Coronavirus in NRW: Köln verschärft die Regeln

Köln – Die NRW-Politik hat mit einer lokalen Corona-Bremse auf Hotspots reagiert. Im Herbst sind aufgrund steigender Infektionszahlen neue Maßnahmen möglich. Wir geben einen Überblick auf die aktuellen Entwicklungen in der Corona-Krise in NRW.

Auch in Köln gab es zuletzt viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus.
Auch in Köln gab es zuletzt viele Neuinfektionen mit dem Coronavirus.  © Oliver Berg/dpa

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben.

Die wichtigsten Änderungen in der neuen Corona-Schutzverordnung vom 1. Oktober findet ihr hier.

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Krasser Rückgang bei Minijobbern in NRW
Nordrhein-Westfalen Krasser Rückgang bei Minijobbern in NRW

Alle Ticker-Meldungen bis zum 23. Mai findest Du hier, alle Corona-Meldungen bis zum 9. Juli 2020 hier.

Update, 9. Oktober, 18.17 Uhr: Laumann empfiehlt Kommunen mehr Kontrollen von Veranstaltungen

Angesichts der stark ansteigenden Corona-Infektionszahlen hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) den Kommunen verstärkte Kontrollen der Corona-Schutzmaßnahmen auch bei privaten Veranstaltungen empfohlen.

Laumann habe sich am Freitag in einer Schalte mit den Krisenstäben des Landes über den Umgang der Kommunen mit den steigenden Infektionszahlen vor Ort informieren lassen, teilte das Ministerium auf Anfrage mit.

Laumann habe dabei die Wichtigkeit der Einhaltung der Coronaschutzverordnung betont. Dies müsse so gut und so oft es gehe kontrolliert werden – gerade bei privaten Veranstaltungen. Den Menschen müsse klar sein, dass Verstöße Konsequenzen nach sich ziehen.

Update, 9. Oktober, 16.30 Uhr: Köln verschärft Corona-Regeln

Angesichts steigender Infektionszahlen verschärft Köln von Samstag an die Corona-Einschränkungen für die Bevölkerung.

Künftig sollen sich höchstens fünf Personen aus verschiedenen Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen - bisher waren es zehn, wie Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) am Freitag sagte.

Im öffentlichen Raum soll zudem abends ab 22.00 Uhr der Konsum von Alkohol verboten sein, an den Wochenenden darf an Hotspots kein Alkohol mehr verkauft werden.

Eine Sperrstunde werde zunächst aber nicht eingeführt, sagte Reker. In Fußgängerzonen gebe es nun eine Maskenpflicht.


Update, 9. Oktober, 14.40 Uhr: Bonner Weihnachtsmarkt abgesagt

Der Bonner Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das hat die Stadt am Freitag bei einem Gespräch mit Bonner Schaustellern bekannt gegeben. Grund dafür sind die steigenden Corona-Infektionszahlen.

Demnach habe die Verwaltung unterschiedliche Optionen geprüft, kam jedoch zu dem Fazit, dass die Einhaltung von Hygieneregeln nicht realistisch ist.

Der Weihnachtsmarkt in der Bonner Innenstadt gilt bei Bürgern aber auch bei Touristen von außerhalb jedes Jahr als beliebtes Ziel.

Update, 9. Oktober, 8.09 Uhr: Kölner Inzidenzzahl am Freitag bei 49,8

Mit Köln und Essen liegen zwei NRW-Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Symbolbild).
Mit Köln und Essen liegen zwei NRW-Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (Symbolbild).  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Mit Köln und Essen liegen zwei nordrhein-westfälische Großstädte in der Corona-Pandemie nur noch ganz knapp unter der wichtige Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Das nordrhein-westfälische Landeszentrum Gesundheit gab den Corona-Wert für Köln am Freitag mit 49,8 an (plus 4,4 im Vergleich zum Vortag), für Essen mit 48,4 (plus 5,0). 

Dafür gab es einen massiven Anstieg in Herne: Die Ruhrgebietsstadt kam auf einen Wert von 56,2 (plus 22,4 im Vergleich zum Vortag) und gilt damit jetzt als Corona-Risikogebiet.

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Landesweit steckten sich 28,6 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit dem Coronavirus an, ein Plus von 1,6 im Vergleich zum Vortag. Nordrhein-Westfalen hat seit Tagen die höchsten Ansteckungsraten aller deutschen Flächenländer.

Die nordrhein-westfälische Corona-Schutzverordnung schreibt vor, dass Kreise und kreisfreie Städte mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche zwingend Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen müssen. 

So bestimmt die Landesregierung unter anderem, dass Feiern außer Haus dann nur noch aus besonderem Anlass und mit höchsten 25 Teilnehmern erlaubt sind.

Update, 9. Oktober, 7.08 Uhr: Videoschalte mit Merkel und NRW-Oberbürgermeistern

Die Corona-Pandemie wird zunehmend zu einem Problem der Großstädte und Ballungszentren in Nordrhein-Westfalen. 

Vier Oberbürgermeister aus NRW nehmen deshalb am Freitag (12.30 Uhr) an einer Videoschalte mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Corona-Lage teil. 

Merkel hat dazu die Rathauschefs der elf größten deutschen Städte eingeladen. Aus NRW sind die Oberbürgermeister von Düsseldorf, Dortmund, Köln und Essen dabei.

Update, 8. Oktober, 19.24 Uhr: Viele Corona-Infektionen: Siegburg schließt seine Schulen

Die Stadt Siegburg bei Bonn hat wegen hoher Corona-Infektionszahlen alle Schüler vorzeitig in die Ferien geschickt. Die Schulen blieben an diesem Freitag geschlossen, schrieb die Verwaltung am Donnerstag auf ihrer Homepage. Für die Schülerinnen und Schüler beginnen die Herbstferien damit einen Tag früher. 

Auch für die Kita-Betreuung gelten Einschränkungen. Zudem empfahl die Verwaltung den Bürgern, im gesamten Stadtgebiet auch draußen eine Maske zu tragen.

In Siegburg hatten sich in den vergangen sieben Tagen 69 Menschen pro 100.000 Einwohner angesteckt. 

Die Warnschwelle liegt bei 50. Der Kreis führt den Anstieg unter anderem auf einen Ausbruch in einer christlichen Gemeinde zurück - für 350 Mitglieder der Gemeinde sei Quarantäne angeordnet worden.

Update, 8. Oktober, 19.22 Uhr: Künftig weniger kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Erzieher

Mitarbeitern von Schulen und Kitas stehen nach den Herbstferien weitere kostenlose Corona-Testmöglichkeiten zur Verfügung - allerdings seltener als bisher. 

Bis zu den Weihnachtsferien können sich Beschäftigte in Schulen und der Kindertagesbetreuung bis zu dreimal auf das Virus testen lassen, teilte die Landesregierung am Donnerstag mit. 

Der Zeitpunkt sei frei wählbar. Bislang hatten Lehrer und Erzieherinnen im neuen Schuljahr alle 14 Tage einen Abstrich machen können.

Insgesamt hätten 241.326 Beschäftigte freiwillig das Angebot wahrgenommen - 153.771 davon an Schulen. Die Positivrate sei mit 0,2 äußert niedrig, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Update, 8. Oktober, 17.27 Uhr: WDR mit Extrasendung wegen steigender Corona-Zahlen

Wegen der steigenden Corona-Fallzahlen sendet der WDR ein "WDR extra" um 20.15 Uhr. Die Moderation übernehmen Catherine Vogel und Martin von Mauschwitz.

Update, 8. Oktober, 17.03 Uhr: Kölner Gesundheitsamt will neue Maßnahmen vorschlagen

Angesichts steigender Corona-Zahlen setzt sich das Gesundheitsamt in Köln mit weiteren Einschränkungen für das öffentliche Leben auseinander.

Die Behörde werde dem Krisenstab der Stadt am Freitag weitere Maßnahmen vorschlagen, erklärte die Kommune am Donnerstag – das gelte vor allem dann, wenn die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten werde.

Dazu gehörten "unter Umständen" weitere Kontaktbeschränkungen in der Öffentlichkeit, mögliche Einschränkungen beim Verkauf von Alkohol oder die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Maske auf Straßen und Plätzen. Ebenfalls sei denkbar, dass die erlaubte Zahl von Gästen bei Veranstaltungen – ob privat oder nicht – weiter zurückgefahren werde.

Update, 8. Oktober, 16.41 Uhr: Essen plant bei Inzidenz über 50 verschärfte Anzeigepflicht

Essen plant für den Fall einer Corona-Inzidenzzahl von mehr als 50 eine verschärfte Anzeigepflicht für Feiern im öffentlichen Raum: Die Feiern sollten bereits ab elf Teilnehmern angemeldet werden, teilte die Stadt mit.

Andere Kommunen mit einer Corona-Inzidenz jenseits von 50 hatten eine Meldepflicht ab 25 Teilnehmern verhängt. Teilnehmen dürfen an angemeldeten Feiern nach der geplanten Essener Allgemeinverfügung höchstes 25 Menschen.

Ausnahmen würden nicht genehmigt. Bei den Kontrollen solle die Polizei den Ordnungsamtsmitarbeitern Amtshilfe leisten. Abstimmungen dazu habe es bereits gegeben, teilte die Stadt am Donnerstag auf Anfrage mit.

Update, 8. Oktober, 15.46 Uhr: Ansturm auf Corona-Testzentren bleibt vorerst aus

Vor Beginn der Herbstferien ist ein Ansturm auf die Corona-Testzentren und Praxen in Nordrhein-Westfalen bislang ausgeblieben.

Vereinzelt gab es nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen in Orten mit hohen Infektionszahlen Wartezeiten. So sei eine Corona-Test-Station in Remscheid am Donnerstag von vielen Menschen besucht worden, berichtete ein dpa-Reporter.

In der ersten Tageshälfte standen durchgängig zwischen 30 bis 40 Menschen für einen Abstrich in der Schlange und nahmen Wartezeiten von mehr als einer Stunde in Kauf.

Allerdings sei eine seriöse Prognose für die nächsten Tage nicht möglich, sagte Christopher Schneider von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein.

Ähnlich äußerte sich die KV Westfalen-Lippen, die Testzentren an den Flughäfen in Dortmund, Münster/Osnabrück und Paderborn betreibt. Es bleibe vorerst bei den derzeitigen Kapazitäten, teilte eine Sprecherin mit.

Update, 8. Oktober, 14.50 Uhr: Merkel will mit Oberhäuptern von großen NRW-Städten über Corona beraten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Video-Konferenz mit Oberbürgermeistern aus NRW teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an einer Video-Konferenz mit Oberbürgermeistern aus NRW teil.  © Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Angesichts stark gestiegener Corona-Zahlen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auch mit Oberbürgermeistern aus Nordrhein-Westfalen über die Lage beraten.

Merkel werde an diesem Freitag an einer Videokonferenz mit Oberbürgermeistern und Bürgermeistern von elf Städten in Deutschland teilnehmen, die derzeit hohe 7-Tage-Inzidenzen von Corona-Neuinfektionen meldeten, teilte ein Regierungssprecher am Donnerstag in Berlin mit.

Die Kanzlerin werde sich über die Corona-Lage und die vor Ort eingeleiteten Maßnahmen informieren.

Nach Spiegel-Informationen nehmen aus NRW die Rathauschefs von Köln, Düsseldorf, Dortmund und Essen teil, aus anderen Bundesländern sind Berlin, Hamburg, Bremen, München, Frankfurt am Main, Leipzig und Stuttgart vertreten. Auch der Sprecher des Hamburger Senats bestätigte die geplante Schaltkonferenz.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Eindämmung der Infektionen vor allem in den Städten als Schlüssel im Kampf gegen Corona. "Die Pandemie wird in den Metropolen entschieden", sagte der studierte Mediziner am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin.

Update, 8. Oktober, 14.45 Uhr: Keine Corona-Meldepflicht bei Kurztrips nach Venlo oder Roermond

Besucher von grenznahen Einkaufszielen wie Roermond oder Venlo müssen bei der Rückfahrt nach Deutschland keinen negativen Corona-Test vorweisen oder in Quarantäne. Das geht aus der seit dem 7. Oktober 2020 gültigen Einreiseverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen hervor.

Das Auswärtige Amt hatte am Mittwoch auch die Region Limburg in der Nachbarschaft zu Nordrhein-Westfalen zum Corona-Risikogebiet erklärt. In dem Gebiet liegen die Städte Roermond mit einem beliebten Outlet-Center sowie Venlo, wo viele Deutsche in Supermärkten einkaufen.

Laut der in NRW gültigen Einreiseverordnung sind Personen, die sich weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufhalten von der Meldepflicht wegen möglicher Corona-Infektionen ausgenommen.

In den Niederlanden wird der für ein Risikogebiet entscheidende Grenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen nur mit Ausnahme von Zeeland in allen Provinzen erreicht. Aber auch in Zeeland sei ein erhöhtes Infektionsgeschehen zu beobachten, vermeldet das Auswärtige Amt.

Update, 8. Oktober, 14.29 Uhr: Deutlich mehr Patienten mit Covid-19 in NRW-Krankenhäusern

Die stark steigenden Coronavirus-Infektionen machen sich in NRW-Krankenhäusern bemerkbar. (Symboldbild)
Die stark steigenden Coronavirus-Infektionen machen sich in NRW-Krankenhäusern bemerkbar. (Symboldbild)  © Jonas Güttler/dpa

Die stark steigenden Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus machen sich auch auf den Intensivstationen der Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen bemerkbar. Die Kliniken sind allerdings noch weit entfernt von ihrer Kapazitätsgrenze.

Nach Angaben der NRW-Landesregierung wurden am Donnerstag 535 Covid-19-Patienten in Kliniken behandelt – vor einem Monat waren es nur 190. 136 Patienten lagen auf der Intensivstation, 75 von ihnen mussten beatmet werden.

Die Kliniken sind nach Angaben der Landesregierung allerdings gerüstet, um im Notfall noch deutlich mehr Patienten zu behandeln. Aktuell gebe es 5721 Intensivbetten, in denen die Patienten auch beatmet werden könnten, 1395 davon seien im Moment nicht belegt.

Beim bisherigen Höhepunkt der Pandemie Mitte April waren in den NRW-Krankenhäusern zeitweise mehr als 2000 Corona-Patienten gleichzeitig behandelt worden, knapp 600 mussten in der Spitze beatmet werden.

Die landesweite Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen war in Nordrhein-Westfalen am Donnerstag auf 27,0 geklettert – das ist der höchste Wert aller deutschen Flächenländer. In mehreren Kreisen und kreisfreien Städten lag dieser Wert sogar über der wichtigen Grenze von 50, ab der eine Region als Corona-Risikogebiet gilt.

Update, 8. Oktober, 14.20 Uhr: Kölner Krisenstab tagt am Freitag

In Berlin gilt wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionen ab Samstag eine nächtliche Sperrstunde – im ebenfalls partyerprobten Köln wird sich am Freitag der Krisenstab mit derartigen Fragestellungen beschäftigen.

"All das fließt morgen in die Sitzung des Krisenstabes ein", sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag. Wenn es an den bestehenden Maßnahmen Änderungsbedarf geben sollte, würden diese dort entschieden.

In Köln ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche zuletzt immer weiter angestiegen. Am Donnerstag lag sie nach Angaben der Stadt mit 45,4 nicht mehr weit entfernt von der kritischen Marke 50.

Ab dieser müssen Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Köln hatte zuletzt bereits erste Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurden Veranstaltungen mit "vornehmlich geselligem Charakter" – etwa Hochzeiten, Taufen und Geburtstage – auf 50 Personen begrenzt.

Update, 8. Oktober, 13 Uhr: Corona-Infektionskennziffer auch in Aachen über 50

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche ist auch in Aachen über die entscheidende Schwelle von 50 gestiegen. 

In der rund 257.000 Einwohner zählenden Großstadt liege die Kennziffer aktuell bei 50,2. 138 aktive Fälle seien zu verzeichnen, teilte der gemeinsame Krisenstab von Stadt und Städteregion Aachen am Donnerstagvormittag mit. 

Damit träten zahlreiche Maßnahmen in Kraft: Feiern mit mehr als 25 Teilnehmern sind genehmigungspflichtig. Die Gästezahl darf 50 nicht überschreiten. Zuvor hatte bereits Hagen und Wuppertal die kritische Grenze überschritten. 

Für die gesamte Städteregion Aachen einschließlich umliegender Städte wie Eschweiler, Monschau, Stolberg und Würselen beträgt die Sieben-Tage-Kennzahl 38,1.

Update, 8. Oktober, 11.40 Uhr: Corona-Passagierflaute setzt Nordrhein-Westfalens Flughäfen weiter zu

Wegen der Corona-Krise verzeichnen Nordrhein-Westfalens Flughäfen weiterhin viel weniger Passagiere als früher. 

Im August flogen rund 600.000 Passagiere von den sechs größten NRW-Airports ab, wie das Landesstatistikamt in Düsseldorf am Donnerstag mitteilte. 

Das waren rund 72 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, als es noch 2,1 Millionen waren. Es ging um die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund, Münster/Osnabrück, Niederrhein (Weeze) und Paderborn/Lippstadt. Die wichtigsten Reiseziele blieben Spanien und die Türkei. 

Die Zahl der Passagiere in Fliegern, die in NRW starteten und Länder außerhalb Europas ansteuerten, brach der Statistik zufolge sogar um rund 96 Prozent ein.

Update, 8. Oktober, 8.45 Uhr: Infektionskennziffer auch in Hagen und Wuppertal über 50

Auch in Hagen und Wuppertal ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche über die entscheidende Schwelle von 50 gestiegen. 

Nach der jüngsten Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) betrug am Donnerstag der Wert im etwa 190 000 Einwohner zählenden Hagen 56,2. 

Die über 360.000 Einwohner zählende Stadt Wuppertal teilte zudem auf ihrer Internetseite mit, dass mit Stand Mittwochabend der Wert von 50 überschritten wurde.

Update, 8. Oktober, 7.18 Uhr: Frauen sind Verliererinnen der Corona-Pandemie, fürchtet Alice Schwarzer

Feministin Alice Schwarzer befürchtet, dass Frauen als große Verliererinnen aus der Corona-Pandemie hervorgehen.
Feministin Alice Schwarzer befürchtet, dass Frauen als große Verliererinnen aus der Corona-Pandemie hervorgehen.  © Henning Kaiser/dpa

Feministin Alice Schwarzer befürchtet, dass Frauen als große Verliererinnen aus der Corona-Pandemie hervorgehen. Eine "Retraditionalisierung der Geschlechterrollen" sei bereits in vollem Gange, sagte die bundesweit bekannteste Frauenrechtlerin der Deutschen Presse-Agentur. 

Die sogenannten Frauenberufe müssten aufgewertet werden. "Und zwar nicht mit guten Worten, sondern mit mehr Geld." Es brauche mehr Krippen, Kitas, Ganztagsschulen.

Frauen sollten "nicht länger verdummt, sondern aufgeklärt werden über die Gefahren der sogenannten Familienpause und der Teilzeitarbeit", forderte die Journalistin und Buchautorin, die am Donnerstag "Lebenswerk" als zweiten Teil ihrer Autobiografie veröffentlichte - nach "Lebenslauf" 2011.

"Vor allem müssen auch die Frauen selber endlich konsequent sein und auf einer gerechten Teilung der Familienarbeit zwischen ihnen und ihren Männern bestehen – statt aus Angst vor Liebesverlust den Mund zu halten."

Mit Blick auf die von ihr angestrebte Ächtung der Prostitution zeigte sie sich wenig optimistisch, dass Corona mit den Kontaktauflagen hier vieles bewegen werde. "Wir leben leider in einem Land, in dem Prostitution als 'Beruf wie jeder andere' gilt." 

Mindestens 95 Prozent der geschätzten 200.000 bis 400.000 Prostituierten in Deutschland stammten aus den ärmsten Ländern in Osteuropa, könnten oft kein Wort Deutsch und würden von Menschenhändlern und Zuhältern als "Frischfleisch" von Bordell zu Bordell verfrachtet, meinte Schwarzer. 

"Wir reden hier nicht von Moral, wir reden von Menschenwürde."

Update, 7. Oktober, 20.35 Uhr: Hotels in Bayern für Urlauber aus Hamm und Remscheid tabu

In Bayern gilt ab diesen Donnerstag ein Beherbergungsverbot für Reisende aus den NRW-Städten Hamm und Remscheid sowie aus vier Berliner Bezirken und aus Bremen.  

Diese Liste werde noch am Abend im Bayerischen Ministerialblatt veröffentlicht, hieß es aus dem Gesundheitsministerium in München. Wer aus einem der innerdeutschen Corona-Hotspots einreist und einen negativen Corona-Test vorweisen kann, ist aber weiter willkommen.

Das Beherbergungsverbot richte sich nicht ausschließlich nach der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, es handle sich vielmehr um Einzelfallentscheidungen auf Grundlage auch anderer Aspekte, hieß es. Die "Risikogebiete" sollen regelmäßig aktualisiert werden - in welchen Abständen, ist noch offen.

Update, 7. Oktober, 19 Uhr: Zunächst kein Beherbergungsverbot in NRW

IN NRW wird es vorerst kein Beherbergungsverbot für Urlauber aus deutschen Risikogebieten geben.
IN NRW wird es vorerst kein Beherbergungsverbot für Urlauber aus deutschen Risikogebieten geben.  © Jonas Klüter/dpa

In Nordrhein-Westfalen sind vorerst keine Beherbergungsverbote für Urlauber aus innerdeutschen Corona-Hotspots in Kraft. 

"Es gibt keinen Automatismus", sagte am Mittwoch der Chef der NRW-Staatskanzlei, Nathanael Liminski (CDU). Dieses Instrument könne genutzt werden, wenn das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium bestimmte Regionen entsprechend ausweise. Dafür müsse es ein "anhaltend diffuses Infektionsgeschehen geben". Die Corona-Schutzverordnung des Landes sehe diese Möglichkeit seit Juli vor.

Liminski zufolge könne man von einem Beherbergungsverbot verschont bleiben, wenn man einen negativen Corona-Test vorweisen könne. Zudem betonte er, dass die Regelung nur für touristische Reisen gelte - nicht für beruflich oder familiär notwendige.

Zuvor hatten sich die Bundesländer bei einer Schaltkonferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder mit Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) auf ein Beherbergungsverbot für Reisende aus Risikogebieten geeinigt. Nach teils unterschiedlichen Regelungen sollte es dabei um einen einheitlichen Rahmen gehen. 

NRW ist nicht prinzipiell gegen ein Beherbergungsverbot, wendet es aber noch nicht an.

Update, 7. Oktober, 15.41 Uhr: Über 500 Corona-Infizierte in Köln

Mit Stand Dienstag, 6. Oktober 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 5449. (Vortag 5.377) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 39,6.


73 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 20 auf der Intensivstation. 

Aktuell sind 502 Kölnerinnen und Kölner mit dem Corona-Virus infiziert.

Update, 7. Oktober, 15.12 Uhr: NRW setzt auf strengere Kontrollen

Vor dem Hintergrund weiter steigender Corona-Neuinfektionen plant das Land Nordrhein-Westfalen derzeit keine weiteren Verschärfungen bei den Schutzmaßnahmen. 

Statt neuer sollen die derzeitigen Regelungen stärker durchgesetzt werden, wie eine Sprecherin des NRW-Gesundheitsministeriums sagte. "Die Landesregierung beobachtet das Infektionsgeschehen fortlaufend und befindet sich mit den besonders betroffenen Kommunen im Austausch", teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - so viele wie zuletzt Mitte April. 

Damit steht NRW nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) an der Spitze aller deutschen Flächenländer. 

Besonders betroffen war nach offiziellen Zahlen des RKI vom Mittwoch weiterhin die Stadt Hamm, die mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze stand.

Update, 7. Oktober, 9.15 Uhr: Wieder mehr Corona-Ansteckungen in NRW

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in NRW weiter an.
Die Zahl der Corona-Infizierten steigt in NRW weiter an.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen nimmt weiter deutlich zu. Am Mittwoch meldete das Landeszentrum Gesundheit landesweit 25,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – so viele wie zuletzt Mitte April.

Unter den Kreisen und kreisfreien Städten im Land hat inzwischen fast jede fünfte (10 von 53) die Vorwarnstufe von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Ab diesem Wert gelten in NRW bereits Einschränkungen etwa für private Feiern, Fußball-Bundesligaspiele müssen ohne Zuschauer stattfinden.

Besonders betroffen war nach offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts vom Mittwoch weiterhin die Stadt Hamm, die mit 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche auch bundesweit weiterhin an der Spitze stand.

Auch Remscheid lag mit einem Wert von 61,3 weiterhin über der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Ab diesem Wert müssen die Behörden in NRW zwingend weitergehende Einschränkungen für das öffentliche Leben erlassen.

Knapp unter dieser Grenze lagen Solingen und Hagen (beide 47,7). Dahinter folgten Gelsenkirchen (43,0), Wuppertal (42,6), Duisburg (42,1), Essen (39,6), Köln (39,6) und Leverkusen (38,5).

Update, 6. Oktober, 16.55 Uhr: Düsseldorfer Flughafen plant Stellenabbau wegen Corona-Krise

Der Flughafen in Düsseldorf hat mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen.
Der Flughafen in Düsseldorf hat mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen.

Der Düsseldorfer Flughafen rechnet angesichts der Corona-Krise nur mit einem langsamen Wiederanstieg der Passagierzahlen und plant deshalb einen deutlichen Stellenabbau. Flughafenchef Thomas Schnalke sagte am Dienstag, der Airport müsse seine operativen Kosten einschließlich der Personalaufwendungen um rund 15 Prozent oder 50 Millionen Euro reduzieren, um in Zukunft ein wirtschaftlich stabiles Fundament zu haben. 

Wie viele der derzeit noch 2300 Stellen dadurch gefährdet sind, sagte er allerdings nicht. Genaue Pläne sollen erst im Dezember vorliegen.

Der Flughafen wolle den Stellenabbau sozialverträglich durchführen und plane dazu auch Abfindungsangebote, sagte Schnalke. Doch schloss er betriebsbedingte Kündigungen nicht aus.

Nordrhein-Westfalens größter Flughafen leidet wie die gesamte Luftfahrtbranche unter den Auswirkungen der Pandemie. Derzeit verzeichne der Airport gerade einmal 30 Prozent des Verkehrsvolumens und sogar nur 20 Prozent des Passagieraufkommens des Vorjahres. "Das ist weit davon entfernt, womit ein Flughafen wirtschaftlich betrieben werden kann", sagte Schnalke. Die aktuellen monatlichen Verluste des Airports bezifferte er auf 20 bis 30 Millionen Euro. Rund die Hälfte der Mitarbeiter sei noch in Kurzarbeit.

