außerhalb des Hofes", so der Leiter des Kreisgesundheitsamts Rainer Meilicke. Am Donnerstag werde ein zweiter Abstrich genommen.

Für Erntehelfer, die wegen der Corona-Infektionen vorzeitig nach Hause wollen, bemühten sich die Stadt und der Rhein-Sieg-Kreis um Flüge nach Rumänien noch am Wochenende, hieß es in einer Mitteilung.

Update, 22. Juli, 15.18 Uhr: 25 neue Corona-Fälle in Köln

In Köln ist die Zahl der aktuellen Corona-Fälle binnen eines Tages um 25 auf 175 angestiegen. Derzeit befinden sich 22 Patienten mit einer Corona-Erkrankung in einer Klinik.

Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 10,41 (Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen). Ab einem Wert von 50 müssen die Corona-Maßnahmen wie zuletzt in den Kreisen Warendorf und Gütersloh verschärft werden.

Update, 22. Juli, 15.14 Uhr: Klinik stoppt Besuche wegen Verstößen gegen Corona-Regeln

Nach zunehmenden Verstößen gegen die Corona-Schutzauflagen verhängt das Krankenhaus Herdecke ab diesem Donnerstag ein Besuchsverbot. 

Eine Kliniksprecherin sagte am Mittwoch, wegen mangelnder Kooperation einiger Besucher sei man zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern zu diesem Schritt gezwungen. Einige Besucher hätten keinen Mundschutz getragen oder sich "reingeschummelt", ohne ihre Daten in die Listen einzutragen. Auch falsche Angaben seien notiert worden. 

Das Gemeinschaftskrankenhaus im Ennepe-Ruhr-Kreis mit rund 500 Betten werde bis auf Weiteres nur in Ausnahmefällen Besucher erlauben.

Dazu gehören Eltern, deren Kinder stationär aufgenommen werden. Auch zu oder nach einer Geburt bleibe eine Begleitperson erlaubt. Zudem dürfen Sterbenskranke der Sprecherin zufolge weiterhin Angehörige empfangen. Der WDR hatte zuvor berichtet.

Update, 22. Juli, 15.02 Uhr: Jurastudent muss während Klausur Maske tragen

Auch bei mehrstündigen Klausuren in der Uni müssen Prüflinge einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Das teilte das Kölner Verwaltungsgericht am Mittwoch mit. 

Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem ein Jurastudent der Uni Köln in einem Eilantrag die Maskenpflicht bei Klausuren beanstandet und argumentiert hatte, dass Abstandsregelungen im Klausurraum ausreichend seien und möglicherweise Plexiglasscheiben aufgebaut werden könnten.

Das Gericht entschied am vergangenen Freitag, dass der Schutz von Leben und Gesundheit der anderen Prüflinge vorrangig sei und das Prüfungsrecht dahinter "zurücktreten" müsse. Die Uni Köln beziehe sich auf eine Empfehlung des Robert Koch-Instituts, wobei eine Tröpfcheninfektion durch das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes reduziert werde (Az.: 6 L 1246/20).

Das Gericht wies auch darauf hin, dass nicht bestandene Prüfungen derzeit als "nicht unternommen" gelten und wiederholt werden können.

Update, 22. Juli, 11.04 Uhr: Corona-Regeln für Gastronomie sind rechtens

Die aktuellen Corona-Regeln für die nordrhein-westfälische Gastronomie sind rechtens. Das entschied das Oberverwaltungsgericht des Landes Nordrhein-Westfalen am Mittwoch in Münster in einem Eilverfahren.

Ein traditionelles Brauhaus aus Köln hatte sich gegen die Vorgaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung gewandt. Es bietet seinen Gästen üblicherweise zahlreiche Plätze an vielen Stehtischen und in einem nicht zu lüftenden Kellergeschoss an.

Die in der Corona-Schutzverordnung geregelten Mindestabstände zwischen Tischen und Theke, die Sitzplatzpflicht und die Beschränkung auf Gruppen mit maximal zehn Personen sei nicht zu beanstanden, um einer erhöhten Infektionsgefahr vorzubeugen, entschieden die obersten NRW-Verwaltungsrichter.

Diese Vorgabe sei Teil eines Gesamtkonzeptes der Politik, um soziale und persönliche Kontakte zu beschränken, hieß es in der Begründung der Eilentscheidung, die nicht angefochten werden kann.

Das OVG wies daraufhin hin, dass die Gastronomen neben dem Tagesgeschäft auch Feste wie Hochzeitsfeiern mit bis zu 150 Teilnehmern in abgetrennten und gut durchlüfteten Räumen ohne Einhaltung des Abstandsgebotes und Mund-Nasen-Schutz ausrichten dürfen.

Update, 22. Juli, 8.06 Uhr: Landesgartenschau Kamp-Lintfort als Ausflugs-Alternative in der Nähe

Besucher laufen über die Fläche der Gartenschau. Die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 ist die 18. des Landes Nordrhein-Westfalen.
Besucher laufen über die Fläche der Gartenschau. Die Landesgartenschau Kamp-Lintfort 2020 ist die 18. des Landes Nordrhein-Westfalen.  © Fabian Strauch/dpa

Trotz der Corona-Krise liegt die Landesgartenschau Kamp-Lintfort zur Halbzeit nach eigener Einschätzung mit fast 200.000 Besuchern gut im Rennen. 

Die angestrebte Zielmarke von 560.000 kann demnach zum Abschluss im Oktober noch erreicht werden.

"Das wäre ein starker Erfolg", sagte Heinrich Sperling von der Geschäftsführung der Deutschen Presse-Agentur zur Halbzeit.

Die Schau auf dem Gelände der früheren Zeche Bergwerk West war wegen der Pandemie gut zwei Wochen später als geplant mit Hygiene-Auflagen und Einschränkungen gestartet: Kein Sportprogramm, nicht einmal Führungen gab es - alle Veranstaltungen mussten abgesagt werden. 

Mit den Lockerungen dürfen mittlerweile zumindest kleinere Veranstaltungen stattfinden, wie die Geschäftsführung mitteilte.

Update, 21. Juli, 16.55 Uhr: 154 Infizierte in Köln

In Köln ist die Zahl der Corona-Fälle im Vergleich zum Vortag um 13 auf insgesamt 2829 gestiegen. 2569 Menschen gelten als wieder geheilt, 106 Erkrankte starben bisher und aktuell gibt es 154 Infizierte (23 im Krankenhaus).

Die Stadt Köln weist daraufhin, dass Rückkehrer aus Risikogebieten sich entweder 14 Tage lang in Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test aufweisen müssen. Eine Testung ist auch am Flughafen Köln/Bonn möglich.

Update, 21. Juli, 15.55 Uhr: Zwei Corona-Fälle im Kreis der Schalkes U23

Vor dem Trainingsauftakt zur neuen Regionalliga-Saison sind zwei Personen aus dem Kreis der U23-Mannschaft des FC Schalke 04 positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Das teilte der Club am Dienstag auf seiner Homepage mit. "Die Betroffenen sowie ein weit gesteckter Kreis an ermittelten sowie potenziellen Kontaktpersonen haben sich unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Ergebnisse in häusliche Quarantäne begeben", schrieb der Revierclub. Ob es sich bei den Infizierten um Spieler oder um Personen aus dem Betreuerstab handelt, teilten die Königsblauen nicht mit.

Der Schalker Mannschaftsarzt und zugleich Hygienebeauftragte Patrick Ingelfinger habe mit den Gesundheitsämtern sowie weiteren zuständigen Stellen Kontakt aufgenommen, um weitere Maßnahmen zu besprechen und einzuleiten. "Schalke wird alle Anordnungen der Behörden umgehend und vollständig umsetzen", hieß es.

"Um das Risiko für Spieler, Trainer und Mitarbeiter so gering wie möglich zu halten, testen wir nicht nur die Mitglieder der Lizenzspieler-Abteilung, sondern auch unserer U23. Dies dient dem Schutz unser Spieler, Mitarbeiter und auch potenzieller Testspielgegner", sagte Sportvorstand Jochen Schneider.

