Von der "Oase" in die Großstadt: Deutsche Glasfaser bezieht neuen Standort in Düsseldorf

Monheim/Düsseldorf - Die stark wachsende Telekommunikationsfirma Deutsche Glasfaser verlagert einen Großteil ihrer Geschäftstätigkeit von der als Gewerbesteuer-Oase geltenden Kleinstadt Monheim nach Düsseldorf.

Die Firma Deutsche Glasfaser hat derzeit 1700 Mitarbeiter. Das Ziel ist es, im Laufe des kommenden Jahres 300 weitere Arbeitskräfte einzustellen.
Die Firma Deutsche Glasfaser hat derzeit 1700 Mitarbeiter. Das Ziel ist es, im Laufe des kommenden Jahres 300 weitere Arbeitskräfte einzustellen.  © Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa

"Der Firmensitz in Monheim ist einfach zu klein geworden, die Immobilie am Düsseldorfer Flughafen passt hingegen sehr gut", sagte Firmenchef Thorsten Dirks der Deutschen-Presse-Agentur.

Zum Jahresende werde die Unternehmensgruppe am Airport 250 Schreibtische haben, die abwechselnd von 500 Beschäftigten genutzt werden sollen - es sind also flexible Arbeitsplätze, die sich die Beschäftigten vorher per App auswählen.

Ein Großteil der Beschäftigten arbeitet im Homeoffice.

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In den nächsten Jahren werde man zudem vermutlich die Option nutzen, in dem Gebäude zwei weitere Stockwerke zu mieten - dann kämen nochmals 250 Arbeitsplätze für 500 Beschäftigte hinzu.

Derzeit hat die Deutsche Glasfaser 1700 Beschäftigte: 1000 in Borken, 500 in Saarlouis und 200 in Monheim. Nächstes Jahr sollen es konzernweit mehr als 2000 sein. "Der Firmensitz bleibt in Monheim, und wir werden dort weiterhin Mitarbeiter haben und Sitzungen machen."

Die Gewerbesteuer ist in der Kleinstadt vor den Toren Düsseldorfs sehr niedrig, daher haben dort zahlreiche Firmen ihren Sitz. Man habe gute Beziehungen zu der Gemeindeverwaltung von Monheim, sagte Dirks.

Die Gewerbesteuer ist in der Kleinstadt vor den Toren Düsseldorfs sehr niedrig, daher haben dort zahlreiche Firmen ihren Sitz. Man habe gute Beziehungen zu der Gemeindeverwaltung von Monheim, sagte Dirks.

Titelfoto: Peter Zschunke/dpa-Zentralbild/dpa

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