Mit einer schnellen Besserung der Situation rechnet Schnalke nicht. Ein signifikanter Anstieg der Passagierzahlen sei wohl frühestens in den nächsten Sommerferien zu erwarten. Und das Niveau des Vorkrisen-Jahres 2019 werde wohl erst im Jahr 2025 wieder erreicht werden, prognostizierte er. 

Update, 6. Oktober, 16.50 Uhr: Polizei und Ordnungsamt lösen Hochzeit mit 380 Gästen auf

Das Dortmunder Ordnungsamt hat mit Hilfe der Polizei eine Großhochzeit mit 380 Gästen aufgelöst. 

"Auch aus bauordnungsrechtlichen Gründen wurde eine weitere Nutzung des Festsaals untersagt", teilten die Behörden am Dienstag zu dem Einsatz am Samstagabend mit. Demnach wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen, weil sich einige Gäste aggressiv verhalten hatten. Erlaubt wären 150 Gäste gewesen.

Polizeipräsident Gregor Lange appellierte an Festveranstalter und Gäste, die Vorschriften einzuhalten: "Unter großen Anstrengungen mit weitreichenden Folgen für Familie und Beruf haben wir im Frühjahr die Infektionszahlen in den Griff bekommen. Diesen mit viel Verzicht und Disziplin erreichten Erfolg dürfen wir nicht aufs Spiel setzen."

Update, 6. Oktober, 16.22 Uhr: 102 Corona-Infizierte in Bonn

Aktuell sind 102 Personen in Bonn nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Dies teilte die Stadt Bonn mit.

In den vergangenen sieben Tagen seien in Bonn 95 Neuinfektionen registriert worden, die Rate der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liegt damit bei knapp über 29.

Update, 6. Oktober, 16.20 Uhr: Hohe Corona-Fallzahlen in Köln

Fußgänger in der Kölner Schildergasse.
Fußgänger in der Kölner Schildergasse.

Mit Stand Dienstag, 6. Oktober 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 481 Corona-Infizierte. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 38,6. Sie liegt damit über dem kritischen Wert von 35. Ab diesem Wert gelten strengere Corona-Regeln.

70 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 17 auf der Intensivstation, teilte die Stadt Köln mit.

Das Spiel der Nationalmannschaft gegen die Türkei am Mittwoch in Köln wird aufgrund der hohen Inzidenzzahl vor maximal 300 Zuschauern ausgetragen.


Update, 6. Oktober, 15.15 Uhr: Busfahrer forderte zu Maskenverzicht auf und wird vorerst freigestellt

Ein Busfahrer hat vergangene Woche auf der Fahrt von Werne nach Lünen die Fahrgäste aufgefordert, ihre Mund-Nasen-Bedeckungen abzulegen. 

Das bestätigte eine Sprecherin von Keolis Deutschland am Dienstag. Der Bus war als Schienenersatzverkehr der Eurobahn zwischen Münster und Lünen unterwegs. Die Motive des Mannes seien völlig unklar, sagte die Sprecherin. Jedenfalls sei sein Verhalten absolut inakzeptabel. Er werde aktuell nicht mehr eingesetzt.

Der Mann fuhr demnach im Auftrag eines Busunternehmens, das Keolis für den Schienenersatzverkehr engagiert hat. Das habe bisher hervorragend geklappt, sagte die Sprecherin. Der Schienenersatzverkehr läuft bereits seit gut zehn Monaten, Ende Oktober soll die Bahnstrecke wieder freigegeben werden. 

Der Fahrer sei neu bei dem Busunternehmen gewesen. Nähere Angaben zu dem beauftragten Busunternehmen oder dem Fahrer wollte die Sprecherin nicht machen. Zunächst hatte der WDR berichtet.

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen erheben mittlerweile fast alle Bundesländer Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht. In Nordrhein-Westfalen sind im öffentlichen Nahverkehr 150 Euro fällig.

Update, 6. Oktober, 11.36 Uhr: Laschet gegen Heils Homeoffice-Pläne

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ist gegen den von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) vorgeschlagenen Rechtsanspruch auf Homeoffice. "Ich finde, es hilft nicht", sagte der stellvertretende CDU-Vorsitzende am Dienstag in Berlin. 

Eine derart starre Regelung für alle Unternehmen sei "eher ein Zubau an Bürokratie als ein Abbau".

Am Wochenende war bekannt geworden, dass Heil jedem Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf 24 Tage Homeoffice im Jahr einräumen möchte, was innerhalb der Regierungskoalition jedoch für Unmut sorgt. 

Laschet erklärte, manche Unternehmen seien schon weiter, während in anderen Bereichen Präsenz erforderlich sei. "Das können Sie nicht per Bundesgesetz festlegen."

Update, 6. Oktober, 10.25 Uhr: AfD im NRW-Landtag fordert Corona-Untersuchungsausschuss

Den Antrag wolle die Fraktion am Donnerstag im Plenum einbringen, teilte AfD-Fraktionschef Markus Wagner am Dienstag mit (Archivbild).
Den Antrag wolle die Fraktion am Donnerstag im Plenum einbringen, teilte AfD-Fraktionschef Markus Wagner am Dienstag mit (Archivbild).

Die AfD im nordrhein-westfälischen Landtag fordert die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Corona-Schutzmaßnahmen der Landesregierung auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüfen soll. 

Den Antrag wolle die Fraktion am Donnerstag im Plenum einbringen, teilte AfD-Fraktionschef Markus Wagner am Dienstag mit. 

Die Frage sei, ob die Regierungsparteien CDU und FDP ihre Entscheidungen "stets besonnen, verantwortungsbewusst, ausgewogen und auf Basis gesicherter Faktenlage" getroffen hätten. 

"Oder haben sie vielfach von Emotionen, Ängsten, medialem Druck und der Versuchung, unter dem Deckmantel des Gesundheitsschutzes mehr Kontrolle ausüben zu können, leiten lassen?"

Die Chancen, dass der Landtag einen Corona-Ausschuss einsetzt, dürften gering sein. Untersuchungsausschüsse müssen von mindestens einem Fünftel der Landtagsabgeordneten beantragt werden. Das sind mindestens 40 der 199 Parlamentarier. Die AfD als kleinste Fraktion hat nur 13 Abgeordnete.

Im Antrag der Fraktion heißt es, die schwarz-gelbe Landesregierung habe zur Eindämmung des Virus "neben vielen Einschränkungen der Grundrechte auch ökonomisch, sozial und gesundheitlich verheerende Konsequenzen" in Kauf genommen, "deren Auswirkungen auch zukünftig noch lange Nachwirkungen bedingen werden". 

Die Forderung nach einem Corona-Untersuchungsausschuss ist laut AfD nicht notwendigerweise als Misstrauensantrag zu verstehen, aber er sichere die parlamentarische Kontrolle über "Maßnahmen, die von vielen Menschen als willkürlich oder zumindest überreagierend angesehen werden".

Update, 6. Oktober, 9.15 Uhr: Corona-Grenzwert überschritten: Wuppertal untersagt Martinsumzüge

Die Stadt Wuppertal hat nach dem Überschreiten der ersten wichtigen Infektions-Kennzahl vorerst Martinsumzüge untersagt. Zudem werden private Feiern, Hochzeiten und Beerdigungen auf 50 Teilnehmer begrenzt, hieß es am Dienstag. Kinder und Jugendliche an weiterführenden Schulen müssen auch am Platz wieder Maske tragen.

Für Martinsumzüge - die in der Regel rund um den 11. November stattfinden - gibt es derweil aber noch Hoffnung: Die in Kraft getretene Allgemeinverfügung gilt zunächst, bis der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert fünf Tage lang unter 35 liegt. Laut Robert Koch-Institut lag die Zahl der binnen sieben Tagen Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner am Dienstag bei 42,6.

Die Stadtverwaltung macht eine "gewisse Sorglosigkeit, zu Teilen auch Verantwortungslosigkeit" für den Anstieg der Neuinfektionen verantwortlich. So hätten zum Beispiel Jugendliche unbekümmert eine Garagenparty gefeiert und danach das Virus an unterschiedliche Schulen im Stadtgebiet getragen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung.

Update, 6. Oktober, 7.25 Uhr: Keine Quarantäne für Reisende aus inländischen Risikogebieten

Wer aus einem inländischen Corona-Risikogebiet nach Nordrhein-Westfalen reist, muss im bevölkerungsreichsten Bundesland nicht in Quarantäne gehen.

"Städte oder Kreise innerhalb Deutschlands, die hohe Inzidenzen aufweisen werden als 'besonders betroffene Gebiete' kategorisiert. Diese Kategorisierung bedeutet primär keine Einschränkungen für Reisende aus oder in diese Städte/Regionen", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums der Rheinischen Post und der Deutschen Presse-Agentur.

In NRW liegen die Städte Hamm und Remscheid über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Update, 6. Oktober, 6.50 Uhr: Party-Anträge beschäftigen Behörden

Private Feiern müssen ab einer bestimmten Größe dem Ordnungsamt gemeldet werden. (Symbolbild)
Private Feiern müssen ab einer bestimmten Größe dem Ordnungsamt gemeldet werden. (Symbolbild)

Nach der Einführung einer Anmeldepflicht für größere Feiern in der Corona-Krise ist in vielen Ordnungsämtern der Beratungsbedarf hoch. "Die Menschen sind verunsichert und haben ein Bedürfnis nach Planungssicherheit", sagte ein Sprecher der Stadt Bielefeld. Hier befasse sich gerade eine Fachkraft mit Anfragen allein zu Privatfeiern.

Die Stadt Düsseldorf hat eigens eine Hotline für die vielen Fragen rund um die Anzeigepflicht von Privatfeiern eingerichtet. Kritik aus der Ordnungsbehörde kam an der kurzen Vorlaufzeit für Bürger und Behörden, sich auf die neue Regelungen einzustellen. Knapp 50 Feiern wurden bislang angemeldet, über 150 Anfragen beantwortet.

Auch bei der Bürgerhotline der Stadt Köln ist nach Angaben eines Stadtsprechers der Beratungsbedarf in der Frage spürbar. In der Großstadt gingen bislang mehr als 110 Anmeldungen für Feiern ein, die mehr als 50 Gäste erwarten, auch Partys mit geringerer Gästeanzahl seien angezeigt worden.

Private Feiern zu Anlässen wie Hochzeiten oder runden Geburtstagen mit mehr als 50 Gästen müssen künftig den Behörden gemeldet werden. Das gilt jedoch in der Regel nur für Feiern außerhalb des privaten Bereichs, etwa in Gaststätten.

Die Feiern müssen mindestens drei Werktage vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden. Auch eine Gästeliste muss geführt werden.

Steigt in einer Stadt die Zahl der Neuinfektionen stark an, wird die Teilnehmerzahl auf 50 begrenzt. Maßgeblich ist der sogenannte 7-Tages-Wert am Tag vor der Feier – er darf nicht höher als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen liegen.

In Remscheid beispielsweise sind aus diesem Grund inzwischen Feiern vom mehr als 25 Personen genehmigungspflichtig. "Das führt bei uns zu einem lebhaften Aufkommen an Anmeldungen", sagte Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann. Mehr als 185 Feste wurden angemeldet, bislang mehr als 20 abgesagt, weil sie nicht den Regeln entsprachen.

"Wir prüfen genau, ob ein herausragender Anlass besteht", sagte Beckmann. Dazu zähle etwa eine Hochzeit, aber nicht unbedingt eine Verlobungsfeier.

Update, 5. Oktober, 17.55 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 38,8

Am Montagnachmittag gab die Stadt Köln die aktuellen Corona-Zahlen bekannt. Demnach gibt es insgesamt 5328 Corona-Fälle und damit 51 mehr als am Sonntag. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mit 38,8 weiterhin über der "Warnmarke" von 35.

Derzeit befinden sich 70 Personen mit Corona im Krankenhaus, davon 19 auf der Intensivstation. Die Zahl der Todesopfer stieg um zwei auf 123. Zwei Frauen (48, 86) sind verstorben.

Aktuell sind 410 Kölner mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 5. Oktober, 16.43 Uhr: Solingen verzeichnet sprunghaften Anstieg der Corona-Zahlen

Die Stadt Solingen hat am Wochenende einen sprunghaften Anstieg bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet. 

Seit Freitag wurden 40 neue Infektionen bekannt. Der wichtige Sieben-Tage-Wert stieg bis Montagmittag auf 46,6, wie die Stadt mitteilte. Das bedeutet, dass in den vergangenen sieben Tagen den Gesundheitsbehörden fast 47 neue Infektionen pro 100 000 Einwohner bekannt geworden sind. Solingen hat gut 163.000 Einwohner.

Es gebe keinen größeren einzelnen Hotspot, hieß es. Vielmehr verteile sich das Geschehen auf diverse Einzelfälle, vor allem verschiedene private Feiern. Aber auch in Schulen seien weitere Fälle aufgetreten, ebenso in Gastronomie- und Gewerbebetrieben. 

Das Gesundheitsamt recherchiere derzeit mehrere hundert Kontakte, um das Infektionsgeschehen einzugrenzen und gegebenenfalls Quarantänen auszusprechen.

In Solingen gilt bereits die Regel, dass bei privaten Feiern außerhalb der Wohnung höchstens 50 Teilnehmer erlaubt sind. Bei weiter steigenden Infektionszahlen seien auch weitergehende Einschränkungen möglich, betonte die Stadt.

Update, 5. Oktober, 16.10 Uhr: Höxter erlässt Maskenpflicht für alle Wochen- und andere Märkte

In Höxter gilt nun auch auf Märkten eine Maskenpflicht.
In Höxter gilt nun auch auf Märkten eine Maskenpflicht.  © Kay Nietfeld/dpa

Auf den Märkten in der Stadt Höxter müssen die Bürger ab sofort immer eine Maske tragen. Unter die Regelung fallen unter anderem der Wochenmarkt sowie Jahrmärkte in der 29.000-Einwohner-Stadt im gleichnamigen Kreis. 

Anlass ist nach Angaben der Stadt vom Montag die Neufassung der Coronaschutzverordnung NRW, die das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung nur noch an den Marktständen und in Warteschlangen vorschreibt.

Auf den Märkten in Höxter könne das Abstandsgebot jedoch durch enge Straßenführung und die Konzentration der Marktstände häufig nicht sicher eingehalten werden. Daher werde das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durch eine Allgemeinverfügung verpflichtend angeordnet. 

Ausnahmen gelten nur für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können.

Update, 5. Oktober, 14.02 Uhr: "Corona-Bremse" greift auch in Essen

Auch in Essen hat der wichtige Sieben-Tage-Wert am Wochenende die 35er-Schwelle überschritten. 

Wie die Stadt am Montag mitteilte, wurden vom 28. September bis einschließlich 4. Oktober 39,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. Damit greift die landesweit gültige sogenannte Corona-Bremse. Sie sieht vor, dass bei einer Wocheninzidenz von mehr als 35 an privaten Feiern außerhalb einer Wohnung nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen dürfen - anstatt 150. 

Außerdem müssen die betroffenen Kommunen weitere konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens mit übergeordneten Behörden abstimmen. Das RKI hatte am Montagmorgen aufgrund unterschiedlicher Meldezeiten für Essen noch einen Wochenwert von 24,9 ausgewiesen.

Laut RKI lagen am Montag auch Köln (38,8), Leverkusen (38,5), Duisburg (41,3) und Solingen (39,5) oberhalb der 35er-Grenze. In Remscheid (61,3) und Hamm (88,2) lag die Kennzahl weiter jenseits der zweiten wichtigen Stufe von 50. In beiden Städten gelten bereits seit längerem strengere Vorgaben unter anderem für private Feiern.

Update, 5. Oktober, 9.52 Uhr: Solingen überschreitet Neuinfektions-Kennzahl

In Solingen ist die erste wichtige Kennzahl bei Corona-Infektionen überschritten worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Neuinfizierten auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen am Montag bei 39,5. 

Ab der Zahl 35 müssen die Kommunen erste Maßnahmen einleiten. Welche das in Solingen sind, blieb zunächst offen. Am Freitag hatte die Stadt selbst noch die Zahl 25,2 gemeldet.

Auch Köln (38,8), Leverkusen (38,5) und Duisburg (41,3) lagen am Montag laut RKI-Statistik weiter oberhalb der 35er-Grenze. In Remscheid (61,3) und Hamm (88,2) lag die Kennzahl weiter jenseits der zweiten wichtigen Stufe von 50. 

In beiden Städten gelten bereits seit längerem strengere Vorgaben unter anderem für private Feiern.

Update, 4. Oktober, 13.23 Uhr: NRW-Firmen streichen Weihnachtsfeiern

Die Gastronomie in NRW erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden (Symbolbild).
Die Gastronomie in NRW erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden (Symbolbild).  © Jörg Carstensen/dpa

Die Gastronomie in Nordrhein-Westfalen erwartet am Jahresende deutliche Umsatzrückgänge, weil wegen der Corona-Pandemie zahlreiche Weihnachtsfeiern gestrichen werden. 

"Nach einer stichprobenartigen Umfrage bei Gastwirten und Caterern fallen 80 bis 90 Prozent der Feiern aus", sagte Dehoga-NRW-Sprecher Thorsten Hellwig der dpa. "Das sind mehr als empfindliche Einbußen." 

Beziffern konnte Hellwig das Umsatzvolumen durch Weihnachtsfeiern nicht - angesichts von über 44.000 Gaststätten, davon 5200 Kantinen und Caterer in Nordrhein-Westfalen, dürfte es sich aber um Millionen handeln.

Das Geschäft zum Jahresende mit Gänseessen, Weihnachts- und Silvesterfeiern spielt für die Branche laut Hellwig eine wichtige Rolle. 

Die Feiern würden in der Regel frühzeitig geplant; in diesem Jahr sei das aber unmöglich, denn wenn die Coronazahlen am Veranstaltungsort zu hoch steigen, müssten Teilnehmerzahlen teils deutlich reduziert oder Veranstaltungen abgesagt werden. 

Ab 50 Infektionen auf 100.000 Menschen in den letzten sieben Tagen sind nach der aktuellen Coronaschutzverordnung nur noch 25 Teilnehmer bei Feiern erlaubt.

Update, 4. Oktober, 8.45 Uhr: Mehr als 18.000 Schüler zwischenzeitlich in Quarantäne

Zweieinhalb Wochen vor Beginn der Herbstferien haben sich zwischenzeitlich mehr als 18.000 Schüler und 1700 Lehrer in Nordrhein-Westfalen coronabedingt in Quarantäne befunden. 

Das geht aus den jüngsten Zahlen des NRW-Schulministeriums zum Stichtag 24. September hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. 

Am Präsenzunterricht in den Schulen konnten hingegen zu dem Zeitpunkt deutlich mehr als 2 Millionen Schülerinnen und Schüler teilnehmen.

Der Statistik zufolge waren im Detail 18.149 Schüler beziehungsweise 0,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Bei rund 0,03 Prozent wurde eine Corona-Infektion bestätigt, hieß es ohne absolute Zahl. 

Außerdem waren 1776 Lehrkräfte in Quarantäne. Das entspricht 1,1 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer. Bei weniger als 0,1 Prozent der Lehrkräfte wurde eine Corona-Infektion bestätigt. Eine absolute Zahl wurde hier nicht genannt. 

Bei rund 150.000 Lehrkräften war der Einsatz im Präsenzunterricht nicht durch die Pandemie verhindert.

Update, 3. Oktober, 11.20 Uhr: Lehrer dürfen bei Schulbeginn nicht mehr in Quarantäne sein

Lehrer müssen bei einer Urlaubsreise in ein Corona-Risikogebiet die danach fällige Quarantäne bis Ende der Herbstferien abgeschlossen haben. Darauf hat das NRW-Schulministerium hingewiesen.

 "Private Reisen können zwar (...) nicht untersagt werden, allerdings können bei der Rückkehr aus einem Risikogebiet dienst- oder arbeitsrechtliche Konsequenzen (...) in Betracht kommen", heißt es in einem Schreiben des Ministeriums an die Bezirksregierungen, die wiederum die Schulen darüber informieren sollen. 

Bei unentschuldigtem Fernbleiben vom Dienst könnten auch Bezüge gestrichen werden, mahnt das Ministerium.

Update, 3. Oktober, 09.20 Uhr: Die Regeln in NRW

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).  © Federico Gambarini/dpa

Die Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen können im Kampf gegen die Corona-Pandemie weitgehend in eigener Verantwortung über Einschränkungen oder aber die Lockerung von Auflagen entscheiden. Hier der aktuelle Stand in NRW zu den momentan geltenden Corona-Regeln (Stand 3. Oktober 2020). 

Wichtig vorweg: Die Regelungen erfolgen unter Auflagen wie Abstands- und Hygienebestimmungen.

Zudem gilt weiterhin die bundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

Update, 2. Oktober, 21.20 Uhr: Rheinderby findet kurzfristig doch vor 300 Zuschauern statt

Beim rheinischen Bundesliga-Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach dürfen am Samstag kurzfristig doch noch 300 Zuschauer ins Kölner Stadion.

Update, 2. Oktober, 16.47 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 36,9

Laut Angaben der Stadt liegt die Inzidenzzahl in Köln derzeit bei 36,9. Im Vergleich zum Vortag gibt es damit 89 neue bestätigte Corona-Fälle – insgesamt 5146.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (63, parteilos) betonte: "Wir treten in eine ernste Phase ein". Sie appelliert an die Vernunft der Bürger im Umgang mit den Hygieneregeln. "Es wird sich lohnen, wenn wir dadurch auch wieder zu einem normalen Leben zurückfinden können."

Am gestrigen Donnerstag hatte der Krisenstab neue Corona-Maßnahmen beschlossen.

Update, 2. Oktober, 13.25 Uhr: Derby zwischen 1. FC Köln und Gladbach ohne Zuschauer

Der 1. FC Köln muss beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag auf Fans im Stadion verzichten. Das grassierende Coronavirus ist die Ursache.

Das Rheinderby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am Samstag findet zum zweiten Mal in diesem Jahr ohne Zuschauer statt.

Grund dafür ist der zu hohe Wert an Corona-Neuinfektionen in Köln in den vergangenen sieben Tagen.

Schon am Donnerstag hatte sich dies angekündigt, da der entsprechende Wert über die kritische Marke von über 35 pro 100.000 Einwohner gesprungen war. Alle Infos zum Rheinderby in Köln ohne Zuschauer.

Update, 2. Oktober, 12.15 Uhr: Strengere Regeln in Aachen

In Aachen gilt nach einem Anstieg des Corona-Wochenwerts auf 40 ab sofort ein Mindestabstand von zwei Metern bei öffentlichen Veranstaltungen. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, müssen die Veranstalter außerdem Sitzplandokumentationen mit allen Namen erstellen. Auch am Sitzplatz gelte nun eine Maskenpflicht.

An privaten Festen aus herausragendem Anlass in öffentlichen Räumen dürften nach Genehmigung maximal 50 Personen teilnehmen. Bei Sportveranstaltungen im Innenbereich herrsche ebenfalls eine dauerhafte Maskenpflicht. "Fangesänge sind unter allen Umständen zu unterbinden", hieß es weiter.

In Aachen waren in den vergangenen sieben Tagen 40 Corona-Fälle pro 100 000 Einwohner registriert worden. Die Stadt ist Teil der Städteregion Aachen, die am Freitagvormittag nach eigenen Angaben einen Sieben-Tage-Wert von 30,4 aufwies. In dieser Zahl sind die Aachener Fälle enthalten.

Update, 2. Oktober, 9.15 Uhr: Wirtschaft kämpft gegen Corona-Krise

Die nordrhein-westfälische Industrie arbeitet sich langsam aus dem Corona-Tief heraus. Im August habe das verarbeitende Gewerbe nur 3,5 Prozent weniger produziert als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, teilte das Statistische Landesamt am Freitag mit. In den Monaten seit April hatte die NRW-Industrie jeweils ein zweistelliges Minus bei den monatlichen Produktionszahlen verzeichnet.

Update, 1. Oktober, 20.15 Uhr: Stadt Köln legt weitere Corona-Maßnahmen fest

Bürgerinnen und Bürger müssen sich in Köln auf zusätzliche Corona-Maßnahmen einstellen.
Bürgerinnen und Bürger müssen sich in Köln auf zusätzliche Corona-Maßnahmen einstellen.  © Marius Becker/dpa

Weil der 7-Tage-Inzidenz in Köln über dem kritischen Wert von 35 liegt, hat die Stadt am Donnerstag mit sofortiger Gültigkeit weitere Corona-Maßnahmen beschlossen.

  • Private Veranstaltungen wie z.B. Hochzeiten, Taufen, Geburtstage etc. dürfen nur mit max. 50 Personen stattfinden.
  • Fußballspiele und ähnliche Sport-Veranstaltungen müssen ohne Zuschauer stattfinden, wenn am Vortag die 7-Tagesinzidenzzahl 35 überschritten wurde.
  • Alle Veranstaltungen auf der Grundlage von Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten werden auf max. 1000 Personen beschränkt.
  • Bürgerinnen und Bürger sollten Treffen von mehr als 25 Personen im privaten Raum vermeiden.
  • Das generelle Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird im öffentlichen Raum und in weiterführenden Schulen weiterhin empfohlen. 

Update, 1. Oktober, 16.56 Uhr: Negativer Corona-Test verkürzt Quarantäne für Schüler nicht

Eine Quarantäne-Anordnung für einen Schüler wird laut einer Gerichtsentscheidung nicht durch einen negativen Corona-Test verkürzt.

Ein Schüler, der mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler dieselbe Schulklasse besucht hat, müsse auf Anordnung des Gesundheitsamtes 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben, teilte das Verwaltungsgerichts Düsseldorf am Donnerstag zu einem Beschluss vom Vortag mit.

Es lehnte einen Antrag eines Schülers gegen die Quarantäneanordnung im Eilverfahren ab (Az: 7 L 1939/20). Dagegen kann Beschwerde beim OVG eingelegt werden.

Update, 1. Oktober, 16.45 Uhr: Grundschüler müssen im Klassenraum keine Maske mehr tragen

Grundschulkinder müssen ab dem 1. Oktober keine Maske mehr im Klassenraum tragen. (Symbolbild)
Grundschulkinder müssen ab dem 1. Oktober keine Maske mehr im Klassenraum tragen. (Symbolbild)  © Elia Bianchi/KEYSTONE/dpa

Grundschulkinder in Nordrhein-Westfalen müssen im Klassenraum bei Unterricht im Klassenverband ab sofort keine Mund-Nase-Bedeckung mehr tragen. Dies sieht eine entsprechende Änderung der Coronabetreuungsverordnung vor, die am 1. Oktober in Kraft trat.