Update, 21. Juli, 15.10 Uhr: Fitnessmesse Fibo wird im Oktober rein digital nachgeholt

Die wegen der Corona-Pandemie verschobene Fitnessmesse Fibo soll im Oktober in rein digitaler Form nachgeholt werden. Diese Entscheidung sei nach Gesprächen mit Ausstellern und Partnern gefallen, teilte der Chef des Veranstalters Reed Exhibitions, Hans-Joachim Erbel, am Dienstag mit. 

"Gemeinsam hatten wir gehofft, im Oktober mit der Branche nach dem monatelangen Lockdown wieder an den Start gehen zu können", sagte Erbel. "Das wird aufgrund der laufenden Entwicklung der Pandemie und der damit einhergehenden Unsicherheit leider nicht der Fall sein."

Die Kölner Messegesellschaft, die eigentlich im Herbst langsam ihren Messebetrieb wieder aufnehmen wollte, hatte zuletzt einige Fachmessen wieder abgesagt - zumindest als Präsenzformate. Etliche Aussteller entscheiden sich aufgrund von Unsicherheiten weiterhin gegen eine Teilnahme an Messen vor Ort.

Vom 1. bis zum 3. Oktober sollen nun sowohl für Fachbesucher als auch Privatleute digitale Formate und Angebote rund um Sport und Fitness stattfinden, wie die Veranstalter am Dienstag mitteilten. 

Ursprünglich hatte die Fibo im April stattfinden sollen, wie alle anderen Messen war sie jedoch aufgrund der Corona-Krise zunächst abgesagt worden.

Update, 21. Juli, 08.04 Uhr: Debatte um Corona-Tests an NRW-Flughäfen

Reisende an einem Flughafen.
Reisende an einem Flughafen.  © Clara Margais/dpa

Das NRW-Gesundheitsministerium führt Gespräche über die Einrichtung von Corona-Testzentren an den Flughäfen im Bundesland.

"Dort sollen Reiserückkehrer aus Risikogebieten die Möglichkeit erhalten, sich testen zu lassen", sagte ein Sprecher von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "WAZ" (Dienstag).

Wenn Details feststünden, werde die Öffentlichkeit darüber informiert. 

Update, 20. Juli, 14.09 Uhr: Entwarnung im Kreis Borken, elf Infizierte auf Gemüsehof

Nach einem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im Kreis Borken haben die Behörden Entwarnung gegeben. Die letzten der am vergangenen Donnerstag entnommenen 148 Abstriche waren am Montag ausgewertet und laut Mitteilung des Kreises insgesamt 11 positiv. Den Angaben zufolge arbeiten auf dem Hof vorwiegend rumänische Beschäftigte, die auch auf dem Betriebsgelände wohnen.

Der Kreis hatte für die Mitarbeiter Kontaktbeschränkungen erlassen und das Verlassen des Hofes untersagt. Eine erneute Testung der gesamten Belegschaft sei geplant. Nach Aussage von Landrat Kai Zwicker bestand keine Gefährdung der Bevölkerung im Kreis Borken.

"Die zuständigen Behörden – Gesundheitsamt, Stadt Borken, Amt für Arbeitsschutz – und der Betriebsinhaber arbeiten eng bei der Durchführung der bereits angeordneten Schutzmaßnahmen zusammen", versicherte Zwicker. Zuvor hatte der WDR über die Zahl der Infizierten berichtet.

Update, 20. Juli, 14.04 Uhr: Weniger Heiraten unter Corona-Bedingungen

Unter den strengen Corona-Schutzauflagen haben im April in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Paare geheiratet. 38 Prozent weniger Ehen seien im April 2020 im Vergleich zum Monat des Vorjahres geschlossen worden, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Düsseldorf mit.

Im März, als die Coronavirus-Pandemie sich zunehmend auswirkte, hatten in Nordrhein-Westfalen noch 4060 Paare auf dem Standesamt "Ja" gesagt, das waren etwa 300 weniger als im Durchschnitt fünf Jahre zuvor. Im April gab es dann landesweit 2100 Eheschließungen weniger als im Monatsdurchschnitt der fünf Vorjahre.

In den einzelnen Städten waren die Vorschriften im April nicht einheitlich: In Münster, Düsseldorf und Dortmund durften bei der Zeremonie nur das Paar und der Standesbeamte anwesend sein. In Köln und Aachen waren auch Trauzeugen erlaubt. Seit Mai dürfen landesweit wieder mehr Gäste zur Trauung kommen.

Update, 20. Juli, 10.54 Uhr: Krise setzt Stahlindustrie weiter zu

Die Corona-Krise macht der deutschen Stahlindustrie weiterhin schwer zu schaffen. Auch im Juni lag die Rohstahlerzeugung mit 2,6 Millionen Tonnen um 27 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie die Wirtschaftsvereinigung Stahl am Montag mitteilte. 

Damit setzte sich die schlechte Entwicklung in den Monaten April und Mai unverändert fort. Insgesamt blieb die Stahlproduktion im zweiten Quartal um 26 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Im ersten Halbjahr lag die Stahlerzeugung alles in allem um rund 16 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Update, 20. Juli, 9.25 Uhr: Abiturienten schneiden genauso gut ab wie im Vorjahr

Trotz Corona ist der Abi-Schnitt 2020 auf einem guten Niveau geblieben. (Symbolbild)
Trotz Corona ist der Abi-Schnitt 2020 auf einem guten Niveau geblieben. (Symbolbild)  © 123Rf/olegdudko

Die Durchschnittsnote beim den Abiturprüfung in NRW ist trotz Corona genauso gut wie im Vorjahr. Lag der Schnitt 2019 bei 2,43, so konnte er in 2020 mit 2,42 sogar noch leicht getoppt werden.

„Die Abiturprüfungen 2020 sind trotz der Coronavirus-Pandemie reibungslos verlaufen", resümierte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP).

Rund 88.000 Schülerinnen und Schüler haben dieses Jahr ihre Abiprüfungen abgelegt. Die zentralen Prüfungen hatten am 12. Mai begonnen und dauerten inklusive Nachschreibetermin bis zum 9. Juni an.

Die äußeren Umstände hätten allen am Schulleben Beteiligten im vergangenen Schuljahr viel abverlangt, so Gebauer.

"Der Schulabschluss, den die Schülerinnen und Schüler sich in diesem Jahr erarbeitet und verdient haben, ist frei von jedem Makel. Darauf können sie stolz sein.“

Update, 20. Juli, 9.11 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Beschäftigte in Schulen

Die NRW-Landesregierung hat beschlossen, dass sich Beschäftigte an öffentlichen und privaten Schulen alle 14 Tage freiwillig auf Corona testen lassen können. Die Kosten übernimmt das Land.

Das Angebot gilt auch für Angestellte in der Kindertagesbetreuung. Insgesamt sind über 360.000 Menschen betroffen (153.00 Beschäftigte in der Kindertagesbetreuung und 210.000 Beschäftigte an den Schulen).

Das Land möchte somit Unsicherheiten entgegenwirken. „Die Landesregierung nimmt damit die Verantwortung für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahr. Neben dem Recht auf Bildung, ist auch die Gesundheit aller am Schulleben Beteiligten ein hohes Gut, das wir schützen", erklärte Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer in einer Mitteilung.

Update, 19. Juli, 15.15 Uhr: Mehrere Verstöße gegen Corona-Regeln in Köln

An diesem Wochenende war das Kölner Ordnungsamt erneut an verschiedenen Orte unterwegs, um die Einhaltung der Corona-Hygiene-Regeln zu prüfen. Nicht überall wurden diese eingehalten. Am Freitagabend mussten zwei Partys am Aachener Weiher und am Niehler Hafen mir jeweils mehr als 100 Personen aufgelöst werden.

