Darum läuft die Impfung von Kindern ab 12 Jahren so schleppend

Düsseldorf/Viersen – Seit Montag ist die Corona-Schutzimpfung für Heranwachsende ab 12 Jahren zugelassen. Laut dem Kinderärzte-Verband geht es jedoch nur sehr schleppend voran.

Hausärzte haben begonnen, Kinder und Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen.
Hausärzte haben begonnen, Kinder und Jugendliche gegen das Coronavirus zu impfen.  © Oliver Berg/dpa

Da das dafür alleinig zugelassene Vakzin von Biontech in nur sehr spärlichen Mengen geliefert werde, seien Erstimpfungen von Kindern kaum möglich, sagte eine Sprecherin des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch.

In vielen Kinderarztpraxen seien die Wartelisten lang, aber nur wenige Kinder und Jugendliche könnten immunisiert werden.

Verbandssprecherin Christiane Thiele schilderte, ihre eigene Praxis in Viersen am Niederrhein habe nur sechs Impfdosen zusätzlich für Erstimpfungen für diese Woche erhalten.

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"Ich habe noch nie die Impfmenge bekommen, die ich bestellt hatte", sagte Thiele. Sie starte an diesem Mittwoch mit der Impfung von ersten Kindern ab 12 Jahren.

Die ersten Spritzen in dieser neuen Impfgruppe erhalten zwei Jungen im Alter von 12 und 14 Jahren, die in einem Haushalt leben, in dem Personen besonders geschützt werden müssten.

Die niedergelassenen Kinderärzte immunisieren bereits seit Wochen junge Patienten ab 16 Jahren, und zwar primär besonders gefährdete Jugendliche mit Vorerkrankungen. Seit Montag ist auch eine Impfung von Jungen und Mädchen ab 12 Jahren mit Biontech-Impfstoff erlaubt.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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