Bislang durften die Schüler nur am Sitzplatz die Maske abnehmen. Jetzt dürfen sie sie im Klassenraum auch abnehmen, "wenn sie im Rahmen der Unterrichtsgestaltung ihren Sitzplatz verlassen", wie es am Donnerstag in einer Mitteilung des Ministeriums an die Schulen hieß.

Das Ministerium betonte, dass auch in der Primarstufe wie bisher die Mund-Nase-Bedeckung zu tragen ist, sobald der Klassenraum verlassen wird. Auch bei gemischten Gruppen mit Schülern aus unterschiedlichen Klassen würden die alten Regeln unverändert gelten.

Mit der Neuregelung wird eine Regel auf die Klassengruppen ausgeweitet, die bislang nur für die festen Gruppen der Ganztagsbetreuung galt.

Update, 30. September, 21.50 Uhr: Reisewarnung für ganz Belgien

Die Bundesregierung hat wegen steigender Corona-Infektionszahlen für ganz Belgien eine Reisewarnung ausgesprochen. Das geht aus den am Mittwochabend aktualisierten Reisehinweisen des Auswärtigen Amts hervor.

In Belgien wurde zuletzt nur die Hauptstadt Brüssel als Corona-Risikogebiet geführt. Die Ausweitung auf das ganze Land betrifft nun auch Grenzregionen zu Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Eine Reisewarnung erfolgt, wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen die Marke von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen übersteigt.

Sie ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung speziell für Touristen haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Urlaubern, Buchungen kostenlos zu stornieren.

Es wurde erwartet, dass noch am Abend auch die vom Robert Koch-Institut geführte Liste der Corona-Risikogebiete aktualisiert wird. Bisher sind 15 von 27 EU-Ländern zumindest teilweise Corona-Risikogebiete, Belgien, Spanien, Tschechien und Luxemburg sogar ganz.

Update, 30. September, 17.07 Uhr: Weiter hohe Ansteckungsraten in Hamm und Remscheid

Auf einem Schild in Remscheid sind Piktogramme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen.
Auf einem Schild in Remscheid sind Piktogramme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen.  © Federico Gambarini/dpa

In der von Corona-Neuinfektionen zuletzt stark betroffenen Stadt Remscheid sind seit Mittwoch zehn Bundeswehr-Soldaten im Einsatz. Sie helfen bei der Kontaktnachverfolgung und unterstützen die Gesundheitsbehörden bei den Corona-Tests, sagte eine Sprecherin.

Die Helfer waren angefordert worden, weil das Gesundheitsamt angesichts der hohen Zahl an Infizierten und Verdachtsfällen an seine Grenzen gekommen war. Aktuell sind 118 Menschen infiziert, weitere 827 vorsorglich in Quarantäne.

Am Mittwoch vermeldete das Robert Koch-Institut für die Stadt im Bergischen Land mit 9 Neuinfektionen einen vergleichsweise geringen Wert: Die wichtige Kennziffer von Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner ging etwas zurück auf 57,7, das ist der zweithöchste Wert in NRW.

In Hamm, weiterhin die Stadt mit dem höchsten Neuinfektionswert bundesweit, bleibt die Entwicklung von Tag zu Tag wechselhaft, wie ein Sprecher sagte. So wurden am Mittwoch binnen eines Tages 37 Neuinfektionen gemeldet.

Die Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegen bei 92,7 und damit immer noch weit über dem Infektionsgeschehen in anderen Städten. In der Spitze hatte der Wert bei 112 gelegen. Bis mindestens Montag gelten dort daher seit vergangener Woche verschärfte Corona-Regelungen.

Update, 30. September, 14.10 Uhr: Deutsche sollen am 3. Oktober nicht nach Venlo kommen

Die niederländische Grenzstadt Venlo bittet alle Deutschen, am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) auf einen Besuch zu verzichten. 

Traditionell fahren an dem Feiertag immer viele Einkaufstouristen aus Nordrhein-Westfalen nach Venlo oder auch nach Roermond. Es werde dann oft sehr voll - und genau das sei in Corona-Zeiten bekanntlich ein Problem, sagte am Mittwoch der Venloer Bürgermeister Antoin Scholten.

"Sollten Sie sich doch entscheiden zu kommen, ist es gut möglich, dass Sie die Einkaufszentren unserer Stadt gar nicht erst erreichen, weil wir finden, dass es zu voll wird. Einkaufsgebiete, aber auch Parkhäuser und -plätze können dann gesperrt werden." Scholten bat Einzelhändler aus seiner Stadt, in Deutschland vorläufig auch nicht mehr zu inserieren.

Am Dienstag hatten bereits die Grenzstädte Enschede, Dinxperlo und Winterswijk an Deutsche appelliert, dieses Jahr am 3. Oktober zuhause zu bleiben. In den Niederlanden liegt die Zahl der Corona-Infektionen höher als in Deutschland, obwohl das Land viel kleiner ist.

Update, 30. September, 11.10 Uhr: NRW setzt im Herbst auch auf Corona-Schnelltests

Das Land NRW will seine Corona-Teststrategie um Schnelltests erweitern. 

Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte am Mittwoch, dass man ab 1. November Details nennen könne. Er selbst setze sehr stark auf die Tests, die innerhalb von 15 oder 30 Minuten ein Ergebnis brächten. Er rechne auch damit, dass die Gesetzlichen Krankenkassen Tests bezahlen werden.

Update, 30. September, 11.05 Uhr: Erste Zeichen der Erholung auf Arbeitsmarkt in NRW

Auf dem Arbeitsmarkt in Nordrhein-Westfalen sind Zeichen einer schrittweisen Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie zu beobachten. 

Die Zahl der Arbeitslosen sei im September im Monatsvergleich um mehr als 26.000 oder 3,3 Prozent auf knapp 774.000 gesunken, berichtete die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch. 

Die Arbeitslosenquote sei von 8,2 auf 7,9 Prozent gesunken. Der für den Herbstbeginn übliche Rückgang der Arbeitslosigkeit sei damit stärker ausgefallen als in den zurückliegenden Jahren.

"Am Arbeitsmarkt ist nach Lockdown und Sommerpause wieder etwas in Bewegung gekommen", sagte der Chef der Regionaldirektion NRW, Torsten Withake. Dennoch dürften die Auswirkungen der Pandemie am Arbeitsmarkt nicht heruntergespielt werden. 

Die Arbeitslosigkeit liege im bevölkerungsreichsten Bundesland nach wie vor 21,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Zahl der Arbeitslosen liege um fast 140.000 über dem Septemberwert von 2019.

Schwierig sei die Arbeitsmarktsituation weiterhin in den besonders von der Pandemie betroffenen Branchen wie der Gastronomie oder auch im Handel, betonte Withake.

Update, 30. September, 11 Uhr: Weihnachtsmärkte werden in NRW unter Auflagen erlaubt

Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) werden Weihnachtsmärkte durch die neue Coronaschutz-Verordnung, die ab Donnerstag gilt, unter Auflagen erlaubt. 

Voraussetzungen seien unter anderem eine Zugangssteuerung, ein Hygienekonzept und Namenslisten für Stehtische an Glühweinständen.

Update, 30. September, 10.52 Uhr: 250 Euro Bußgeld bei falschen Kontaktangaben

Ein Formular zur Erhebung der Kontaktdaten liegt in einem Café auf einem Tisch.
Ein Formular zur Erhebung der Kontaktdaten liegt in einem Café auf einem Tisch.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten verhängt das Land Nordrhein-Westfalen künftig ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. 

Das teilte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf mit. Zu zahlen ist die Strafe demnach von denjenigen, die die falschen Kontakte auf den Listen zur Corona-Nachverfolgung angeben. 

Aber auch Wirte müssen die Angaben auf den Listen auf Plausibilität überprüfen.

Die Höhe des Bußgelds und weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus werden in der aktualisierten Corona-Schutzverordnung für NRW festgelegt. Diese tritt am Donnerstag in Kraft.

Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten am Dienstag ein Mindestbußgeld von 50 Euro bei falschen Angaben auf den Kontaktlisten vereinbart. 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte daraufhin für NRW ein höheres Bußgeld angekündigt. Es müsse vor allem höher sein, als die derzeitige Strafe von 150 Euro für Maskenverweigerer im öffentlichen Nahverkehr. Denn die Gefahr einer Infizierung anderer Menschen mit dem Virus bei Zusammenkünften etwa in Gaststätten sei höher als etwa in der Bahn.

Es liege im gesundheitlichen Interesse jedes Einzelnen, seinen richtigen Namen zu hinterlassen, hatte Laschet gesagt. Die Kontaktnachverfolgung sei "der Schlüssel im Kampf gegen die Pandemie".

Update, 30. September, 10.48 Uhr: Rund 2 Prozent der Klassenzimmer nicht gut zu belüften

Laut einer Umfrage des Bildungsministeriums unter den Schulen des Landes kann in 2,4 Prozent aller Unterrichtsräume nicht ausreichend gelüftet werden. 

"Es kann von einem flächendeckenden Missstand nicht die Rede sein", erklärte Ministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem Bericht an den Landtag.

Demnach hatten an der Umfrage des Ministeriums 92,8 Prozent der öffentlichen Schulen mitgemacht. "Die überwiegende Mehrheit der teilnehmenden Schulen (89,3 Prozent) hat angegeben, alle Unterrichtsräume ausreichend belüften zu können", so Gebauer. An den übrigen 10,7 Prozent der Schulen sei jeweils rund ein Viertel der Unterrichtsräume "nicht hinreichend zu belüften."

In rund einem Prozent liege das Problem an baulichen Mängeln an den Fenstern. Die Kommunen seien gebeten worden, die Fälle zu prüfen.

Update, 29. September, 19.10 Uhr: Laschet kündigt weitere Maßnahmen an

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen greift die nordrhein-westfälische Landesregierung zu weiteren drastischen Maßnahmen. Wer in Restaurants oder Gaststätten falsche Angaben zu seiner Person macht, muss mit mehr 150 Euro Bußgeld rechnen.

Die genaue Höhe werde noch geklärt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag nach einer Bund-Länder-Schalte in Düsseldorf. Die Kontaktlisten bei Feiern im öffentlichen Raum würden auch in Stichproben überprüft. Die Daten werden zur Nachverfolgung möglicher Kontakte zu Infizierten gesammelt.

Update, 29. September, 15.38 Uhr: 50 Euro Corona-Bußgeld bei Falschangaben in Restaurants

Bürgerinnen und Bürger, die in einem Restaurant oder anderen Gastwirtschaften falsche Angaben zu ihrer Person machen, müssen künftig mit einem Mindestbußgeld von 50 Euro rechnen. 

Das beschlossen die Ministerpräsidenten der Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag bei ihrer Videoschalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU).

Update, 29. September, 15.25 Uhr: Verlängerung der Corona-Auflagen in Hamm noch ungewiss

Die Stadt Hamm, die derzeit die meisten Corona-Neuinfektionen in NRW aufweist, will bis kommenden Montag über das weitere Vorgehen entscheiden. Derzeit seien zusätzliche Einschränkungen nicht vorgesehen, sagte ein Sprecher am Dienstag. 

Ob die bis 6. Oktober geltenden Maßnahmen in Gänze oder in Teilen verlängert werden müssten oder ob gar neue Einschnitte nötig würden, ergebe sich aus dem Infektionsverlauf der nächsten Tage.

Die westfälische Stadt mit gut 180.000 Einwohnern hat die höchste "Sieben-Tage-Inzidenz" landesweit: Laut Robert Koch-Institut gab es Stand Dienstag 98,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen.

Das sei aber zumindest eine leichte Entspannung, betonte der Sprecher. Das RKI hatte für Hamm zwischenzeitlich einen Wert von 112 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ausgewiesen. 

Als Verursacher der hochgeschnellten Infektionszahlen gelten eine Großhochzeit und damit verbundene Veranstaltungen in der ersten Septemberhälfte. Die Stadt will in Regress gegen die Verantwortlichen gehen.

Seit einer Wochen gelten in Hamm strikte Auflagen und Begrenzungen für private Veranstaltungen. An weiterführenden Schulen muss auch im Unterricht ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten zusammen aufhalten.

Update, 29. September, 13.42 Uhr: Abermals Corona-Massentest bei Geflügelverarbeiter in Emsdetten

Nach einem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter in Emsdetten (Kreis Steinfurt) ist an diesem Dienstag der Massentest der Belegschaft wiederholt worden. Das Gesundheitsamt des Kreises will so erfahren, ob es gelungen ist, die Infektionsketten zu unterbrechen, wie eine Sprecherin des Kreises am Dienstag sagte.

In der vergangenen Woche waren rund 340 Mitarbeiter entweder auf dem Firmengelände oder von mobilen Teams auf das Virus getestet worden, nachdem seit Mittwoch die Zahl der infizierten Menschen stark gestiegen war. 55 Infizierte wurden bisher festgestellt. 

Update, 29. September, 12.08 Uhr: Remscheid erwartet zeitnah zehn Bundeswehrhelfer

Auf einem Schild vor dem Rathaus sind Piktogtamme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen. In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen.
Auf einem Schild vor dem Rathaus sind Piktogtamme mit Verhaltensregeln zum Schutz vor einer Corona-Ansteckung zu sehen. In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen.  © Weronika Peneshko/dpa

Die von Corona-Neuinfektionen stark betroffene Stadt Remscheid erwartet "zeitnah" zehn Helfer der Bundeswehr. Sie werden das Gesundheitsamt bei der Kontakt-Nachverfolgung unterstützen und Abstriche für Corona-Tests nehmen, schilderte eine Stadtsprecherin am Dienstag. 

Angesichts der seit Tagen steigenden Zahlen sollten die Helfer kurzfristig eintreffen, das genaue Prozedere sei noch unklar. Nach Hamm kommt Remscheid auf den zweithöchsten Wert in NRW bei der wichtigen "Sieben-Tage-Inzidenz".

Demnach gab es Stand Dienstag 65,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Das war immerhin etwas weniger als in den Tagen zuvor mit Werten über 70 Fällen. 

In Hamm lag der zentrale Wert laut RKI am Dienstag (00:00) bei 98,3 Neuinfektionen - wenige Tage zuvor war er noch auf über 110 geklettert. Die Stadt mit mehr als 180.000 Einwohnern hatte vor einer Woche restriktive Maßnahmen ergriffen. Als Verursacher gelten eine Großhochzeit und damit verbundene Feste in der ersten Septemberhälfte.

In den drei größten NRW-Städten blieben die Zahlen am Dienstag unter der kritischen Schwelle: Das RKI meldete 33,8 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche in Köln und 25,4 Neuinfektionen in Düsseldorf sowie 20,1 Fälle in Dortmund.

Update, 29. September, 12 Uhr: Steinmeier dankt Klinik für Einsatz in Pandemie für die Niederlande

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht vor einem Gebäude der Uniklinik zwischen Ärzten und Pflegekräften für ein Gruppenfoto mit Abstand. Der Bundespräsident wollte sich mit seinem Besuch für den Einsatz des Personals in der Corona-Pandemie bedanken.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier steht vor einem Gebäude der Uniklinik zwischen Ärzten und Pflegekräften für ein Gruppenfoto mit Abstand. Der Bundespräsident wollte sich mit seinem Besuch für den Einsatz des Personals in der Corona-Pandemie bedanken.  © Bernd Thiss/dpa

Bei einem Besuch der Universitätsklinik Münster hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich persönlich für den Einsatz der Mitarbeiter in der Corona-Krise bedankt. 

Insbesondere hob er am Dienstag hervor, dass das Klinikum dem Nachbarland Niederlande unbürokratisch Hilfe angeboten hatte, als die dortigen Kliniken mit hohen Patientenzahlen belastet waren. 

Im Auftrag der Landesregierung hatte es die Verteilung von insgesamt 58 niederländischen Patienten auf deutsche Krankenhäuser koordiniert.

"Die Corona-Pandemie verlangt allen Menschen viel ab", sagte Steinmeier laut Mitteilung. Deutschland sei in der medizinischen Versorgung von Covid-19-Patienten hervorragend aufgestellt. Das Hilfsangebot an die Nachbarn "war vor diesem Hintergrund eine menschliche Pflicht".

Ursprünglich hatte Steinmeier in Münster den niederländischen König Willem-Alexander treffen wollen. Dieser hatte aber nach steigenden Infektionszahlen in seinem Heimatland die Reise kurzfristig abgesagt.

Im Anschluss an den Klinikbesuch wollte Steinmeier noch mit Soldaten des in Münster stationierten deutsch-niederländischen Korps zusammentreffen, das in diesem Jahr seit 25 Jahren besteht. Außerdem stand ein Gespräch mit Bürgern auf dem Programm, die sich in der Corona-Krise besonders engagieren.

Update, 29. September, 11.27 Uhr: Nahverkehr der Deutschen Bahn NRW wieder zu 75 Prozent ausgelastet

Die Auslastung der Züge der Deutschen Bahn in NRW liegt noch unter dem Vorjahresniveau.
Die Auslastung der Züge der Deutschen Bahn in NRW liegt noch unter dem Vorjahresniveau.  © Fabian Sommer/dpa

Seit dem Ende der Sommerferien verzeichnet die Deutsche Bahn in NRW im Nahverkehr zunehmend mehr Fahrgäste. 

Die Auslastung der S-Bahnen und Regionalzüge liege derzeit bei 75 Prozent der Werte von vor einem Jahr, sagte der Vorsitzende der Regionalleitung von DB Regio NRW, Frederik Ley, in einem Interview der Rheinischen Post (Dienstag). 

"Mit einer kompletten Erholung der Fahrgastzahlen rechne ich aber erst, wenn es eine Impfung gegen Corona gibt", sagte Ley weiter. 

"Frühestens Ende 2021" werde man wieder so viele Fahrgäste in den Zügen begrüßen dürfen wie vor der Corona-Krise, "vielleicht noch später".

Ley betonte, dass sich Reisende keine Sorgen vor einer Corona-Ansteckung während einer Fahrt in der S-Bahn oder im Bus machen müssten, wenn sich alle an die Maskenpflicht hielten. 

"Keiner unserer 600 Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter in NRW hat sich während der Arbeit infiziert."

Update, 29. September, 11.21 Uhr: Schulden des Landes um 10 Prozent gestiegen

Die Schulden des Landes Nordrhein-Westfalen sind durch die Corona-Krise kräftig gestiegen. 

Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 war das Land bei Banken und Privatunternehmen mit 187 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Das waren knapp 18 Milliarden Euro oder 10 Prozent mehr als Ende vergangenen Jahres. 

Das Land NRW hatte nach dem Beginn der Corona-Krise milliardenschwere Hilfsprogramme für Bürgschaften, Steuerstundungen sowie Soforthilfen für Kleinunternehmen auf den Weg gebracht.

Bei den nordrhein-westfälischen Gemeinden fiel der Anstieg deutlich geringer aus. Ihre Schulden erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 1,1 Prozent auf knapp 52,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum 31. März 2020 gingen die Schulden der Kommunen sogar um 1,3 Prozent zurück.

Update, 29. September, 10.25 Uhr: Landesregierung will Stehtische auf Weihnachtsmärkten erlauben

Die Landesregierung will Stehtische auf den Weihnachtsmärkten in Nordrhein-Westfalen erlauben. 

"Wir werden bei den Weihnachtsmärkten Stehtische statt wie bislang ausschließlich Sitzplätze gestatten", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der Rheinischen Post (Dienstag) auf die Frage nach einer Anpassung in der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes. 

Es gehe um Weihnachtsmärkte unter Corona-Bedingungen, "weil wir am Ende nicht wollen, dass nach der Pandemie unsere Innenstädte leer stehen und alle nur noch beim Onlinehändler kaufen", unterstrich Laumann. 

Man werde die Stände auseinanderziehen müssen. Zudem müssten die Betreiber von Glühweinständen auf Abstände und Nachverfolgung achten.

Update, 29. September, 9.45 Uhr: Kabinett tagt vor Bund-Länder-Gesprächen zu Corona-Maßnahmen

Mitglieder der NRW-Landesregierung unterhalten sich vor einer Kabinettssitzung am 11. August 2020.
Mitglieder der NRW-Landesregierung unterhalten sich vor einer Kabinettssitzung am 11. August 2020.  © Federico Gambarini/dpa

Vor den Bund-Länder-Gesprächen zum Vorgehen in der Corona-Pandemie kommt am Dienstag (12.30 Uhr) das nordrhein-westfälisch Landeskabinett zusammen.

Thema dürfte die Aktualisierung der Corona-Schutzverordnung für NRW sein, die zum Donnerstag (1. Oktober) ausläuft. Nach dem Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Großhochzeit dürfte es unter anderem um schärfere Auflagen für private Feiern gehen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits angekündigt, die Vorgaben für private Partys in angemieteten Räumen zu verschärfen. 

Für Feiern zuhause soll es aber weiterhin keine Beschränkungen geben. Private Feiern mit mehr als 50 Personen in angemieteten Räumen sollten dagegen künftig beim Gesundheitsamt zwei Wochen vorher mit kompletter Gästeliste angemeldet werden, hatte Laumann der Zeitung Die Welt gesagt.

Das NRW-Kabinett tagt wegen Bauarbeiten nicht im Landeshaus, sondern diesmal in der Deutschen Oper am Rhein. Das im Zweiten Weltkrieg zerstörte Opernhaus diente nach seinem Wiederaufbau am 2. Oktober 1946 als Tagungsort der ersten Sitzung des NRW-Landtags.

Update, 28. September, 18.57 Uhr: Privatparty in Gelsenkirchen wegen Corona-Verstößen aufgelöst

Die Stadt Gelsenkirchen hat am Wochenende erstmals eine Party wegen erheblicher Verstöße gegen die lokal verschärften Corona-Regeln aufgelöst. Mit 100 Gästen seien in der angemieteten Gaststätte doppelt so viele Menschen gewesen wie zulässig, teilte die Stadt am Montag mit.

Zudem sei gegen die geltenden Hygieneregeln verstoßen worden. Den Vermieter der Gaststätte sowie den Veranstalter der den Behörden nicht gemeldeten privaten Feier erwarte ein Ordnungswidrigkeitsverfahren sowie ein Zwangsgeld.

Nachbarn der Gaststätte hatten sich über laute Musik beschwert und das Ordnungsamt verständigt. Gemeinsam mit der Polizei schritten die Ordnungskräfte am Samstag ein, schickten die Gäste nach Hause und versiegelten die Zugänge zur Gaststätte.

Seit der vergangenen Woche dürfen in der Ruhrgebietsstadt Feste nur mit höchstens 50 Teilnehmern und unter Einhaltung strenger Auflagen stattfinden.

Update, 28. September, 16.02 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 34,0

Wie die Stadt mitteilte, sind in Köln am Montagnachmittag insgesamt 4.896 Bürger mit dem Corona-Virus infiziert. Das sind 38 mehr als noch am Vortag. Die Inzidenzzahl liegt damit bei 34,0.

Update, 28. September, 15.25 Uhr: Rund 1700 Menschen in Bielefeld in Quarantäne

Nach dem Anstieg der Corona-Fallzahlen in Bielefeld infolge einer Familienfeier befinden sich dort mittlerweile rund 1700 Menschen in Quarantäne. Darunter seien allein 1100 Schüler und Lehrer, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Betroffen seien zehn Schulen.

Der Anstieg der Fallzahlen sorgte am Montag für großen Andrang an einer städtischen Drive-In-Teststation. Die Stadt bat die Bürger am Mittag darum, die Station am Montag nicht mehr anzufahren. "Das Testzentrum ist überlaufen, und der Verkehr staut sich bereits zurück", hieß es in einer Mitteilung.

In der 334.000-Einwohner-Stadt gab es am Montag nach Schätzung des Landeszentrums Gesundheit NRW 130 infizierte Personen. Laut RKI haben sich in den vergangenen sieben Tagen 16,8 Menschen pro 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden in NRW besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung einleiten.

Update, 28. September, 14.58 Uhr: 37 neue Corona-Fälle in Hamm

Die Stadt Hamm kämpft weiter mit der Corona-Welle nach einer Großhochzeit Anfang September. Von Sonntagmittag bis Montagmittag registrierte die westfälische 180.000-Einwohner-Kommune 37 neue Corona-Fälle. Akut infiziert sind derzeit 229 Menschen. 

In den vergangenen sieben Tagen (Dienstag bis einschließlich Montag) verzeichneten die Behörden insgesamt 170 Neuinfektionen. Daraus errechnete die Stadt am Montagmittag einen Sieben-Tage-Wert von 94,9 pro 100.000 Einwohner. Das Robert Koch-Institut hatte am Morgen auf der Grundlage der Zahlen vom Vortag einen Wert von 112,2 ausgewiesen.

17 Menschen lagen laut Stadt im Krankenhaus, einer davon auf der Intensivstation. Fast 2800 Menschen befanden sich in Quarantäne. Zwölf Schulen sind betroffen, zwei Kitas geschlossen. 

"Insgesamt stehen rund 170 Corona-Infektionen in Hamm im Zusammenhang mit der Hochzeit", sagte ein Stadtsprecher. Insgesamt seien mehr als 300 Hochzeitsgäste aus Hamm identifiziert worden. Sie seien in Quarantäne gesetzt und verpflichtend getestet worden. Wie viele Menschen genau bei den Feierlichkeiten - auch in anderen Städten - dabei waren, sei aber nach wie vor nicht bekannt.

Update, 28. September, 12.32 Uhr: Inzidenz steigt auch in Düsseldorf an

Am Montag erreichte die Inzidenz in Düsseldorf einen Wert von 26. Innerhalb eines Tages wurden 35 neue Corona-Fälle gemeldet.

Derzeit befinden sich 19 Personen im Krankenhaus, davon fünf auf der Intensivstation. 1154 Menschen sind in Quarantäne, 2972 Personen gelten als wieder genesen. Aktuell gibt es damit 147 Corona-Fälle in der Landeshauptstadt.

Update, 28. September, 12.25 Uhr: 55 Corona-Fälle nach Massentest in Emsdetten

In Emsdetten sind durch den Massentest nach dem Corona-Ausbruch bei einem Geflügelverarbeiter unter 335 Getesteten insgesamt 55 neue Fälle bekannt geworden. Dies teilte der Kreis Steinfurt am Montag mit. 

Von den 296 Tests auf dem Gelände der Geflügelfirma am Freitag waren 50 positiv, wie der Kreis bereits am Sonntag mitgeteilt hatte. 

Hinzu kamen jetzt fünf weitere Fälle unter 39 Mitarbeitern und Kontaktpersonen, die von mobilen Teams aufgesucht worden waren. 22 der Infizierten lebten in Emsdetten, 23 in Rheine, hieß es. Die anderen verteilten sich auf weitere Kommunen des Kreises. 