Auch im Kwartier Latäng hielten sich viele Menschen im Freien auf. Gegen Mitternacht wurden die Bereiche der Außengastronomie geschlossen. Weitgehend entspannt blieb dagegen die Lage am "Corona-Biergarten auf der Vogelsanger Straße.

Update, 19. Juli, 14 Uhr: Gemüsehof im Kreis Borken isoliert

Im Kreis Borken steht ein Gemüsehof nach einem Corona-Ausbruch im Fokus der örtlichen Behörden. Dort arbeiten den Angaben zufolge vorwiegend rumänische Beschäftigte, die auch auf dem Betriebsgelände wohnen.

Die Mitarbeiter dürften das Betriebsgelände vorerst nicht verlassen, teilte der Kreis mit. Derzeit seien aber erst 88 von 148 Abstrichproben ausgewertet - mit zunächst 8 positiven Ergebnissen. 

Zu Wochenbeginn würden weitere Befunde erwartet; eine erneute Testung der gesamten Belegschaft sei geplant.

Update, 19. Juli, 8.25 Uhr: Jugendherbergen brauchen Hilfe

Ein leeres Zimmer in der Jugendherberge in Köln-Deutz.
Ein leeres Zimmer in der Jugendherberge in Köln-Deutz.  © Oliver Berg/dpa

Ausbleibende Klassenreisen in Corona-Zeiten machen auch den Jugendherbergen in Nordrhein-Westfalen schwer zu schaffen. 

Diese tragen im Rheinland zu rund 60 Prozent zum Umsatz der dortigen insgesamt 34 DJH-Jugendherbergen bei, sagte eine Sprecherin des Deutschen Jugendherbergswerks Rheinland der Deutschen Presse-Agentur. 

Pfingsten hätten die ersten zwölf Häuser nach wochenlanger Zwangspause geöffnet, bis zu Beginn der Sommerferien seien weitere zehn hinzugekommen. Die finanzielle Lage sei dramatisch. Nur wenige könnten kostendeckend arbeiten.

In den meisten Häusern könnten aber die Kosten nicht gedeckt werden und zwölf Herbergen seien noch geschlossen. "Wir brauchen auf jeden Fall Hilfe", betonte Arnemann. Mit einer Unterstützung vom Land werde man voraussichtlich bis August über die Runden kommen, die Zukunft sei damit aber keinesfalls abgesichert.

In den Ferien seien Kinderfreizeiten aktuell fast komplett ausgebucht. "Die Nachfrage nach der Corona-Isolation ist riesig", schilderte sie mit Verweis auf die zurückliegenden Wochen, in denen die Kinder zuhause waren. Ob Klettern, Kanu, Walderlebnis oder Filme-Drehen - man habe neue Konzepte unter Berücksichtigung aller Infektionsschutzaspekte entwickelt. Sie hoffe, dass stornierte Klassenfahrten nach den Sommerfrien nun doch angetreten würden, da diese in NRW wieder erlaubt seien.

Der DJH-Verband Westfalen-Lippe mit etwas weniger Häusern ist Arnemann zufolge in einer ähnlichen Lage. Bundesweit sieht DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz zahlreiche Standorte in ihrer Existenz bedroht. Deutschlandweit seien bisher 288 der rund 450 Jugendherbergen wieder geöffnet.

Update, 19. Juli, 8 Uhr: Ausbildung im Corona-Jahr wohl krisenfester als angenommen

Ein Auszubildender im Schreiner-Handwerk arbeitet an einem Werkstück (Archivbild).
Ein Auszubildender im Schreiner-Handwerk arbeitet an einem Werkstück (Archivbild).  © Felix Kästle/dpa

Die Ausbildung kommt Experten zufolge besser durch die Corona-Krise als befürchtet. 

"Es gibt trotz Corona extrem viele freie Stellen", sagte Robert Schweizog, Geschäftsführer für Bildung bei der IHK NRW, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Zahl der Bewerber geht bis jetzt stärker zurück als die Zahl der Stellen. Man hat als Bewerber also sogar ein Stück weit bessere Chancen." 

Außerdem seien nur in sehr seltenen Fällen Auszubildende gekündigt oder Kurzarbeit für sie angemeldet worden. "Die Ausbildung, die in den meisten Fällen sogar in Corona-Zeiten weiter geführt wurde, zeigt sich als sehr krisenfest."

Nach den aktuellen Zahlen der NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit für Juni ging die Zahl der Ausbildungsstellen im Juni gegenüber dem Vorjahr um gut neun Prozent zurück, die der Bewerber jedoch sogar um mehr als zwölf Prozent. Zum Ende des Monats gab es in NRW mehr als 45.400 freie Azubi-Stellen.

Der Experte macht dafür zum einen die Stimmung der Bewerber angesichts der Corona-Krise verantwortlich, die sich durch die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft verunsichert fühlten. Außerdem fehlten viele Möglichkeiten der Begegnung - etwa durch ausfallende Messen, Speed-Datings oder Kontakte in Schulen. 

Deshalb versuche man nun zunehmend, auch digitale Formate und Social Media einzusetzen, um mit potenziellen Azubis in Kontakt zu kommen. So bietet etwa die Handwerkskammer zu Köln eine Ausbildungsberatung per WhatsApp an.

Der Bund will krisengeplagten Unternehmen, die trotzdem Ausbildungsplätze erhalten oder sogar aufbauen, eine Ausbildungsprämie von 3000 Euro pro Ausbildungsplatz zahlen. 

Davon verspricht sich Schweizog keine deutliche Steigerung der Ausbildungsplätze, da extreme Umsatzeinbußen dadurch nicht ausgeglichen werden könnten. Aber: "Es ist ein gutes und wertschätzendes Signal an die Betriebe, die ausbilden."

Update, 18. Juli, 13 Uhr: "Corona-Biergarten"in Köln startet ohne Ärger mit Feierwütigen

Der neue "Corona-Biergarten" der Stadt Köln hat seine Feuertaufe bestanden: Am Freitagabend war das Angebot bis auf den letzten Platz ausgebucht. 

Obwohl immerhin 450 Menschen auf dem rund 270 Meter langen gesperrten Straßenabschnitt bei milden Temperaturen zum gemütlichen Feierabendbier zusammenkamen, hatten Polizei und Ordnungsamt keine gravierenden Verstöße gegen Corona-Abstands- und Hygieneregeln zu vermelden. Mehr zu diesem Thema lest Ihr >>>hier.

Update, 18. Juli, 8.09 Uhr: Frauenhäuser in Corona-Zeiten "im Krisenmodus"

Eine Frau sitzt in einem Frauenhaus auf einem Bett (Archivbild).
Eine Frau sitzt in einem Frauenhaus auf einem Bett (Archivbild).  © picture alliance / dpa

Die Corona-Krise bedeutet für die Frauenhäuser in NRW einen Kraftakt. 

Es gebe viele hilfesuchende Frauen und hohe Anforderungen an den Infektionsschutz, sagte Claudia Fritsche von der Landesarbeitsgemeinschaft Autonomer Frauenhäuser (LAG) der Deutschen Presse-Agentur. Dadurch gebe es allenfalls in einigen wenigen ländlichen Gebieten noch den ein oder anderen freien Platz für hilfesuchende Frauen. Die Frauenhäuser arbeiteten "im Krisenmodus."

Vom Land gebe es bislang keine koordinierenden Regeln oder Maßnahmen, um in Corona-Zeiten die Unterbringung sicherzustellen. Schwierig sei die Lage auch für die Kinder. Dieser Bereich müsse dringend besser ausgestattet werden, forderte Fritsche. 

"Die schlechte finanzielle und personelle Ausstattung fällt uns jetzt auf die Füße."

