Darum wird alles teurer: Inflationsrate in NRW zieht kräftig an!

Von Claus Haffert

Düsseldorf/NRW - Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen bleibt über der Zwei-Prozent-Marke. Im Juni lagen die Verbraucherpreise 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Landesamt am Dienstag mitteilte.

Vor allem Benzin und Diesel ist nach den sehr niedrigen Preisen aus dem Vorjahr jetzt wieder deutlich teurer geworden.
Vor allem Benzin und Diesel ist nach den sehr niedrigen Preisen aus dem Vorjahr jetzt wieder deutlich teurer geworden.  © Christophe Gateau/dpa

Im Mai hatte die Teuerung 2,6 Prozent betragen, im April 2,1 Prozent.

Teurer geworden sind nach Angaben der Statistiker vor allem Mineralölprodukte.

Heizöl war im Jahresvergleich um 20,3 teurer.

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Für Kraftstoffe mussten Verbraucher 23,9 Prozent mehr zahlen.

Vor einem Jahr waren die Rohölpreise mit Ausbruch der Corona-Krise wegen geringer Nachfrage auf dem Weltmarkt zeitweise eingebrochen.

Seither haben sie sich erholt. Außerdem wird seit Jahresbeginn etwa auf Heizöl eine CO2-Abgabe erhoben.

Günstiger als im Mai 2020 waren dagegen Kartoffeln und Kartoffelprodukte, die sich um 9,6 Prozent verbilligten, sowie Paprika, die 7,3 Prozent preiswerter wurde.

Inflation steigt in ganz Deutschland wegen hoher Energiepreise

Jens Weidmann (53), Präsident der Deutschen Bundesbank.
Jens Weidmann (53), Präsident der Deutschen Bundesbank.  © Arne Dedert/dpa

Angesichts zuletzt steigender Verbraucherpreise hat Bundesbank-Präsident Jens Weidmann die Sorge vor einer mittelfristig überschießenden Inflation gedämpft.

"Viele Menschen sorgen sich, dass mit der wirtschaftlichen Erholung die Inflation zurückkehren könnte. Diese Sorgen nehme ich sehr ernst", sagte Weidmann bei einer Bankenkonferenz am Montag in Frankfurt.

"Doch die Inflationsgefahren sollten in der Diskussion eben nicht überzogen werden."

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Seit Jahresbeginn hat die Teuerung in Deutschland stetig zugelegt, im Mai erreichte die jährliche Inflationsrate mit 2,5 Prozent den höchsten Stand seit fast zehn Jahren.

Vor allem steigende Energiepreise trieben die Verbraucherpreise nach oben.

Titelfoto: Christophe Gateau/dpa

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