Im Kreis Steinfurt leben laut RKI knapp 448.000 Menschen. Das Robert Koch-Institut verzeichnete am Montagmorgen kreisweit einen Sieben-Tage-Wert von 26,8 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 35 müssen die Behörden besondere Gegenmaßnahmen zur Eindämmung ergreifen.

Update, 28. September, 11.45 Uhr: Sieben-Tage-Wert steigt in Hamm auf 112,2

Ein Elefant, das Wahrzeichen und Maskottchen der Stadt Hamm steht am Eingang der Fußgängerzone. Nach einer Großhochzeit gibt es dort derzeit viele Neuinfektionen.
Ein Elefant, das Wahrzeichen und Maskottchen der Stadt Hamm steht am Eingang der Fußgängerzone. Nach einer Großhochzeit gibt es dort derzeit viele Neuinfektionen.  © Guido Kirchner/dpa

In Hamm ist die Zahl der Corona-Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner auf einen Wert von 112,2 gestiegen. 

Dies geht aus den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor (Stand: 0.00 Uhr). Hamm wies damit weiterhin den bundesweit höchsten Wert auf.

Von Samstag auf Sonntag hatte die Stadt 15 Neuinfektionen registriert. Zum Vergleich: Am 21. September waren es allein 46 neue Fälle. Diese fallen bei der nächsten Zählung allerdings aus der Berechnung des Sieben-Tage-Werts heraus. 

Der Wert der sogenannten Wocheninzidenz könnte daher am Dienstag zurückgehen. Das Landeszentrum Gesundheit NRW schätzte die Zahl der akut Infizierten in Hamm am Montag auf 230.

Als Ursache für die Corona-Welle in Hamm gelten eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste. 

Um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, gilt in der Stadt unter anderem eine Genehmigungspflicht für private Feiern mit mehr als 50 Gästen.

Update, 28. September, 9.35 Uhr: Polizei löst Geburtstagsfeier auf

Die Polizei hat in Hünxe (Kreis Wesel) eine Geburtstagsfeier mit rund 100 Gästen aufgelöst, bei der die Regeln der Corona-Schutzverordnung nicht befolgt wurden. 

Die Teilnehmer der Feier hätten sich weder an den erforderlichen Mindestabstand gehalten, noch sei eine Gästeliste geführt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Polizei war am Samstagabend zu der Feier gerufen worden, weil es eine tätliche Auseinandersetzung unter den Gästen gegeben hatte. 

Bei der Auflösung der Feier habe sich ein Gast so aggressiv verhalten, dass er in Polizeigewahrsam genommen wurde. Für die Behandlung eines Verletzten sei ein Rettungswagen gerufen worden.

Update, 27. September, 15.02 Uhr: Nach Corona-Ausbruch: Stadt Hamm untersagt vier Feste

Die Stadt Hamm in Westfalen hat nach einem Corona-Ausbruch und einhergehenden strengeren Regeln für private Feiern am Wochenende vier Feste untersagt. Wie ein Stadtsprecher am Sonntag sagte, handelte es sich dabei um ein sogenanntes Henna-Fest, eine Verlobung und zwei - nicht runde - Geburtstage.

Elf größere private Veranstaltungen habe man genehmigt, so der Sprecher. Bei allen habe man kontrolliert, ob sich alle an die Vorgaben halten. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben - "es musste keine Feier abgebrochen oder aufgelöst werden."

Aktuell gebe es in Hamm 207 akut Infizierte - die Zahl sei damit erstmals seit Bekanntwerden des Ausbruchs gesunken, so die Stadt. Von 15 Neuinfektionen stünden nach aktuellem Stand sieben im direkten Zusammenhang einer Großhochzeit, die als Auslöser für den Ausbruch gilt.

Update, 26. September, 15.08 Uhr: Corona-Zahlen in Hamm erstmals leicht gesunken

Nach tagelang steigenden Corona-Werten sind in Hamm die Fallzahlen erstmals leicht gesunken. Am Samstag gab die Stadt die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen Infizierten pro 100.000 Einwohner mit 95,5 an. 

Am Freitag hatte die Stadt einen Wert von 99,9 errechnet. Ob damit bereits ein Wendepunkt erreicht sei, werde sich aber erst in ein bis zwei Tagen sagen lassen, betonte ein Stadtsprecher.

Seit Freitag seien in Hamm 16 Neuinfektionen registriert worden. Alle stünden in direktem Zusammenhang mit der Großhochzeit mit mehreren Hundert Gästen und damit verbundenen weiteren Festen, sagte der Sprecher. 

In Hamm gilt seit einigen Tagen für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden.

Eine private Feier ist auch in Bielefeld der Ausgangspunkt für mehr als zwei Dutzend Corona-Infektionen. Weitere Testergebnisse stehen aus. Die Feier in Bielefeld sei von der Größe her aber nicht mit dem Fall in Hamm vergleichbar, hatte die Stadt am Freitagabend mitgeteilt. Weil unter den Infizierten auch Schulkinder sind, müssen an fünf Schulen einzelne Klassen und Kurse in Quarantäne.

In Remscheid, der Stadt mit den zweithöchsten Corona-Zahlen in NRW, ging der Leiter des örtlichen Krisenstabes am Samstag von einem unverändert hohen Niveau von über 70 Infizierten je 100.000 Einwohner aus.

Update, 26. September, 8.35 Uhr: Erhöhte Corona-Zahlen: Schalke gegen Bremen doch ohne Zuschauer

Der FC Schalke 04 muss im Heimspiel gegen Werder Bremen doch auf seine Fans verzichten (Archivbild).
Der FC Schalke 04 muss im Heimspiel gegen Werder Bremen doch auf seine Fans verzichten (Archivbild).  © Bernd Thissen/dpa

Das Krisen-Duell zwischen dem FC Schalke 04 und Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga muss am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) doch ohne Zuschauer stattfinden.

 Wie die Schalker am Samstagmorgen mitteilten, haben sie von den lokalen Behörden die entsprechende Nachricht bekommen, nachdem die 7-Tage-Inzidenz in Gelsenkirchen zum entscheidenden Zeitpunkt am Samstag um 0.00 Uhr doch wieder über 35 lag.

Weil sie im Wochenverlauf und am Freitag mit 33,4 erstmals unter 35 gesunken war, hatten die Schalker auf die Erlaubnis für etwa 11.000 Zuschauer gehofft und die entsprechende Zahl an Tickets verkauft. Die betreffenden Fans erhalten nun ihr Geld zurück.

Es ist am 2. Spieltag bereits das dritte Spiel, bei dem wenige Stunden vor dem Anpfiff die Erlaubnis für eine bestimmte Zuschauerzahl zurückgezogen wird. In der Vorwoche waren die Partien FC Bayern München gegen Schalke (8:0) und 1. FC Köln gegen 1899 Hoffenheim (2:3) betroffen.

Update, 26. September, 8.05 Uhr: Gladbacher Abwehrspieler Beyer positiv auf Corona-Virus getestet

Abwehrspieler Jordan-Louis Beyer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Dies gab der Club am Freitag bekannt. Der 20-Jährige, der beim vorherigen Test wie alle anderen getesteten Personen noch negativ getestet worden war, zählte bislang nicht zum Kader in den bisherigen Pflichtspielen und befindet sich nun in häuslicher Quarantäne.

Die Austragung des Bundesligaspiels gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr) ist davon nicht betroffen. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt müsse kein weiterer Spieler und kein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabs in Quarantäne.

Auch bei Schalke 04 gibt es einen weiteren Corona-Fall. Der Verein gab den Namen des Betroffenen jedoch nicht bekannt.

Update, 25. September, 16.29 Uhr: Inzidenz in Köln bei 28,8

In Köln liegt der Inzidenz am Freitagnachmittag bei 28,8, wie die Stadt mitteilte. Demnach sei die Zahl der mit Corona-Infizierten innerhalb der letzten 24 Stunden von 4649 auf 4691 gestiegen.

Update, 25. September, 14.14 Uhr: 20 Menschen nach Familienfeier in Bielefeld positiv getestet

Nach einer größeren Familienfeier in Bielefeld sind mittlerweile 20 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Unter den Betroffenen seien auch neun Schülerinnen und Schüler, die fünf verschiedene Schulen besuchten.

"Das Gesundheitsamt hat die Kontaktnachverfolgung gestartet und wird das gesamte Wochenende über die betroffenen Personen kontaktieren", kündigte die Stadt an. Wegen der hohen Zahl an Menschen, die benachrichtigt werden müssten, könne es aber ein wenig dauern, bis alle informiert seien.

Ab Montag seien Tests etwa für andere Schüler und Lehrer geplant, die mit den Infizierten Kontakt hatten.

Nach Angaben einer Sprecherin hatte es sich um eine private Feier in privaten Räumlichkeiten gehandelt. Sie habe in der vergangenen Woche stattgefunden. Da die Nachverfolgung noch laufe, könne die Zahl der positiv Getesteten noch weiter steigen. 

Update, 25. September, 13.54 Uhr: Gesamtschule in Remscheid wird geschlossen

Nach gestiegenen Corona-Fallzahlen schließt die Albert-Einstein-Gesamtschule in Remscheid bis zu den Herbstferien. Dies teilte Schulleiterin Martina Gathen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die knapp 1200 Schüler sollen per Distanzunterricht weiter unterrichtet werden.

Man komme damit nach Rücksprache mit der Bezirksregierung einer Empfehlung des Gesundheitsamtes nach, den Präsenzunterricht einzustellen, sagte Gathen. Derzeit seien acht Schüler infiziert. Mehrere Klassen und Kurse sowie 30 Lehrer befänden sich infolgedessen bereits in Quarantäne.

Insgesamt unterrichten an der Schule rund 100 Lehrer. Nach Angaben der Stadt waren am Donnerstag zehn Schulen von Quarantäne-Maßnahmen betroffen. Zwei Kitas wurden geschlossen. Von weiteren Schulschließungen wurde zunächst nichts bekannt.

Update, 25. September, 13.17 Uhr: Sieben-Tage-Wert klettert in Hamm auf 99,9

In der nach einer Großhochzeit von vielen Corona-Neuinfektionen betroffenen Stadt Hamm ist der sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz-Wert am Freitag nach Zählung der Kommune auf 99,9 gestiegen. Dies teilte ein Stadtsprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Der Wert mit Stand Freitag, 12.00 Uhr, gibt an, wie viele Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Derzeit gebe es 207 akut Infizierte. Mehr als 150 Fälle stünden in Zusammenhang mit der Hochzeit.

Wie schon am Donnerstag wurden den Angaben zufolge 13 Personen in Krankenhäusern behandelt. Davon gebe es bei sieben einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Unter diesen sieben sei auch eine Frau, die intensivmedizinisch behandelt werde.

Das Robert Koch-Institut, das die Zahlen mit zeitlichem Verzug veröffentlicht, wies am Freitagmorgen (Datenstand: 0.00 Uhr) einen Wert von 96,0 aus. Hamm verzeichnete damit am Freitag den höchsten Wert bundesweit.

Update, 25. September, 11.03 Uhr: Massentest bei Fleischverarbeiter haben begonnen

Nach dem Corona-Ausbruch in einem fleischverarbeitenden Betrieb in Emsdetten (Kreis Steinfurt) mit 26 Infizierten hat am Freitag ein Massentest begonnen. Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern Abstriche nehmen.

Erste Ergebnisse werden laut Kreissprecherin Kirsten Weßling frühestens am Samstagabend erwartet. Getestet werden sollen auch weitere rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld der Beschäftigten.

Bei Bedarf wollen mobile Abstrichteams die Betroffenen zu Hause aufsuchen. Zu einer Testteilnahme aufgefordert sind außerdem alle Personen, die sich vom 18. bis 24. September mehr als 30 Minuten auf dem Firmengelände aufgehalten haben.

Die Infektion der 26 Beschäftigten war am Mittwoch bekanntgeworden. Der Kreis Steinfurt hatte daraufhin alle rund 300 Mitarbeiter des Geflügelverarbeiters Allfrisch in Quarantäne geschickt.

Ein weiterer Abstrich ist für kommenden Dienstag geplant. Die Produktion steht derzeit still. An einem Konzept für einen Notbetrieb werde gearbeitet, hatte der Kreis am Donnerstag mitgeteilt.

Das Unternehmen geht bislang davon aus, dass die Infektionen auf zwei Feiern aus familiären Anlässen zurückgehen.

Update, 25. September, 9.25 Uhr: 7-Tage-Wert steigt in Remscheid auf 71,2

In Remscheid sind die Corona-Fallzahlen stark gestiegen. Der sogenannte Wocheninzidenz-Wert kletterte am Freitag auf 71,2, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. 

Am Mittwoch hatte er noch bei 51,4 gelegen. Nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit waren allein am Donnerstag 20 neue Fälle hinzugekommen. Die Stadt hatte im Tagesverlauf von allein acht Neuinfektionen an Schulen und einer Kita gesprochen. Der Inzidenzwert gibt an, wie viele Neuinfektionen in einer Region in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner registriert wurden.

Seit einigen Tagen gelten in der bergischen Stadt mit rund 114.000 Einwohnern besondere Einschränkungen, um eine weitere Ausbreitung einzudämmen. So dürfen sich etwa im öffentlichen Raum maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Private Feiern mit mehr als 24 Personen müssen bei den Behörden angemeldet, ab 50 Personen genehmigt werden.

In Remscheid gelten nach früheren Angaben vor allem "reiserückkehrende Familienverbünde" als Verursacher des Corona-Ausbruchs. Den Bürgern wird geraten, in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. Eine mehrsprachige Aufklärungskampagne und eine Plakataktion starteten.

Update, 25. September, 8.20 Uhr: Darf Schalke vor Zuschauern spielen?

Angesichts der neuesten Corona-Infektionszahlen könnte das erste Saison-Heimspiel des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 an diesem Samstag vor Fans stattfinden. 

Die maßgebliche Anzahl der Neuinfizierten in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner sank unter die Verbotsschwelle von 35 auf 33,4, wie das Robert Koch-Institut am Freitag mitteilte. Das letzte Wort haben die Gesundheitsbehörden der Stadt.

Bereits am Donnerstag hatte der Verein mit der Ticketzuteilung begonnen und darauf hingewiesen, dass weiterhin kurzfristig möglich sei, "dass die Partie ohne Zuschauer stattfinden muss". 

Alle Fans sollten dann benachrichtigt werden und ihr Geld umgehend zurückerhalten. Schalke will nach früheren Angaben eines Sprechers rund 11.000 Fans zuschauen lassen. Gegner in der Veltins-Arena am Samstag ist Werder Bremen (18.30 Uhr).

Update, 25. September, 6.45 Uhr: Weitere Tests bei Geflügel-Betrieb

In Emsdetten (Kreis Steinfurt) beginnen am Freitag die Corona-Tests bei den Mitarbeitern eines Geflügelverarbeiters, bei dem 26 Mitarbeiter positiv getestet worden waren. 

Teams des Kreises wollen bei allen rund 300 Mitarbeitern und weiteren rund 200 Kontaktpersonen vorwiegend aus dem häuslichen Umfeld Abstriche nehmen. Die Ergebnisse werden Samstagnachmittag erwartet.

Update, 25. September, 6.42 Uhr: Stadt Hamm untersagt erste Familienfeiern

Ein Blick in die Fußgängerzone und der Pauluskirche - in Hamm. In der Stadt gab es zuletzt viele Corona-Neuinfektionen.
Ein Blick in die Fußgängerzone und der Pauluskirche - in Hamm. In der Stadt gab es zuletzt viele Corona-Neuinfektionen.  © Guido Kirchner/dpa

Zur Eindämmung der Corona-Welle in Hamm hat die Stadt schon drei private Feiern untersagt. Es handele sich um zwei Junggesellinnenabschiede und eine Verlobungsfeier, sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Grundlage der Untersagung sind die Bestimmungen einer neuen Allgemeinverfügung der Stadt. Sie war nach dem starken Anstieg der Fallzahlen infolge einer Großhochzeit Anfang der Woche in Kraft gesetzt worden. 

Die Verfügung sieht für private Feiern mit 51 bis 150 Teilnehmern eine Genehmigungspflicht vor. Feiern mit 25 bis 50 Teilnehmern müssen angezeigt werden. Laut Hunsteger-Petermann lagen bis Donnerstagmittag bereits mehr als 70 Anträge und Anzeigen vor.

Für Fragen zum Thema private Feiern hat die Stadt eine eigene Hotline eingerichtet. Dem Oberbürgermeister zufolge beantworten dort allein fünf Mitarbeiter die Fragen der Bürger.

Als Auslöser der dortigen Corona-Welle mit derzeit knapp 200 Infizierten gilt eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Laut einem Stadtsprecher war auch das Hochzeitspaar infiziert.

Um die weitere Ausbreitung einzudämmen, haben die Behörden neben der Anzeige- und Genehmigungspflicht für Feiern noch weitere Einschränkungen angeordnet. So dürfen sich derzeit nur maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei Haushalten gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Auch wurde die Maskenpflicht im Unterricht wieder eingeführt. In der Bevölkerung würden die Maßnahmen "sehr akzeptiert", sagte Hunsteger-Petermann.

In Hamm befanden sich am Donnerstag nach Angaben des Stadtsprechers knapp 2000 Menschen in Quarantäne. Deren Einhaltung kontrolliere die Stadt etwa mit Anrufen auf dem Festnetz. "Mir ist bisher nicht bekannt, dass sich jemand nicht daran hält", so Hunsteger-Petermann.

Update, 25. September, 6.28 Uhr: Laschet will Corona-Monitoring

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) ist für eine neue Risikobewertung der Corona-Pandemie.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (59) ist für eine neue Risikobewertung der Corona-Pandemie.  © Michael Kappeler/dpa

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat sich für eine neue Art der Risikobewertung in der Corona-Pandemie ausgesprochen.

"Mit Corona leben lernen bedeutet in erster Linie, alle Entwicklungen genau im Blick zu haben. Dabei dürfen wir nicht nur auf die reinen Infektionszahlen schauen", sagte der CDU-Politiker dem Handelsblatt (Freitag).

Laschet forderte, die Kapazität der Krankenhäuser und die Zahl der intensivmedizinisch behandelten und beatmeten Covid-19-Patienten stärker in die Lagebewertung einfließen zu lassen. Gleiches gelte für den Anteil zurückverfolgbarer Infektionen, die Anzahl der Tests und den Anteil positiver Testergebnisse.

"Wir brauchen für ganz Deutschland ein standardisiertes Corona-Monitoring, das die Pandemieentwicklung kommunenscharf abbildet", sagte Laschet. Er stellte sich damit hinter den Vorschlag seines Corona-Expertenrats, der sich für ein "Ampel"-System ausspricht. Als Beispiel nennt der Rat Österreich.

Dem Rat gehört auch der Virologe Hendrik Streeck an, der vor einigen Tagen ebenfalls für einen Strategiewechsel plädiert und davor gewarnt hatte, bei der Bewertung der Situation nur auf die reinen Infektionszahlen zu schauen.

Zuletzt hatte es in Deutschland zum vierten Mal innerhalb eines Monats mehr als 2000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag gegeben. Am kommenden Dienstag wollen die Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Lage beraten.

Update, 25. September, 6.10 Uhr: Positive Corona-Test bei vier Spielern der Kölner Haie

Bei den Kölner Haien sind zwei Spieler des Profi-Kaders aus der Deutschen Eishockey Liga sowie zwei aus der U20 positiv auf Corona getestet worden. 

Das gab der Verein am Donnerstag bekannt. Bei allen vier Spielern seien keine Symptome festgestellt worden, alle befinden sich in Quarantäne. 

Die Testung des weiteren Kaders ergab keine weiteren positiven Fälle. Der Verein steht im Austausch mit dem Gesundheitsamt Köln, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Update, 24. September, 22.00 Uhr: Flughafen Köln/Bonn rechnet mit starkem Umsatzverlust

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet infolge der Pandemie mit einem erheblichen Umsatzverlust.
Der Flughafen Köln/Bonn rechnet infolge der Pandemie mit einem erheblichen Umsatzverlust.  © Oliver Berg/dpa

Der Flughafen Köln/Bonn rechnet infolge der Pandemie mit einem erheblichen Umsatzverlust: Im laufenden Jahr werde der Umsatz voraussichtlich um 120 Millionen Euro auf noch 220 Millionen Euro sinken. Das operative Ergebnis falle wohl um 50 Millionen Euro schlechter aus als 2019, teilte das Unternehmen am Donnerstagabend mit. Durch Corona sei die finanzielle Situation des Flughafens sehr ernst, hieß es nach einer Aufsichtsratssitzung.

Im September habe die Zahl der Fluggäste bisher um 79 Prozent unter der des Vorjahresmonats gelegen. "Das Passagieraufkommen erholt sich wie auch an allen anderen deutschen Flughäfen deutlich langsamer als erwartet." 

Man prüfe längerfristige Finanzierungsmöglichkeiten, um die Einnahmeverluste abzumildern. Als zusätzliche Maßnahme aus dem Infrastruktur-Corona-Fonds des Landes NRW solle ein Darlehen in Höhe von 100 Millionen Euro beantragt werden.

Der Aufsichtsrat bestellte Flughafen-Chef Johan Vanneste ab Mai 2021 für fünf weitere Jahre zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH.

Update, 24. September, 18.35 Uhr: Verschärfung der Corona-Auflagen für große Feiern geplant

Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun NRW-weit verschärft werden. 

"Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2. 

Die Neuregelung soll laut Ministerium für private Feierlichkeiten «aus herausragendem Anlass im öffentlichen Raum» ab 50 Teilnehmern gelten, also etwa in angemieteten Räumen, Gaststätten oder Versammlungsstätten wie Pfarrheimen. Die vorab einzureichende Gästeliste mit den entsprechenden Daten der Gäste soll es den Kommunen ermöglichen, die Einhaltung der Regeln zu kontrollieren. Weiterhin gelte eine Höchstgrenze von 150 Teilnehmern. 

Die Änderungen sollen in die neue Coronaschutzverordnung aufgenommen werden, die ab dem 1. Oktober gelten soll.

Update, 24. September, 15.56 Uhr: Inzidenz in Köln bei 32,0

Die Stadt hat am Donnerstag mitgeteilt, dass die Inzidenzzahl für Köln laut dem Landeszentrum für Gesundheit aktuell bei 32,0 liegt. So gibt es derzeit insgesamt 4649 bestätige Corona-Fälle - 53 mehr als am Vortag. 

Die Stadt Köln ist nach eigenen Angaben auf steigende Infektionszahlen vorbereitet.

Update, 24. September, 13.50 Uhr: Gericht kippt weitere verkaufsoffene Sonntage

Das Oberverwaltungsgericht hat weitere verkaufsoffene Sonntage gekippt. (Symbolbild)
Das Oberverwaltungsgericht hat weitere verkaufsoffene Sonntage gekippt. (Symbolbild)  © Henning Kaiser/dpa

Das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen hat weitere verkaufsoffene Sonntage gekippt. 

In Kleve, Lage und Bünde darf demnach nach Entscheidungen des OVG von Mittwoch und Donnerstag der Einzelhandel nicht wie geplant öffnen, wie das Gericht mitteilte. Die Beschlüsse sind unanfechtbar.

Das OVG weist darauf hin, dass von 15 Verordnungen zu Sonntagsöffnungen in den letzten vier Wochen nach Klagen der Gewerkschaft Verdi 14 gekippt wurden.

Betroffen waren Lemgo, Bad Salzuflen, Kevelaer, Iserlohn, Bad Oeynhausen, Beckum, Meckenheim, Langerwehe, Leverkusen, Essen, Marl, Kleve, Lage und Bünde.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit zwischen der NRW-Landesregierung, dem Oberverwaltungsgericht und den Kommunen.

Das Wirtschaftsministerium hatte im Sommer per Erlass vier weitere Sonntagsöffnungen bis Ende des Jahres erlaubt, damit der Einzelhandel zumindest zum Teil den ausgefallenen Umsatz während der Corona-Pandemie aufholen kann. Das OVG dagegen beruft sich auf die im Grundgesetz festgeschriebene Arbeitsruhe an Sonn- und Feiertagen.

Mehrfach hatte das OVG in den vergangenen Wochen auf bewusste Rechtsbrüche hingewiesen. Der Gemeinde Bünde werfen die OVG-Richter bewusste verfassungswidrige Beschlüsse vor.

"Ebenso wenig entspreche es rechtsstaatlichen Grundsätzen, wenn das zuständige Landesministerium an einem Erlass festhalte, der fortlaufend weitere Städte und Gemeinden zu verfassungswidrigen Entscheidungen verleite und viele davon abhalte, offenkundig rechtswidrige Verordnungen von sich aus aufzuheben", heißt es in der Mitteilung des OVG.

Update, 24. September, 12.06 Uhr: Mehr als 40 Schulkinder von Corona-Ausbruch in Hamm betroffen

Vom Corona-Ausbruch in Hamm infolge einer Hochzeitsfeier sind auch viele Schulkinder betroffen. "Wir haben mehr als 40 infizierte Kinder und Jugendliche an Schulen", sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. Derzeit seien neun Schulen betroffen. Nur in einem Fall gebe es keine Verbindung mit der Hochzeit.

"Die Klassen der infizierten Kinder sind in Quarantäne gesetzt worden und werden auch verpflichtend getestet." Dies gelte auch für die Lehrer, die in den Klassen unterrichtet haben.

Die betroffenen Klassen erhielten Unterricht auf Distanz. "Die anderen Klassen und Stufen an den Schulen können erstmal weiter zur Schule gehen", sagte der Sprecher weiter.

Am Mittwoch hatte die Stadt die Zahl der aktuell Infizierten mit 179 angegeben. Bei mehr als 100 davon sieht die Stadt einen Zusammenhang mit der Hochzeit. Neun Infizierte würden im Krankenhaus behandelt, sagte der Sprecher.

Unter den neun sei eine Patientin, die intensivmedizinisch behandelt werde. Auch bei ihr gebe es einen Zusammenhang mit der Hochzeit, so der Sprecher weiter.

In Hamm gilt als Auslöser der dortigen Corona-Welle eine Großhochzeit und damit verbundene weitere Feste, die Anfang September in Hamm und Dortmund und eine Woche später in Werl stattgefunden hatten. Die Stadt hat mittlerweile knapp 330 Menschen aus Hamm ausfindig gemacht, die an den Feierlichkeiten teilgenommen hatten.