Das NRW-Gleichstellungsministerium betonte, die Mittel für die landesgeförderten Frauenhäuser seien seit 2017 kontinuierlich erhöht worden. Zusätzliche Unterstützung komme aus dem Rettungsschirm. Das Land sei ein "verlässlicher Förderer" der Frauenhäuser"

Update, 17. Juli, 18.43 Uhr: NRW bietet Lehrern und Erziehern alle 14 Tage Corona-Test an

Die NRW-Landesregierung bietet den rund 360.000 Beschäftigten in Schulen und Kitas an, sich bis zu den Herbstferien regelmäßig auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen zu lassen.

Die Kosten dafür werde das Land übernehmen, sagte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Freitag. Für Schüler und Kitakinder sei ein solches Angebot hingegen nicht geplant.

Sollte in einer Schule ein Infektionsgeschehen auftreten, werde künftig aber "sofort und umfänglich" getestet. Zuvor hatte die "WAZ" berichtet.

Das Angebot, sich ohne konkreten Anlass regelmäßig testen zu lassen, gelte für Lehrer, Erzieher, Kindertagespfleger, Mitarbeiter im offenen Ganztag, sozialpädagogisches und nicht-pädagogisches Personal, sagte der Ministeriumssprecher.

Sie sollen zwischen dem 3. August und dem 9. Oktober die Möglichkeit haben, sich freiwillig alle 14 Tage auf das Coronavirus testen zu lassen. Weitere Details zur Corona-Teststrategie will die NRW-Landesregierung am Montag veröffentlichen.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, lieber auf "anlassbezogene Testungen" statt auf Massentests zu setzen.

Update, 17. Juli, 15.03 Uhr: Kreis Mettmann wegen Hochzeitsfeier vorn bei Corona-Neuinfektionen

Eine Hochzeitsfeiern im Kreis Mettmann wurde zum Corona-Hotspot. (Symbolbild)
Eine Hochzeitsfeiern im Kreis Mettmann wurde zum Corona-Hotspot. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Eine Hochzeitsfeier in einem größeren Familienverband hat die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus im Kreis Mettmann steigen lassen.

In Langenfeld und Monheim sei die Zahl der Infizierten zum Freitag auf zusammengenommen 46 gestiegen, erklärte der Kreis.

Insgesamt gab es 136 aktuell Infizierte in dem zwischen Düsseldorf und Wuppertal gelegenen Kreis mit rund 485.000 Einwohnern.

Bei der wichtigen Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen lag der Kreis am Freitag auf Platz eins in NRW: Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug 21,2.

Nach der Feier hätten sich durch die familiäre Verflechtung weitere Infektionen ergeben, erklärte der Kreis.

Das Kreisgesundheitsamt verfolge die Kontakte. In Langenfeld seien derzeit 56 Menschen in Quarantäne, in Monheim seien es 77.

Update, 17. Juli, 13.08 Uhr: Düsseldorf will Handballspiele mit Zuschauern testen

Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf plant in Kooperation mit der Handball-Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga die Wiederaufnahme von Sport-Events mit Zuschauern. 

Die gemeinsam erarbeiteten Hygiene-Konzepte für die Veranstaltungshallen ISS Dome und Castello sollen auf andere Veranstaltungsstätten und Sportarten übertragbar sein. 

Zunächst sind Testläufe mit zwei Handball-Freundschaftsspielen unter Beteiligung des Bergischen HC, VfL Gummersbach und TUSEM Essen im September vorgesehen - sofern es die aktuelle Corona-Lage zulässt und entsprechende Genehmigungen vorliegen.

Update, 17. Juli, 13.04 Uhr: Deutlich weniger Umsatz bei Kneipen

Hotels, Restaurants und Kneipen haben im Mai insgesamt fast 60 Prozent weniger Umsatz gemacht als ein Jahr zuvor. Die Umsätze gingen - unter Berücksichtigung der Preisentwicklung - um 58,7 Prozent zurück, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. 

Besonders hoch waren die Einbußen bei Hotels (knapp 81 Prozent) und in der Gastronomie, die vom Ausschank geprägt ist (gut 65 Prozent). Restaurants lagen bei rund der Hälfte ihres vorherigen Umsatzes. Zudem waren fast ein Fünftel weniger Menschen in der Branche beschäftigt als noch im Mai 2019.

Obwohl Gastronomie und Hotels im Mai nach der Corona-Zwangspause langsam wieder die Türen öffnen durften, konnten erhebliche Umsatzeinbußen nicht verhindert werden. Durch Abstandsregeln, Hygieneauflagen und zurückhaltende Besucher sind die Gastronomen und Hoteliers noch weit von einem normalen Betrieb entfernt.

Update, 17. Juli, 9.12 Uhr: Hickhack bei Tönnies

Kurz nach der Wiederaufnahme des Betriebs beim Fleischkonzern Tönnies gibt es eine erneute Zwangsunterbrechung: Die Schlachtung am Stammsitz in Rheda-Wiedenbrück werde am Freitag später beginnen, teilte ein Tönnies-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur mit.

Bei Kontrollen durch die Bezirksregierung sei das Unternehmen am Donnerstagnachmittag darüber informiert worden, "dass wir an Arbeitspositionen zusätzliche Umrüstungen vornehmen müssen", sagte der Sprecher.

Dies sei auch schon passiert, ein Sachverständiger müsse die Änderungen aber noch abnehmen. 

Update, 16. Juli, 19.56: Tönnies darf nach schlachten auch wieder zerlegen

Tönnies hat die Genehmigung wieder Schweine zu zerlegen.
Tönnies hat die Genehmigung wieder Schweine zu zerlegen.  © -/Tönnies/dpa

Vier Wochen nach dem Zwangsstopp beim Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hat die Stadt am Donnerstagabend die letzte Verfügung gegen das Unternehmen aufgehoben.

Tönnies darf jetzt auch wieder Schweine zerlegen, wie die Stadt Rheda-Wiedenbrück am Abend mitteilte.

Nach einer Begehung von Experten und Gutachtern sei das von Tönnies vorgelegte Hygienekonzept von allen beteiligten Behörden abgenommen worden, heißt es in der Mitteilung des Bürgermeisters.

Um das Infektionsrisiko mit Coronaviren zu minimieren, musste das Unternehmen Trenn-Elemente aus Plexiglas und bessere Filtersysteme für die Umluft in der Produktionshalle einbauen. Für Freitag war bereits ein Probebetrieb in dieser Produktionsstufe angekündigt worden.

Tönnies hat damit jetzt auch die amtliche Freigabe, die die Zerlegung von maximal 10.000 Tieren erlaubt. Anschließend sei ein schrittweises Hochfahren des Bereichs denkbar. Details würden nach dem Probebetrieb festgelegt.

Update, 16. Juli, 17.55: "Anti-Corona-Biergarten" in Köln bekommt Genehmigung

Nach mehreren Menschenansammlungen trotz Corona-Pandemie wird in Köln ein zusätzlicher Biergarten genehmigt, um die bisherigen Feier-Hotspots zu entlasten.

Das Ordnungsamt werde die "Erlaubnis zur Sondernutzung" für den sogenannten Pop-up-Biergarten erteilen, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Es liege ein genehmigtes Hygienekonzept vor.

Die Idee dahinter: Mit einer neuen Anlaufstelle könnten bisherige Feier-Hotspots in Köln entlastet werden, die schon mehrmals geräumt werden mussten.

Der Biergarten soll an der Vogelsanger Straße entstehen. In der Nähe befindet sich der Stadtpark, einer der Hotspots der vergangenen Wochen, an dem sich viele Menschen trafen.

Update, 16. Juli, 15.56: Lernen auf Distanz soll künftig wie Präsenzunterricht benotet werden

Lernen auf Distanz wird künftig in Nordrhein-Westfalen, ebenso wie Präsenzunterricht, in die Leistungsbewertung einfließen. Das kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf an. Eine entsprechende Verordnung sei derzeit in Vorbereitung.

Bis zu den Sommerferien waren negative Leistungen aus dem Corona-bedingten Lernen von Zuhause aus nicht in Leistungsbewertungen eingeflossen. Lediglich positive Leistungen seien beim Sozialverhalten mitberücksichtigt worden, erläuterte Gebauer.