Update, 24. September, 11.34 Uhr: Pauschales Arzt-Attest reicht nicht gegen Maskenpflicht

für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule reichen pauschal ausgefüllte Arzt-Atteste nicht aus. (Symbolbild)
für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule reichen pauschal ausgefüllte Arzt-Atteste nicht aus. (Symbolbild)  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Pauschal von einem Arzt ausgefüllte Atteste reichen für die Befreiung von der Maskenpflicht in der Schule nicht aus. Das hat das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen am Donnerstag entschieden und mitgeteilt.

Geklagt hatten Schüler aus Bocholt im westlichen Münsterland. Sie hatten der Schulleitung jeweils zwei gleichlautende Bescheinigungen ihres Arztes vorgelegt. Die Leitung lehnte die Befreiung ab (Az.: 13 B 1368/20).

Zuerst hatte sich das Verwaltungsgericht Münster in einem Eilverfahren dieser Sicht angeschlossen, dann jetzt auch das OVG.

Laut Coronabetreuungsverordnung des Landes NRW müsse über die allgemeine Beeinträchtigung beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes konkrete körperliche oder psychische Erkrankungen von einem Arzt benannt werden, heißt es in der Begründung des OVG. Dies sei im Fall der beiden Schüler nicht glaubhaft gelungen.

Der Beschluss ist nicht anfechtbar.

Update, 24. September, 11.12 Uhr: Ende für kostenlose Tests bei Kita-Personal noch nicht fix

Familienminister Joachim Stamp (FDP) hat einer Aussage des Gesundheitsministeriums widersprochen, wonach die kostenlosen Corona-Tests für das Kita-Personal in NRW mit den Herbstferien auslaufen. Der konkrete Termin bleibe abzuwarten, sagte Stamp am Donnerstag im Familienausschuss des Landtags.

Er betonte aber, dass die bisherigen 14-täglichen anlasslos möglichen Tests durch ein "effizienteres System" abgelöst werden sollen. Wenn nicht direkt nach den Herbstferien, dann in absehbarer Zeit, so Stamp.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums hatte am Mittwoch gesagt, dass das Testangebot für Lehrer und Kita-Beschäftigte mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober auslaufe. Unter anderem die SPD-Fraktion hatte dies kritisiert.

Stamp sagte im Familienausschuss, dass das bisherige Test-System tatsächlich nur wenige Treffer erbracht habe. In einem Bericht seines Ministeriums hieß es am Donnerstag, dass rund 51.500 Tests vorgenommen wurden (Stand 15. September) – bei denen nur 87 Personen positiv getestet wurden.

Stamp wiederholte in der Sitzung, dass es keine flächendeckenden Schließungen von Kitas mehr geben soll: "Ein solcher Lockdown wäre nicht verantwortbar." Man werde "viel stärker lokal handeln", so Stamp.

Update, 24. September, 11.10 Uhr: Wirtschaft im ersten Halbjahr geschrumpft

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft ist bis zur Jahresmitte etwas besser durch die Corona-Krise gekommen als die Wirtschaft in ganz Deutschland.

In NRW ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Halbjahr 2020 um 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag auf der Basis erster Schätzungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" berichtete.

Bundesweit sank die Wirtschaftsleistung demnach um 6,6 Prozent. Den größten Wirtschaftseinbruch verzeichnete das Saarland mit einem Minus von 9,5 Prozent, am geringsten fiel der Rückgang in Schleswig-Holstein mit 3,8 Prozent aus.

Update, 24. September, 9.45 Uhr: Erzbistum Köln fürchtet bei Einnahmen "Corona-Delle"

Durch die Corona-Krise befürchtet das Erzbistum Köln einen Einbruch der Kirchensteuer-Einnahmen.

"Niemand weiß, wie sich die Pandemie weiter entwickeln wird. Im schlimmsten Fall müssen wir mit Ertragseinbußen von 50 Millionen Euro rechnen", sagte Finanzdirektor Gordon Sobbeck nach einer Mitteilung des größten deutschen Bistums vom Donnerstag.

Wahrscheinlich werde die "Corona-Delle" die Finanzen des Erzbistums auch 2011 und 2022 noch belasten.

"Damit trifft uns der seit langem absehbare Ertragsrückgang bereits früher als erwartet", sagte Sobbeck. In den vergangenen Jahren habe die gute Konjunkturentwicklung die Effekte der stark zurückgehenden Mitgliederzahlen überdeckt. 

"Noch können wir die Einbußen aus Rücklagen auffangen, aber wir müssen jetzt die Weichen stellen, um langfristig handlungsfähig zu bleiben", sagte Sobbeck.

Update, 24. September, 9 Uhr: Verschärfung der Corona-Auflagen für Privatfeiern geplant

Wegen steigender Corona-Zahlen sollen die Auflagen für Privatfeiern bald strenger werden. (Symbolbild)
Wegen steigender Corona-Zahlen sollen die Auflagen für Privatfeiern bald strenger werden. (Symbolbild)  © 123RF/Olga Yastremska

Als Konsequenz aus Verstößen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen bei einer Hochzeitsfeier in Hamm sollen die Vorschriften nun landesweit verschärft werden.

"Wir werden in die Corona-Schutzverordnung hineinschreiben, dass Privatfeiern zwei Wochen vorher beim Ordnungsamt angemeldet werden müssen", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag dem Radioprogramm WDR 2.

Außerdem sei dabei ein Verantwortlicher zu benennen und eine Gästeliste einzureichen. "Dann kann das Ordnungsamt solche Feiern auch mal kontrollieren", sagte Laumann.

Die Feier in Hamm sei größer gewesen als erlaubt. Außerdem sei die Teilnehmerliste nicht in Ordnung gewesen, was die Nachverfolgung erschwere. Die Feier hätte so gar nicht stattfinden dürfen.

In der Stadt Hamm waren in der Folge die Corona-Neuinfektionszahlen auf den bundesweit höchsten Wert geklettert. Seit Mittwoch dürfen sich zum Schutz gegen die Pandemie im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten.

Update, 24. September, 8.04 Uhr: Autozulieferer Hella bekommt Corona-Folgen zu spüren

Der Licht- und Elektronikspezialist Hella hat auch im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahrs 2020/2021 unter den Folgen der Corona-Krise gelitten.

Während der Umsatz im Zeitraum Juni bis Ende August im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 1,34 Milliarden Euro absackte, brach das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) um rund die Hälfte auf 56 Millionen Euro ein, wie der MDax-Konzern am Donnerstag im nordrhein-westfälischen Lippstadt mitteilte.

Unter dem Strich stand wegen hoher Rückstellungen für Umbaumaßnahmen in Deutschland ein Verlust von 87 Millionen Euro zu Buche. Ein Jahr zuvor hatte Hella noch einen Überschuss von 77 Millionen Euro erwirtschaftet.

Seine Prognose für das seit Juni laufende neue Geschäftsjahr bestätigte der Autozulieferer. Demnach erwartet das Unternehmen weiterhin einen währungs- und portfoliobereinigten Konzernumsatz von rund 5,6 bis 6,1 Milliarden Euro.

Update, 23. September, 18.47 Uhr: Remscheid verschärft Corona-Auflagen

Angesichts stark steigender Neuinfektionswerte hat die Stadt Remscheid die Corona-Auflagen massiv verschärft. An allen weiterführenden Schulen wird die Maskenpflicht auch im Unterricht wieder eingeführt, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. 

Im öffentlichen Raum dürfen sich maximal fünf Personen oder Angehörige von zwei häuslichen Gemeinschaften treffen. Die Kontaktbeschränkungen gelten auch für Restaurants, Geschäfte, Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Private Feiern mit geselligem Charakter wie runde Geburtstage, Hochzeiten oder Jubiläen müssten ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen vorab den Behörden gemeldet werden. Ab 50 Gästen bis zu einer Obergrenze von 150 Personen muss die Stadt Feiern genehmigen. 

Die neuen Maßnahmen gelten zunächst für 14 Tage.

Update, 23. September, 16.55 Uhr: Kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Kita-Mitarbeiter laufen aus

Die kostenlosen Corona-Tests für Lehrer und Kita-Beschäftigte laufen mit Beginn der Herbstferien am 9. Oktober aus. 

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch sagte, seien durch die "insgesamt niedrigen Infektionszahlen bei diesen Personengruppen in den vergangenen Wochen" anlasslose Tests nicht "zielführend". 

Verstärkt verfolgt wird laut Ministerium künftig der "Ansatz anlassbezogener Testungen, um Infektionsketten gezielt zu unterbrechen sowie der Einsatz von Schnelltests – sobald diese zur Verfügung stehen –, um zeitnah Gewissheit über das Infektionsgeschehen und diesbezüglich zu treffende Maßnahmen zu erhalten."

Update, 23. September, 16.50 Uhr: Johnson & Johnson startet entscheidende Testphase von Corona-Impfstoff

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet (Symboldbild).
Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet (Symboldbild).  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Im Rennen um einen Corona-Impfstoff hat nun auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die letzte und entscheidende Phase der klinischen Tests gestartet. 

In einer sogenannten Phase III-Studie mit bis zu 60.000 Freiwilligen auf drei Kontinenten sollen Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten namens JNJ-78436735 überprüft werden, wie die deutsche Unternehmens-Tochter Janssen-Cilag am Mittwoch in Neuss mitteilte.

Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Die Ergebnisse der bisherigen klinischen Tests seien positiv verlaufen, hieß es. Das Unternehmen hofft, dass Anfang 2021 die ersten Dosen des Impfstoffs "für den Notfallgebrauch" zur Verfügung stehen.

Inzwischen haben mehrere Hersteller die vor der Zulassung nötigen Massentests mit Zehntausenden Probanden gestartet. Darunter sind der britische Hersteller AstraZeneca und das deutsche Unternehmen Biontech. Beide hoffen auf einen erfolgreichen Abschluss der Studien und eine Zulassung noch in diesem Jahr. 

Die meisten Hersteller gehen davon aus, dass für einen Schutz gegen das Coronavirus zweimal geimpft werden muss. Bislang ist für keinen Impfstoff-Kandidaten nachgewiesen worden, dass er wirklich vor einer Corona-Infektion schützt.

Update, 23. September, 16.03 Uhr: Inzidenz in Köln bei 33,3

Die Kölner Inzidenzzahl liegt laut Angaben der Stadt am Mittwochnachmittag bei 33,3. So gibt es derzeit insgesamt 4.596 bestätige Corona-Fälle – 51 mehr als am Vortag.

Update, 23. September, 15.17 Uhr: Gladbach will 10.804 Zuschauer ins Stadion lassen

Das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin soll vor 10.804 Zuschauern stattfinden.
Das Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Union Berlin soll vor 10.804 Zuschauern stattfinden.  © Bernd Thissen/dpa

Borussia Mönchengladbach plant für das Heimspiel gegen Union Berlin mit einer Kulisse von 10.804 Zuschauern.

"Es ist ein emotionales Plus, dass wir wieder 10.804 Zuschauer im Stadion begrüßen dürfen. Es ist ein erster sehr wichtiger Schritt", sagte Borussia-Geschäftsführer Stephan Schippers am Mittwoch.

Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit der Stadt Mönchengladbach, dem Gesundheits- sowie dem Ordnungsamt getroffen. Aber es gelten für Fans verschiedene Einschränkungen und Maßnahmen.

Neben personalisierten Tickets, keinen Stehplätzen und Mindestabständen müsse am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auch auf dem gesamten Stadiongelände eine Mund-Nasen-Schutzmaske getragen werden. Das gelte ebenfalls im Stadion auf den Sitzplätzen.

Derzeit seien rund 9200 Tickets verkauft. Aber bei allen Vorkehrungsmaßnahmen weist der Club darauf hin, dass "es kurzfristig noch zum Ausschluss von Zuschauern kommen kann."

Update, 23. September, 15.03 Uhr: Mehrere Infizierte bei Fleischverarbeiter in Steinfurt

Mindestens 26 Beschäftigte eines mittleren Betriebs der Fleischverarbeitung im Kreis Steinfurt sind nach Angaben der Verwaltung positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Das Ausmaß ist uns noch nicht bekannt, unsere Ermittler arbeiten mit Hochdruck", sagte eine Sprecherin des Kreises auf dpa-Anfrage. Es gehe auch darum, Infektionsketten rasch zu unterbrechen.

Der Schwerpunkt des Geschehens liege im Emsdetten. Der Krisenstab stelle derzeit alle Informationen zusammen und werde noch am Nachmittag informieren.

Update, 23. September, 15 Uhr: Forscher entwickeln regionale Corona-Vorhersage

Wissenschaftler der Universität Osnabrück und des Forschungszentrums Jülich haben eine regionale Corona-Vorhersage entwickelt. Das Modell liefere tagesaktuelle Schätzungen für Neuinfektionen sowie eine Fünf-Tages-Prognose für jeden deutschen Landkreis, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Mittwoch.

Dazu würden Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mit einem wahrscheinlichkeitsgewichteten Modell auf Höchstleistungsrechnern statistisch analysiert.

Das im Internet abrufbare Modell berechne nicht nur einen einzelnen wahrscheinlichen Verlauf, sondern berücksichtige viele mögliche Verläufe, erläuterte Prof. Gordon Pipa, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik an der Uni Osnabrück.

"Dies ermöglicht die Berechnung sogenannter Vorhersagehorizonte als Maß für die Streuung der Wahrscheinlichkeiten." So sei eine Einschätzung der Situation einschließlich statistischer Unsicherheiten möglich.

Zudem werde das Infektionsgeschehen in den Nachbarregionen in die Prognose mit einberechnet.

Update, 23. September, 13.55 Uhr: Corona-Werte in Hamm steigen weiter - Rekord bundesweit

In der Stadt Hamm mit den bundesweit höchsten Corona-Neuinfektionszahlen klettert der Wert weiter. 

Am Mittwoch wurden 94,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen verzeichnet, wie ein Stadt-Sprecher sagte. Am Dienstag hatte die 182.000-Einwohner-Stadt bei dieser zentralen sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz noch 87,1 genannt. 

Laut Robert Koch-Institut lag Hamm am Mittwoch deutschlandweit mit einem gestiegenen Wert von 80,4 an der Spitze. Die Differenz kommt durch unterschiedliche Meldewege und -zeiten zustande.

Update, 23. September, 13.41 Uhr: Weiteres Corona-Testzentrum am Düsseldorfer Airport eröffnet

Blick auf das neue Covid-19 Testzentrum am Flughafen Düsseldorf.
Blick auf das neue Covid-19 Testzentrum am Flughafen Düsseldorf.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Am Düsseldorfer Flughafen hat ein zweites Corona-Testzentrum eröffnet, das privat betrieben wird und auch für Nicht-Reisende erreichbar ist. 

Die erste Test-Station war behördlich angeordnet worden und wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein betrieben. Es liegt im Sicherheitsbereich in der Ankunftsebene. Der private Anbieter Centogene hat sein Covid-19-Testzentrum im öffentlich zugänglichen Terminal aufgeschlagen.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kostet ein Test 59 Euro. Für Einreisende aus Risikogebieten ist er weiter kostenfrei. 95 Prozent der Ergebnisse stünden innerhalb von 24 Stunden zur Verfügung. Termine werden nicht vergeben. Getestet werden laut Internetseite des Zentrums nur Menschen ohne Symptome.

Centogene betreibt nach eigenen Angaben bereits Zentren an den Flughäfen Frankfurt und Hamburg, wo seit Juni mehrere Hunderttausend Tests durchgeführt worden seien.

Update, 23. September, 11.30 Uhr: Schalke wartet noch mit Ticketvergabe

Der FC Schalke 04 hofft im Heimspiel gegen Werder Bremen auf die Unterstützung der Fans.
Der FC Schalke 04 hofft im Heimspiel gegen Werder Bremen auf die Unterstützung der Fans.  © Matthias Balk/dpa

Ob Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 am Samstag wie geplant sein Heimspiel vor rund 11 000 Zuschauern gegen Werder Bremen austragen kann, ist nach wie vor unklar. 

Der sportlich und wirtschaftlich angeschlagene Revierclub will zunächst bis Donnerstag das Infektionsgeschehen in Gelsenkirchen abwarten und erst dann mit einer möglichen Ticketvergabe starten. 

Das teilte der Club am Mittwoch mit. Zudem beendeten die Königsblauen die Anfragemöglichkeit für Tickets für das Spiel am Samstag (18.30 Uhr).

Die Teil-Zulassung von Zuschauern steht auf der Kippe, da sich derzeit 39,1 Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage infiziert haben und damit ein wichtiger Grenzwert überschritten wurde. Dieser liegt bei 35.

Update, 23. September, 9.10 Uhr: Hamm hat bundesweit höchste Corona-Kennzahl

Die westfälische Stadt Hamm lag am Mittwoch nach Zahlen des Robert Koch-Instituts bei 80,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. 

Bei der wichtigen Kennziffer, an der sich unter anderem Maßnahmen der Behörden orientieren, lag Hamm damit bundesweit mit Abstand vorn. Die Stadt selbst hatte am Dienstag sogar einen Wert von 87,1 genannt. Die Differenz kann durch Meldewege entstehen.

In Hamm müssen ab diesem Mittwoch Schüler im Unterricht wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die westfälische Stadt hatte diesen Schritt für weiterführende Schulen am Dienstag beschlossen, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Die Stadt sei derzeit die einzige in NRW, die diese Maßnahmen ergreifen müsse, hatte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) angekündigt.

Zugleich dürfen sich ab diesem Mittwoch im öffentlichen Raum in Hamm nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Die Kontaktbeschränkung in der 182.000-Einwohner-Stadt gilt für zunächst zwei Wochen, ebenso das Tragen von Alltagsmasken im Klassenraum.

In Hamm gilt als Auslöser der zweiten Corona-Welle vor allem eine Großhochzeit und damit verbundene Feste, die laut OB Hunsteger-Petermann in Hamm, Dortmund und Werl stattgefunden hatten. Nach neuesten Erkenntnissen seien dort mindestens 309 Teilnehmer aus Hamm gewesen, die allesamt in Quarantäne müssten und nun getestet würden.

Update, 23. September, 7.21 Uhr: NRW-Exporte deutlich unter Vorjahresniveau

Die nordrhein-westfälische Wirtschaft exportierte im Juli 2020 Waren im Wert von 14,5 Milliarden Euro. Wie das Statistische Landesamt anhand mitteilte, waren das 14,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. 

Gemessen am Exportwert gingen im Juli 2020 die Ausfuhren NRWs in die Niederlande am stärksten zurück: Der Wert der Ausfuhren sank gegenüber Juli 2019 um 236,6 Millionen Euro (−13,7 Prozent). Am zweitstärksten sank der Wert der Exporte nach Italien (−207,7 Millionen Euro bzw. −20,4 Prozent). Die Ausfuhren in die Türkei stiegen im selben Zeitraum um rund 50,5 Millionen Euro (+14,8 Prozent).

Von Januar bis Juli 2020 summierte sich der Wert der Exporte auf 99,8 Milliarden Euro (−13,5 Prozent). Insbesondere ab März ist ein deutlicher Einbruch erkennbar.

Update, 22. September, 16.20 Uhr: Kölner Inzidenz weiter knapp unter kritischer Marke

Der Inzidenz liegt am Dienstagnachmittag in Köln bei 34,4. Insgesamt sind demnach 4.519. (Vortag: 4.503) Corona-Virus-Fälle bestätigt. Bei einem Treffen des Krisenstabs wurden einige Maßnahmen beschlossen, die im Falle ansteigender Infektionszahlen eintreten sollen.

Update, 22. September, 16.13 Uhr: SPD-Fraktionschef für Schnelltests in Stadien

Schnelltest vor Konzerten, Fußballstadien, Feiern und Besuchen im Pflegeheim: Die SPD im NRW-Landtag sieht in den angekündigten Corona-Schnelltests die Möglichkeit, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Zeiten steigender Infektionszahlen wieder in Gang zu bringen.

Durch die Schnelltests könnte die Teilnahme an Großveranstaltungen wieder zugelassen werden, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag in Düsseldorf.

Wer bereit sei, für ein Ticket 40, 50 oder 60 Euro zu zahlen, "von dem kann ich auch abverlangen, dass er für zehn Euro dazu noch einen Schnelltest kauft". Aber auch eine hälftige Kostenübernahme durch Veranstalter sei denkbar.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) zeigte sich zurückhaltend beim Thema Schnelltests. Sie spielten zwar in der gesamten Analyse der Lage eine Rolle, sagte er vor Beginn einer Kabinettsklausur.

Die künftige Corona-Teststrategie werde aber bei Bund-Länder-Gesprächen sowie der Videokonferenz der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) kommende Woche abgestimmt.

Update, 22. September, 16.11 Uhr: Keine flächendeckende Kita-Schließungen

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will trotz der gestiegenen Corona-Infektionszahlen keine flächendeckenden Schul- oder Kitaschließungen mehr. Das hat der NRW-Familienminister und stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) betont.

Kommunen und Landesregierung handelten weiter lokal und regional. In der Abwägung liege der Schwerpunkt aber bei den Bildungschancen der Kinder, sagte Stamp. Im September habe es wegen der Corona-Pandemie 50 vollständige und 90 Teilschließungen von Kitas gegeben. Dies sei bei rund 10.000 Kitas in NRW akzeptabel.

Update, 22. September, 16.10 Uhr: Laschet schließt landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen aus

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine landesweite Verschärfung der Corona-Auflagen etwa mit Maskenpflicht im öffentlichen Leben trotz der steigenden Infektionszahlen vorerst ausgeschlossen.

"Wir wollen keinen flächendeckenden Lockdown in NRW", sagte Laschet am Dienstag zu Beginn einer Kabinettssitzung auf dem Wasserschloss Anholt in Isselburg. Bisher seien die Infektionsketten rückverfolgbar.

Es werde daher weiter lokal reagiert, wie etwa in Hamm, wo die Auflagen verschärft worden seien. "Nein, neue Regeln brauchen wir nicht", sagte Laschet.

Update, 22. September, 15.48 Uhr: Zweiter Lockdown soll verhindert werden

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will mit Blick auf die Wirtschaftslage ein erneutes Stilllegen des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens unbedingt vermeiden.

"Klar ist: Wir wollen einen zweiten Lockdown verhindern. Das ist derzeit die beste Wirtschaftspolitik", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Dienstag im Münsterland.

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät dort auf dem Wasserschloss Burg Anholt über Konsequenzen aus den Corona-Infektionszahlen.

Update, 22. September, 15.42 Uhr: Handball-Supercup darf vor 2640 Zuschauern stattfinden

Die Handball-Bundesliga darf trotz Corona vor 2640 Zuschauern stattfinden.
Die Handball-Bundesliga darf trotz Corona vor 2640 Zuschauern stattfinden.  © Marius Becker/dpa

Die Saisoneröffnung in der Handball-Bundesliga mit dem Supercup darf vor 2640 Zuschauern im Düsseldorfer ISS Dome stattfinden. Dies hat die Landesregierung NRW erlaubt und am Dienstag nach Prüfung des Hygienekonzepts mitgeteilt.

Damit ist die Halle für die Partie zwischen Meister THW Kiel und Vizemeister SG Flensburg-Handewitt am Samstag (20.30 Uhr/Sky Sport News HD) mit den erlaubten 20 Prozent ausgelastet.

"Diese Genehmigung zu Gunsten unseres Super Cups ist für den Handball ein weiteres positives und wichtiges Signal. Wenige Tage vor dem 1. Spieltag ist es unsere Aufgabe, diese Chance verantwortungsvoll und mit Bedacht zu nutzen, um Vertrauen und Sicherheit aufbauen", sagte Bundesliga-Geschäftsführer Frank Bohmann.

"Dann bin ich zuversichtlich, dass es in naher Zukunft weitere Entscheidungen geben wird, die unseren Fans die Rückkehr in unsere Arenen ermöglichen wird."

Update, 22. September, 15.40 Uhr: Null-Toleranz-Prinzip bei Corona-Verstößen bei Feiern

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Verstöße gegen die Corona-Regeln bei privaten Feiern konsequent ahnden.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kündigte am Dienstag vor Beginn einer Kabinettsklausur im Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland ein "Null-Toleranz-Prinzip" an.

Wer Feiern mache, müsse sich an die Regeln halten, und wenn das jemand nicht tue, müsse das "als Ordnungswidrigkeit geahndet werden".

Laschet bezog sich auf eine Feier mit rund 250 Menschen, bei der es keinen Listen für Kontaktnachverfolgung gegeben habe. Bei der Hochzeitsfeier hatten sich 86 Menschen infiziert. Bei dem Fest waren 236 Gäste aus Hamm.

Update, 22. September, 15.30 Uhr: Laschet hält Weihnachtsmärkte für möglich

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Weihnachtsmärkte im Corona-Jahr 2020 nicht ausschließen.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will Weihnachtsmärkte im Corona-Jahr 2020 nicht ausschließen.  © Montage: Marijan Murat/dpa, Michael Kappeler/dpa

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält trotz der Corona-Pandemie Weihnachtsmärkte in den Städten für möglich. Es handle sich dabei letztlich um eine Entscheidung, die bei der jeweiligen Kommune liege, sagte er am Dienstag.

Und er ergänzte: "Ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen". Allerdings seien sie nur unter klaren Regeln denkbar, etwa mit Abstandsregeln. Auch Martinsumzüge seien möglich. Er halte sie "für das geringste Problem".

"Wenn Kinder in der Kita auf engstem Raum zusammen sind, sollte es an der frischen Luft mit Abstand auch gelingen, eine Martinsfackel durch die Straße zu tragen", sagte Laschet.

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät am Dienstag und Mittwoch in einer zweitägigen Klausur über Konsequenzen aus den steigenden Corona-Infektionszahlen. Die Landesregierung trifft sich dazu auf dem Wasserschloss Burg Anholt im Münsterland.

Update, 22. September, 14.30 Uhr: Remscheid empfiehlt Mundschutz für gesamtes Stadtgebiet

Die Stadt Remscheid empfiehlt Bürgern in der Öffentlichkeit im gesamten Stadtgebiet Alltagsmasken zu tragen. In den vergangenen sieben Tagen sei es zu 52,05 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gekommen, teilte die Stadt den aktuellen Stand vom Dienstag mit.

Man habe damit erstmals die kritische Schwelle von 50 übersprungen. Die Stadt könne das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der gesamten City aber nicht anordnen, sondern nur empfehlen, erläuterte eine Sprecherin nach einer Sitzung des Krisenstabs.

Die bergische Stadt mit rund 114.000 Einwohnern setzt zudem auf mehr Aufklärung – auch auf eine gezielte, mehrsprachige Informationskampagne – und auf weitere Kontrollen. Man werde Verstöße konsequent mit Bußgeldern ahnden, um gegen die Pandemie anzukämpfen.

Das Robert Koch-Institut hatte kurz zuvor am Dienstagmorgen eine sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz von «nur» 36,9 gemeldet. Die Zahlen differieren teils deutlich, weil die Meldewege und in der Praxis auch die Meldezeiten unterschiedlich ausfallen, erläuterte die Stadt-Sprecherin.

In Remscheid darf Schulsport bis zu den Herbstferien nun nicht mehr in der Halle stattfinden. Großveranstaltungen über 300 Personen werden nicht mehr genehmigt.

Update, 22. September, 13.03 Uhr: Hamm führt Maskenpflicht für weiterführende Schulen ein

Die Stadt Hamm führt angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen ab diesem Mittwoch wieder eine Maskenpflicht im Unterricht für Lehrer und Schüler an weiterführenden Schulen ein.

Das gelte für zunächst zwei Wochen und nur dann, wenn baulich ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht gewährleistet sei. Das sagte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) in einer Video-Pressekonferenz.

Auch dürfen im öffentlichen Raum ab Mittwoch nur noch fünf Personen oder Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. In Hamm leben rund 182.000 Einwohner.

Schüler an weiterführenden Schulen in Hamm müssen ab Mittwoch Maske tragen. (Symbolbild)
Schüler an weiterführenden Schulen in Hamm müssen ab Mittwoch Maske tragen. (Symbolbild)  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 22. September, 12.40 Uhr: Freizeitpark in Hamm vorzeitig geschlossen

Die Stadt Hamm mit den derzeit höchsten Neuinfektionswerten in NRW plant zusätzliche Maßnahmen, um weitere Ansteckungen zu vermeiden. 

Ein Sprecher sagte am Dienstag auf dpa-Anfrage, der bereits erneut tagende Krisenstab habe zunächst die Schließung eines temporären Freizeitparks noch im Tagesverlauf beschlossen. Er sollte eigentlich bis Sonntag laufen, war mit 1500 erlaubten Gästen vor einigen Tagen gestartet und am Sonntag schon auf unter 1000 gleichzeitig gestattete Besucher heruntergefahren worden. 

Am Mittag will die westfälische Stadt mit 182.000 Einwohnern über weitere Maßnahmen informieren. Am Montag waren Beschränkungen vor allem für private Veranstaltungen bekannt gegeben worden.

Eine Kontaktbeschränkung - etwa nur fünf Personen zusammen in der Öffentlichkeit - sei aber bislang nicht geplant, erläuterte der Sprecher. Man rechne mit weiter steigenden Werten.

Update, 22. September, 11.05 Uhr: Massentest auf Corona an Schule in Ostwestfalen

Nach vier Corona-Infektionen unter Schülern einer Schule in Hüllhorst im Kreis Minden-Lübbecke haben die Behörden einen Massentest angeordnet. 

Bis Mittwoch ist die Gesamtschule voraussichtlich geschlossen, am Dienstag war der Test der rund 1500 Schüler und Lehrer angelaufen, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte. 

Grund für die strikte Anordnung: Nicht bei allen Infizierten seien mögliche Infektionsketten und Querverbindungen klar zu ermitteln gewesen, sagte eine Sprecherin.

Update, 22. September, 9.06 Uhr: Wichtige Kennziffer in Hamm weit über 50

Die Stadt Hamm in Westfalen liegt jetzt auch nach den offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) weit über der wichtigen Kennziffer von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen. 

Das RKI wies am Dienstag einen Wert von 64,8 aus. Die Stadt selbst hatte am Montag von 71 gesprochen. Die Zahlen von RKI und Kommunen unterscheiden sich oft wegen der Meldewege.

In Gelsenkirchen lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag laut RKI bei 38,0 - am Tag zuvor noch bei 44,1. Für Remscheid wies das RKI am Dienstag den Wert 36,9 aus, am Montag war er 37,8. In Köln stieg der Wert mit 34,4 (Vortag: 33,2) wieder leicht an. Der Oberbergische Kreis hatte laut RKI den Wert 26,8 - im Vergleich zu 33,0 am Vortag.

In zwei weiteren Regionen nähert sich die Kennzahl unterdessen der ersten wichtigen Stufe von 35, ab der erste Maßnahmen beraten werden müssen. Siegen lag am Dienstag bei 27,0, Solingen bei 25,1 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Update, 22. September, 7.30 Uhr: Remscheid empfiehlt wohl Mundschutz für das ganze Stadtgebiet

Ein medizinischer Mundnasenschutz hängt am Rückspiegel eines im Regen parkenden Autos.
Ein medizinischer Mundnasenschutz hängt am Rückspiegel eines im Regen parkenden Autos.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen schlägt eine weitere Stadt in Nordrhein-Westfalen eine etwas härtere Gangart ein, um die Pandemie zu bekämpfen. 

In Remscheid soll den Bürgern empfohlen werden, im ganzen öffentlichen Raum Mundschutz zu tragen - über diese Maßnahme und ein weitere Vorgaben will an diesem Dienstag der Krisenstab der 114.000-Einwohner-Stadt entscheiden. An weiterführenden Schulen soll ein Mund-Nasen-Schutz zudem wieder Pflicht sein.

In Remscheid waren am Montag im Wochenschnitt 38 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gemeldet worden. Ab 35 muss eine Stadt mit Landesbehörden Maßnahmen abstimmen. In einer Videobotschaft nannte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (SPD) die Situation in der Stadt "besorgniserregend". Bei Verstößen gegen Coronaregeln würden Kontrolleure künftig hart durchgreifen. "Wir werden jeden Verstoß (...) ahnden müssen".

Sollten die Zahlen weiter steigen, kämen drastische Einschränkungen, warnte Mast-Weisz. "Das möchte ich uns allen ersparen, das möchte ich der Gastronomie und der Wirtschaft ersparen - es wäre eine Katastrophe für das Leben in unserer Stadt". Der SPD-Politiker betonte, dass die Regeln und Einhaltungskontrollen nicht dazu da seien, um Bürger "zu gängeln, sondern damit wir alle gesund durch diese Krise kommen".

Vor einigen Tagen hatte bereits Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker empfohlen, auch im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen - etwa in Warteschlangen vor Geschäften (TAG24 berichtete).

Update, 22. September, 6.30 Uhr: SPD-Fraktionschef fordert Corona-Tests an Fußballstadien

Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Debatte im Landtag.
Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionsvorsitzender, spricht während der Debatte im Landtag.  © Federico Gambarini/dpa

Fußballfans sollen sich nach dem Willen eines SPD-Politikers direkt am Stadion auf eine mögliche Coronavirus-Infektion testen lassen. 

"In wenigen Tagen wird ein Schnelltest auf den deutschen Markt kommen, der innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis bringt", sagte der SPD-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag, Thomas Kutschaty, dem Kölner Stadt-Anzeiger (Dienstag). 

Die Kosten für den Test sollen sich auf wenige Euro belaufen. "Dann wüssten alle im Stadion, dass dort niemand ansteckend infiziert ist. Und im Stadion wäre schon wieder sehr viel Normalität möglich."

Die neuen Tests könnten nicht nur im Fußball genutzt werden, sondern auch in Pflegeeinrichtungen, Kitas, Schulen und Krankenhäusern. 

Wissenschaftler des Instituts des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt hätten ein Testverfahren entwickelt, wie man mit einem Test gleichzeitig zehn Menschen überprüfen könne. Das Verfahren sei wissenschaftlich geprüft und patentiert, so Kutschaty.

Update, 22. September, 6.24 Uhr: Hamm will massive Einschränkungen verhindern

Die Stadt Hamm will bei privaten Feiern deutliche Einschränkungen vornehmen, um gegen stark erhöhte Corona-Neuinfektionen vorzugehen. 

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann (CDU) kündigte am Montag in einer Video-Pressekonferenz an, private Veranstaltung zwischen 50 und 150 Personen müssten im Vorfeld ab Dienstag von der Stadt genehmigt werden. Es werde ein Bußgeld ab 2000 Euro verhängt, wenn es zu Fehlverhalten komme. 

In der westfälischen Stadt seien am Montag 46 Neuinfektionen gemeldet worden. Auf die vergangenen sieben Tage gerechnet sei die wichtige Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern deutlich übersprungen worden. Der Wert liege aktuell bei 70,9.

Bei einer einzigen Hochzeitsfeier und einem damit verbundenen Fest hätten sich mindestens 86 Einwohner von Hamm infiziert. Man wolle einen lokalen "Lockdown" verhindern, so Hunsteger-Petermann. Schulen, Kitas und Gastronomie könnten wie bisher weiterlaufen.

Update, 22. September, 6.20 Uhr: Gelsenkirchen beschränkt Größe von Privatfeiern

In Gelsenkirchen sollen im Wesentlichen zwei große Hochzeiten für die hohen Corona-Zahlen verantwortlich sein.
In Gelsenkirchen sollen im Wesentlichen zwei große Hochzeiten für die hohen Corona-Zahlen verantwortlich sein.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Wegen gestiegener Corona-Fallzahlen dürfen in Gelsenkirchen an privaten Feiern in gewerblichen Räumen künftig nur noch höchstens 50 Personen teilnehmen. 

Bislang galt eine Höchstgrenze von 150, wie ein Stadtsprecher am Montag berichtete. Abgesagt wurde außerdem ein großer Flohmarkt am Fußballstadion von Fußball-Bundesligist FC Schalke 04, der für Dienstag geplant war. Die Stadt appellierte an die Bürger, sich bei Feiern in privaten Räumen bis auf weiteres auf 25 Personen zu beschränken.

Gelsenkirchen hatte am Montagmorgen 44,1 Fälle pro 100 000 Bewohner verzeichnet und damit nach Hamm den zweithöchsten Wert in ganz NRW. Städte und Kreise, die eine sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. In Gelsenkirchen leben rund 265 000 Menschen.

Stadtsprecher Martin Schulmann ging am Montag davon aus, dass sich der Wert bis Dienstag "nicht wesentlich" ändern werde. "Wir werden um die 44 bleiben", sagte er. Auslöser für die gestiegene Zahl seien im Wesentlichen zwei große Hochzeiten gewesen. "Es kann natürlich sein, dass sich daraus noch weitere Fälle entwickeln."

Der Wert entscheidet am kommenden Wochenende auch darüber, ob Schalke 04 sein erstes Saison-Heimspiel vor Fans austragen darf. Dies ist nur erlaubt, wenn der Wert unter 35 liegt. Schalke will dann nach eigenen Angaben rund 11.000 Fans zuschauen lassen.

Update, 21. September, 16.15 Uhr: Kölner Inzidenz liegt bei 34,73

In Köln gibt es am Montagnachmittag insgesamt 4.503 bestätigte Corona-Fälle (Vortag: 4.472). Damit liegt die Inzidenzzahl laut Stadt bei 34,73. An dem Virus erkrankt sind aktuell 436 Einwohner.

Update, 21. September, 13.33 Uhr: Stadt Remscheid berät über Corona-Maßnahmen

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Remscheid will die bergische Stadt an diesem Dienstag über weitere Maßnahmen entscheiden.

Eine Informationsoffensive sei als aktuell erster Schritt auf den Weg gebracht, um einer Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken, schilderte eine Sprecherin am Montag.

Nach den neuesten Zahlen der Stadt – Stand Sonntag – liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen bei 37,05. Sie hat damit die Vorwarnstufe (Wert 35) überschritten. Die Menschen müssen sich dort also womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Gemessen an der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz liegt Remscheid in NRW nach Gelsenkirchen und nach Hamm als Spitzenreiter an dritter Stelle.

Update, 21. September, 11.50 Uhr: Hamm rechnet mit Überschreiten wichtiger Corona-Marke

Die Stadt Hamm rechnet damit, bald den wichtigen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen zu überschreiten. Nach aktuellstem Stand der Stadt von Sonntagmittag sei der Wert auf 48,6 gestiegen, man berate aktuell über Maßnahmen, wie man gegensteuern werde, berichtete ein Sprecher am Montag.

"Es wird auf jeden Fall Maßnahmen geben, denn wir gehen davon aus, dass wir über die 50 kommen." Der Krisenstab werde die konkreten Schritte am späteren Nachmittag mitteilen.

Update, 21. September, 11.46 Uhr: Weniger Hochzeiten in NRW

Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne in NRW vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik.
Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne in NRW vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Die Corona-Pandemie hat bei vielen Paaren offenbar die Hochzeitspläne durchkreuzt: Im ersten Halbjahr 2020 haben sich in NRW deutlich weniger Menschen das Ja-Wort gegeben als im gleichen Zeitraum 2019.

Wie aus Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Montag hervorgeht, wurden in Nordrhein-Westfalen von Januar bis Juni rund 29.000 Ehen geschlossen – rund 6000 weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Es handle sich damit um einen Rückgang von rund 17 Prozent, erklärten die Statistiker.

Die Gründe für die Entwicklung sind einer Sprecherin zufolge aus der Erhebung nicht abzulesen. Vieles spricht allerdings dafür, dass die Corona-Pandemie eine große Rolle gespielt hat.

Mitte März verhängten Bund und Länder strenge Auflagen, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Das betraf unter anderem die Möglichkeit, Hochzeiten mit vielen Gästen zu feiern.

Erst Mitte Juli wurde entschieden, dass in NRW wieder größere Hochzeitsfeten mit bis zu 150 Gästen möglich sind.

Update, 21. September, 10.10 Uhr: Weiterhin hohe Corona-Zahlen in NRW-Städten

Hamm steht mit 46,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen kurz vor der wichtigen Marke von 50.

Die Stadt in Westfalen stand NRW-weit am Montag an der Spitze der Liste der sogenannten 7-Tage-Inzidenz und überholte mit einem Anstieg von fast vier Punkten zum Vortag Gelsenkirchen.

Auch in anderen Städten liegt der entsprechende Wert weiter über der Zahl 35, ab der bereits erste Maßnahmen ziehen: Gelsenkirchen lag – zum Vortag unverändert – bei 44,1. Remscheid bei 37,8, wobei der Wert laut Robert Koch-Institut (RKI) am Vortag noch bei 36,9 lag. Für Köln betrug der Wert am Montag 33,2 (Vortag: 34,2). Der Oberbergische Kreis stagnierte bei 33,0.

An diesem Montag wollen die Behörden entscheiden, ob in Hamm, Gelsenkirchen und Remscheid wieder striktere Beschränkungen eingeführt werden. In Köln solle am Dienstag der Krisenstab zusammentreten, teilte ein Sprecher mit.

Update, 21. September, 8.10 Uhr: Rund 7000 Schüler und 580 Lehrer in Quarantäne

Im Zuge der Corona-Pandemie befinden sich nach jüngsten Zahlen des nordrhein-westfälischen Schulministeriums knapp 7000 Schüler und rund 580 Lehrer in Quarantäne.

Bei 238 Schülern und 46 Lehrkräften sei eine Infektion mit dem Virus bestätigt worden, berichtete die in Düsseldorf erscheinende Rheinische Post unter Berufung auf das Ministerium. Vier Schulen seien wegen der Pandemie komplett geschlossen, dazu kämen 106 Teilschließungen.

Das Bildungsministerium hat die Zahlen laut Zeitung in einer Umfrage ermittelt, an der 4510 von 4862 Schulen teilgenommen hätten. Danach waren zuletzt exakt 6987 Schüler und 576 Lehrer in Quarantäne.

Nach Auffassung des Verbandes Lehrer NRW fehlt dem Blatt zufolge ein klares Konzept für den Schulbetrieb in Corona-Zeiten. Vor allem die Abschaffung der Maskenpflicht nach zwei Wochen habe zu massiver Verunsicherung bei Schülern und Lehrern geführt.

Update, 21. September, 8 Uhr: Kölner Inzidenz knackt kritische 35-Marke

In Köln steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 36,75.
In Köln steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Der Inzidenz liegt am Sonntagnachmittag bei 36,75.  © Marius Becker/dpa

Am Freitag gab es in Köln ingesamt 4.472 bestätigte Corona-Fälle, wie die Stadt am Sonntagabend mitteilte. Die Inzidenzzahl liegt damit bei 36,75.

Auch wurde ein weiterer Todesfall einer mit Covid-19 infizierten Person gemeldet. Insgesamt erlagen bis Sonntag 116 Kölnerinnen und Kölner dem Virus.

Aktuell sind 460 Bürger an Corona erkrankt.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen.

Welche Konsequenzen in Köln folgen, ist noch nicht geklärt. Am Samstag fand bereits die Bundesliga-Partie des 1. FC Köln unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Update, 20. September, 15.30 Uhr: Mehrere Tausend demonstrieren in Düsseldorf

In Düsseldorf demonstrieren am Sonntagnachmittag mehrere Tausend Menschen gegen die Corona-Maßnahmen. Die Kundgebung findet unter der Aufsicht von zahlreichen Polizisten statt.

Update, 20. September, 13.02 Uhr: Bochum freut sich auf ersten Auftritt vor Zuschauern

Vor dem ersten Saisonspiel gegen den FC St. Pauli am Montag (20.30 Uhr/Sky) freut sich Sport-Geschäftsführer Sebastian Schindzielorz vom Fußball-Zweitligisten VfL Bochum über die Rückkehr der Zuschauer.

"Wir kommen aus Spielen, die komplett ohne Fans stattgefunden haben. Das ist kein schöner Zustand für uns und auch den Fußball im Allgemeinen gewesen. Ich finde, es ist ein richtiger und wichtiger Schritt in eine gute Richtung", sagte der 41-Jährige.

Die Partie gegen die Kiez-Kicker können 5000 Fans im Bochumer Stadion verfolgen. "Ich hoffe, dass die Testphase gut verlaufen wird", sagte Schindzielorz.

Update, 20. September, 10.22 Uhr: Starker Anstieg der Corona-Fälle auch in Hamm und Remscheid

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in einigen nordrhein-westfälischen Städten steigt weiterhin stark an. Am Sonntag überschritten auch die Städte Hamm und Remscheid die sogenannte Vorwarnstufe. Das heißt, die Menschen dort müssen sich jetzt womöglich wieder auf erste Einschränkungen des öffentlichen Lebens einstellen.

Bei der entscheidenden Kennzahl – den Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – lag Gelsenkirchen am Sonntag weiterhin an der Spitze der großen Städte und Kreise in NRW.

Die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz wurde vom Robert Koch-Institut (RKI) wie am Vortag mit 44,1 angegeben – eine Woche zuvor waren es 10,7.

Hamm kam am Sonntag auf einen Wert von 43,0 – eine Woche zuvor betrug die Sieben-Tages-Inzidenz dort noch 10,1. In Remscheid infizierten sich laut RKI in den vergangenen sieben Tagen 36,9 Personen pro 100.000 Einwohner mit dem Coronavirus – eine Woche zuvor waren es noch 20,7.

Städte und Kreise, die eine Sieben-Tages-Inzidenz über 35 aufweisen, müssen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen.

Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt, was in Gelsenkirchen ein Thema werden könnte. Der FC Schalke 04 hat am nächsten Samstag sein erstes Heimspiel der Saison.

In der Nähe der Vorwarnstufe sind außerdem die Stadt Köln mit einem Wert von 34,2 sowie der Oberbergische Kreis mit einem Wert von 33,0.

Update, 19. September, 17.47 Uhr: Zahl der Corona-Infektionen steigt in Gelsenkirchen massiv an

In Gelsenkirchen gab es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen.
In Gelsenkirchen gab es zuletzt einen starken Anstieg der Corona-Neuinfektionen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Gelsenkirchen ist massiv angestiegen und nähert sich der wichtigen Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. 

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz am Samstag in Gelsenkirchen bei 44,1 - eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 10,7. 

Schon ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner müssen Kommunen in NRW mit den zuständigen Landesbehörden konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen. 

Zudem sind ab diesem Wert keine Zuschauer etwa bei Fußball-Bundesligaspielen mehr erlaubt. Der FC Schalke 04 hat sein erstes Heimspiel der Saison am nächsten Samstag gegen Werder Bremen.

Sollte die wichtige Kennziffer der Neuansteckungen auf 50 steigen, kündigte die Stadt "einschneidende Einschränkungen" an. Die Stadt Gelsenkirchen hatte bereits am Freitag mitgeteilt, dass größere private Feiern zu einer Verbreitung des Coronavirus beigetragen hätten.

Update, 18. September, 21 Uhr: Land verlängert Corona-Hilfen für Solo-Selbstständige bis Jahresende

Das Land Nordrhein-Westfalen will die Corona-Hilfe für Freiberufler und Solo-Selbstständige bis zum Jahresende verlängern. 

Die monatliche Unterstützung zum Lebensunterhalt von 1000 Euro werde bis zum Jahresende weitergezahlt, sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der Rheinischen Post. 

Bislang war die Hilfe für Solo-Selbstständige bis August befristet. "Dies ist ein wertvoller Beitrag, um auch die private wirtschaftliche Existenz der kleinsten Unternehmer unseres Landes zu sichern", sagte er.

Update, 18. September, 16.36 Uhr: 73 Prozent der Lehrer wollen Maskenpflicht zurück

Eine große Mehrheit von rund 6000 befragten Lehrern in NRW will laut der Gewerkschaft GEW die Maskenpflicht im Unterricht zurück. 

Fast 70 Prozent fühlten sich durch die gegenwärtigen Maßnahmen der Landesregierung mangelhaft oder ungenügend geschützt, teilte die Gewerkschaft am Freitag mit.

Fast ein Drittel der Befragten habe angegeben, dass es an ihrer Schule Gremienbeschlüsse zum freiwilligen Tragen einer Maske im Unterricht gebe. 

"Obwohl Masken im Unterricht pädagogisch unsinnig sind, spricht sich eine große Mehrheit für die Wiedereinführung aus, mangels besserer Alternativen zum Infektionsschutz", so die nordrhein-westfälische GEW-Vorsitzende Maike Finnern.

Über 6000 Mitglieder der Gewerkschaft hätten sich an der Befragung, die zwischen dem 3. und 14. September stattfand, beteiligt. 

Über 80 Prozent hätten ein landesweit einheitlich geregeltes Vorgehen bei Schutzmaßnahmen gefordert, wenn diese im Falle steigender Infektionszahlen erforderlich sein sollten. Mit Blick auf die kalte Jahreszeit sei dies dringend nötig, betonte auch die Gewerkschaft.

Update, 18. September, 15.53 Uhr: Bundesverdienstkreuz für Heinsbergs Landrat Pusch

Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch erhält für seine Verdienste in der Corona-Krise das Bundesverdienstkreuz.
Der Heinsberger Landrat Stephan Pusch erhält für seine Verdienste in der Corona-Krise das Bundesverdienstkreuz.  © Henning Kaiser/dpa

Der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch (CDU), soll am 1. Oktober mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werden. 

Wie eine Sprecherin des Kreises der Deutschen Presse-Agentur am Freitag sagte, wird Pusch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für seine Arbeit als Krisenmanager in der Corona-Pandemie geehrt. 

Eine Sprecherin des Bundespräsidenten sagte der dpa, Pusch habe, als sich das Corona-Virus im Februar in Heinsberg als erstem Landkreis in Deutschland rasant ausbreitete, Pionierarbeit bei der Eindämmung der Pandemie geleistet. 

"Viele seiner Maßnahmen wurden in den folgenden Monaten von anderen Kreisen in der ganzen Bundesrepublik übernommen."

Puschs Kreis Heinsberg war nach einer Karnevalssitzung im Februar zum ersten deutschen Corona-Hotspot geworden. 

Der Landrat hatte Schulen und Kindergärten schließen lassen und die Bevölkerung unter anderem durch tägliche Videobotschaften informiert.

Update, 18. September, 14.15 Uhr: Online-Kirchgang nach Corona stark gefragt

Der coronabedingte zeitweise Umstieg auf Online-Gottesdienste hat bei vielen evangelischen Gläubigen einer Umfrage zufolge Anklang gefunden. 

Künftig wünschten sich mehr als 82 Prozent regelmäßige Online-Gottesdienste, auch wenn Präsenzveranstaltungen wieder möglich seien, teilte die Evangelische Kirche im Rheinland am Freitag mit. An der Online-Befragung im Auftrag von fünf Landeskirchen hatten 5000 Personen teilgenommen.

Fast zwei Drittel der Befragten (65,4 Prozent) hatten auch nach Ende des Lockdowns weiterhin an digitalen Gottesdiensten teilgenommen. Besonders hoch war die Zustimmung bei den 41- bis 60-Jährigen. Mehr als 80 Prozent waren mindestens viermal beim digitalen Kirchgang dabei.

Update, 17. September, 18.17 Uhr: Köln erreicht Inzidenz von 29,5

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Köln ist seit gestern um 54 auf nunmehr 372 gestiegen. Nach Angaben der Stadt liegt die Inzidenzzahl bei 29,48. 

Ab einem Wert von 35 muss über Maßnahmen beraten werden, ab 50 werden Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zur Pflicht.

Update, 17. September, 15.30 Uhr: Reisewarnung für einen Teil der Niederlande

Wegen gestiegener Corona-Zahlen hat die Bundesregierung eine Reisewarnung für Teile der Niederlande ausgesprochen. (Symbolbild)
Wegen gestiegener Corona-Zahlen hat die Bundesregierung eine Reisewarnung für Teile der Niederlande ausgesprochen. (Symbolbild)  © Frank Rumpenhorst/dpa

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung die beiden niederländischen Provinzen Nordholland und Südholland zum Risikogebiet erklärt – und entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen.

Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) hatte am Mittwoch ein entsprechend aktualisierte Liste der Corona-Risikogebiete veröffentlicht.

Nord- und Südholland sind zwei der insgesamt zwölf Provinzen der Niederlande und liegen im Westen des Landes. Sie bilden die am dichtesten besiedelte Region des Landes. In den beiden Provinzen liegen sowohl die größten niederländischen Städte Amsterdam, Rotterdam und Den Haag als auch beliebte Badeorte wie Scheveningen, Zandvoort und Bergen aan Zee.

Nicht betroffen ist dagegen die ebenfalls bei NRW-Touristen beliebte Küstenprovinz Zeeland im Südwesten an der Grenze zu Belgien. Auch für die an Nordrhein-Westfalen angrenzenden Provinzen Limburg, Gelderland und Overijssel gilt die Reisewarnung nicht. Pendler sind also nicht betroffen.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, ob es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat. Die Warnung des Auswärtigen Amtes vor "nicht notwendigen, touristischen Reisen" dorthin folgt in der Regel nach kurzer Zeit.

Update, 17. September, 11.42 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Solingen von 43,3 auf 33,9 gesunken

Die für die Beurteilung des Infektionsgeschehens wichtige Kennzahl der Infektionen über mehrere Tage ist in Solingen deutlich zurückgegangen. Am Donnerstag lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 33,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Am Vortag hatte die Zahl noch bei 43,3 gelegen. Die Stadt hatte die vergleichsweise hohen Fallzahlen bereits vergangene Woche als "lokalisierbar und nachvollziehbar" bewertet und in Abstimmung mit den zuständigen Landesbehörden keine besonderen Schutzmaßnahmen ergriffen.