Es sei klar, dass Lehrer bei ihren Aufgabenstellungen auch weiterhin Rücksicht auf die jeweilige Ausstattung der Schüler nähmen, sagte Gebauer. Alle Lehrer und alle bedürftigen Schüler sollen Laptops oder Tablet-Computer aus einem öffentlichen Förderprogramm finanziert bekommen.

Update, 16. Juli, 15.51: Steigende Corona-Fälle in Köln

In Köln schnellen die Corona-Fallzahlen in die Höhe. Wie die Stadt Köln am Donnerstag mitteilte, gibt es aktuell 146 nachgewiesene Infizierte.

Seit dem Ausbruch des Virus gab es insgesamt 2.766 bestätigte Coronavirus-Fälle.

17 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon fünf auf der Intensivstation, teilte die Stadt Köln mit.

Update, 16. Juli, 15.37 Uhr: Beratung über Corona-Massentests an Schulen

Das NRW-Schulministerium wird noch diese Woche mit anderen Ressorts über mögliche Corona-Massentests vor Beginn des neuen Schuljahres beraten. Das sagte Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf.

Ende Juni hatte Gebauer noch von Tests an ausgewählten Schulen gesprochen, die wissenschaftlich begleiten werden sollten. Zuletzt waren allerdings Forderungen aufgekommen, Test schon vor dem Ferienende zu machen – um mögliche Infektionen von Urlaubsrückkehrern festzustellen.

Update, 16. Juli, 14.54 Uhr: Tönnies verlagert Rinderzerlegung nach Niedersachsen

Deutschlands größter Schlachtkonzern Tönnies verlagert einen Teil der Zerlegung von geschlachteten Rindern von der Konzernzentrale in Rheda-Wiedenbrück nach Badbergen in Niedersachsen.

Dieser Schritt sei aber bereits länger geplant und habe nichts mit der aktuellen Corona-Lage im Kreis Gütersloh zu tun, sagte ein Konzern-Sprecher am Donnerstag.

Tönnies hatte am gleichen Tag nach einer vierwöchigen Zwangspause wieder mit der Schlachtung von Schweinen begonnen. Für die Zerlegung der Schweine in Rheda-Wiedenbrück haben die Behörden aber noch kein grünes Licht gegeben.

"Wir haben in den vergangenen Jahren 85 Millionen Euro in Badbergen investiert. Ziel war es lange vor Corona, dass vier unserer Schlachthöfe, darunter Wilhelmshaven, die Rinder in Badbergen in Niedersachsen zerlegen lassen", sagte Sprecher André Vielstädt der Deutschen Presse-Agentur.

Update, 16. Juli, 14.50 Uhr: Schulen sollen bereits jetzt digitale Geräte bestellen

NRW-Schulen sollen mit digitalen Geräten ausgestattet werden.
NRW-Schulen sollen mit digitalen Geräten ausgestattet werden.  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Schulen in NRW sollen bereits jetzt digitale Endgeräte für Schüler und Lehrer bestellen und nicht auf die entsprechenden Förderrichtlinien warten. Darauf wies Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Donnerstag in Düsseldorf hin.

So stünden 178 Millionen Euro für die Sofort-Ausstattung von Schülern sowie 103 Millionen für Lehrkräfte bereit.

Alle Geräte, die in der Corona-Krise seit Ende des normalen Unterrichts Mitte März bereits angeschafft worden sind, würden auf jeden Fall erstattet, so Gebauer. Die offizielle Richtlinie soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

Bei den Lehrern sollen alle mit einem digitalen Endgerät wie Laptop oder Computer ausgestattet werden, bei den Schülern wird je nach finanzieller Situation zu Hause entschieden.

Update, 16. Juli, 9.59 Uhr: Handel in NRW hat schnell wieder Tritt gefasst

Der Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen hat nach dem Ende der corona-bedingten Ladenschließungen rasch wieder Tritt gefasst. 

Im Mail lagen die Umsätze der Händler real, also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung, schon wieder um 4,3 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Nominal stiegen die Umsätze im Jahresvergleich sogar um 5,1 Prozent.

Allerdings gab es große Unterschiede zwischen den Branchen: Das höchste Plus verzeichnete mit 28 Prozent der Versand- und Internethandel. Doch auch das Geschäft mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (+14,6 Prozent) sowie mit Verlagsprodukten,
Sportausrüstungen und Spielwaren (+13,5 Prozent) florierte. Dagegen lagen die Umsätze im Handel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen im Mai noch um 15,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Für die ersten fünf Monate des Jahres 2020 ermittelten die Statistiker für den NRW-Einzelhandel insgesamt eine reale Umsatzsteigerung von 1,6 Prozent. Dabei schwankten die Monatsergebnisse corona-bedingt sehr stark. 

Nach zwei umsatzstarken Monaten im Januar und Februar dämpfte die Corona-Krise im März und April die Kauflust massiv. Zum Höhepunkt der Krise im April lagen die Umsätze im nordrhein-westfälischen Einzelhandel um 4,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Update, 16. Juli, 9.54 Uhr: NRW-Gesundheitsminister beharrt auf Konsequenzen aus Fall Tönnies

Karl-Josef Laumann ist NRW-Gesundheitsminister.
Karl-Josef Laumann ist NRW-Gesundheitsminister.  © Jonas Güttler/dpa

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann besteht auf politische Konsequenzen des Corona-Ausbruchs bei Tönnies, auch wenn der Schlachter seine Produktion am Stammsitz wieder hochgefahren hat. 

Werkverträge über Subunternehmer seien der Grund für den Ausbruch gewesen. "Für mich ist völlig klar, die Werkverträge in der Fleischindustrie müssen verboten werden", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Das gleiche gelte für die Zeitarbeit in der Branche. Er warte darauf, dass Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) bald Gesetzesvorschläge vorlege.

Laumann geht davon aus, dass Tönnies keinen Regress für die vierwöchige Zwangspause geltend machen kann. "Ich glaube, dass er keinen Anspruch hat." Deutschlands größter Schlachtbetrieb sei nicht nur aus Gründen des Infektionsschutzes, sondern auch "ordnungsbehördlich" geschlossen worden. 

"Sie können sicher sein, dass die Behörden in Nordrhein-Westfalen freiwillig keinen Cent an Tönnies bezahlen werden." Auch die Testungen ihrer Mitarbeiter müssten Großbetriebe in der Fleischindustrie selber zahlen. Und wenn die Behörden dort ständig kontrollieren müssten, könne das auch nicht alles der Staat zahlen.

Nach vier Wochen Zwangspause hat Tönnies in Rheda-Wiedenbrück an diesem Donnerstag seine Produktion wieder angefahren. Am frühen Morgen wurden die ersten Schweine angeliefert. 

Nachdem rund 1400 Corona-Infizierte in der Tönnies-Belegschaft nachgewiesen worden waren, hatten die Behörden Mitte Juni die Produktion in dem Werk im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh gestoppt.

Update, 16. Juli, 7.30 Uhr: Deutlich weniger Übernachtungen im Mai

Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ist die Zahl der Übernachtungen in NRW im Mai 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 73,4 Prozent gesunken. Auch die Zahl der Gäste sank um 82,6 Prozent.

Insgesamt gab es von Januar bis Mai 2020 rund 4,6 Millionen Gäste in den Beherbergungsbetrieben und Campingplätzen in Nordrhein-Westfalen. Das war knapp 50 Prozent weniger im Vergleich zum Vorjahr.

Update, 16. Juli, 6.12 Uhr: Landrat von Warendorf sieht Ausreiseverbote skeptisch

Olaf Gericke ist Landrat des Kreises Warendorf.
Olaf Gericke ist Landrat des Kreises Warendorf.  © Federico Gambarini/dpa

Der Landrat des Kreises Warendorf, Olaf Gericke, verfolgt die Debatte um lokale Ausreiseverbote an Corona-Hotspots mit Skepsis. 