In Mülheim an der Ruhr stieg der Wert laut RKI von Mittwoch auf Donnerstag dagegen leicht – von 35,7 auf 37,5. Auch in Mülheim kann die Gesundheitsbehörde die Infektionswege nach Angaben der Stadt genau nachvollziehen. Besondere Maßnahmen würden daher weiterhin nicht ergriffen, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Einen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz-Kennzahl gab es auch in Remscheid (31,5). In Köln (27,6) und Leverkusen (25,0) sanken die Ziffern dagegen.

Update, 17. September, 11.20 Uhr: Kölner Haie fordern weitere Finanzhilfen vom Staat

Die Kölner Haie sind durch die Corona-Pandemie finanziell in ihrer Existenz bedroht. Ihr Geschäftsführer fordert weitere staatliche Hilfen.
Die Kölner Haie sind durch die Corona-Pandemie finanziell in ihrer Existenz bedroht. Ihr Geschäftsführer fordert weitere staatliche Hilfen.  © Uwe Anspach/dpa

Die entsetzten Reaktionen im deutschen Eishockey über die nur teilweise wieder zugelassenen Zuschauer in deutschen Sportarenen reißen nicht ab. Der Geschäftsführer der Kölner Haie, Philipp Walter, fordert daher nun weitere finanzielle staatliche Hilfen.

"Es müssen mehr Fans sein oder es muss Ausgleichszahlungen geben", sagte Walter in einem am Donnerstag auf sportschau.de veröffentlichten Interview.

"Unser Geschäftsmodell wird gerade verboten", klagte Walter weiter über die Entscheidung der Politik, vorerst bundesweit 20 Prozent der eigentlichen Arenen-Kapazitäten für Zuschauer von Sport-Veranstaltungen freizugeben.

Was im Profi-Fußball wohlwollend aufgenommen worden war, sorgte in den großen Mannschaftssportarten Eishockey, Handball und Basketball für Enttäuschung. Grundsätzlich ginge dies schon in die richtige Richtung, meinte Walter. "Man muss aber ganz deutlich sagen, dass wir mit einer Hallenkapazität von 20 Prozent nicht spielen können. Das ist wirtschaftlich nicht möglich."

Die Start der DEL-Saison war aufgrund der Corona-Pandemie bereits auf Mitte November verschoben wurden. Nach aktuellem Stand dürften die Haie dann vor "nur" rund 3700 Zuschauern spielen. In der vergangenen Saison lag der Zuschauerschnitt bei über 13.000.

In anderen DEL-Hallen ist das aktuell erlaubte Zuschauer-Kontingent deutlich geringer. "Das ist ein wirtschaftliches Szenario, das einem die Blässe ins Gesicht treibt", meinte Walter der ohne Hilfen das Ende des Profi-Eishockeys prophezeite: "Dann gibt es kein Eishockey mehr und übrigens auch keine Nationalmannschaft mehr."

Der Bundestag hatte im Sommer bereits Nothilfen wegen der Corona-Krise für die Profi-Sportligen in Höhe von 200 Millionen Euro beschlossen.

Update, 17. September, 11.18 Uhr: Spiel von Alemannia Aachen fällt nach positivem Test aus

Nach dem Ausfall des Fußballspiels von Alemannia Aachen am Mittwoch gegen den SV Lippstadt wegen eines Corona-Falls wurde auch die nächste Partie der Aachener in der Regionalliga West bei Fortuna Düsseldorf am Samstag abgesagt. Dies teilte der Düsseldorfer Club am Donnerstag mit.

Aufgrund eines positiv auf das Coronavirus getesteten Alemannia-Spielers befinden sich weitere Mitglieder des Aachener Kaders sowie Teile des Trainer- und Betreuerstabs vorerst in häuslicher Quarantäne. Ein Nachholtermin für die Partie steht noch nicht fest.

Update, 16. September, 18.08 Uhr: Fortuna Düsseldorf plant bis 10.800 Fans

Fortuna Düsseldorf plant nach der Zulassung von bis zu 20 Prozent der Zuschauer mit 10.800 Besuchern für seine ersten beiden Heimspiele in der 2. Fußball-Bundesliga gegen die Würzburger Kickers (26. September) und Jahn Regensburg (18. Oktober). 

90 Prozent der Tickets sollen unter den 14.000 Dauerkarten-Inhabern verteilt werden. Die restlichen Karten entfallen auf die VIP-Bereiche und sonstige Vertragspartner, teilte der Club am Mittwoch mit. Die Düsseldorfer Arena fasst normalerweise 54 600 Zuschauer.

Für die beiden Heimspiele, die in der bundesweiten sechswöchigen Testphase stattfinden, gibt es nur Sitzplätze, die Stehplatz-Bereiche werden umgebaut. Nähere Informationen zur Umsetzung des Hygiene-Konzepts will der Verein nach Abstimmung letzter Details mit dem Ordnungs- und Gesundheitsamt mitteilen.

Update, 16. September, 14.33 Uhr: Erhöhte Ansteckungsraten in einigen NRW-Städten

In einigen NRW-Städten ist der Ansteckungswert über 35 gestiegen. Somit drohen strengere Corona-Regeln.
In einigen NRW-Städten ist der Ansteckungswert über 35 gestiegen. Somit drohen strengere Corona-Regeln.  © Marius Becker/dpa

Nach der Stadt Solingen ist nun mit Mülheim an der Ruhr eine weitere NRW-Stadt dem Schwellenwert der sogenannten Corona-Bremse nahe gekommen.

Am Mittwoch wurden der Stadt zufolge 34,1 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert – das Robert Koch-Institut (RKI) gab sogar einen Wert von 35,7 an.

Seit Anfang September gilt in NRW, dass sich ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche die betroffenen Kommunen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung über konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen müssen.

In Mülheim könne man die Infektionswege aber genau nachvollziehen, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Ursache sei unter anderem eine Familienfeier, nach der es mehr als 40 Neuinfektionen gegeben habe. "Deswegen werden keine besonderen Einschränkungen vorgenommen."

In Solingen stieg der Ansteckungswert nach Angaben der Stadt auf 42,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Das RKI gab einen Wert von 43,3 an.

Die Ansteckungen hingen noch mit einer privaten Feier in der vergangenen Woche sowie einer Seminargruppe zusammen, bei der sich mehrere Menschen angesteckt hätten.

Dem Sprecher zufolge könnte die Ansteckungsrate in den kommenden Tagen sinken, weil dann die ersten positiven Ergebnisse des Hotspots aus der Sieben-Tages-Statistik herausfallen. Ab einem Wert von 50 würde über Einschränkungen neu beraten werden, "es gibt keine Blaupause in der Schublade", so der Sprecher.

Besonders hoch ist die Ansteckungsrate außerdem in Köln, dort waren laut RKI binnen sieben Tagen 27,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gemeldet worden.

Die Infektionen seien breit gestreut und nicht einem "Hotspot" zuzuordnen, erklärte eine Stadt-Sprecherin. In der Nachbarstadt Leverkusen ist die Neuansteckungsrate ähnlich hoch; am Mittwoch lag sie bei 27,5.

Update, 15. September, 17.10 Uhr: Infektionszahlen in Köln steigen weiter an

Die Stadt Köln meldete am Dienstagnachmittag 32 neue Corona-Fälle. Damit stieg die Zahl der aktuell Infizierten auf 323. Derzeit befinden sich 34 Personen im Krankenhaus.

Die Inzidenzzahl liegt aktuell bei 26,62. Bei einer Überschreitung von 35 tritt die lokale Corona-Bremse in Kraft. Dann müssen Stadt, Bezirksregierung und Land über Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten.

Update, 15. September, 16.10 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demo in Düsseldorf an

In vielen deutschen Großstädten demonstrieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen – bald auch in Düsseldorf.
In vielen deutschen Großstädten demonstrieren Menschen gegen die Corona-Maßnahmen – bald auch in Düsseldorf.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die für kommenden Sonntag in Düsseldorf angemeldete Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen wird wohl deutlich kleiner ausfallen als zunächst angekündigt.

Die Veranstalter erwarteten nur noch rund 10.000 Teilnehmer, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Dass die Polizei mit einem größeren Aufgebot vor Ort sein werde, bestätigte er nicht – aber: "Wir sind gut aufgestellt."

Zunächst war von rund 50.000 Teilnehmern die Rede gewesen. Die bisherigen Proteste gegen die Corona-Maßnahmen in der Landeshauptstadt waren überschaubar geblieben - die Teilnehmerzahl war vergleichsweise gering.

Update, 15. September, 14.10 Uhr: Corona-Fall bei Alemannia Aachen: Regionalliga-Spiel fällt aus

Ein Spieler des Fußball-Regionalligisten Alemannia Aachen ist mit Corona infiziert. Das gab der frühere Bundesligist am Dienstag bekannt. 

Das für Mittwoch vorgesehene Spiel der Alemannia gegen den SV Lippstadt fällt somit aus. Zudem könne "aktuell kein Trainingsbetrieb am Tivoli stattfinden". Welche Beteiligten in häusliche Quarantäne müssen und wie es dem infizierten Spieler geht, teilte der Verein zunächst nicht mit. In der Regionalliga West ist es am 3. Spieltag bereits das dritte Spiel, das wegen eines positiven Corona-Tests abgesagt wurde.

Update, 15. September, 12.48 Uhr: NRW nimmt 20,7 Milliarden weniger Steuern ein

Die Corona-Krise reißt auch in den nordrhein-westfälischen Landeshaushalt ein tiefes Loch. Das bevölkerungsreichste Bundesland muss in Folge der Pandemie bis einschließlich 2023 mit rund 20,7 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen. Das teilte das Finanzministerium in Düsseldorf am Dienstag mit.

Update, 15. September, 9.40 Uhr: Mehr Kurzarbeit, Reallöhne in NRW sinken

Das Statistische Landesamt in Düsseldorf hat bekannt gegeben, dass die Kurzarbeit in NRW Corona-bedingt gestiegen ist.
Das Statistische Landesamt in Düsseldorf hat bekannt gegeben, dass die Kurzarbeit in NRW Corona-bedingt gestiegen ist.  © Jan Woitas/ZB/dpa

Der coronabedingte Anstieg der Kurzarbeit hat die Reallöhne in Nordrhein-Westfalen im zweiten Quartal sinken lassen.

Der Bruttomonatsverdienst der vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmer lag – bereinigt um den Anstieg der Verbraucherpreise – 4,3 Prozent niedriger als in den Vergleichsmonaten April bis Juni 2019.

Das berichtete das Statistische Landesamt am Dienstag in Düsseldorf. Die Verbraucherpreise seien nur moderat um 0,7 Prozent gestiegen.

"Die niedrigeren Reallöhne im zweiten Quartal 2020 sind maßgeblich von den Einschränkungen durch den Shutdown im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie beeinflusst", hieß es.

Update, 14. September, 15.15 Uhr: Leverkusen sagt Karnevalsumzüge ab

Die Stadt Leverkusen hat alle Umzüge der kommenden Karnevalssession abgesagt. Man wolle die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährden, hieß es in einer Mitteilung von Stadt und Karnevalsvereinen am Montag.

Auch Prinzenproklamation, Rathaussturm und andere öffentliche Großveranstaltungen der Vereine werde es im kommenden Jahr wegen der Corona-Gefahr nicht geben. Frohsinn und närrisches Treiben seien in der aktuellen Zeit weder vermittelbar noch verantwortungsbewusst, sagte Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath (SPD).

Seit Wochen wird angesichts der Corona-Pandemie über die kommende Session debattiert. Zahlreiche Politiker, darunter Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), aber auch der Vize-Ministerpräsident von NRW, Joachim Stamp (FDP), haben sich für eine Absage des Karnevals ausgesprochen.

Update, 14. September, 14.45 Uhr: Land fördert 21 Privattheater mit extra Geld

Die Landesregierung hat die Förderung für 21 Privattheater in der Corona-Krise aufgestockt. Die Unterstützung für die vor allem im Ruhrgebiet und im Rheinland angesiedelten Theater werde noch einmal um 200.000 auf rund 915.000 Euro aufgestockt, teilte das Kulturministerium am Montag mit.

Privattheater würden sonst nicht vom Land gefördert. "Unser Ziel ist, die kulturellen Strukturen im Land zu erhalten", sagte die Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Privattheater seien ein wesentlicher Teil der vielfältigen Theaterlandschaft in NRW.

Insgesamt ist das NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur" 185 Millionen Euro schwer.

Update, 14. September, 14.20 Uhr: Krise vermasselt Handwerkern das Geschäft

Handwerker meldet wegen der Corona-Krise geringere Umsätze. (Symbolbild)
Handwerker meldet wegen der Corona-Krise geringere Umsätze. (Symbolbild)  © 123RF/kasto

In der Corona-Krise haben Nordrhein-Westfalens Handwerker deutlich weniger Geschäft gemacht als im gleichen Zeitraum 2019.

Der Umsatz des zulassungspflichtigen Handwerks sei im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent gesunken, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mit.

Vor allem Handwerker, die in der Kraftfahrtbranche arbeiten, mussten heftige Einbußen hinnehmen – hier sanken die Erlöse um ein Fünftel (19,6 Prozent).

Der Effekt auf den Arbeitsmarkt war allerdings nicht so gravierend: Die Beschäftigtenzahl aller Handwerker reduzierte sich nur um 1,5 Prozent.

Update, 11. September, 16.26 Uhr: 237 Infizierte in Köln

Mit Stand Freitag, 11. September 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 237 Kölner, die aktuell positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Innerhalb eines Tages wurden 43 neue Infektionen übermittelt. Die Inzidenzzahl liegt bei 19,71.

Tests sind unter anderem weiterhin am Hauptbahnhof Köln möglich. Das Corona-Testzentrum ist  von 7 bis 23 Uhr geöffnet und bietet allen Reiserückkehrern (nicht nur Bahnreisenden) aus Risikogebieten und Nicht-Risikogebieten die Möglichkeit, sich innerhalb von 72 Stunden nach ihrer Einreise nach Deutschland kostenlos auf Covid-19 testen zu lassen.

Seit dem 26. August wurden im Testzentrum am Hauptbahnhof bis einschließlich
10. September 2.638 Abstriche genommen. Bislang liegen 21 positive Befunde vor, teilte die Stadt Köln mit.

Update, 11. September, 16.14 Uhr: Viele Infizierte in Solingen

Erstmals in Nordrhein-Westfalen ist eine Kommune wegen einer hoher Corona-Fallzahlen dem Schwellenwert der sogenannten Corona-Bremse nahe gekommen. 

In Solingen registrierten die Gesundheitsbehörden in den letzten sieben Tagen insgesamt 34,5 neue Fälle pro 100.000 Einwohner. 

Seit Anfang September gilt in NRW, dass sich ab 35 Fällen pro 100.000 Einwohner die betroffenen Kommunen mit dem Landeszentrum Gesundheit und der zuständigen Bezirksregierung über konkrete Gegenmaßnahmen abstimmen müssen. Kontakt gab es aber schon: "Das Landeszentrum Gesundheit steht bereits mit der Stadt Solingen und der Bezirksregierung Düsseldorf im Kontakt zur weiteren Sachverhaltsaufklärung zu den Hintergründen dieses Anstiegs", erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Freitag in Düsseldorf.

Die Fallzahl in der 160.000-Einwohner-Stadt war in den vergangenen zwei Tagen erst um 19, dann noch einmal um 16 gestiegen. Zwölf positive Tests seien allein auf eine private Feier im benachbarten Leichlingen zurückgegangen, hatte die Stadt am Donnerstag mitgeteilt.

Update, 10. September, 22.01 Uhr: Corona-Gipfel für Sportvereine

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat für diesen Freitag Vertreter verschiedener Sportarten zu einem "Coronagipfel" geladen.

Bei dem Treffen soll über mögliche Erleichterungen während der Coronavirus-Pandemie für unterklassige Fußball-Vereine und andere Sportarten gesprochen werden. 

Update, 10. September, 15.19 Uhr: Zahl der Corona-Infizierten in Köln

Mit Stand heute, Donnerstag, 10. September 2020, sind laut Stadt Köln 225  Kölner aktiv am Coronavirus erkrankt.

Update, 10. September, 13.56 Uhr: Zweite Stufe des Stärkungspakets "Kunst und Kultur"

Die Landesregierung startet die zweite Stufe des Kulturstärkungspakets zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie: den 80 Millionen Euro starken Kulturstärkungsfonds. Insgesamt ist das NRW-Stärkungspaket "Kunst und Kultur" 185 Millionen Euro schwer.

105 Millionen Euro stehen davon für ein Stipendienprogramm bereit. Von den 15.000 Stipendien seien bereits 10.900 bewilligt worden, sagte Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) am Donnerstag in Düsseldorf.

"Die Menschen reagieren noch verhalten auf Kulturangebote", räumte Pfeiffer-Poensgen ein. "Wir werden nicht jeden verlorenen Euro ausgleichen können, aber wir wollen die Strukturen erhalten."

Nach wie vor seien viele Kulturinstitutionen besonders belastet: Die Hygieneschutzkonzepte kosteten zusätzliches Geld und die Besucherzahlen seien zum Teil auch aus Gründen des Virenschutzes begrenzt. Dennoch sollten Kulturveranstaltungen wieder stattfinden können.

Update, 10. September, 12.58 Uhr: Kein Bußgeld für Maskenverweigerer im Wahllokal

Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der NRW-Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kein Bußgeld.
Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der NRW-Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kein Bußgeld.  © Andreas Krebs/Rheinische Post Pool/dpa

Maskenverweigerern droht bei ihrer Stimmabgabe bei der nordrhein-westfälischen Kommunalwahl am Sonntag laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) kein Bußgeld.

"Es gilt eine Maskenpflicht im Wahllokal, aber es gilt auch die freie Beteiligung an Wahlen für jeden", unterstrich der CDU-Politiker am Donnerstag in Düsseldorf.

Daher könne ein Verstoß gegen die Maskenpflicht nicht mit einem Bußgeld geahndet werden. "Es ist nicht wie in einem Bus. Man kann niemandem das Wahlrecht vorenthalten. Das ist eines der fundamentalsten Grundrechte."

Da jedem freier Zugang zum Wahllokal gewährt werde, werde damit ein möglicher Anfechtungsgrund ausgeräumt. "Es gilt nur der Appell, Abstand zu halten und Maske zu tragen", unterstrich Laschet.

Politischer Aktionismus rund um Wahllokale werde aber an Wahltagen grundsätzlich nicht geduldet. "An einem Wahltag darf niemand für sein Anliegen irgendwelche politischen Druckmittel oder Besetzungen rund um Wahllokale machen. Das muss absolut neutral sein. Da gibt es klare Regeln."

Update, 10. September, 10 Uhr: Weniger Insolvenzen im ersten Halbjahr 2020

Von Januar bis Juni 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 11.397 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, waren das 14,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. 

Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bis zum Zeitpunkt der Datenübermittlung an die Statistiker bei den Amtsgerichten angemeldet wurden) summierte sich im ersten Halbjahr 2020 auf 3,92 Milliarden Euro und lag damit um 82,3 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert (2,15 Milliarden Euro).

Die ab März 2020 beginnende wirtschaftliche Krise spiegelte sich im 1. Halbjahr 2020 noch nicht in einem Anstieg der Verfahren wieder. Das liegt u. a. daran, dass die Insolvenzen grundsätzlich aufgrund der regulären Bearbeitungszeit bei den zuständigen Insolvenzgerichten ein sogenannter „nachlaufender Konjunkturindikator” sind. 

Weitere Ursachen sind laut den Statistikern zurzeit die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht (bis vorerst zum 30. September 2020), die besonderen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen sowie der teilweise eingeschränkte Betrieb der Insolvenzgerichte und/oder Schuldnerberatungsstellen. 

Update, 10. September, 9.28 Uhr: Passagierzahl der NRW-Flughäfen steigt allmählich

Die Passagierzahl der Flughäfen in Nordrhein-Westfalen ist nach einem tiefen Einbruch durch die Corona-Krise im Juli wieder gestiegen. 

Sie sind aber in dem wichtigen Ferienmonat noch meilenweit vom Vorjahresniveau entfernt gewesen, wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Demnach flogen im Juli 2020 von den sechs Hauptverkehrsflughäfen in NRW insgesamt 640.600 Passagiere ab. 

Das waren demnach zwar rund viermal so viele Fluggäste wie im Vormonat Juni, aber 73,3 Prozent weniger als im Juli 2019. Die meisten Passagiere (576 159) flogen ins Ausland (−71,7 Prozent). Bei den Inlandsflügen (64 441) war das Minus noch höher (−82,2 Prozent).

Mit Stand Mittwoch, 9. September, sind 223 Kölner nachweislich am Coronavirus erkrankt. Die Inzidenzzahl liegt bei 17,69, teilte die Stadt Köln mit. Die Zahl der Infizierten lag einen Tag zuvor bei rund 200 Menschen.

Update, 9. September, 12.40 Uhr: Über 2,7 Milliarden Euro für NRW nach Gewerbesteier-Einbruch

Ina Scharrenbach ist NRW-Kommunalministerin.
Ina Scharrenbach ist NRW-Kommunalministerin.  © Marcel Kusch/dpa

Das nordrhein-westfälische Kabinett hat grünes Licht für eine Kompensation der drastisch gesunkenen Gewerbesteuern gegeben. 

Nach derzeitigem Stand seien dafür über 2,7 Milliarden Euro eingeplant, kündigte NRW-Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf an. 

"Mit einer in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einmaligen Entscheidung werden sich das Land Nordrhein-Westfalen und der Bund jeweils zur Hälfte an den Gewerbesteuermindererträgen der Städte und Gemeinden beteiligen."

Die Corona-Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 große Löcher in viele kommunale Haushalte gerissen. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lagen die Einnahmen aus Gewerbesteuern von April bis Juni insgesamt bei knapp zwei Milliarden Euro - rund 1,5 Milliarden oder 43,5 Prozent unter denen des gleichen Vorjahresquartals. Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle der Städte und Gemeinden.

Einen genaueren Aufschluss über die Gewerbesteuerausfälle erwartet die Landesregierung mit der angekündigten Sonder-Steuerschätzung des Bundes noch in dieser Woche. 

Ein Gesetz über die geplante Hilfe solle noch in diesem Jahr im Landtag beschlossen werden, berichtete Scharrenbach. Nun würden zunächst die kommunalen Spitzenverbände angehört.

Update, 9. September, 12.02 Uhr: Opposition will "Schul-Gipfel" im Landtag beantragen

SPD und Grüne wollen im nordrhein-westfälischen Landtag einen "Schul-Gipfel" beantragen. 

"Das Bildungswesen wird durch die Corona-Pandemie auf den Prüfstand gestellt", heißt es im gemeinsamen Antrag beider Fraktionen. "Eine Bewältigung dieser Herkulesaufgabe gelingt nur gemeinsam." 

Dabei gehe es um "alle Dimensionen des Bildungswesens" - vom Zustand der Schulgebäude über den Ganztag und die Sozialarbeit an den Schulen bis hin zu Lehrermangel und Digitalisierung. Beide Oppositionsfraktionen fordern die schwarz-gelbe Landesregierung auf, daher in den nächsten Wochen einen Schul-Gipfel einzuberufen mit Vertretern des Parlaments, der Kommunen sowie der Lehrer, Schüler und Eltern.

Besonders aussichtsreich ist der Vorstoß, der nächste Woche Donnerstag im Parlament beraten werden soll, allerdings nicht. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte kürzlich dazu gesagt, sie stehe ohnehin ständig im Austausch mit allen am Schulleben Beteiligten.

Update, 9. September, 7 Uhr: Deutlich mehr Desinfektionsmittel in NRW hergestellt

Mehr als 10.300 Tonnen Desinfektionsmittel sind von April bis Juni in Nordrhein-Westfalen industriell hergestellt worden. Das sind 18,8 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2019, teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am Mittwoch mit. Insgesamt waren 18 Betriebe an der Produktion beteiligt.

Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2020 stieg die Produktion noch einmal deutlich an. Von Januar bis März 2020 wurden 4621 Tonnen Desinfektionsmittel im Bundesland hergestellt.

Der Absatzwert im zweiten Vierteljahr 2020 betrug 24,3 Millionen Euro und war damit viermal so hoch wie im Vorjahreszeitraum mit 6,1 Millionen Euro.

Die Angaben des Landesamtes beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten. Zudem wird bei Desinfektionsmitteln nur das Wirkstoffgewicht erhoben, die Menge gebrauchsfertiger Desinfektionsmittel kann durch Zugabe von Wasser oder Seife deutlich höher sein.

Update, 9. September, 6.53 Uhr: Stamp will Alltagshelfer zu Kita-Personal ausbilden lassen

Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP).
Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP).  © Roland Weihrauch/dpa

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will die zur Entlastung der Kitas in der Corona-Krise eingestellten Alltagshelfer dauerhaft für die Kinderbetreuung gewinnen.

Das "Kita-Helfer"-Programm werde über den 31. Dezember hinaus im kommenden Jahr fortgesetzt, sagte Familienminister Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf.

Mit den Trägern der Einrichtungen sollten außerdem Konzepte zur Weiterqualifizierung der Helfer entwickelt werden. Auch auf diesem Wege sollten dauerhaft "mehr geeignete Kräfte für den Einsatz in der frühkindlichen Bildung" ausgebildet werden.

Die schwarz-gelbe Landesregierung hat den Kita-Trägern bisher rund 95 Millionen Euro für "Kita-Helfer" zur Verfügung gestellt. Sie sollen das pädagogische Fachpersonal bei alltäglichen Hygienemaßnahmen entlasten – etwa der Reinigung von Spielzeug, regelmäßigem Lüften und Desinfizieren.

Das Programm ist laut Stamp auf etwa 10.000 Mitarbeiter angelegt. In NRW gibt es rund 10.500 Kindertageseinrichtungen.

Update, 8. September, 16.37 Uhr: 201 Kölner erkrankt

Mit Stand heute, Dienstag, 8. September 2020, 15 Uhr, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 3.876 (Vortag: 3.858) bestätigten Coronavirus-Fall.  Aktuell seien 201 Kölner nachweislich aktiv am Corona-Virus erkrankt.

Update, 8. September, 15.08 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen melden Demonstration in Düsseldorf an

Gegner der Corona-Maßnahmen haben für den 20. September eine Demonstration in Düsseldorf mit fast 50.000 Teilnehmern angemeldet. 

Ein Polizeisprecher bestätigte am Dienstag die Anmeldung. Man wolle nun Gespräche mit den Veranstaltern führen.