"Die bisherigen Ideen werfen mehr Fragen als Antworten auf", sagte der CDU-Politiker der "Bild". "Meine Polizeibehörde wird mich fragen, ob sie dann die Zu- und Abfahrtswege einer Stadt kontrollieren und gegebenenfalls absperren muss." 

Es sei zudem höchst fraglich, "ob solche Einschränkungen der Grundrechte vor Gericht überhaupt Bestand haben können".

An diesem Donnerstag wollen Bund und Länder entscheiden, ob die Möglichkeit lokaler Ausreiseverbote geschaffen wird. 

Am Dienstag hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei ihrem Treffen für lokale Ausreisebeschränkungen aus Corona-Hotspots geworben.

Update, 15. Juli, 16.21 Uhr: Tönnies darf wieder schlachten

Rund vier Wochen nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Fleischbetrieb Tönnies in Rheda-Wiederbrück darf das Unternehmen an seinem Hauptstandort wieder schlachten. 

Die Stadtverwaltung hat den angeordneten Produktionsstopp für die Schlachtung am Mittwoch mit sofortiger Wirkung aufgehoben. 

Damit kann das Unternehmen in Rheda-Wiederbrück wieder Tiere von Landwirten annehmen und die Produktion schrittweise hochfahren.

Update, 15. Juli, 15.52 Uhr: Corona-Fallzahlen in Köln steigen

Die Corona-Fallzahlen in Köln steigen wieder deutlich an.

Am Mittwoch gab es nach Angaben der Stadt Köln insgesamt 123 Erkrankte.

13 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon vier auf der Intensivstation. 

Bislang seien 106 Kölner, die positiv auf Covid-19 getestet wurden, gestorben.

Update, 15. Juli, 15.34 Uhr: Tönnies will Arbeit wieder aufnehmen

Der Fleischverarbeiter Tönnies beantragt nach dem massiven Corona-Ausbruch bei rund 1400 Beschäftigten, den Schlachtbetrieb am Hauptsitz im Kreis Gütersloh wieder aufnehmen zu dürfen. 

Eine kurzfristige Entscheidung sei denkbar, teilte eine Sprecherin der Stadt Rheda-Wiedenbrück am Mittwoch mit. Tönnies habe beantragt, die Arbeiten in den Bereichen Schlachtung, Zerlegung und Blutverarbeitung wieder aufnehmen zu dürfen. Dies werde nun von den Behörden geprüft.

Die seit Mitte Juni gültige Schließungsverfügung durch die Stadt läuft am 17. Juli - also in der Nacht zum Samstag um Mitternacht - aus. 

Teilbereiche wie eine Lebensmittelproduktion, Technik und Verwaltung sind nach Zustimmung der Behörden bereits wieder hochgefahren worden.

Update, 15. Juli, 9.42 Uhr: Neue Corona-Regeln für NRW

Mit Lockerung der Corona-Regeln dürfen die Menschen in Nordrhein-Westfalen von diesem Mittwoch an privat wieder größere Feste feiern. Hochzeit, Ausstand, Taufe oder Geburtstag - zu Festen aus besonderem Anlass dürfen bis zu 150 Gäste kommen, also drei Mal so viel wie bisher. 

Das NRW-Kabinett hatte die Änderungen für die Coronaschutzverordnung beschlossen, die in der neuen Version bis zum 11. August verlängert wurde.

Bei Kultur und sonstigen Veranstaltungen muss ein Hygienekonzept erst bei 300 Teilnehmern vorgelegt werden und nicht mehr schon bei 100. 

Beim Kontaktsport in der Halle sind statt der bisher 10 Teilnehmer 30 erlaubt. Zuschauen dürfen bei Sportveranstaltungen 300 statt der bisher 100.

Update, 15. Juli, 6.55 Uhr: NRW streicht Alkoholverbot für temporäre Freizeitparks

Besucher gehen über den Pop-Up-Freizeitpark "Düsselland" in Düsseldorf (Archivbild).
Besucher gehen über den Pop-Up-Freizeitpark "Düsselland" in Düsseldorf (Archivbild).  © Marcel Kusch/dpa

Es gibt Achterbahnen, Zuckerwatte und ab Mittwoch auch Bier: Das Land NRW hat das generelle Alkoholverbot für temporäre Freizeitparks aufgehoben, die zurzeit in vielen Städten als Kirmes-Ersatz aufgebaut werden.

In den Hygiene-Standards, die ab Mittwoch (15. Juli) gelten, wurde das entsprechende Verbot gestrichen. Nun könnten die Kommunen allein entscheiden, teilte das Gesundheitsministerium auf Nachfrage mit.

In den ursprünglichen Corona-Regeln für sogenannte "Pop-Up-Freizeitparks" hieß es noch "Der Ausschank von alkoholischen Getränken ist unzulässig." Unter anderem in Düsseldorf - wo an der Messe einer der ersten Interims-Jahrmärkte entstand - hatte es bei den Schaustellern Unmut über das Verbot gegeben. 

In besagtem "Düsselland" soll es ab Mittwoch bereits Bier geben, hieß es bei den Veranstaltern. Das Düsseldorfer Ordnungsamt hatte bereits grünes Licht gegeben, dann kam allerdings das vorübergehende Verbot des Landes dazwischen.

"Im Zuge der regelmäßigen Revision der Corona-Regelungen hat sich gezeigt, dass wir keinen Anlass haben, am verantwortungsvollen Umgang der Kommunen mit diesem Thema zu zweifeln", so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Daher habe man die Alkohol-Frage wieder der Zuständigkeit der Behörden vor Ort übergeben.

Update, 15. Juli, 6.25 Uhr: Spürbarer Anstieg der Corona-Fälle in Köln

Die Zahl der aktuellen Corona-Fälle in Köln ist seit Freitag um 37 gestiegen. Dies teilte die Stadt am Dienstag mit.

Von den bisher 2714 infizierten Personen haben 2506 das Virus überstanden. Bisher gibt es 106 Todesfälle.

Aktuell sind damit 102 KölnerInnen infiziert. Anfang Juni lag dieser Wert noch bei 38. Im Vergleich zum Monatsanfang gibt es nun doppelt so viele Corona-Fälle in der Domstadt.

Update, 15. Juli, 6.15 Uhr: Corona-Fall bei den Kölner Haien

Ein Eishockey-Profi des DEL-Clubs Kölner Haie ist nach einem Auslandsaufenthalt positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

"Er zeigt keine Symptome und befindet sich nun - nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt - für zwei Wochen in Quarantäne", teilte der achtmalige deutsche Meister am Dienstag über seinen Twitter-Account mit - ohne einen Namen zu nennen. 

Das Testergebnis bestärke "das Vertrauen in unser Konzept, Kontrolltests nach Urlaubsaufenthalten durchzuführen, bevor ein Spieler wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen darf".

Der Saisonstart in der DEL war in der vergangenen Woche vom 18. September auf einen noch nicht näher bestimmten Termin im November verschoben worden.

Update, 14. Juli, 17.50 Uhr: Stopp bei Nachprüfungen zur Soforthilfe

Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von NRW.
Andreas Pinkwart (FDP), Wirtschaftsminister von NRW.  © Federico Gambarini/dpa

Nach massiven Protesten aus der Wirtschaft stoppt Nordrhein-Westfalen zunächst die Nachprüfungen zur Corona-Soforthilfe.

Einige Abrechnungsverfahren zu Rückzahlungsverpflichtungen hätten sich als problematisch erwiesen, teilte NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Düsseldorf mit.

Die Landesregierung habe dem Bund nun offene Punkte mitgeteilt und halte das Rückmeldeverfahren bis zur Klärung dieser Fragen an.

Um von der Corona-Pandemie betroffenen Solo-Selbstständigen, Freiberuflern und kleinen Unternehmen schnell und unbürokratisch zu helfen, hatten Bund und Land den Angaben zufolge insgesamt 4,5 Milliarden Euro an Zuschüssen mit der NRW-Soforthilfe ausgezahlt.