Update, 8. September, 15 Uhr: Joachim Stamp sieht Probleme bei Erlaubnis für Sexarbeit in Corona-Krise

Die NRW-Landesregierung sieht Probleme bei der Umsetzung des Urteils des Oberverwaltungsgerichts (OVG) zur Erlaubnis von Sexdienstleistungen in der Corona-Krise. 

Man müsse nun sehen, wie der Beschluss umzusetzen sei, sagte der stellvertretende nordrhein-westfälische Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) am Dienstag in Düsseldorf. "Die Kontaktnachverfolgung ist in einem Bereich, wo es ein Stück weit um Diskretion geht, schwierig." 

Ein "ernsthaftes Problem" sei auch ein zunehmend illegaler Bereich, "wo es um brutalste Ausbeutungsverhältnisse gerade von Frauen geht", sagte Stamp, der auch Familienminister ist.

Die Regeln zur Erlaubnis von Prostitution in der Corona-Krise, etwa in Berlin, bezeichnete Stamp als "teilweise bizarr". Man müsse generell aber darüber nachdenken, wie Prostitution insgesamt rechtlich gestaltet werden solle, sagte Stamp. 

Update, 8. September, 14.24 Uhr: Weiter kein unkontrollierter Corona-Ausbruch an Schulen

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kann einen Monat nach den Schulöffnungen in NRW keine unkontrollierten Corona-Infektionen feststellen.
Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) kann einen Monat nach den Schulöffnungen in NRW keine unkontrollierten Corona-Infektionen feststellen.  © David Young/dpa

Auch einen Monat nach Ende der Sommerferien sind laut Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) keine unkontrollierten Corona-Infektionen in Nordrhein-Westfalen festzustellen.

"Auch nach der Aussetzung der Maskenpflicht im Unterricht sind unsere Schulen weiterhin sichere Orte", sagte Gebauer am Dienstag der dpa in Düsseldorf. "Die Maßnahmen zur Einhaltung von Hygiene und Infektionsschutz greifen."

Seit dem Schuljahresbeginn am 12. August hätten 99 Prozent der Schüler in NRW an regulärem Unterricht im Klassenzimmer teilnehmen können.

"Der Anteil der Lehrkräfte, deren Einsatz im Präsenzunterricht durch die Pandemie verhindert wird, liegt konstant unter vier Prozent und derzeit bei 3,3 Prozent. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber dem vergangenen Schuljahr."

Zum Stichtag 2. September gab es nach Angaben des Ministeriums an fast 98 Prozent von weit über 4000 befragten Schulen in NRW regulären Unterricht im Klassenzimmer.

Nur drei Schulen seien vollständig geschlossen gewesen, an 101 weiteren habe es Teilschließungen gegeben. Über einzelne pandemiebedingte Schulschließungen und weitere Maßnahmen vor Ort entscheiden die Gesundheitsämter.

Update, 8. September, 14.20 Uhr: Bordelle dürfen wieder sexuelle Dienstleistungen anbieten

Das Oberverwaltungsgericht des Landes NRW hat das Sexverbot in Bordellen gekippt. Sexarbeiterinnen dürfen demnach wieder ihre Dienste anbieten.

Update, 8. September, 11.09 Uhr: Aktuell 98 Corona-Fälle in Düsseldorf

Am Dienstagmorgen meldete die Stadt Düsseldorf elf neue Coronafälle. Insgesamt sank die Zahl der aktuell infizierten Personen auf 98.

Derzeit befinden sich 13 Personen im Krankenhaus, davon sechs auf der Intensivstation. 557 Personen sind in Quarantäne, 2636 Menschen gelten als wieder geheilt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 15,5.

Update, 7. September, 13.22 Uhr: Großteil der Kommunen verzeichnet Einbruch bei Gewerbesteuern

Viele NRW-Kommunen nehmen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr deutlich weniger Gewerbesteuern ein (Symbolbild).
Viele NRW-Kommunen nehmen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr deutlich weniger Gewerbesteuern ein (Symbolbild).  © Daniel Reinhardt/dpa

Die Corona-Pandemie hat im zweiten Quartal 2020 große Löcher in viele kommunale Haushalte gerissen. 

Wie das Statistische Landesamt NRW (IT.NRW) am Montag mitteilte, lagen die Einnahmen aus Gewerbesteuern von April bis Juni bei insgesamt 1,96 Milliarden Euro und damit 43,5 Prozent unter denen des entsprechenden Vorjahresquartals. 

Zum Vergleich: Laut IT.NRW lag der durchschnittliche Einnahmebetrag der NRW-Kommunen aus Gewerbesteuern von 2015 bis 2019 bei etwa drei Milliarden Euro pro Quartal. Die höchsten Rückgänge der Gewerbesteuereinnahmen gegenüber dem zweiten Quartal 2019 mussten Düsseldorf (minus 192,2 Millionen Euro) und Köln (minus 134,0 Millionen Euro) hinnehmen. Die Gewerbesteuer ist neben der Grundsteuer die wichtigste Einnahmequelle der Städte und Gemeinden.

Nach früheren Angaben der Landesregierung hatten zahlreiche Unternehmen im Frühjahr wegen der pandemiebedingten Umsatzeinbußen und drohender Verluste Anträge auf Herabsetzung ihrer Vorauszahlungen und Steuerstundung gestellt. Zur Kompensation der erwarteten Gewerbesteuerausfälle haben Land und Bund Finanzmittel in Milliardenhöhe in Aussicht gestellt.

Doch nicht alle Städte und Gemeinden des Landes nahmen von April bis Juni weniger ein: 55 der 396 Kommunen erzielten im zweiten Quartal höhere Gewerbesteuereinnahmen als ein Jahr zuvor. 

Den höchsten Zuwachs verzeichnete die Stadt Euskirchen (plus 31,8 Millionen Euro). Dort waren laut Stadtsprecherin Silke Winter "unerwartete Gewerbesteuernachzahlungen" die Ursache für das Plus. Ohne diese hätte Corona sonst ein Loch bei den Einnahmen gerissen, sagte sie.

Update, 7. September, 13.18 Uhr: Lüftungscheck in NRW-Schulen beschäftigt den Landtag

Der Schulausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags wird sich am Mittwoch mit dem geplanten gebäudetechnischen Corona-Check für alle rund 5500 Schulen des Landes beschäftigen. 

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass systematisch abgefragt werde, wo es Probleme mit Lüftungssystemen gebe. Nach ersten Daten sei davon auszugehen, dass etwa ein Prozent aller Schulen bauliche Mängel hätten und zum Teil etwa Fenster nicht geöffnet werden könnten.

Die SPD-Opposition hält die Dimension des Problems für weit größer und hat das Thema daher auf die Tagesordnung des Schulausschusses gebracht. Anfang März hätten in einer WDR-Umfrage immerhin 80 Prozent aller Schulleiter von rund 1200 befragten Schulen den baulichen Zustand an ihren Einrichtungen als schlecht bezeichnet, sagte der schulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Düsseldorf. 

"Ein halbes Jahr später spricht Armin Laschet davon, dass angeblich nur ein Prozent der Schulen Mängel aufweise. Die Behauptungen der Landesregierung decken sich in vielen Fällen nicht mit der Realität an den Schulen."

Update, 4. September, 16.54 Uhr, 205 Kölner aktuell nachweislich an Covid-19-Virus erkrankt

Mit Stand Freitag, 4. September 2020, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln 205 Kölner die aktiv am Corona-Virus erkrankt sind. Dies teilte die Stadt Köln am Freitagnachmittag mit.

Update, 4. September, 14.08 Uhr: Laschet pocht auf deutsche Lösung im Fußball

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht in der Landespressekonferenz.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht in der Landespressekonferenz.  © Oliver Berg/dpa

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) pocht auf eine gesamtdeutsche Lösung für Spiele mit Zuschauern in der Fußball-Bundesliga. 

In Düsseldorf kritisierte er am Freitag unfaire Sonderwege. Unter anderen hatte RB Leipzig von den örtlichen Behörden die Erlaubnis erhalten, das erste Saison-Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 vor bis zu 8500 Zuschauern zu bestreiten.

"Natürlich ist das eine Wettbewerbsverzerrung, wenn in einem Stadion 8000 Zuschauer sind und man einen Heimvorteil hat, und in einem anderen spielt man vor leeren Rängen", sagte Laschet. "Man braucht in Deutschland vergleichbare Regeln." 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) habe nun die Aufgabe, faire Lösungen für alle 18 Vereine zu erarbeiten. "Es ist jetzt schon ungut, dass eine Stadt es anders machen will", kritisierte Laschet.

"Der Fußball hat eine große Signalwirkung", betonte er. Die Landesregierung sei aber auch im Gespräch mit anderen großen Sportverbänden. "Mir liegt vor allem der Amateursport am Herzen", sagte Laschet.

Update, 4. September, 12 Uhr: Vorerst nur 300 Zuschauer bei Sportveranstaltungen erlaubt

Die Amateur-Sportvereine und Profi-Clubs in Nordrhein-Westfalen können sich vorerst wenig Hoffnung auf Spiele vor einer größeren Anzahl von Zuschauern machen. 

Laut der am 1. September in Kraft getretenen NRW-Corona-Schutzverordnung bleibt es zunächst bei der Vorgabe, nicht mehr als 300 Zuschauer zuzulassen (TAG24 berichtete).

Update, 4. September, 11.32 Uhr: Schulen in NRW sollen überprüft werden

Jede Schule in Nordrhein-Westfalen soll einem gebäudetechnischen Corona-Check unterzogen werden. Das kündigte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Freitag in Düsseldorf an. 

Im Fokus stehe die Wirkung von Aerosolen in geschlossenen Klassenräumen. Die Ministerinnen für Schule und für Bauen analysierten derzeit die Voraussetzungen an jeder einzelnen der rund 5500 Schulen in NRW, sagte Laschet. 

Es gehe darum, passgenaue Fördermöglichkeiten und technische Lösungen zu finden, etwa für Schulen, wo aus Sicherheitsgründen bislang die Fenster nicht zu öffnen seien. Nächste Woche seien erste Ergebnisse der Analyse zu erwarten.

Update, 4. September, 10.02 Uhr: Debatte um Weihnachtsgottesdienste

Blick in den Innenraum des Kölner Doms.
Blick in den Innenraum des Kölner Doms.  © Federico Gambarini/dpa

Wegen der eingeschränkten Besucherzahlen bei Gottesdiensten in der Corona-Krise denkt die Evangelische Kirche im Rheinland über Alternativen zu Weihnachten nach. 

Gottesdienste auf einem Parkdeck oder Friedhof seien Optionen, sagte Präses Manfred Rekowski der "Rheinischen Post" (Freitag). 

Wegen der Zugangsbeschränkungen könnte derzeit nur jeder dritte Kirchgänger einen Platz in einem Weihnachtsgottesdienst bekommen. Ziel sei es, möglichst vielen der üblichen mehr als 700 000 Gottesdienstbesucher eine Teilnahme zu ermöglichen.

Derzeit prüfe die Kirche laut Rekowski, ob eine Gesundheitsgefährdung durch die Heizungsluft ausgeschlossen werden kann. Umluftheizungen gelten als Virenschleudern in der Corona-Pandemie.

Update, 4. September, 9.40 Uhr: Kräftiger Produktionseinbruch bei der NRW-Industrie

Die Industrie in Nordrhein-Westfalen hat in der ersten Hälfte dieses Jahres einen kräftigen Einbruch ihrer Produktion verkraften müssen. 

Die Betriebe des verarbeitenden Gewerbes stellten Waren im Wert von 131,5 Milliarden Euro her, wie das Statistische Landesamt am Freitag mitteilte. Das waren 11,7 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Besonders stark war das Minus in der Metallindustrie mit 20,9 Prozent. Die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln verzeichneten dagegen ein Produktionsplus von 2,9 Prozent.

Die Produktionseinschränkungen durch die Corona-Krise machten sich den Zahlen der Statistiker zufolge vor allem seit April bemerkbar. Während der Warenwert im ersten Quartal um 3,5 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum zurückging, betrug das Minus im zweiten Vierteljahr 19,9 Prozent.

Update, 3. September, 19.45 Uhr: Erstes Chorkonzert mit Publikum seit Corona

Unter strengen Coronaschutz-Auflagen ist am Donnerstagabend im Konzerthaus Dortmund das bundesweit erste große Chorkonzert seit Beginn der Pandemie über die Bühne gegangen.

Das Balthasar-Neumann-Ensemble spielte unter der Leitung von Thomas Hengelbrock das Oratorium "Die Schöpfung" von Joseph Haydn (1732-1809). Im Saal waren knapp 90 Musiker und rund 700 Zuschauer.

Der Dortmunder Intendant Raphael von Hoensbroech sprach zu Beginn von einem "Weckruf" für die Musikszene. "Dieses Konzert ist nicht nur ein Konzert, es ist ein Signal und ein lauter Ruf." Er erntete lautstarken Applaus.

Corona dürfe nicht verharmlost werden, aber es müsse ein Weg gesucht werden, mit ihr zu leben, forderte von Hoensbroech.

Alle Musiker bei dem Konzert sind drei bis vier Mal auf Corona getestet worden, sie haben während der Probearbeit isoliert in einem Hotel nahe dem Konzertsaal gewohnt und durften keinen physischen Kontakt mit ihren Familien haben.

Update, 3. September, 18.55 Uhr: Keine erneute landesweite Schließung von Kitas und Schulen

NRW-Familienminister Joachim Stamp (FDP) erteilt einer erneuten flächendeckenden Schließung von Bildungseinrichtungen in der Corona-Krise eine Absage. 

Er gebe den Familien "eine Bildungs- und Betreuungsgarantie": "Es wird keine landesweite Schließung von Kitas und Schulen mehr geben", sagte der stellvertretende NRW-Ministerpräsident der Rheinischen Post (Freitag). Das gelte auch, wenn die Infektionszahlen im Winter wieder stiegen. Frühkindliche Bildung müsse sehr ernst genommen werden. Die Bundesregierung müsse sie stärker in den Mittelpunkt stellen als zu Beginn der Krise.

Der Minister sagte, seit dem Neustart der Kitas seien die Rückmeldungen positiv. Es habe vereinzelt Schließungen gegeben, aber bisher keinen Hotspot in einer Kita oder Schule. 

Update, 3. September, 15.54 Uhr: Infektionszahlen in Köln sinken wieder unter 200

Nachdem die Infektionszahlen zum September-Beginn erstmals wieder seit Ende April die 200er-Marke überschritten haben, ist die Zahl wieder gesunken. Aktuell gibt es demnach 197 Erkrankte, wie die Stadt mitteilte. Die Inzidenzzahl liegt bei 17,4.

Derzeit befinden sich 29 Personen im Krankenhaus in stationärer Quarantäne. Bislang sind 113 Kölnerinnen und Kölner gestorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Update, 3. September, 6.15 Uhr: NRW plant Luftfilter in Gastronomie und Handel

In NRW sollen Luftfilter den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen (Symbolbild).
In NRW sollen Luftfilter den Kampf gegen das Coronavirus unterstützen (Symbolbild).  © 123RF/Olena Kachmar

Im Kampf gegen das Coronavirus will die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen künftig auf technische Lösungen wie etwa Luftfilter setzen. 

Eingesetzt werden könnten diese zum Beispiel in der Gastronomie oder im Einzelhandel. "Damit könnten wir gerade im Herbst und Winter neue Möglichkeiten für die Branchen schaffen, ohne dass die Gesundheitsrisiken steigen", sagte Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) der "Rheinischen Post" (Donnerstag). 

Man wolle zudem eine "Innovationsklausel" in der Corona-Schutzverordnung aufnehmen, um die Pandemie durch einen Wettbewerb um kluge Lösungen bewältigen zu können.

Mit Blick auf die Corona-Warn-App schlug Pinkwart vor, den Funktionsumfang zu erweitern. "Im nächsten Schritt muss es darum gehen, die App europäisch zu vernetzen oder sogar zu einer europäischen Lösung zu kommen", sagte er. Die Grenzübertritte beträfen nicht nur Touristen, sondern auch viele Geschäftsreisende.

Update, 2. September, 16.09 Uhr: Keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen

In NRW gilt weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen. Sie kann aber als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. (Symbolbild)
In NRW gilt weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen. Sie kann aber als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. (Symbolbild)  © Roberto Pfeil/VM/dpa

In Nordrhein-Westfalen soll trotz der Corona-Pandemie weiterhin keine grundsätzliche Maskenpflicht bei Demonstrationen gelten.

Sie kann aber vom Ordnungsamt in Abstimmung mit der Polizei als weitere Schutzmaßnahme angeordnet werden. Das stellte das NRW-Gesundheitsministerium am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf klar.

Der Berliner Senat hatte am Dienstag eine Maskenpflicht für Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern beschlossen. Sie soll in der Hauptstadt auch bei einer geringeren Teilnehmerzahl gelten, falls bei der Demonstration skandiert oder gesungen wird.

NRW habe derzeit keine entsprechenden Planungen, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Die Vorschrift für Demonstrationen entspreche hier der Regelung, die – mit Ausnahme von Warteschlangen – überall im öffentlichen Raum unter freiem Himmel gelte. 

"Was in jedem Fall auch für Demonstrationen gilt, ist der Mindestabstand von 1,5 Metern."

Update, 2. September, 14.11 Uhr: Corona-Soforthilfen des Bundes erreichen Milliardenhöhe

Kleine Unternehmen und Soloselbstständige in Nordrhein-Westfalen haben bis Ende Juli Corona-Soforthilfen des Bundes in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro erhalten.

Das geht aus einem der Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums hervor, der dem Haushaltsausschuss des Bundestages übermittelt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor. Antragssteller in NRW erhielten damit gut ein Viertel der bundesweit ausgezahlten Gelder.

Insgesamt wurden bis zum 31. Juli bundesweit 13,4 Milliarden Euro an Bundesmitteln über die Länder an kleine Unternehmen und Soloselbstständige als Soforthilfen ausgezahlt.

Bei weiteren rund 1,2 Milliarden Euro der den Ländern zugewiesenen Mittel stand zu diesem Zeitpunkt die Auszahlung noch aus.

Update, 2. September, 8.05 Uhr: Industrieproduktion in NRW den vierten Monat in Folge geschrumpft

Die Produktion der stark exportabhängigen Industrie von Nordrhein-Westfalen ist im Juli den vierten Monat in Folge gegenüber dem Vorjahresniveau geschrumpft. Im Vergleich mit dem vorangegangenen Monat Juni stieg die Produktion allerdings leicht um 2,8 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

Im Juli 2020 lag der Wert der Produktion damit 11,6 Prozent unter dem des Vorjahresmonats. Durch die Corona-Krise ausgelöste Betriebseinschränkungen hatten zuvor bereits in den Monaten April bis Juni zu einem deutlichen Minus geführt. 

Besonders betroffen waren die Investitionsgüter mit einem Minus von 13,2 Prozent. Die Hersteller der Gebrauchsgüterproduzenten meldeten einen Rückgang von rund 5 Prozent.

Update, 2. September, 6.45 Uhr: Maskenpflicht bei Kommunalwahl in NRW

Während des Unterrichts gilt an NRW-Schulen keine Maskenpflicht mehr, bei der Kommunalwahl muss aber eine Maske getragen werden.
Während des Unterrichts gilt an NRW-Schulen keine Maskenpflicht mehr, bei der Kommunalwahl muss aber eine Maske getragen werden.  © Guido Kirchner/dpa

Bei der Kommunalwahl in NRW am 13. September gilt in allen Wahllokalen Maskenpflicht. 

In der neuen Coronaschutz-Verordnung, die seit Dienstag in Kraft ist, wurde ein entsprechender Passus ergänzt. Laut Gesundheitsministerium sei dies als Klarstellung zu verstehen. 

Bislang hatten mehrere Kommunen Masken in Wahllokalen lediglich empfohlen. 

Im Gegensatz zu anderen Orten wie Supermärkten oder Arztpraxen wird bei einem Verstoß allerdings kein sofortiges Bußgeld von 50 Euro fällig.

Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Dienstag erklärte, ist ein Verstoß gegen die Maskenpflicht in Wahllokalen oder den Schlangen davor "nicht unmittelbar bußgeldbewehrt". Das heißt: Erst wenn man sich der Anordnung widersetzt, eine Mund-Nase-Bedeckung anzuziehen, sind 50 Euro fällig. 

Für andere öffentliche Bereiche gilt seit 1. September ein direktes Bußgeld. In Bussen und Bahnen beläuft es sich seit Mitte August auf 150 Euro.

Update, 1. September, 17.10 Uhr: 300 Zuschauern bei Gladbacher Pokalspiel erlaubt

Borussia Mönchengladbach verkauft auch für das DFB-Pokalspiel am 12. September gegen den FC Oberneuland 300 Karten an Zuschauer.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte am Montag entschieden, Zuschauer bei den Spielen der ersten Runde im Rahmen der örtlichen Bestimmungen zuzulassen.

In Nordrhein-Westfalen sind derzeit maximal 300 Zuschauer bei Sportveranstaltungen unter Einhaltung entsprechender Hygiene-Bedingungen möglich. Wie die Borussia am Dienstag mitteilte, plane sie daher auch mit dieser Zuschauerzahl.

Bereits in der vergangenen Woche waren erstmals seit März schon wieder immerhin 300 Zuschauer zum Testspiel gegen den Zweitligisten Greuther Fürth gekommen.

Ausrichter des Spiels ist nach wie vor der fünftklassige Club aus Bremen. Wie viele andere Amateurclubs hatte aber auch Oberneuland das Heimrecht mit dem Bundesligisten getauscht.

Hintergrund sind die hohen Auflagen im Zuge der Coronavirus-Pandemie. Zur Umsetzung dieser sehen sich viele unterklassige Clubs außerstande.

Die Bremer können aber aufgrund der Bestimmungen nun keine Anhänger mitbringen. Die Eintrittskarten verkauft daher die Borussia, die im Gegenzug zum Tausch des Heimrechts zugesichert hatte, nach Beendigung der Corona-Krise zu einem Testspiel nach Bremen kommen zu wollen.

Update, 1. September, 11.10 Uhr: Singen in Klassen bleibt verboten, Sport ohne Maske erlaubt

Singen in Klassenräumen soll vorerst bis zu den Herbstferien in den Schulen in Nordrhein-Westfalen verboten bleiben. Darauf hat das Schulministerium in einer E-Mail an die Einrichtungen aufmerksam gemacht.

Singen im Freien oder in der Aula seien grundsätzlich erlaubt. Auch der Sportunterricht solle weiter im Freien stattfinden.

"Das kontinuierliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung" sei für den gesamten Sportunterricht- "insbesondere in den Phasen physischer Betätigung" aber nicht vorgesehen.

Update, 1. September, 10.19 Uhr: 23 Corona-Infizierte nach Hochzeitsfeier

Nach einer Hochzeitsfeier in Frechen in Nordrhein-Westfalen sind bislang 23 der 85 Gäste positiv auf das Corona-Virus getestet worden.

Das teilte das Landratsamt des Rhein-Erft-Kreises am Montag mit. Die Feier fand am 22. August statt.

Unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle seien alle Gäste und sonstige Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden. 

Update, 31. August, 13.29 Uhr: "Corona-Ampel" geplant

 Nordrhein-Westfalen schärft sein Corona-Frühwarnsystem. Künftig müssen Kommunen, bei denen die Neuinfektionen im Sieben-Tages-Zeitraum - gerechnet auf 100.000 Einwohner - über 35 steigen, umgehend konkrete Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Virus umsetzen. Das kündigte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf an.

Steigt die Kennziffer über 50, sind in Abstimmung mit dem Landesgesundheitsministerium zwingend zusätzliche Schutzmaßnahmen anzuordnen."«Wir wollen eine Ampel einführen, damit es gar nicht erst zu der 50 oder zum Lockdown kommt", erklärte Laumann das System.

Update, 31. August, 13.28 Uhr: Weitere Regeln für Großveranstaltungen in NRW

 Nordrhein-Westfalen verschärft die Vorgaben für größere Veranstaltungen: Über die bisherigen Corona-Regeln hinaus müsse bei mehr als 500 teilnehmenden Personen auch sichergestellt werden, dass An- und Abreise unter Einhaltung der Belange des Infektionsschutzes erfolgen können, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag. 

Zudem müssen Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern nun auch noch vom Gesundheitsministerium genehmigt werden.

Das Ministerium habe damit "das letzte Wort", sagte Laumann. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte vergangene Woche gesagt, dass die neue Genehmigungskette eine Lehre des geplanten Großkonzerts in Düsseldorf sei.

Update, 31. August, 13.17 Uhr: Bußgeld beträgt 50 Euro und 150 Euro

In NRW sollen künftig Verstöße gegen die Maskenpflicht zum Beispiel in Supermärkten mit einem Bußgeld von 50 Euro geahndet werden. Wie Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag sagte, passt sich das Land damit einer bundesweiten Vereinbarung an. 

In Bussen und Bahnen bleibe das Bußgeld von 150 Euro bestehen.

Update, 31. August, 13.15 Uhr: Weniger Neuinfektionen in NRW

Nordrhein-Westfalen liegt bei den Corona-Neuinfektionen unter dem Bundesdurchschnitt. Im Vergleich der 16 Bundesländer belege NRW Platz 7, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag in Düsseldorf. Derzeit liegt die Kennziffer der Neuinfektionen im Sieben-Tages-Zeitraum, gerechnet auf jeweils 100 00 Einwohner, in NRW bei 8,9. Mitte August waren es noch 16,2. Seitdem seien die Zahlen in NRW kontinuierlich gesunken, berichtete der Minister.

Laumann stellte die neue Coronaschutzverordnung des Landes vor. Sie enthalte weder wesentliche weitergehende Einschränkungen als bisher noch entscheidende neue Lockerungen, sagte der Minister.

Update, 31. August, 11.06 Uhr: Maskenpflicht im NRW-Unterricht endet

Aufatmen bei Hunderttausenden Schülern in Nordrhein-Westfalen: Am Montag gilt für die Kinder und Jugendlichen der weiterführenden und berufsbildenden Schulen ein letztes Mal Maskenpflicht im Unterricht.

Damit endet in NRW eine umstrittene Coronaschutzmaßnahme, die es flächendeckend in keinem anderen Bundesland gibt.

Für Grund- und Förderschüler der Primarstufe galt sie auch in NRW nicht.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte angekündigt, den seit Schulbeginn geltenden Maskenzwang im Unterricht nicht über den 31. August hinaus zu verlängern, da die Infektionszahlen in NRW, entgegen dem Bundestrend, wieder zurückgegangen seien. 

Update, 30. August, 8 Uhr: Laschet: Wir können mit dem Virus nicht wie gewohnt Karneval fei