Mit dem Ende des Förderzeitraums hätten die Behörden in NRW ab Anfang Juli, den Bundesvorgaben entsprechend, das Abrechnungsverfahren gestartet.

Heißt: Wer die Hilfen nicht komplett gebraucht hat, muss den Rest zurückzahlen. Bislang seien rund 100.000 der insgesamt 426.000 Hilfe-Empfänger um Nachweise ihres Finanzierungsengpasses gebeten worden, so das Ministerium.

"Die mit dem Bund verabredete Abrechnung fällt nun in eine Zeit, in der die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin spürbar sind", räumte Pinkwart ein. "Wir nehmen die an uns herangetragenen Sorgen der Unternehmerinnen und Unternehmer sehr ernst und sind in Gesprächen mit dem Bund, um Verbesserungen zu erreichen."

Update, 14. Juli, 15.46 Uhr: Rückkehrern aus Risikogebieten drohen Kosten bei Corona-Tests

Wer aus einem Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen einreist und eine Quarantäne durch einen Corona-Test umgehen möchte, muss sich auf Kosten einstellen.

"Es ist geplant, dass die zu testenden Urlauber anteilig für die Testungen aufkommen", teilte ein Sprecher des NRW-Gesundheitsministeriums am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

"Weitere Details, wie zum Beispiel eine unbürokratische und einfach handhabbare Gebührenordnung, werden derzeit erarbeitet."

In der ab Mittwoch (15. Juli) geltenden aktualisierten Corona-Einreiseverordnung heißt es: Personen, die aus Risikogebieten einreisten, seien zu einer 14-tägigen Quarantäne verpflichtet – außer, sie können dem Gesundheitsamt unverzüglich ein ärztliches Attest vorlegen, "dass keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vorhanden sind". Weitere Ausnahmen gelten unter anderem für Durchreisende und "zwingende berufliche Angelegenheiten".

Update, 14. Juli, 12.45 Uhr: Mit "Corona-Masche" 27.000 Euro von älterem Ehepaar ergaunert

Mit einer erfundenen Geschichte vom angeblich am Coronavirus erkrankten Sohn ist ein älteres Ehepaar in Ratingen bei Düsseldorf um 27.000 Euro gebracht worden. 

Nach Polizeiangaben von Dienstag hatte sich bei dem 85 und 80 Jahre alten Paar eine Anruferin als Schwiegertochter ausgegeben und behauptet, der Sohn liege im Krankenhaus und brauche für die Behandlung eine teure Spritze. 

Auch sie - die angebliche Schwiegertochter - solle sich spritzen lassen. Das betagte Paar ging zur Bank und hob das Geld ab. Eine Frau, die sich als Geldbotin der Klinik ausgab, holte die 27.000 Euro dann bei den Senioren ab. 

Erst als der echte Sohn später anrief, flog der Betrug auf. Die Polizei sucht nach Zeugen und warnt vor der neuen "Corona-Masche" der Trickbetrüger.

Update, 14. Juli, 12.35 Uhr: Corona-Hilfsprogramm der NRW.Bank für soziale Betriebe startet

Ob Krankenhäuser, Kitas oder Pflegeheime: Damit die systemrelevanten Einrichtungen die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise abfedern können, bietet die landeseigene NRW.Bank ab Mittwoch spezielles Kredite an. 

"Krankenhäuser, Kitas, Häfen oder Altenheime und Pflegezentren – dies sind Beispiele für Strukturen, die Wirtschaft und Gesellschaft tragen und infolge der Pandemie gerade jetzt Unterstützung brauchen", sagte der Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank, Eckhard Forst, am Dienstag laut einer Mitteilung.

Einrichtungen dieser Art können ab dem 15. Juli Darlehen bis maximal 150 Millionen Euro beantragen, um ihre Betriebsmittel zu finanzieren, wenn es ihnen an Liquidität mangelt. Die jeweiligen Hausbanken erhalten dabei eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent. Das Darlehen ist bis Ende 2020 befristet.

Förderberechtigt sind Unternehmen, die mindestens zur Hälfte von öffentlichen Gesellschaftern getragen werden - etwa Flughäfen oder Verkehrsgesellschaften oder Pflegedienste.

Update, 13. Juli, 21.36 Uhr: Bund will zielgenaueres Vorgehen bei regionalen Corona-Ausbrüchen

Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben.
Helge Braun (CDU), Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben.  © Kay Nietfeld/dpa

Die Bundesregierung plant ein zielgenaueres Durchgreifen bei regionalen Corona-Ausbrüchen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach einer Video-Schalte von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) mit den Staatskanzlei-Chefs der Bundesländer.

Ziel sei es, schneller zu reagieren, mehr zu testen, auch solle es Ausreisebeschränkungen geben. Hintergrund sei, dass sich die Bundesländer untereinander mehr vertrauen sollen. Zuvor hatte die "Bild" über die Schalte zwischen Braun und den Staatskanzleien der Länder berichtet.

Nach dpa-Informationen hat es sich um einen ergebnisoffenen Meinungsaustausch über technische Anpassungen bestehender Regelungen gehandelt, es habe keine Beschlüsse gegeben.

In den nächsten Tagen dürfte es weitere Gespräche geben. Es wird aber voraussichtlich keine neue Runde zwischen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder geben.

Zuletzt hatten mehr als 1000 positiv getestete Mitarbeiter des Fleischverarbeiters Tönnies in Nordrhein-Westfalen zu regionalen Einschränkungen im öffentlichen Leben in den Kreisen Gütersloh und Warendorf geführt.

Betroffen waren zeitweise rund 640 000 Einwohner. Mehrere Bundesländer verhängten Beherbergungsverbote für Menschen aus beiden Kreisen. Inzwischen sind die Auflagen in beiden Kreisen wieder aufgehoben.

Bund und Länder hatten Anfang Mai in der Corona-Krise vereinbart, dass Beschränkungen erlassen werden, wenn in einem Kreis die Anzahl der Corona-Neuinfektionen den Grenzwert von 50 pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen übersteigt.

Update, 13. Juli, 19.53 Uhr: Moerser Betrieb darf Dönerproduktion wieder aufnehmen

Bei der Öztas Dönerfleischproduktion hatte es im Juni einen Corona-Ausbruch gegeben.
Bei der Öztas Dönerfleischproduktion hatte es im Juni einen Corona-Ausbruch gegeben.  © Fabian Strauch/dpa

Der Moerser Dönerfleischhersteller Öztas am Niederrhein darf nach einem Corona-Ausbruch und einer rund zweiwöchigen Schließung die Produktion wieder starten.

Dem Betrieb werde ab Dienstag unter strengen Auflagen die Wiederaufnahme der Produktion gestattet, teilte der Kreis Wesel am Montagabend mit. Die Auflagen durch die Behörden beziehen sich demnach auf "organisatorische Aspekte" und vor allem auf den Arbeitsschutz.

Zudem seien Vorgaben zum Einsatz der Beschäftigten gemacht worden: Die Mitarbeiterzahl in der Produktion werde sukzessive aufgestockt beginnend mit maximal je 50 Beschäftigten in zwei Schichten.

Vor Aufnahme der Arbeit müsse ein negatives Testergebnis vorliegen. Entsprechend der Landesverordnung für die Fleischindustrie werde das Unternehmen alle Beschäftigten zwei Mal pro Woche testen lassen.

Das Unternehmen Öztas hatte am 24. Juni nach dem Bekanntwerden der ersten 17 positiven Tests den Betrieb im Moerser Werk weitgehend eingestellt. Wenige Tage später begann nach früheren Angaben des Unternehmens die vorübergehende Werksschließung.

Wie der Kreis Wesel zwischenzeitlich mitgeteilt hatte, waren insgesamt 82 Mitarbeiter nachweislich infiziert. Die Belegschaft umfasst rund 275 Mitarbeiter.

Bei einer erneuten Reihentestung bisher negativ getesteter Mitarbeiter des Unternehmens am vergangenen Donnerstag fielen sechs Testergebnisse positiv aus, wie der Kreis am Montagabend weiter mitteilte.

Sie werden auf Ansteckungen vor der Betriebsschließung zurückgeführt. Die Mitarbeiter sind nach früheren Angaben beim Unternehmen fest angestellt und wohnten nicht in Massenunterkünften.

Update, 13. Juli, 15.16 Uhr: Hygiene-Experten testen neue Filtertechnik bei Tönnies

Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. (Archivfoto)
Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück. (Archivfoto)  © Guido Kirchner/dpa

Am Tönnies-Stammwerk in Rheda-Wiedenbrück haben Hygiene-Experten der Uni Bonn eine neue Filtertechnik der Klimaanlage getestet.

Die Wissenschaftler machten dabei am Montag den von einer Umluftanlage gekühlten Luftstrom in der Zerlegung von Deutschlands größtem Schlachtbetrieb mit Rauch sichtbar. Behördenmitarbeiter begleiteten den Test der Anlage.

Am Wochenende war die neue Technik, mit der eine Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden soll, eingebaut worden. Ein Ergebnis lag nach Angaben des Kreises Gütersloh am Montag noch nicht vor.

Bei Tönnies hatten sich rund 1400 Arbeiter nachweislich mit dem Virus infiziert. Bei der Suche nach der Ursache hatte eine erste Analyse den Verdacht auf die Umluftanlage gelenkt.

Mit deren Hilfe wird die wärmere Atemluft der körperlich hart arbeitenden Beschäftigten abgesaugt, auf 6 bis 10 Grad gekühlt und bislang ohne Filter zurück in die Produktion geführt.

Der Bonner Wissenschaftler Martin Exner hatte die Luftumwälzung in dem noch vorläufig bis zum 17. Juli geschlossenen Werk als einen möglichen Faktor für die Virus-Ausbreitung benannt.

Update, 13. Juli, 14.12 Uhr: Sondersitzung im Landtag zu "Schweine-Stau" nach Schlachthof-Pause

Der "Schweine-Stau" in den Mastbetrieben nach Corona-bedingten Schließungen von Schlachthöfen beschäftigt am Freitag den nordrhein-westfälischen Landtag.

In einer Sondersitzung des Landwirtschaftsausschusses will die SPD-Opposition Antworten von der Landesregierung, was nun mit den Tieren geschehen solle.

Die Landtagsverwaltung bestätigte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf am Montag den außerordentlichen Termin.

Die zunehmende Enge in den Ställen führe dazu, dass das Tierwohl Tausender Schweine immer stärker eingeschränkt werde, hatte die SPD in der vergangenen Woche ihren Antrag begründet.

"Die Landwirte haben Klarheit und Antworten verdient, wie es in den kommenden Wochen weiter gehen soll", forderte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, André Stinka.

Der Engpass spitzt sich zu seit am 20. Juni am Hauptsitz des Branchen-Riesen Tönnies im ostwestfälischen Rheda-Wiedenbrück der Schlachtbetrieb nach massenhaften Corona-Infektionen Beschäftiger stillgelegt worden war.

Update, 13. Juli, 10.38 Uhr: Freiwilligenregister für Corona-Notlage startet

Ein Freiwilligenregister soll in einer Corona-Notlage viele Helfer aus Gesundheitsberufen in Nordrhein-Westfalen mobilisieren. 

Auf einem neuen Internetportal könnten sich Fachkräfte nun registrieren und Unterstützung für einen Corona-Versorgungsengpass anbieten, teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf mit. Der Appell richte sich etwa an Ärzte, Pfleger, medizinische Fachangestellte, aber auch an Verwaltungskräfte aus der Branche.

"Wichtig ist: Mit der Registrierung ist keine Verpflichtung verbunden", unterstrich Laumann. "Es geht zunächst nur um eine grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung."

Der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke, versicherte: "Unsere medizinischen Versorgungsstrukturen in Nordrhein-Westfalen sind aktuell nicht überfordert. Kein Patient muss auf akut notwendige Versorgung warten." Lokale Ausbrüche wie in Coesfeld oder Rheda-Wiedenbrück zeigten aber, dass in den kommenden Monaten immer wieder Unterstützung von freiwilligen medizinischen und pflegerischen Fachkräften vor Ort nötig werden könnte.

Hilfsbereitschaft komme durch das Freiwilligenregister genau da an, wo sie gebraucht werde, betonte auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Hans-Albert Gehle. Es sei wichtig, im Gesundheitswesen zusätzliche Versorgungsstrukturen zu sichern, um auch perspektivisch eine Überlastung des Gesundheits- und Pflegesystems durch die Corona-Pandemie zu verhindern.

Update, 13. Juli, 8.15 Uhr: 99 Prozent weniger Passagiere an NRW-Flughäfen im Mai 2020

Die Folgen der Corona-Krise haben auch an den NRW-Flughäfen deutliche Spuren hinterlassen. Wie das Statistische Landesamt am Montag mitteilte, flogen im Mai 2020 von den sechs größten Airports in NRW insgesamt nur 19.790 Passagiere ab. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 99 Prozent.

Etwa zwei Drittel der Fluggäste reisten ins Ausland.

Update, 13. Juli, 6.07 Uhr: Größere Hochzeitsfeiern wieder möglich

In NRW sind Hochzeiten mit bis zu 150 Gästen wieder erlaubt.
In NRW sind Hochzeiten mit bis zu 150 Gästen wieder erlaubt.  © Uwe Anspach/dpa

Hochzeiten in Nordrhein-Westfalen dürfen trotz Corona wieder in größeren Gesellschaften gefeiert werden: Statt bisher 50 dürfen frisch vermählte Paare mit bis zu 150 Gästen feiern. 

Das ist eine Änderung, die das nordrhein-westfälische Kabinett am Sonntag für die bis zum 11. August verlängerte Coronaschutzverordnung beschlossen hat. Diese neue Regelung gilt demnach auch für andere Feste aus besonderem Anlass wie Jubiläen, Tauf-, Geburtstags- oder Abschlussfeiern, wenn die Kontaktnachverfolgung sichergestellt wird, wie die Landesregierung mitteilte.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) stellte fest: "Die nach wie vor positive landesweite Entwicklung der Zahlen eröffnet uns kleinere Spielräume, die wir für mehr Freiheiten verantwortungsvoll nutzen wollen." 

Er mahnte aber zu Wachsamkeit und verantwortungsvollem Verhalten. Die Pandemie sei noch nicht vorbei. Abstandsgebot, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und die Sicherstellung der Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten seien weiterhin unerlässlich.

Bei Kultur- und sonstigen Veranstaltungen wird der Schwellenwert, ab dem ein Hygienekonzept notwendig ist, von 100 auf 300 Personen angehoben. Die Personenbegrenzung beim Kontaktsport in der Halle wird von zehn auf 30 Personen erhöht. Auch die zulässige Zuschauerzahl wird von 100 auf 300 erhöht.

Änderungen gibt es den Angaben nach auch zur Einreise aus Corona-Risikogebieten: Beschäftigte aus kritischen Infrastrukturen würden nach der Rückreise vom Sommerurlaub oder Verwandtenbesuch aus einem Risikogebiet nicht mehr automatisch von der Quarantänepflicht ausgenommen, sondern nur nach einem negativen Test. Damit werde ausreichenden Testkapazitäten Rechnung getragen.

Minister Laumann erklärte dazu: "Je mehr Freiheiten möglich sind, desto wichtiger ist es, dass wir infizierte Personen so schnell wie möglich durch Testungen erkannt und gegebenenfalls kurze Kontaktbeschränkungen aussprechen werden. Das gilt gerade bei größeren Infektionsrisiken wie dem Aufenthalt in einem Risikogebiet, was gerade jetzt in der Ferienzeit von besonderer Bedeutung ist."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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